Nein, kein Fahrrad, auch keine Presse
Beiträge von Petra
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In der Nähe vom Friedhof befindet sich die Iulius Mall. Wir brauchen ja noch einen Stift für die Tastatur.
Im Schreibwarengeschäft werden wir nicht fündig. So gehen wir ein 3. Mal in den Computerladen und bekommen einen Tipp. Dort wo auch Druckerpatronen verkauft werden. Na super, auch das hat geklappt, wir bekommen den Stift. Langsam freunden wir uns mit der Iulius Mall an, denn bisher haben wir diese nur gemieden.

Nun haben wir nur noch einen Termin mit dem Sozialarbeiter Augustin Iuga. Es ist eine komplizierte Geschichte. Es geht um ein Heim für Jugendliche, welches von heute auf morgen geschlossen wurde. Die Jugendlichen hatten auf einmal keine Bleibe mehr. Sie gingen in Temesvar in die Schule und wollten diese gerne beenden. Da sprang Augustin Iuga ein. Er baute gerade ein Haus und entschloss sich die obere Wohnung für die Jugendlichen herzurichten. Der Ausbau wurde mit Hilfe von vielen Spenden und sehr viel Eigenleistung erstellt. Seit September wohnen 6 -8 Jugendliche in den 4 Zimmern. Seit gestern funktioniert auch endlich die Heizung, eine elendige Story mit der Gasgesellschaft.
Es muss noch einiges gemacht werden, auch gibt es keine gesicherte Zukunft über die anfallenden Kosten, die bezahlt werden müssen, aber die Jugendlichen haben erst einmal ein Dach über den Kopf und können weiter zur Schule gehen.
Wir haben 4 von den Jugendlichen angetroffen und ja, sie sind zufrieden, dass sie so viel Glück hatten und jetzt hier wohnen dürfen. Wir bekommen einen starken Kaffee, im Hintergrund läuft eine der beiden Waschmaschinen, jedes Zimmer verfügt über eine Küchenzeile.
Hier ein Bild von dem Haus und den Jugendlichen.
Das war´s erst einmal wieder.
Viele Grüße
Petra -
Dann fahren wir zum Friedhof.
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Die Blumenverkäuferin spricht perfekt deutsch. Ich frage sie, wo sie das gelernt hat. Sie meint, dass sie jedes Jahr für ein paar Monate nach Graz in Österreich geht und dort als Pflegerin tätig ist. Wir kaufen 8 Rosen, 7 von uns Kindern und eine von seiner Frau.
Das 4. Bild wird erst später eingestellt, wenn das Rätsel gelöst ist.

Nachtrag: So da das Rätsei gelöst ist, stelle ich hier das Bild ein. Es zeigt einen Scherenschleifer bei der Arbeit.
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Heute ist der 2.12., genau vor 12 Jahren ist mein Vater gestorben und er wurde hier in Temesvar beerdigt. Hilfe für Kinder war sein Lebenswerk, dafür hat er gelebt.

Als erstes fahren wir zu einem Geldwechsler, wir brauchen rumänische Lei. Danach fahren wir zum Markt, denn wir wollen Rosen für sein Grab kaufen. Das Wetter ist nicht schön, es weht ein eisiger Wind. Wir finden einen Parkplatz und gehen ein Stück zu Fuß. Ich mache ein paar Schnappschüsse, mehr Zeit habe ich nicht.
Wir überqueren die Bega, es gibt einen Schiffsanleger und es wurden auch Schiffe gekauft. Nur eines hat man vergessen, nämlich die Genehmingung für die Schiffe einzuholen. Ein kleiner Possenstreich.

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Ein Rätsel aus Rumänien:
Was ist das?Viele Grüße
Petra -
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Wir schoben uns durch die Menge, es war schon abartig, wie voll es war. Tapfer drehten wir die Runde, so richtig hatte keiner etwas davon.
Daher waren wir froh, als es dann wieder in Richtung Auto ging. Das Wetter war auch sehr unfreundlich, denn es fing an zu nieseln.
Das letzte Bild zeigt den Freiheitsplatz, dieses Mal wie leergefegt.
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Nun müssen Telefonate geführt werden, die Abrechnungen der Spendengelder steht an, die Berichte müssen geschrieben werden, es gibt allerlei zu tun.
Am frühen Abend fahren wir in die Stadt, Kati meinte noch, es wird nicht viel los sein, denn es nieselte leicht.
Das war aber ein Wunschtraum, denn gefühlt war ganz Temesvar auf den Beinen. Wir bekamen keinen Parkplatz und fuhren zur Arbeitsstelle von Kati. Der Pförtner war nett und ließ uns rein.Auf dem Weihnachtsmarkt war die Hölle los. Auf einer Bühne wurde rumänische Volksmusik gespielt. Nicht das, was Evi gerne hören wollte.

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Als wir von dieser Tour nach Hause kommen, steht das Essen schon auf dem Tisch. Kati hat gekocht, wie schön.

Es gibt Pilzgoulasch vegetarisch nach ungarischer Art mit Kartoffelbrei und Salat. Danach einen Kaffee und Lebkuchen. Ja, ich werde hier verwöhnt und komme gebudelt wieder.
Für heute steht nichts mehr auf dem Plan, außer, dass wir eine Runde über den Weihnachstmarkt schlendern wollen.
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Morgen fliege ich schon wieder zurück, ich bleibe immer 5 - 6 Tage hier. Meine Boardkarte habe ich schon, was für ein Glück, es gibt keinen Streik.
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Das Wetter ist gestern umgeschlagen und es war nicht nur bitterkalt, sondern es hat auch geschneit, später dann geregnet.
Jetzt eben klart es wieder auf und die Sonne kommt hervor bei blauem Himmel, aber der Wind ist eisig.
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Nun fahren wir zu einer weiteren Familie, die in einem anderen Stadtteil wohnt. Sie haben genügend Wohnraum aber zu wenig Geld, um sich genügend Lebensmittel und auch Holz zu kaufen. Der Winter naht. Sie freuen sich über unsere Tüte mit Lebensmittel, die wir mitbringen.
Die Großmutter ist 85 und spricht deutsch, ebenso die kranke Tochter. So kann ich mich auch ein wenig mit ihnen unterhalten. Die Großmutter erzählt mir, dass sie Weberin gewesen ist, ihr Mann, der schon vor vielen Jahren gestorben ist, war Webmeister. Nun ist sie zu ihrer Tochter gezogen, um sie zu unterstützen. 3 Kinder wohnen noch in dieser Wohnung. Sie erzählt noch, sie haben Glück und können bei dem Lebensmittelgeschäft anschreiben, wenn das Geld mal wieder alle ist und der Lohn noch nicht da ist.
Heute haben wir wieder viele traurige Geschichten gehört, das ist für mich immer sehr bedrückend. In diesen Fällen konnten wir helfen, aber es gibt sicher noch viele von denen wir nichts wissen.
Wir fahren Claudia Radu zurück und fahren noch einmal zur Lulius Mall. Das Keyboard von Mechtild ist einfach nur blank und man muss die Buchstaben erahnen. Das ist auf Dauer frustrierend. So gehen wir noch einmal zu dem netten Verkäufer in dem Computerladen. Es gibt genau eine Tastatur, die für den MAC geeignet ist. Wir hoffen, dass sie passt. Wenn nicht können wir sie innerhalb von 24 Stunden umtauschen.
Zu Hause angekommen, stellen wir fest, sie funktioniert, allerdings ist es eine amerikanische Tastatur, deutsche gibt es nicht. Wir stellen zwar deutsch ein, nun ist die Belegung zwar deutsch, aber auf vielen Tasten steht was anderes drauf...
Daran habe ich überhaupt nicht gedacht. Na gut, dann müssen wir uns einen Stift kaufen und die andere Belegung draufmalen. Einen abriebfesten Stift haben wir nicht, das heißt, wir müssen am nächsten Tag wieder in die Mall. 
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Da das Zimmer für alles viel zu klein ist, hat die Mutter einen Teil vom Flur draußen abgetrennt, dort steht jetzt der Herd, auf dem sie kocht.
Wir beschließen, dass die Kinder ihren Herzenswunsch erfüllt bekommen. Claudia wird die Geschenke besorgen, aber wir sagen nichts, es soll eine Überraschung werden.
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Die Mutter lebt von ca. 100 Euro Sozialhilfe und bekommt 80 Euro Kindergeld. Das ist zu wenig. Die Kinder haben weite Wege in die Schule und gehen gerne dorthin.
Marius ist 13, seine Schwestern heißen Nikoletta und Maria, sie haben einen Brief an den Weihnachtsmann geschrieben. Wir lesen ihn, die beiden Mädchen wünsche sich Inliner (sie kosten ca. 30 Euro), Marius ein ferngesteuertes Auto. (ca. 12 - 15 Euro)Zum Schluss schreibt Marius, er wünscht sich, dass die Mutter lange gesund bleibt, damit sie zusammenbleiben können.
Das berührt uns sehr. Ich mache ein Bild mit der Sofortbildkamera und schenke ihnen das Bild.
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Der Eingang sieht nicht sehr einladend aus, wir gehen die engen Treppen hinauf. Hier wohnt eine allein erziehende Mutter mit 4 Kindern. Es gibt einen nur einen Raum, in der die Familie wohnt, isst, schläft, kocht und sich aufhält. Geheizt wird mit Holz, wenn dafür das Geld da ist. Es ist eine Sozialwohnung und sie kostet nur sehr wenig.
Die beiden Mädchen freuen sich über das Stofftier.
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Ach so, ja das Wetter hat sich geändert, war es den Tag zuvor noch schön mit blauem Himmel, so war heute alles grau in grau und es hat geschneit. Der Schnee war aber am Abend schon wieder abgetaut.
Wir blieben in der Siedlung, holten nur eine weitere Lebensmitteltüte, Plüschtiere und Stricksachen aus dem Auto und suchten die nächste Familie in einen der vielen Hochhäuser.
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Wir bringen der Familie eine Tüte mit Lebensmitteln, die kleinen Kinder bekommen Plüschtiere, eine Süßigkeit und es gibt Strümpfe, Schal und auch warme Pullover.
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