Beiträge von Petra

    Vor kurzem haben wir das erste Vicunja gesehen. Die wild lebenden Tiere sind sehr scheu. So ist es auch, als wir anhielten, sprang es mit riesigen Sätzen davon. Wir beobachteten eine Eule und einen anderen Vogel, da muss ich noch nachschauen, was das war. Mittlerweile weiß ich, es ist ein Geier, sie heißen JOTES.

    Nun mussten wir nur noch die Küstenstraße finden. Nach einigen Versuchen war auch das geschafft! Wir fahren nun auf der Ruta del Desierto, ein passender Name. Die Straße ist geteert, in unserem Reiseführer steht noch, dass es eine Sandpiste ist.

    Wir sind stundenlang durch die Wüste gefahren, haben ab und zu angehalten, Geröllwüste, Kakteenwüste, Sandwüste und Steinwüste, alles ist vorhanden. Die Straße ist einsam, nur sehr selten begegnen wir einem Auto. Wie gut, dass wir vollgetankt haben, denn hier gibt es unterwegs nichts. Noch haben wir etwas Wasser, wenn nichts dazwischenkommt, dann sollte es reichen.

    Von Vallenar nach Chanaral

    Unser nächstes Ziel ist Chanaral, wir wollen den Pan de Azucar besuchen. Über die Ruta 5 also die Panamericana wäre der einfache Weg gewesen. Das wollen wir nicht. Es gibt eine kleine Küstenstraße von Huesca nach Caldera, die wollen wir fahren.

    Diese soll nämlich sehr schön und abwechslungsreich sein. Nach dem Frühsrück packen wir alles zusammen und fuhren los. Übrigens zum Frühstück gibt es Quinoa mit Joghurt und natürlich auch die üblichen Sachen wir Brot, Butter, Wurst, Käse, Rührei und Marmelade.

    In Vallenar tanken wir noch einmal für 11.300 Pesos voll. Es war nicht so einfach aus dem Ort hinauszufinden, denn wir landen wieder auf der Ruta 5. Wieder mussten wir umkehren und irgendwann haben wir es gepackt. Das ist hier wirklich eine verrückte Verkehrsführung.

    Nach Huasco fuhren wir ungefähr 28 Kilometer, ein netter kleiner Ort drekt am Pazifik gelegen mit einem Leuchtturm und vielen Pelikanen, die sich immer wieder in die Fluten stürzten. Wunderbar, da konnte ich mich erst einmal fotografisch austoben.

    Hallo in die Runde,
    bald ist es wieder so weit. Da ich nicht weiß, wo wir dann sind und ob wir Internetanschluss haben werden, wollte ich Euch hier an dieser Stelle schon mal ein schönes Weihnachtsfest wünschen.

    Genießt die Feiertage wo immer Ihr Euch befindet.

    :merryxmas

    Viele Grüße
    Petra & Friedrich

    Übrigens vor den meisten Läden werden die Weihnachtsgeschenke verpackt, gegen einen Obolus versteht sich. ;)

    Langsam schlendern wir wieder zu unserem Hotel. Wir kaufen noch in einem kleinen Laden ein, Kekse, Wasser und Zahnpasta.

    Ich suche die Kokoskekse, ein Mann steht neben mir und hat eine Tüte in der Hand, da ich dachte, es sei ein Verkäufer, daher packe ich die Schoko-Kekse hinein und frage nach den Kokoskeksen. Er sucht mit mir, findet sie und freut sich mit mir.

    Dann holt er sich eine weitere Tüte und packt ein paar Brötchen ein, die genau unter dem Keksregal liegen. Er war auch ein Kunde und wollte eigentlich nur frische Brötchen kaufen. {a

    Auf dem letzten Bild ist das Hotel zu sehen, sehr familiär.

    So gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg zur Panamericana. Coquimbo und La Serena gefallen uns gar nicht. Es sind riesige Städte, der Verkehr ist entsetzlich, eine Baustelle jagte die andere. Wir verfuhren uns auch noch, aber nachdem wir ein paar Runden gedreht haben, fanden wir auch wieder den richtigen Weg.

    120 Kilometer nördlich von La Serena hat man die Möglichkeit zur Isla Damas zu fahren. Hier gibt es Humboldt Pinguine, Tümmler, Wale und viele Seevögel. Wir hatten diesen Stop jedoch nicht mehr eingeplant, denn es passte zeitlich nicht mehr.

    Nach insgesamt 400 Kilometern erreichen wir unser Ziel in Vallenar, das nette kleine Hotel Esmeralda.


    Viele viele Baustellen gibt es unterwegs. Die dicken LKWs quälen sich die Pässe hinauf. Wir hätten nicht gedacht, dass wir so viele Höhen überwinden müssen.

    Am Strand wollten wir nicht bleiben, so fuhren wir eine andere Straße entlang, schauten ein wenig rechts und links. Wir fanden ein winziges Lokal mit drei Tischen. Das war genau das richtige für uns Wir bestellten eine vegetarische Empanada und eine mit Camares (Krabben) Dazu eine Coca Cola und wir beruhigten uns ein wenig.

    Eigentlich suchten wir ein nettes Restaurant am Strand. Tongoy soll einen sehr schönen Strand haben. Was wir sahen, war jedoch eine riesige lange Bretterwand, die uns die Sicht zum Pazifik bzw. Strand versperrte. Sehr komisch dachte ich nur. Friedrich fragte, ob wir hier eine Rast machen wollten. Nö meinte ich, mit Blick auf die Bretterwand, das ist nicht das, was mir vorschwebte. So fuhren wir auf dem Weg (Sandweg) weiter. Auf einmal eine Lücke, ich sagte nur, anhalten, denn ich wollte fotografieren, was sich hinter dieser Bretterwand versteckte.

    Friedrich fuhr ran und dann passierte es, ein Rums und nichts ging mehr. Ich stieg aus und schlug nur die Hände über den Kopf zusammen. Das Rad steckte in einem Loch. Friedrich war geschockt und gab Gas. Nö, da ging nichts mehr, das rechte Rad drehte durch und der Wagen lag auf.

    Ein Klein-LKW kam aus der Baustelle raus. Ich glaube, sie haben die Situation genau erkannt. Ich total fertig und Friedich war unfähig zu reagieren. Das war´s wohl, dachte ich.

    Da stiegen zwei Arbeiter aus, kamen zu unserem Wagen, schauten kurz, packten an und hoben den Wagen an und schoben ihn zurück.

    Ich glaube, ich stand mit offenem Mund da und Friedrich saß immer noch wie paralysiert im Auto. Boah, was hatten wir für ein Glück. Am Wagen ist NICHTS zu sehen.

    Dass ich den beiden nicht um den Hals gefallen bin... ich bedankte mich und schon konnten wir unsere Fahrt fortsetzen.

    Der Rundweg ist ganz nett mit vielen Blumen, Büschen und Bäumen. Ich hatte gehofft, dass ich auch einen Fuchs sehr, aber leider ließ sich keiner blicken.

    Die schönste Stelle fanden wir, war dort, wo man auf den Pazifik schauen konnte.

    Sagt man, dass der Rundweg ungefähr eine Stunde dauert, brauchten wir über eine Stunde dafür.

    Das hat sich in jedem Fall gelohnt!

    Nun mussten wir den netten Weg wieder zurückfahren. Insgesamt sind wir von Ovalle bis Fray Jorge 75 Kilometer gefahren. Die Strecke von der Ruta 5 bis Fray Jorge betrug genau 32 Kilometer.

    Nun ging es wieder auf die Panamericana, Fahrtrichtung Nord. Nach 50 Kilometern, bogen wir aber schon wieder in Richtung Pazifik ab. Wir wollten uns den Ort Tongoy anschauen, es soll ein beschaulicher Ferienort sein.

    Wir sollten unser blaues Wunder erleben.




    Allein die Fahrt ist schon ein Erlebnis. Dann sehen wir den Wald von Nebelschwaden umhüllt. Wir erreichen den kleinen Parkplatz und stellen den Wagen ab. Auch hier ist ein Parkmitarbeiter und sieht zu, dass man auch richtig einparkt. Es ist schon ein Auto da und kurz nachdem wir angekommen sind, kommt ein drittes Fahrtzeug mit 2 Touristen.

    Nun kann man einen kurzen Rundweg ablaufen. Ich nehme meinen Stock mit, das ist gut so, denn auch der Weg geht über Stock und Stein und außerdem kann ich ihn ja als Stativ benutzen.

    Dann erreichen wir den Eingang zum Nationalpark. Ein kleines Häuschen mit einer Mitarbeiterin. Sie bittet uns hinein und trägt unsere Personalien samt Passdaten in ein Buch. Wir sind die Nummer 2, also ist heute erst ein anderes Auto dagewesen. Der Eintritt kostet 2.500 Pesos. Sie fragt uns nach unserem Alter, oh meint sie, Adulto mejor, wir brauchen nichts zu bezahlen, :)


    Wir bekommen ein paar Anweisungen und eine Karte, worauf die Umgebung eingezeichnet ist.


    Nun fahren wir zur Information. Hier gibt es die einzigen Toiletten, ein kleines Restaurant und ein Informationszentrum. Hunger haben wir nicht, aber das Infomationszentrum besuchen wir. Hier erfahren wir welche Blumen und Sträucher wachsen, es gibt Erklärungen zu den Tieren, die in dieser Gegend leben und natürlich was es mit dem Nebelwald auf sich hat.


    Den Nebelwald gibt es nämlich normalerweise nicht hier in dieser Wüstengegend, sondern nur in den südlichen feuchten Gebieten von Chile. An dieser Stelle, wo der Wald wächst, steigt Küstennebel auf und versorgt diese Region mit viel Feuchtigkeit.


    Vom Informationszentrum führt eine Sandpiste hoch in die Berge, schmale Wege und nette Serpentinen, manchmal ein paar Huckel und eine tolle Landschaft. Da wir weder Gegenverkehr haben, noch einer hinter uns herfährt, halten wir ab und zu an und ich mache ein paar Foto.

    Wir wussten, nun folgte eine gute Schotterstraße, ca. 28 Kilometer lang. Der Weg war gut ausgeschildert, denn obwohl es nur einen kleinen Ort gab, passierten wir einige Kreuzungen.

    Die Straße, die durch den Ort Punilla führte, war asphaltiert, aber nur das kurze Stück.

    Auf der ganzen Strecke ist uns kein Auto begegnet. Es gibt übrigens leider keine Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln hierhin zu kommen.

    Bild 1: Kakteen bilden eine Grenze :)

    Mit dem Mietwagen von Ovalle nach Vallenar

    Heute morgen hat der Wecker wieder etwas früher geklingelt, denn wir haben noch einiges vor.
    Für halb acht haben wir unser Frühstück bestellt, alles wurde sehr liebevoll angerichtet. Friedrich holt das Auto aus der Garage und dann bezahlen wir und packen alles ein.

    Diese Unterkunft können wir sehr empfehlen, alle sind sehr nett. Allerdings sprechen sie nur spanisch.

    In Ovalle haben wir den Wagen vollgetankt. Diesel ist sehr günstig, der Liter kostet nur ca. 50 Cent.
    Wir wollten wieder auf die Panamericana in Richtung Norden. Wir fanden aber zunächst nicht den richtigen Weg. Wir wollten dieselbe Strecke wie auf der hinfahrt fahren. Das Navi kannte den Nebelwald Fray Jorge (Parque Nacional Fray Jorge) nicht, ebenso mein Navi sagte NADA.


    Als dann auch noch eine Schotterstraße anfing und wir auf ein Hochplateau kamen, dachten wir, jetzt ist alles zu spät. Wir fuhren aber weiter, denn es war einfach eine schöne Strecke.Nach ungefähr einer Stunde konnten wir aufatmen, wir waren genau richtig, es gab wieder eine richtige Straße und wir kamen genau da an, wo der Abzweig von der Ruta 5 zum Fray Jorge Park war. Das haben wir schon mal gut gefunden.

    Wir leben noch, sind jetzt auf dem Wege nach Antofagasta. Wir haben viel erlebt. Unsere letzte Station, die Kleinstadt Chanaral ist halb zerstört. Es gab kein Internet, keine funktionierenden Bankautomaten, sehr traurig, was die Menschen dort zur Zeit aushalten müssen. Wir sind gerade in Taltal, könnten tanken, Geld abheben und sitzen vor einem Cappuccino. Wir fahren jetzt die Kustenstraße 1 weiter. Noch ungefähr 250 Kilometer. Heute Abend kommen die nächsten Berichte. Ihr könnt gespannt sein.
    Viele Grüße
    Petra

    Zwei Stunden später frage ich nach, ob sie bei dem Hostal anrufen könnten, denn, wenn immer noch keiner dort ist, wollen wir lieber im Lokal warten. Wir haben Glück, nun ist jemand da. So bezahlen wir und gehen zu unserer Unterkunft. Schnell das Gepäck ausgeladen und eingecheckt. Wir dürfen uns aussuchen, ob wir oben oder unten ein Zimmer haben wollen. Wir nehmen lieber eins unten, denn wir haben keine Lust, Gepäck hinaufzuschleppen.

    Es ist nur ein kleines Hostal mit insgesamt 8 Zimmern. Alles sehr nett eingerichtet und picobello. Vielleicht noch zur Erklärung,wir hatten uns erst zu 8 Uhr am Abend angemeldet. Da noch keine Saison ist, sind wir - so scheint es - die einzigen Gäste.

    Es gibt einen schönen Innenhof mit Sitzgelegenheit, da machen wir es uns bequem.
    Das war mein Bericht vom 17. Dezember, den nächsten Tag fuhren wir weiter nach Vallenar.

    Viele Grüße
    Petra

    Fortsetzung folgt!

    Wir sind insgesamt 410 Kilometer von Santiago nach Ovalle gefahren.

    Nun ist es nicht mehr weit bis Ovalle. Das Navigationsgerät führt uns ohne Probleme bis zum Eingang des Hostals Ovalle Suite. Wir bekommen sogar noch einen Parkplatz vor dem Eingang.

    Dann folgt die Ernüchterung, nachdem wir etliche Male geklingelt haben. Keiner macht auf. Auf unserer Bestätigung steht, dass wir zwischen 14:30 und 23:30 einchecken können. Es kommt ein Nachbar und klingelt mit. Aber auch das nutzt nichts.

    Nachdem wir eine ganz Zeit gewartet haben, gehen wir in ein Lokal und essen Burritos (vegetarisch) und trinken ein Pacena, das ist ein bolivianisches Bier, chilenisches gibt es hier nicht.

    Und juchhu, mein spanisch reicht aus, denn sie sprechen nichts anderes. Doch der Chef kommt noch einmal an unseren Tisch und fragt auf englisch, ob wir wirklich Veggie haben wollen.

    Ich habe mein Laptop dabei und bearbeite ein paar Bilder.

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