Beiträge von Petra

    Pünktlich sind wir vor Ort und dieses Mal auch nur eine kleine Gruppe. Unser Tourguide fragt mich, ob ich auch durch Höhlen auf allen Vieren kriechen könnte? Er hatte gehört, dass ich Probleme mit meinem Fuß habe. Ich meinte klar, das schaffe ich. (Ich wusste ja nicht so genau, was uns noch alles blühte, meist übertreiben sie ja, wenn es um die Sicherheit geht) :D

    Wir fuhren los, bezahlten den Eintritt von 2.500 Peso, hier bekamen wir Seniorenrabatt, normal kostet es 3.000 Eintritt.

    Dann erreichten wir die Cuervas de Sal Canon (Höhlen des Salzcanyon) Die Anweisungen waren, nichts mitnehmen, wir brauchen unsere Hände zum Abstützen, eine Lampe wäre gut, denn es ist dunkel und wer unter Klaustrophobie leidet, der solle lieber draußen warten. (Wir trafen auch unterwegs eine junge Touristin, die hektisch versuchte, wieder nach draußen zu kommen.)

    Der nächste Tag, es war der 27.12. sollte einfach nur ein Ruhetag werden. Wir schliefen lange und gegen Mittag gingen wir ins Zentrum. Eigentlich wollten wir nur etwas trinken. Ich freue mich immer, wenn ich mal was anderes als Wasser trinken kann und bestellte mir ein Agua Tonica. Diese Sorte, die es hier gibt schmeckt eiskalt serviert sehr gut!

    Auf der Speisekarte sah ich Pfannkuchen mit "Manjar". Ich fragte nach, was das ist. Der Ober erklärte es mir auf spanisch. Ich verstand eigentlich nur, dass es aus Milch bestand. Also bestellte ich einmal.

    Mhmm, es schmeckte prima. Später habe ich gegoogelt und herausgefunden, es ist ein typischer Brotaufstrich von Südamerika. Dulce de leche sagt man auch, denn es besteht nur aus Milch, Zucker und Vanille.

    Da es noch früh am Tage war, entschieden wir uns, doch noch eine Tour zu buchen und zwar eine Fahrt ins Valle de la Luna (Mondtal). Diese beginnt um 16 Uhr, wir werden nicht abgeholt, sondern müssen hier zum "Office" kommen. Er schaut auf meine Schuhe (ich habe Sandalen an) aber nicht mit diesen Schuhen und viel Wasser mitnehmen sowie Sonnencreme.

    Ich kaufe noch neue Sonnencreme und zwar nehmen wir welche mit 50x, denn die Sonne ist stark und wir haben keine Lust auf kaputte Haut durch Sonnenbrand. Dann gehen wir wieder zurück zum Hostal.

    Friedrich ist ein Sammler, wenn Du uns mal besuchst, dann wirst Du Hunderte von Steinen sehen... :mrgreen
    Er hatteSalz vom Tal des Todes mitgebracht und auf unserer Terrasse ausgepackt, da kam ein Windstoß und nun haben wir das Salz auf unserer Terrasse.
    Wir sind geraden Iquique angekommen, es war eine lange Fahrt. Wir haben ein tolles Hotel und es gab einen Pisco sour zur Begrüßung. Jetzt warten wir auf den Sonnenuntergang. Hier ein schnelles Handyfoto.

    Das 3. Bild zeigt einen Kaito, den ich auch am Lake Chaxa gesehen habe. Nun ist die Tour beendet und wir fahren zurück nach San Pedro de Atacama.

    Uns hat es wirklich gut gefallen und wir haben viel gesehen. Unterwegs sehen wir immer mal wieder eine größere Baumgruppe. Diese Bäume stammen aus Brasilien und haben sehr lange Wurzeln. Es war ein Projekt der Regierung, begonnen 1969 und 1973 abrupt beendet. (Regierungswechsel!)

    Der Tag war jedoch lang und wir holen uns nur ein paar Oliven und Käse und setzen uns noch ein wenig auf die Terrasse unseres Hostals, bevor wir müde ins Bett sinken.

    Viele Grüße
    Petra

    Bild 1: mein Liebling-Flamingo-Bild
    Bild 2: Vicuna an der Lagune
    Bild 3: Kaito

    Dieser Thread ist gesperrt, Anmerkungen, Grüße und Fragen bitte in den Kommentar-Thread schreiben, wir freuen uns immer :)

    Fortsetzung folgt!




    Nach ca. 20 Kilometern erreichen wir die Lagune Chaxa. Hier haben wir etwas Zeit und können auf vorgeschriebenen Wegen entlanggehen. Es gibt einige Flamingos auf dem Wasser. Zu nett sind die Spiegelungen.

    Es gibt 3 verschiedene Arten:
    Andean Flamingo
    Chilean Flamingo
    James Flamingo

    Der zuletzt Genannte ist in Bolivien zu Hause und kommt nur im Winter an den Salar de Atacama, wenn die Seen in Bolivien gefroren sind.

    Während ich mit dem 200er auf Flamingo-Jagd gehe, macht Friedrich ein paar Fotos mit meiner Fuji. Er sagt, es ist alles so komisch, aber mir fällt auf die Schnelle nichts auf.

    Hinterher stelle ich fest, dass sich die Einstellungen verändert haben. Er hat mit 6.400 ISO geknipst und das bei dem hellen, grellen Licht. :question

    Da ich jedoch auch neben JPEG auch RAW-Dateien aufnehme, kann ich noch etwas retten. Der Rest wanderte in den Müll. 8)

    Nach ausgiebigen Spaziergängen fahren wir wieder zurück nach Socaire. Unterwegs sehen wir immer wieder Guanakos,Vicunas und sogar viele wilde Esel.

    Wir haben schon einige Vicunas gesehen, allerdings immer in entsprechender Entfernung. Sie kommen nur in freier Wildbahn vor und lassen sich nicht domestizieren. Ihre Wolle ist jedoch sehr gefragt, denn sie ist sehr fein und man kann sie mit Seide vergleichen. Da aber ein Vicuna nur 1 Kilogramm an Wolle bringt und diese sich schlecht einfangen lassen, werden/wurden sie einfach getötet, um an die kostbare Wolle zu kommen. Das hat die Anzahl der Vicunas stark dezimiert.

    In einer Herde leben immer nur weibliche Tiere und ein männliches Alphatier. Ist der Nachwuchs wieder weiblich kann das Tier in der Herde bleiben, männliche Nackommen müssen nach einem Jahr die Herde verlassen.

    Übrigens der Meterpreis für das Vicuna-Garn liegt bei über 1.000 Euro! Dank verschiedener Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand der Vicunas wieder erholt.

    Bild 3: das ist das Gras, welches die Vicunas fressen

    Den Cerro Meniques umrunden wir fast einmal und kommen zu den Lagunen Meniques und Miscanti, beide nach den gleichnamigen Bergen benannt. Tolle Aussichten erwarten uns, wir haben aber auch wirklich Glück mit dem Wetter. Es kommt auch schon mal vor, dass es in dieser Jahreszeit stürmt und regnet → Bolivianischer Winter

    Unterwegs sehen wir den Vulkan Lasca mit seinen Rauchwolken. Dieser aktive Vulkan ist 5.650 m hoch und spuckt Gase und Rauch. Der letzte Ausbruch war 1993.

    Der nächste Ort, den wir erreichen ist Socaire, hier leben noch 145 Atacamenos. Wurden früher Oliven, Mais, Tomaten, Kartoffeln und Quinoa in Terrassenbeeten angebaut, so leben sie heute vom Tourismus. Wir sind auf einer Höhe von 3.360 Meter und es gibt Frühstück in einem Restaurant. Tee, Kaffee, Saft, Brot, Rührei und Marmelade. Wir knüpfen Kontakt zu Daniel, einem Brasilianer aus Rio, der mit seiner Freundin aus London hier unterwegs ist. Stephanies Mutter stammt aus Braunschweig.

    Daniel empfiehlt mit einen Coca-Tee zu trinken. Das mache ich auch, denn es geht ja später noch viel höher.

    Bild 1 + 2 speziell für Maria: ein alter Webstuhl aus Toconao

    Piedras Rojas, Lagunas Altiplanicos und Salar de Atacama

    So hieß unser Ausflug den wir bei Atacama Connection für den 2. Weihnachtstg gebucht hatten. Morgens um 7 Uhr wurden wir abgeholt. Wir waren die ersten, das hatte den Vorteil, dass wir uns den „besten“ Platz im Bus aussuchen konnten.

    Die meisten anderen Touristen kamen aus Chile oder Brasilien. Unser Tourguide führte die Tour auf spanisch und englisch.

    Als erstes fahren wir in das Dorf Toconao. Hier leben noch ca. 500 Atacamenos. Der Glockenturm (Bild 1) ist original aus dem 18. Jh., der Rest der Kirche brannte vor vielen Jahren aus. Die Türe (Bild 3) wurde auch aus Kakteenholz gefertigt, ebenso wie das Gebälk. Heute darf jedoch kein Kakteenholz mehr verwendet werden, sie stehen unter Schutz, denn sie wachsen nur 1 Zentimeter im Jahr.

    Heute war unser letzter Tag in san Pedro de Atacama. Wir sind wieder zurück von unserer Tour zum Geysir, war toll, obwohl wir um 4 Uhr aufstehen mussten und zunächst im falschen Tourbus saßen. Da habe ich wieder einiges zu erzählen. Da es gerade hier wieder Internet gibt, lade ich schnell den nächsten Bericht hoch. >""§

    Heute war strahlend blauer Himmel, kein Wölkchen zu sehen, aber windig und heiß. Heute Nacht bzw. morgen früh schaun wir in den Himmel.

    Die Karten für Macht Picchu konnte ich immer noch nicht buchen. ;(

    Nachtrag, es ist furchtbar, was das Smartphone immer schreibt, sorry dafür. Wenn ich das dann am Laptop sehe, verbessere ich es.

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