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  2. Petra

Beiträge von Petra

  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 2. Dezember 2016 um 13:17

    Nun fahren wir zusammen in den Stadtteil "An der ehemaligen Zuckerfabrik"von Temesvar. Dort wohnen in zwei von den 3 Familien, die wir besuchen wollen.

    Die erste Familie, die wir besuchen wohnt in zwei winzigen Zimmern mit 5 Kindern. Der Mann hat Arbeit, aber er verdient nur 800 Lei im Monat, das sind noch nicht einmal 200 Euro. Davon kann keine 7-köpfige Familie leben, denn die Mutter kann und konnte aufgrund einer Krankheit nicht arbeiten.

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 2. Dezember 2016 um 12:29

    Am nächsten Tag haben wir eine Verabredung mit Claudia Radu.

    Zitat

    Die Sozialassistentin Claudia Radu hat bei sich zu Hause ein Tagesheim eingerichtet, in dem sie ehrenamtlich zusammen mit einigen Student/innen, die ein Praktikum ableisten oder ebenfalls ehrenamtlich mitarbeiten, etwa 15 Schulkinder aus sozial schwachen oder desorganisierten Familien ihres Wohnviertels betreut.

    Quelle: Tagesheim und Familienbetreuung „For help“ in Temeswar

    Wir wollen gemeinsam zu drei Familien fahren, 2 davon kennen wir nicht und wollen schauen, inwieweit wir ihnen helfen können.

    Claudia Radu hat bei sich zu Hause einen kleinen Anbau fertiggestellt, dort sollen Kinder/Jugendliche eine Unterkunft bekommen. Um jedoch Heizkosten zu sparen, wird dieser Raum im Moment noch nicht benutzt.

    Bilder

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 1. Dezember 2016 um 15:26

    Nun treten wir den Heimweg an. Es ist schon wieder Nachmittag geworden und wir haben noch kein Mittagessen gehabt. Daher beschließen wir, dass wir in eine Pizzaria gehen und eine große Pizza essen.

    Da ich nicht fahren muss und wir auch keinen weiteren Termin haben, gönne ich mir ein rumänisches Bier, welches in Timisoara gebraut wird. Ja, es schmeckt prima, ebenso die vegetarische Pizza. Kati und Evi bekommen noch ein höllisch scharfe Soße zur Pizza gereicht, klar, sie sind ja Ungarn... Ich begnüge mich mit einer Knoblauchsoße.

    Am Abend gehe ich mit Kati und Topy die Hunderunde und dann werden wieder die administrativen Dinge erledigt, ich schreibe auch meinen Bericht und nach Mitternacht sinke ich ins Bett mit dem Gefühl nicht fertig geworden zu sein.

    Es war aber wieder ein erfolgreicher und schöner Tag!

    Viele Grüße
    Petra

    PS. Evi ist eines meiner Lieblings-Foto-Objekte. ;)

    Kommentare zu diesem Bericht bitte hier hinschreiben.

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 1. Dezember 2016 um 15:19

    Die Kinder sind groß geworden. Das jüngste Mädchen geht in die 4. Klasse in Bethausen zur Schule. Das ältere Mädchen und der Junge gehen in ein Internat in die Schule und kommen nur am Wochenende nach Hause.
    Der Junge geht in die Klasse 12 und macht jetzt Abitur.

    Hilfe für Kinder lässt das Geld für die Internatskosten für den Monat Dezember da, sowie die Fahrtkosten für die Heimfahrten. Außerdem gibt es noch ein wenig Geld für Weihnachstgeschenke.

    Als wir uns verabschieden sagt die Mutter, ich muss ihr versprechen, dass ich wiederkommen werde. Das mache ich gerne.

    Es ist schön, wenn man sieht, dass die Hilfe ankommt und die Kinder die Möglichkeit haben, etwas aus dem Leben zu machen. Dafür ist eine solide Schulausbildung eine sehr wichtige Grundlage.

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 1. Dezember 2016 um 15:12

    Der Weg nach Bethausen war von Jupani nicht sehr weit. Auch bei dieser Familie war ich schon zweimal (2012 + 2013) gewesen. Die Mutter liegt nach einem Schlaganfall (2008) halbseitig gelähmt im Bett. Sie freut sich sehr über unseren Besuch. Wir bringen allerlei mit, hauptsächlich Hygiene-Artikel für die Mutter.

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 23:17

    Ein letztes Mal winken und dann waren wir schon wieder unterwegs. Nun fuhren wir nach Bethausen, ein Ort, der von Deutschen gegründet wurde. Auch hier war ich schon ein paar Mal gewesen.

    Doch davon später.

    Viele Grüße
    Petra

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 23:14

    Es ist schön zu sehen, mit welchen Elan die Menschen hier das Leben meistern. Das hat mir richtig Spaß gemacht.

    Wir bekamen noch das ein oder andere Mitbringsel aus eigener Landwirtschaft. Auch ein Tütchen Paprikapulver natürlich selbstgemacht habe ich dankend angenommen.

    Dann hieß es Abschied nehmen. Ich musste versprechen, bald wiederzukommen.

    Bild 1: die Brüder
    Bild 2: ein Gruppenfoto

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 23:06

    Es geht weiter, ein Kalb und zwei Kühe leben hier, die Milch wird verwertet, sie machen Quark und Käse selber.

    Dann lockt die Mutter mich in den nächsten Stall, sie hat einen Stock in der Hand und ich den Fotoapparat. Als das wohlgenährte Schwein an ihr vorbeisauste, nahm ich Anlauf und lief ganz schnell außerhalb der Reichweite vom Schwein. Ich kann von Glück sagen, dass ich in der Matsche nicht ausgerutscht bin.

    Das Schwein war mir eine Nummer zu groß! Außerdem sollte dieses morgen geschlachtet werden, armes Vieh. Es gab aber noch ein zweites, das war noch jung und hatte noch ein paar Monate vor sich. Tja und Evi amüsierte sich auch köstlich.

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 23:01

    Nun gingen wir zum Gewächshaus, hier wird Salat und Spinat angebaut. Es gibt viele glückliche Hühner, die um uns herumrennen, die Truthennen schreien wie verrückt, und laufen immer vor mir weg, sobald sie den Fotoapparat sehen... nein, nicht wirklich, aber ich habe es nicht geschafft, diese auf´s Bild zu bannen.

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 22:57

    Die Mutter lotste mich nun zu der Räucherkammer, hier hingen viele Schinken und andere Räucherware. Auf dem Boden brannte ein paar Holzscheite. Vermutlich war es besonderes Holz. Die Verständigung klappte nur, wenn Kati oder Mechtild in der Nähe war und sie dolmetschen konnten.

    Auf dem letzten Bild sieht man das Land, welches sie beackern. Nebenan ist der letzte Bewohner gestorben und sie haben auf von ihm eine große Fläche zur Bewirtschaftung bekommen.

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 22:53

    Die Mutter erzählte uns, dass sie gerade Wurst machen. Schade, meinte sie, das Schwein wird erst morgen geschlachtet, sonst hätten wir zusehen können. Ich zuckte mit keiner Wimper, nahm aber die Einladung an, den Hof anzuschauen.

    Das hatte ich auch schon vor 3 Jahren gemacht und fand es sehr interessant. Sie haben viel Land, welches sie bewirtschaften, zu zweit! Larisa und ihr Mann, sie möchten auf einem Stück Land Lavendel anbauen und dann evtl Öl daraus machen. Die Eltern lassen die jungen Leute gewähren, es ist genug Land da.

    Als erstes gingen wir zum Vater, der mit seinem Bruder und Schwägerin Wurst machte. Boah, das waren vielleicht lange Würste. Sie amüsierten sich köstlich darüber, dass ich Vegetarier bin. 8)

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 22:48

    Jupani hat sage und schreibe 3 Straßen. Eine Hauptstraße und 2 abzweigende Straßen. Wir schafften es und verfuhren uns, denn ruckzuck waren wir wieder aus dem Dorf heraus. :ssschmunzeln

    Aber auch ebenso schnell haben wir gedreht und fanden die richtige Straße. Wir wurden schon erwartet. Kati und Evi waren auch eingeladen und es gab ein großes "Hallo". Wir bekamen selbstgemachte Säfte: Rote Bete mit Apfel und eine Limonade mit Zitrone und Ingwer, dazu wurde die leckeren Teigtaschen mit Pilzfüllung und Quarkfüllung gereicht. Alles sehr, sehr lecker.

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 22:42

    Für heute hatten wir eine Einladung von Larisa und ihrer Familie. Larisa war eine der Studentinnen, die auch hier im Gästezimmer bei Mechtild Gollnick gewohnt hatte, damit sie in Temesvar studieren konnte (Grundschulpädagogik). Mittlerweile hat sie ihren Bachelor und ist verheiratet und wohnt in Lugoj. Dort arbeitet sie in einem Kindergarten und macht nebenbei noch ihren Master.

    Ihre Eltern wohnen in Jupani. Die Mutter habe ich vor 2013 kennengelernt (siehe Bericht) und somit freute ich mich auf diesen Besuch.

    Es ist ein ganzes Stück zu fahren, ca 80 Kilometer. Mittlerweile ist jedoch die Autobahn fertiggestellt, zumindest bis kurz vor Jupani.

    Jupani ist ein Dorf in der Gemeinde Traian Vuia im Südwesten Rumäniens.

    Bild 4: Kirche von Jupani

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  • Inseltage

    • Petra
    • 30. November 2016 um 21:47

    kiki danke für den Bericht, sehr schön und ich bekomme Heimweh nach Helgoland. Es ist schon eine tolle Insel.
    Ich mag diese Jahreszeit auch an der See. Und die Robbenbabys muss ich unbedingt mal sehen.
    Viele Grüße
    Petra ::***

  • Kommentare zu Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 20:08

    Ja, es ist traurig, aber Dank vieler Sponsoren können wir immer wieder etwas lindern und vielen helfen.

    Maxi, wenn der Besitzer wiederkommt, dann muss die Familie raus und sitzt auf der Straße, wenn sie nicht iregndwo unterkommen können.

  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 19:11

    Die Familie bekommt eine Lebensmitteltüte. Sie haben kein Holz für den Ofen und heizen im Moment mit dem Gasherd. Sie bekommen das Geld für eine Fuhre Holz und auch noch etwas für den Lebensunterhalt.

    Die Großmutter und den Urenkel nehmen wir mit unserem Auto mit. Sie wollen zu einer bestimmten Apotheke, um Medikamente zu kaufen und sparen sich so einen Wegmit Bus und Bahn.

    Zunächst bringen wir jedoch Marius nach Hause und dann fahren wir wieder in die Stadt. Die Großmutter versteht noch deutsch, denn ihr Vater war Deutscher. So kann ich mich ein ganz klein wenig mit der Frau unterhalten.

    Da ich meine Sofortbild-Kamera mitgenommen hatte, gab es für Großmutter und Enkel jeweils ein Bild mit den Kindern. Das kommt immer gut an.

    Zu Hause wartete dann noch Arbeit auf mich. Dachte ich noch, es sei eine schnelle Sache, musste ich dann feststellen, dass es doch nicht so einfach war, den W-Lan Repeater an den Router anzuschließen.

    Der Router, der hier vorliegt, hat schon einige Jährchen auf dem Buckel und somit gab es keine WPS-Taste, die die Einrichtung vereinfacht hätten. So musste ich mir auf mein Smartphone ein Programm zur Einrichtung runterladen und dann noch so einige Dinge machen. Nach 2 Stunden war dann alles erledigt und endlich gibt es in dem Gästezimmer aus W-Lan. Mir macht so was ja Spaß! :ffffluestern

    Am Abend bekamen wir dann noch Besuch von einer "ehemaligen" Studentin, die 3 Jahre hier in dem Gästezimmer gelebt hat, damit sie in Temevar studieren konnte. Sie kam mit ihrer Mutter, die auch von früheren Besuchen konnte. Ein netter Besuch!

    Der Tag war lang, spät am Abend sichtete ich noch meine Bilder und setzte den ersten Bericht ein. Dann sank ich um Mitternacht ins Bett und schlief den Schlaf der Gerechten.

    Viele Grüße
    Petra

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 18:54

    Nun fahren wir zu der 3. Familie. Die Mutter hat 3 Kinder und sie wohnen in einer Wohnung deren Besitzer im Ausland arbeiten. Dafür brauchen sie keine Miete zu zahlen, müssen aber ausziehen, wenn die Besitzer wieder zurückkommen. Das habe ich schon oft gehört, so bleibt die Wohnung bewohnt. Es darf alles benutzt werden und die Nebenkosten müssen natürlich bezahlt werden.

    Als wir ankommen, ist gerade die Großmutter bzw. Urgroßmutter da. Sie wollten den Jungen für ein paar Tage mitnehmen, denn bis zur nächsten Woche ist schulfrei.

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 30. November 2016 um 08:36

    Wieder müssen wir durch Temesvar fahren, es gibt viel Verkehr und etliche Baustellen.

    In der nächsten Familie, die wir unterstützen, leben unter anderem 2 Mädchen, die am Nachmittag in die Hausaufgabenbetreuung zu Claudia Radu gehen. Die Mutter erhält von uns eine Tüte mit Lebensmitteln. Es gibt auch einen kranken Vater, der nicht arbeiten kann.

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  • Kommentare zu Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 29. November 2016 um 23:07

    Danke Maxi!

    Für Topy habe ich ein paar dicke Kauknochen mitgebracht. Einen hat sie heute genüsslich verspeist... und ja, sie sieht immer so struppelig aus. :D

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  • Live aus Rumänien 2016

    • Petra
    • 29. November 2016 um 22:55

    Die Mutter bekommt eine Tüte mit Lebensmitteln, die wir gestern gekauft haben. Außerdem haben wir noch Bettwäsche mitgebracht.

    Es gibt kein Holz zum Heizen und die Mutter wäscht alles mit der Hand. Sie wird neues Holz bekommen und wir werden ihr eine halbautomatische Waschmaschine kaufen.

    Ich mache noch ein Bild mit meiner Sofortkamera und lasse den Abzug da. Dann verabschieden wir uns und fahren weiter zur nächsten Familie.

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