Friedrich meinte, ich solle vielleicht noch das Personal fragen, die immer draußen sauber machten. Eine gute Idee.
Ich ging also wieder in den Laden rein und schaute mich um, wo einer vom Reinigungspersonal rumlief. Der Laden brummte wieder wie verrückt, jede Menge Hungriger standen in Schlangen vor den 5 Kassen.
Dann sah ich einen und ging auf ihn zu und fragte nach, ob er vielleicht einen Motorradschlüssel gefunden hat:
Nix sprächendeutsch, nur ruski und polski er zeigte auf die Mitarbeiter hinter dem Thresen. Nee da habe ich ja schon zweimal und Friedrich auch einmal gefragt.
Unschlüssig stand ich herum, das ist doch wirklich doof, irgendeiner hat meinen Motorradschlüssel und ich weiß nicht wer. Dann ging ich noch einmal zu dem Typen, der kein deutsch konnte und machte eine Fingerbewegeung, so als wolle man ein Auto starten.
Und auf einmal nickte er, verschwand hinter einer Wand und kam strahlend mit meinem Schlüssel in der Hand wieder.
Nicht zu fassen, es gibt sie doch, diese Momente, wo man die ganze Welt umarmen könnte.
Ich nahm den Schlüssel, lief zu Friedrich, zeigte ihm diesen, nahm 10 Euro,meinen Fotoapparat und ging wieder zu dem ehrlichen Finder. Dann machte ich ein Foto von ihm. Das Geld wollte er nicht annehmen, aber ich drückte ihm dies einfach in die Hand. Ich bekam noch raus, dass sein Name Mahut ist und er aus Bulgarien kommt.
Ich war nur glücklich, dass ich den Schlüssel wieder hatte.