Beiträge von Petra

    Von Hilfe für Kinder habe ich einen Dankesbrief bekommen, den ich gerne hier veröffentlichen möchte:

    Kommentare können jetzt hier oder auch im Kommentar-Thread geschrieben werden.

    Hier habe ich noch ein paar Bilder vom Weihnachtsmarkt. Ich werde in meinem Blog noch einen kleinen Bericht mit noch mehr Weihnachtsmarktbildern setzen. Der Link folgt noch!

    Damit ist meine Zeit in Temesvar auch schon wieder vorbei. Ich habe viele traurige Dinge gesehen, Menschen, die in Armut leben, Kinder, die nicht genug zu essen hatten und frieren mussten. Nicht allen können wir helfen, aber wir versuchen, möglichst vielen zu helfen.

    Daher geht mein Dank an die vielen Spender, die diese Arbeit unterstützt haben. Danke schön!

    Am 3. Dezember bin ich dann wieder über München zurück nach Hannover geflogen.

    Die nächste Reise nach Temesvar 2016 ist schon wieder fest in meinen Plänen.

    Viele Grüße
    Petra

    Auf dem Rückweg vom Friedhof kaufen wir noch einmal in der Metro ein und erledigen noch ein paar Kleinigkeiten.

    Dann wartet Topi schon auf uns. Er bekommt von mir einen großen Knochen, den er sofort genüßlich verspeist!

    Nach dem Besuch einer Messe, die in rumänisch, ungarisch und teilweise in deutsch abgehalten wird, fahren wir noch einmal auf den Weihnachtsmarkt. Prima, da kann ich ein paar Stimmungsbilder schießen. Ich habe zwar nur ein Einbeinstativ mit, aber das reicht auch.

    Am 2. Dezember jährte sich der Todestag meines Vaters zum 11. Mal. Das ist der zweite Grund, weshalb ich immer um diese Jahreszeit nach Temesvar fliege. Auf seinen Wunsch hin wurde er in Temesvar beerdigt.

    Bevor wir zum Friedhof fahren, besuchen wir noch einen Kindergarten am Rande der Stadt.
    Jedes Kind bekommt zum Nikolaus von uns kleine Tüte mit Süßigkeiten.

    Wir schauen uns die Gruppen im Kindergarten an. Es gibt auch eine deutsche Gruppe. Die Kinder begrüßen uns in deutsch. Die Kindergärtnerin erzählt, dass sie noch gute deutsche Kinderbücher für Kinder im Alter von 3 - 6 Jahren gebrauchen kann. Da ich gerade bei mir zu Hause Bücher aussortiert habe, weiß ich, dass ich einige Bücher habe. Ich verspreche ihr, dass ich ein Paket fertig machen werde.

    Zum Schluss schauen wir noch in die ungarische Gruppe und dann verabschieden wir uns.

    Da wir mit An- und Abreise nur 3 Tage/2 Nächte in Aguas Caliente sind, haben wir im Grunde genommen nur einen ganzen vollen Tag für Machu Picchu. Ich hätte gerne schon die Eintrittstickets gekauft, aber das kann man noch nicht. Offizieller Start ist der 20.12. wie man mir heute per Mail bestätigte. Also werde ich dann von unterwegs aus die Buchung machen müssen

    Es gibt viele kleine Buden auf dem Weihnachtsmarkt, ebenso eine "Fressmeile". Wie ich schon in den vergangenen Jahren festgestellt habe, werden hauptsächlich Fleisch- und Wurstwaren angeboten. Zweimal habe ich auch etwas Vegetarisches gesehen, aber in Temesvar wird nicht besonders viel angeboten.

    Die Stimmung ist gut, es spielt ein Band auf der Bühne vor dem Nationaltheater und Opernhaus.

    Die Kerzen, Blumen und Fotos erinnern an die schrecklich Brandkatastrophe in Bukarest am 30.10.2015 in einem Nachtclub. Viele Menschen sind dort umgekommen, weil die Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten wurden.

    Auch wir lauschen ein wenig und wiegen uns im Takte. Dann gehen wir langsam zu unserem Auto zurück. In der Dunkelheit fahren wir nicht so gerne. Außerdem muss Topi noch Gassi geführt werden und es wartet jede Menge Schreibtischarbeit auf uns.

    Der 1. Dezember ist in Rumänien ein Nationalfeiertag, es wird die Wiedervereinigung von Rumänien gefeiert. Es gibt Paraden, die Parteien verteilen Fähnchen, es werden viele Veranstaltungen durchgeführt.

    Wir hatten am Mittag eine Einladung und sind danach über den Weihnachstmarkt in Temesvar geschlendert.

    Kati und Evi haben zwar die rumänische Staatsbürgerschaft, aber sie sind Ungarn und fühlen sich auch als Ungarn. Ebenso die Gastgeberin ist Ungarin. Daher ist es für sie ein trauriger Tag, wie sie mir erzählten.

    Auch Temesvar gehörte früher zu Ungarn, wie das Banat und Siebenbürgen. Das ist auch der Grund, warum eben hier viele noch ungarisch sprechen.

    Dieser Tage bekam ich eine Mail von Perurail.
    Auch im ersten Quartal fahren die Züge nicht von Poroy, sondern von dem fast 2 Stunden entfernten Pachar nach Aguas Caliente. Das war auch im letzten Jahr schon so. Vermutlich geht um die Sicherheit in der Regenzeit. Da wir schon die Tickets gebucht haben, werden wir den Transport nach Pachar bekommen. So habe ich es jedenfalls in der Mail verstanden. Ich habe jetzt noch einemal nachgefragt.
    Dann müssen wir ja mitten in der Nacht los :KKopffass2 Die Abfahrtszeit hat sich nämlich nicht groß verändert. Außerdem haben sie wohl Züge zusammengelegt. Mal schauen, was sie antworten.

    Ach so, das Schloss Thurn und Taxis. Das ist ja etwas ganz anderes. Wir haben diesen Romantischen Weihnachtsmarkt auch im Hause des Fürsten von Schaumburg Lippe, Schloss Bückeburg. Da kostet es auch Eintritt, ich war da auch schon ab und zu. Diesen zähle ich aber nicht zu den typischen Weihnachtsmärkten.
    Viele Grüße
    Petra

    Nun fahren wir nach Sanandrei, der Ort in dem früher überwiegend Deutsche lebten, liegt nur 12 Kilometer von Temesvar entfernt.
    Wir besuchen eine Mutter, die dort mit ihrem schwerst behinderten Kind lebt. Ich war 2010 schon einmal dort. (siehe Bericht hier) Auch dieses Mal nimmt mich der Besuch mit. Die Mutter lebt ziemlich isoliert, denn die Nachbarn tuscheln. Sie traut sich kaum mehr aus dem Haus. Johanna ist mittlerweile 8 Jahre alt und lebt in einer anderen Welt. Sie bekommt nichts mit, kann nicht reden, nicht laufen, spürt keinen Schmerz, ein sehr trauriges Schicksal.

    Wir wollen der Mutter helfen, denn sie hat noch nicht einmal fließendes Wasser. Sie holt das Wasser draußen aus einem Brunnen, erwärmt es in einem Topf. Das möchten wir ändern. Wir wollen ihr helfen, ein Bad zu bauen. Das wäre eine große Erleichterung für sie. Auch hier lassen wir eine Tüte mit Lebensmittel da.

    Am Nachmittag stehen wieder zwei Besuche an.
    Als erstes fahren wir zu Dean, der mit seiner Schwester Claudia und der Großmutter zusammenlebt.
    Wir kennen Dean schon seit 2013 und haben einen Sponsor gefunden, der regelmäßig Geld für diese Familie spendet, unter anderem für den Kindergartenbeitrag, Medikamente und auch jetzt zu Weihnachten bekommt die Großmutter einen Geldbetrag, damit sich alle etwas Schönes davon kaufen können.

    Die Freude ist riesengroß. Alle haben sich in den letzten beiden Jahren so gut gemacht. Man sieht, sie sind richtig aufgeblüht. Für die Kinder haben wir noch ein paar Kleinigkeiten mitgebracht. Dean findet in dem Karton ein nettes Spielchen und ist damit fürs erste beschäftigt.

    Es tut gut, wenn man Familien wiedertrifft und sieht, dass sich durch die Hilfe der Sponsoren etwas im Leben der Familie ändert. Dazu gehört Dean mit seiner Schwester und der Großmutter.

    Nun fahren wir zu einer Mutter, die mit 2 Kindern und ihrem Großvater in einem Raum lebt. Sie ist krank und kann nicht arbeiten. Der Großvater bekommt eine kleine Rente. Was für ein Glück für die Mutter.
    Es gibt noch einen 2. Raum, aber der ist nicht beheizt. Hilfe für Kinder kauft einen Ofen, damit auch der 2. Raum nutzbar wird und nicht alle zusammen in einem Raum schlafen müssen.

    Wenn man in die Wohnung hineingeht, gibt es einen kleinen Vorbau, dieser ist nicht gut isoliert und sehr zugig. Hier befindet sich die Küche. Die Glasfront ist mit Alufolie abgehängt, das soll ein wenig schützen. Es gibt ein Waschbecken, aber keinen Boiler, das heißt in der Küche ist nur kaltes Wasser vorhanden.

    Es wird mit der Hausbesitzerin geklärt, ob eine Isolierung angebracht werden darf. Ebenso soll die Familie einen Warmwasser-Boiler bekommen. Bisher hat die die Besitzerin noch nicht so richtig dafür ausgesprochen. Das wäre aber eine erhebliche Erleichterung für die Familie. Wenn diese Ausbauarbeiten gemacht werden, dann muss natürlich sicher gestellt sein, dass die Familie auch weiterhin in der Wohnung leben kann.

    Wir lassen natürlich auch Lebensmittel und Süßigkeiten da.

    Der Großvater ist schon 83 Jahre alt, aber noch sehr agil und rüstig. Er zeigt mir ein Bild aus früheren Zeiten. Dann kramt er ein kleines abgewetztes Fotoalbum hervor und zeigt mir die Bilder. Seine Frau ist schon vor vielen Jahren gestorben.

    Hallo Weberin,
    Ich war schon auf vielen Weihnachtsmärkten, aber, von Regensburg habe ich noch nie etwas gehört. Ich denke, jeder Weihnachtsmarkt hat etwas. Wenn Du so gerne dahin möchtest, dann mache es. Geld für Eintritt würde ich allerdings nicht bezahlen wollen

    Viele Grüße
    Petra

    Ich glaube, es geht auch nicht darum, etwas gerecht zu verteilen. Viele Familien bekommen schon seit Jahren dauerhafte Hilfe. Ohne diese Hilfe wären sie nicht in der Lage, ihre Kinder in den Kindergarten oder in die Schule zu schicken und zu ernähren. Das ist ja auch das Hauptaugenmerk, die Kinder!

    Wäre noch mehr Geld da, dann könnte man noch mehr machen, aber es muss ja auch alles bewältigt werden. Die Gelder werden ja nicht einfach so verteilt, sondern alles wird erst geprüft und hinterfragt. Wenn zum Beispiel der Vater nicht gewillt ist, eine kleine Gegenleistung zu machen, dann macht es ja keinen Sinn. Diesen Fall hatten wir erst gerade. Der Vater sollte für die Unterstützung etwas machen, aber er ist nie erschienen, obwohl er das zugesagt hatte. Da fragt man sich natürlich, macht es dann noch Sinn? Aber das sind die großen Ausnahmen. Wir erfahren meistens große Dankbarkeit.

    Heute bekam ich im Kindergarten einen Weihnachtsstern geschenkt. Wir haben dort die Nikolaustüten gespendet. Ich habe erfahren, dass der Junge, der mir diese Blume mit Dankesworten überreichte, von seiner Mutter verlassen wurde und dann zu seiner Tante kam, die ihn umbringen wollte. Die Großmutter hat ihn nun aufgenommen. Da kommen einem die Tränen, wenn man so etwas hört.

    Maxi, ich glaube, hätten wir die Männer um Hilfe gebeten, dann hätten sie sicherlich gehoöfen, die Waschmaschine in den Wagen zu bugsieren.

    Viele Grüße
    Petra

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