Beiträge von Petra

    Da wir heute keine Lust mehr haben, irgendetwas zu unternehmen, fahren wir in den nächst gelegenen Supermarkt und kaufen ein paar Sachen ein. Friedrich freut sich auf ein richtiges Bier, der halbe Liter kostet nur etwas über 50 Cent.

    Dann machen wir einen kleinen Spaziergang am Strand. Ein großer einsamer Strand, der bei Wellensurfern beliebt sein soll. Heute sehen wir jedoch nichts davon. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht davongeweht werden.

    Das war´s für heute, mal schauen, wie das Wetter morgen sein wird.

    Viele Grüße
    Petra

    Das Zimmer ist groß, es gibt einen Balkon, Parkplätze vor dem Haus, WIFI funktioniert und Frühstück gibt es auch. Wir sind die einzigen Gäste im Hotel, es gibt noch einen großen gemütlichen Aufenthaltsraum mit Fernsehen und Computer.

    Den Frühstücksraum schauen wir uns auch kurz an. Wir sind zufrieden mit der Wahl.

    Man sieht auf den Bildern, es ist vieles grau... zwischendurch auf der Fahrt hat es auch schon mal geregnet.

    Nun ist es nicht mehr weit bis Valdoviño. Ich bekomme noch eine SMS, wie das mit dem Eichchecken im Hotel vor sich geht. (Automatencheckin)Ich bekomme aber die genauen Schritte gesagt und einen PIN-Code. Wie gut, dass mein Smartphone noch ging. Kurz danach hatte ich mal wieder Probleme, das Akku war leer. Es hält jetzt keinen Tag mehr durch. Ich glaube, es wird Zeit, dass ich mir ein neues kaufe.

    Mein Navi-Programm kennt die Straße nicht, wo das Hotel Valdoviño Express sein soll. Daher fahren wir zur Information und da wurde uns geholfen. Wir deckten uns auch gleich mit Karten ein und fragten nach Sehenswürdigkeiten in der Nähe.

    Dann fuhren wir ins Hotel, es liegt etwas außerhalb, ein Auto sollte man haben.Der Checkin verläuft prima und irgendwann wird der Schlüssel ausgespuckt.

    Den letzten Stop auf dieser Fahrt machen wir in Pontedeume, eine alte Brücke, ein Stück alter Stadtmauer und wir treffen viele Pilger, die hier in der Herberge keine Unterkunft mehr finden, da sie voll ist. Ein Engländer und ein Belgier sind ganz geknickt, sie können es sich nicht leisten in ein Hotel zu gehen. Da hoffe ich für sie, dass sie noch irgendetwas finden. Sie waren beide schon lange unterwegs und kamen aus Sevilla.

    Da wir ein wenig vom Weg abgekommen waren und wir eigentlich nicht mehr wussten, wo wir überhaupt waren, schmiss ich mein Smartphone an. So kamen wir dann irgendwann wieder in Vimianzo an. 8)

    Nun nahmen wir die Autobahn, damit wir ein wenig vorwärts kamen. Die Autobahn ist teilweise gebührenpflichtig. Was uns wunderte, es war Montag, ein normaler Arbeitstag und wir sahen kaum Autos. Sehr seltsam!

    Die Fahrt um A Coruña herum war einfach nur grauenvoll, aber wir fanden den Weg, ohne uns zu verfahren, obwohl wir gefühlte 1000 Mal die Autobahn wechseln mussten. Ohne mein Sygic-Programm hätten wir das nie geschafft. Wir haben im Auto auf einen Navigator verzichtet. Diese Zusatzkosten wollten wir sparen.

    Man hatte uns gesagt, dass es sich lohnt in Betanzos einen Stop zu machen.

    Wir fuhren ins ein Parkhaus, da wir am Straßenrand keinen Parkplatz fanden. Die Altstadt ist sehr gut erhalten und hat uns sehr gefallen.

    Friedrich fuhr abenteuerliche Wege, dafür sahen wir schöne Landschaften, fuhren den Berg rauf und runter. Manche Einwohner schauten uns fragend hinterher.

    Und dann fanden wir auch ein Hügelgrab (Dolmen) aus prähistorischer Zeit. Ja, jetzt wissen wir auch, was das ist. Es sind alte Bauwerke, die aus großen Felsblöcken erstellt wurden und als Gräber dienten.

    In Vimianzo halten wir kurz an, wir wollen schnell etwas Bargeld am Automaten abheben. Das war nicht ganz so einfach, denn mit Friedrichs VPAY-Karte funktionierte es einfach nicht. Wir wussten aber auch nicht so genau, was wir da alles anklicken sollten. Egal, wir haben einfach mal die Bank gewechselt, aber auch bei dem nächsten Automaten ging es nicht. Daher nahm ich eine Kreditkarte und damit klappte es anstandslos.

    So fuhren wir nun in Richtung A Coruña. Wieder sahen wir ein Hinweisschild und dachten uns, wir haben so viel Zeit, das machen wir auch noch:

    Ruta dos Dolmens

    Wenn ich ehrlich bin, wussten wir eigentlich nicht so genau, wie die Dolmen aussehen. Dass es Begräbnisstätten sind, das wussten wir schon.

    Nun kamen wir an diesen alten auf Stelzen stehenden Häuschen vorbei. Man findet sie bei fast jedem Haus und man sieht auch, dass sie teilweise sehr alt sind.

    Nur es sind keine Dolmen, auch keine Begräbnisstätten, auch wenn sie meist Kreuze haben. Es sind Getreidespeicher! Sie heißen Horreos und dort wurden und werden Mais und Getreide über den Winter gelagert. Wieder was dazugelernt! :D

    Übrigens die Größes eines Horreos zeugte von dem Wohlstand des Besitzers.

    Nach 30 Tagen Schönwetter ist es nun endlich so weit. Es hat sich abgekühlt und zwar gewaltig. Auch der Himmel ist grau, aber noch regnet es nicht. Wir frühstücken draußen, treffen zwei andere Deutsche, sie ist den Pilgerweg gegangen und er ist mit Motorrad hierhergekommen. Wie sich die Geschichten gleichen. Friedrich wollte ursprünglich ja auch mit Motorrad kommen.

    Hier die Karte von unserer heutigen Strecke, wir sind 163 Kilometer zu unserem neuen Ziel nach Valdoviño in den Nordosten von Galicien gefahren.

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    Hier nun die letzten Fotos von heute. Wir können uns irgendwann loseisen und fahren wieder zurück zum Hotel. Unterwegs treffen wir auf eine Prozession und wir fahren eine ganze Weile im Schritttempo hinter der Menschenmenge her.

    Im Hotel werden wir schon wieder freudig erwartet, wir bezahlen schon mal unsere Rechnung, denn morgen geht die Fahrt für uns weiter.

    Viele Grüße
    Petra

    Die Landschaft Galiciens ist wunderschön. Wir sind richtig begeistert. Eine ganze Weile fahren wir nun, bis wir als letztes Ziel den Leuchtturm am Kap Vilán erreichen. (Faro Cabo Vilán)

    Es ist einer der ältesten Leuchttürme und er ist malerisch auf einem Hügel gelegen. Zunächst fahren wir auf den Hügel gegenüber, wo die Windräder stehen. Es ist windig und kühl. Ich stelle mich unter ein Windrad und mir wird beim Hochschauen fast ein wenig schwindelig.

    Von hier aus wollen wir nach Laxe, jedoch verfahren wir uns manchmal, denn es gibt viele kleine Wege. So kommen wir bei den Torre den Mens vorbei, eine Burganlage aus dem 15. Jahrhundert. Da sie in Privatbesitz ist, kann man sie nur von außen ansehen.

    Wir fahren eine sehr schöne Strecke. An der Mündung des Río Anllóns machen wir eine kleine Pause. Weiter geht es nach Laxe. Auch dieer Ort liegt an der Costa da Morte. Es ist ein Badeort mit einem weißen Sandstrand. Da heute Sonntag ist, ist recht viel los und wir finden kaum einen Parkplatz. So stellen wir unseren Wagen im eingeschränkten Halteverbot ab, in der Hoffnung, dass heute keine Kontrollen stattfinden. Wir sind aber nicht die einzigen, die dort parken.

    Es ist schon nach 16 Uhr, wir wollen etwas essen und trinken, denn wir hatten ja bisher nur ein Frühstück gehabt. In den meisten Lokalen wird uns abgewunken. Hier schließen die Küchen um 16 Uhr und machen erst wieder um 20 Uhr auf. Na gut, mir ist es jetzt egal, WAS es zu essen gibt, Hauptsache wir bekommen etwas. Irgendwann haben wir Glück, ja, die Küche ist noch auf. Für mich gibt es einen Salat und eine Tortilla, Friedrich nimmt Tintenfisch und Kartoffeln mit Aïoli.

    Das Essen schmeckt köstlich. Wir haben aufgegessen und sehen einen Abschleppwagen. Sofort meldet sich das schlechte Gewissen. Boah, wir bezahlen schnell und gehen zu unserem Auto. Es ist noch da, denn wir sind eingekeilt, aber ein anderes Auto hinter uns, ist schon auf dem Abschleppwagen drauf. Ja, da haben wir noch einmal Glück gehabt. Es wäre sicher teuer geworden.

    Wir fahren zum Cabo Santo Hadrián. HIer gibt es eine gleichnamige Pilgerkapelle (Ermida de San Adrian), die aber verschlossen ist.

    Die beiden vorgelagerten Inseln (Islas Sisargas) stehen unter Naturschutz, dort leben unter anderem Trottellummen, die auch auf Helgoland zu finden sind.

    Es ziehen Wolken auf und wir denken schon, dass es noch regnen wird, aber es tut sich nichts. Es ist etwas kühler geworden, das begrüßen wir aber. Der Wind pfeifft ordentlich.

    Malpica ist ein hübscher kleiner Fischerort mit bunten Häusern am Hafen. Früher wurden hier Wale gefangen.

    Wir laufen ein wenig durch den Ort und trinken einen Café con leche, die Tasse kostet 1,10 €. Ja hier ist alles noch sehr günstig. Das Panorama vom Hafen aus gesehen, gefällt mir gut.

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