Beiträge von Petra

    Durchs Wasser gingen wir zum Boot zurück, es saß fest, die Männer mussten es anschieben, was sie auch mit Freude taten, manche der Frauen auch.

    Zurück im Camp erfuhren wir, dass wir nun einen gesicherten Transport vom Camp nach Lago Agrio hatten.

    Ein Privatboot bis zur Straße und dann ein Autotransport zum Flughafen. Über den Preis schweige ich lieber.

    Wir haben im Übrigen gehört von denjenigen die mit Bus von Quito nach Lago Agrio 9 Stunden gereist sind, dass es eine kleine Tortur gewesen sein soll. Die Straßen sind in einem äußerst schlechtem Zustand.

    Da der Fluss nur wenig Wasser hat, sollen wir schon um 4:30h losfahren, damit wir gegen 7 Uhr an dem Anleger sind. Dann noch knapp 2 Autostunden Fahrtzeit und somit müssten wir pünktlich am Flughafen sein.

    Prima, dann ist unser Problem ja wirklich noch zeitgerecht, wenn auch nicht zeitnah gelöst worden. ;)

    Es fing nun an zu schütten und hörte nicht mehr auf. Damit fiel der Nachtausflug aus. Wir hätten ihn vermutlich auch ausgelassen. So hatten wir nun vor und nach dem Abendessen genügend Zeit unsere Koffer zu packen. Noch bevor das Licht ausging, lagen wir im Bett. Ich habe vorsichtshalber zwei Wecker gestellt, um nicht zu verschlafen.

    Das war´s wieder für heute. Gute Nacht!

    Viele Grüße
    Petra
    Kommentare, Fragen etc, bitte in den Kommentar-Thread scheiben ;)

    Gummistiefel waren Pflicht, denn wir fuhren mit dem Boot zur Lagune, verließen mittendrin das Boot und stapften durch das Wasser. Ha, ha, manch einer ging den falschen Weg und versank samt Gummistiefel bis über die Knie, oder man blieb wieder im Morast stecken. Mit vereinten Kräften wurde dann der Mensch herausgezogen, manchmal blieb dann der Stiefel stecken und es gab wieder eine kleine Rettungsaktion.


    Wir liefen wieder dort, wo wir schon zwei Tage zuvor gesucht haben. In jedes Loch wurde geschaut. Ich dachte schon, es wird nix, die Hitze tat ein übriges und außerdem war das schon der 3. Ausflug für heute (natürlich alles freiwillig) und es sollte noch eine Nachtfahrt anstehen... stöhn... .

    Auf einmal hieß es, die Anaconda ist gefunden, bzw ihre Höhle. Ja, das war wunderbar. Wir konnten alle durch das Loch schauen, natürlich mit gebührendem Abstand, denn so eine Anaconda ist groß, sie wird etliche Meter lang.

    Jefferson unser Boat-Driver hat mit meiner GoPro und einer Taschenlampe ein Video gemacht. Es ist einmalig geworden. Man kann sogar den Kopf der Anaconda sehen. Hach, es wäre schön gewesen, wenn wir sie draußen in voller Länge gesehen hätten. Aber so waren wir auch zufrieden.

    Nach dem Mittagessen hatten wir ein wenig Freizeit, gerade so viel, dass ich meine Bilder herunterladen konnte. Dann ging es auch schon weiter. Es hieß, es gibt eine Chance, eine Anaconda zu sichten. Ich bin gespannt, Baby-Anacondas haben ich ja gesehen. Bei uns im Camp ist eine, die man schön beobachten kann.

    So richtig Spaß gemacht, haben die Beobachtungen der Affen, diese hier waren Wooly Monkey, sie haben so ein dickes Fell, dass sie ertrinken würden, wenn sie ins Wasser fallen.

    Auch die Affen mit dem Clowngesicht waren zu niedlich. Eine ganze Weile beobachteten wir sie, wie sie sich von Baum zu Baum hangelten, manche sprangen waghalsig und überbrückten große Distanzen.

    Da wir nicht für alle Paddel hatten, gaben wir unsere an andere ab und ich konnte nach Herzenslust fotografieren.

    Zurück am Camp war dann auch schon bald wieder Zeit für das Mittagessen, was uns wieder hervorragend schmeckte. Noch hatten wir keinen Bescheid, wie wir nun am nächsten Tag zurück nach Lago Agrio kommen, denn unser gebuchte Flug ging ja nun bekanntlich schon um 10:40 h. Manchmal muss man hier sehr geduldig sein.

    Nach dem Frühstück hieß es auf zu einer Paddeltour. Während wir uns in der Lodge „sammelten“, sahen wir eine Raupe auf der Bank herumkriechen. Friedrich wollte sie auf die Hand nehmen, ich meinte aber, er solle es lieber lassen, denn was meist so hübsch aussieht, kann unangenehm werden. So war es denn auch, es kam gerade ein Guide vorbei und ich fragte ihn. Er erzählte, dass diese Raupe sehr gefährlich sei, sie hat Widerhaken und ist giftig. Man kann im schlimmsten Fall eine Herzattacke bekommen. Puhh, Glück gehabt.

    Wir fuhren mit dem Motorboot stromaufwärts, das Paddelboot im Schlepptau. Irgendewann stiegen wir dann in das Paddelboot um und ab da hieß es kräftig zupacken. Das hat auch richtig Spaß gemacht. Natürlich hielten wir immer wieder mal an, denn es gab so viel zu beobachten.

    Bild 2 zeigt meine Amazonasmalerei... ;)

    Irgendwo unterwegs stiegen wir an einer Böschung aus. Nun waren wir im Urwald, das heißt, es gab weder Pfade noch Wege, also richtig urig. (Bild 1) Man darf natürlich auch nicht überall anfassen, denn auf manchem Baumstamm versteckte sich ein giftiges Tierchen, dass man mit bloßem und vor allem ungeschulten Auge nicht als ein solches erkennen kann.

    Wir waren auf Wildschweinsuche. Man konnte es schon hören, ein wenig Bammel hatten alle (?), denn Wildschweine sind auch hier ziemlich aggressiv, wenn sie wütend werden. Einige hatten sich einen sicheren Baumstamm gesucht. Nachteil ist immer, hier gibt es ohne Ende Ameisen und die Bisse sind sehr unangenehm. Auch ich wurde ein paar mal gestochen.

    Das Wildschwein ließ sich nicht blicken, so zogen wir wieder ab. Vielleicht beim nächsten Mal.
    Wieder krochen wir durch das Gestrüpp zurück und gingen zum Boot.

    Pünktlich zum Frühstück waren wir wieder zurück. Es gab Spiegelei mit Bananenmus, vorweg frische Früchte, dazu Kaffee, Tee, frische Säfte und eine Scheibe wabbeliges Weißbrot mit Marmelade.

    Wenn man früh ins Bett geht, dann fällt einem das Aufstehen um 5 Uhr morgens natürlich leicht. Dass man alles im Dunkeln machen muss, ist gewöhnungsbedürftig. Gute Taschenlampen sollte man schon dabei haben und genügend Batterien.

    Gegen 6 Uhr ging es mit dem Boot los. Wir waren nur zu siebt, 1 Pärchen hat verpennt, zwei Mädels wollten lieber schlafen.

    Es war ein richtig schöner Ausflug am Morgen vor dem Frühstück. Wir sahen Flussdelfine, die uns immer wieder umkreisten. Sie kamen aber nicht aus dem Wasser, so dass ich nur mit Mühe und Not ein Bild zustande brachte. Aber auch da braucht man viel Fantasie. ;)

    Egal, es war schön, die Tiere zu beobachten. Auch einen Kaiman sahen wir in der Ferne, als wir zu nahe kamen, tauchte er ab.

    Reiher, Kingfisher, Diving Bird, Geier, sogar einen Specht und viele andere Vögel sahen wir. Ein Faultier gar nicht faul lief an einen Baumstamm vorbei, leider konnte ich das auch nicht auf Platte bannen.

    Alausi haben wir gewählt, weil wir nicht mehr in die Berge wollen, zu kalt und zu ungemütlich. Alausi ist ein total netter kleiner Ort und liegt auf 2360 Metern. Das Besondere ist die Zugfahrt Nariz del Diablo. Wir wollen schauen, ob wir morgen früh um 7 Uhr noch Karten für diese Zugfahrt bekommen. Wenn nicht hat sich dieser Stop aber auch so gelohnt. Hier geht es nicht ganz so touristisch zu wie in Banos, es ist noch etwas ursprünglicher.

    Stimmt Maxi, wir haben ja die Strecke von Quito nach Guyaquil komplett offen gelassen und uns ein paar Tipps von Volker geben lassen. In etwas hatte ich mir die alte Strecke so gedacht, also Latacunga, Banos, Riobamba und dann Cuenca. Gotte sei Dank haben wir nicht in Latacunga übernachtet, eine riesige Stadt und nicht besonders schön.

    Ich habe hier mal eine neue Karte erstellt:

    Der Link zur Karte!

    A= Quito
    B= El Chasqui
    C= Quilotoa
    D= Banos
    E= Alausi
    F= Cuenca

    Viele Grüße
    Petra

    Hier habe ich noch 2 Bilder, die ich gerne zeigen möchte. Einmal ein Baum, in dem etliche Vögel leben, die wie die Webervögel kunstvolle Nester bauen.

    Als letztes dann den Tukan, der hoch in einem Baum sein Nest hat und nur mit seiner Schnabelspitze rausschaute. Das Bild ist eine Vergrößerung, obwohl mit über 600 mm das Bild gemacht hat, reichte es nicht aus. Aber ich habe mich gefreut, den Vogel einmal in Natura zu sehen.

    Das war´s wieder für heute. Morgen geht es weiter mit dem letzten Tag im Regenwald.

    Viele Grüße
    Petra

    Ich habe derweil meinen Bericht vorgeschrieben und eine erste Auswahl der Bilder getroffen. Just im Moment geht das Licht aus, ich hocke hier im Dunklen.

    Da wir morgen früh eine Frühwanderung machen und schon um 6 Uhr losgehen, werde auch ich jetzt ins Bett gehen.

    Gute Nacht!

    Auf dem letzten Bild sieht man ein Vogelnest!

    Heute Nacht stand eine Wanderung auf dem Plan. Ich machte da dieses Mal nicht mit, ich weiß ja, wie die Wege aussehen und mit meinem Fuß ist das im Dunklen nicht so prickelnd.

    Friedrich erzählte mir gerade, dass sie vor allem viele Spinnen gesehen haben, auch eine Tarantel.

    Nach diesem Besuch fuhren wir wieder zurück ins Camp. Die Zeit reichte gerade, um die Fotos runterzuladen, dann war es schon wieder halb acht und es gab Abendessen.

    Auch auf diesen Bildern sieht man, wie niedrich der Wasserstand ist. Wenn man den Motor nicht schrotten will, muss man genau die Stellen kennen, wo man den Motor hochheben muss.

    Nun kam der letzte Teil dieser Tour an die Reihe. Wir fuhren zu einem Schamanen. Das war schon ein klasse Ereignis. Wir bekamen eine Menge über den Schamanismus erzählt und dann gab es eine Zeremonie für jeden von uns, der wollte. Klar wollte ich, das kann nur gut sein.

    Nun war es an der Zeit einen Schwimmstop einzulegen. Ich schwamm nicht im Wasser und blieb dieses Mal im Boot sitzen. Es lag im Schatten und ich hatte alles im Blick.

    Bild 2: das sind die Früchte, mit denen wir unsere Arme bemalt haben, wir hatten ja auf dem Boot immer mal Zeit. Ich habe auch ein Bild von meiner Amazonas-Färbung gemacht. Sie ist im Übrigen immer noch da...

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