Die Fahrt ist sowas von schön, es gibt kaum andere Fahrzeuge, die anderen Achttausender sind zu sehen.....
Nicht sooo toll war unsere vorletzte Nacht in Tibet. Statt der vorgesehenen Unterkunft hat unser Guide uns ein Zimmer nahe des Basislagers zum Everest empfohlen: Der Berg ist nur in den frühen Morgenstunden sichtbar, dann kommen Wolken.
Wir sind seiner Empfehlung gefolgt, was im Nachhinein schon wieder lustig ist. (Er hat uns auch gleich angeboten, die 60km noch weiter zu fahren!)
Mein Mann würde die Augen verdrehen, wenn er das lesen würde: Nein, sooo schlimm war es nicht.
Doch. War es.
Hier geht meine theatralische Ader mit mir durch 
Denn im Gegensatz zur Zugfahrt war ich darauf nicht vorbereitet:
Auf ein eiskaltes Zimmer mit blutbefleckten Bettbezügen, die von den Kämpfen Mensch gegen Wanze / Bettlaus oder sonstigem zeugten.
Auf eine Bettdecke, die ungefähr 89 Kilo gewogen hat.
Auf ein Bad, das ein nicht-schließendes Fenster hatte, bei Minustemperaturen.
Das macht allerdings einen gewissen Sinn, weil es auch keinen Wasseranschluss gab, der würde ja einfrieren.
Mit ungefähr einer Tasse heißen Wassers aus der bereitgestellten Thermoskanne habe ich geduscht, Haare gewaschen und Zähne geputzt.
Das Frühstück war dann schon wie erwartet.
Warmes Wasser, Nescafe, Ablaufdatum 2011, Marmelade, Ablaufdatum 2009 und ein leeres Nutellaglas.
Das stand schon sehr angestaubt vorher da.