Mit dem Bus von Arica nach Putre
Schon wieder bekamen wir kein Frühstück, aber man gewöhnt sich an alles. Wir hatten noch jeder 1/2 trockenes Brötchen und ein paar Kekse, sowie Wasser.
Den Nachtportier weckten wir gegen 6 Uhr, denn er schlief auf der Couch. Er bestellte uns ein Taxi, das auch nach einigen Minuten kam. Manchmal ist die Verständigung nicht so einfach, denn er glaubte, er müsse uns nach putre fahren, nein wir wollten nur zum Bus-Terminal, dort wo der Bus nach Putre abfährt. Nach einigen Palavern hin und her, brachte er uns dann auch dorthin.
Wir waren zu aufgeregt, als dass wir uns dort an dem Kiosk etwas bestellten. Es fährt ja nur ein Bus täglich und den wollten wir auch bekommen. Am La Paloma-Schalter, der genau eine Viertel-Stunde vor Abfahrt öffnete, sagte man mir, dass ich zu einem anderen Schalter gehen muss und ein "Derecho de Embarque" bezahlen muss, pro Person 200 Peso, das ist quasi eine Abfahrtssteuer. Der Schalter hatte noch nicht geöffnet, also stellte ich mich an.
Das kam mir dann doch komisch vor und ich ging auf die andere Seite des Terminals und siehe da, dort war ein Schalter geöffnet. Ich zückte schon wieder 10.000 Peso, bemerkte dann aber, dass ja auch 1.000 ausreichen würden. Friedrich passte derweil auf das Gepäck auf.
Ich ging noch einmal zum La Paloma Schalter und fragte die Dame, ob sie wüsste, wo die Colectivos-Taxis nach Tacna abfahren würden, denn das Problem lag mir noch ein wenig im Magen. Sie zeigte nach hinten und sagte mir in dem anderen Gebäude. Dann fragte ich noch, ab wann die Taxis fahren würden, sie meinte 24 Stunden lang. Prima, dann dürfte es ja kein Problem sein. Gleich nach der Abfahrt des Busses sahen wir auch schon das Schild. (Bild 1)
Bevor wir in den Bus steigen durften, wurde der Beleg (Derecho de Embarque) eingesammelt, dann gaben wir unser Gepäck ab und kurze Zeit später ging die Fahrt schon los. Als wir abfuhren, saßen außer uns noch ca. 9 Personen im Bus, davon noch zwei Touristen. Der Bus sammelte aber noch diverse Menschen ein, die mit viel Gepäck mitfuhren. Es waren alles Einheimische, die unterwegs irgendwo in den Bergen wieder ausstiegen.
Für die Fahrt brauchten wir ungefähr 3 Stunden, dann stiegen wir aus. Mit uns auch die jungen Deutschen. Wir kamen kurz ins Gespräch, sie hatten noch keine Unterkunft und blieben auch ein paar Tage. Ebenso wollten sie schauen, dass sie ein paar Touren machen, wenn es nicht zu teuer ist. Wir erzählten, dass wir schon Touren gebucht haben und dass sie sich gerne anschließen können, denn dann wird es ja günstiger. Wir sagten noch, wo wir untergebracht sind und dann ging jeder seines Weges.