Im Bus geht es lustig zu, unser kleines Trüppchen passt gut zusammen und wir verwirren unsrere Reiseleiterin immer wieder. Sie spricht zwar sehr gut deutsch, aber die kleinen Feinheiten, Spitzen oder Scherze entgehen ihr natürlich. Unterwegs halten wir öfter um Bier zu kaufen (das verwirrt sie sehr... morgens um 11Uhr) oder Früchte.
Dann erreichen wir "Varavarana ny Atsimo" das Tor zum Süden, damit verlassen wir das Hochland und tauchen in den heissen Süden ein. Landschaftlich verändert sich erst einmal nicht viel, durch die rigorose Abholzung des Landes, zumeist durch die Chinesen, ist es auch hier einfach nur kahl. Kein Baum, kein Strauch weit und breit. Grosse Felder auf denen nur noch Baumstümpfe stehen!!! Die Ausbeutung des Landes durch korrupte Politiker ist unglaublich. Man kann gar nicht glauben, dass die Insel mal zu 90% bewaldet war
. Nur die Häuser verändern sich, werden kleiner und einfacher und die Menschen noch ärmer.
Wir sind jetzt im Gebiet der Baras, das ist das Volk der Zebu Rinder. Ein Mann wird hier erst richtig zum Mann, wenn er eine Zebuherde gestohlen hat. Auch der Brautpreis wird in Zebus angegeben. Man trifft Unmengen von Zebu Herden auf den Strassen, viele sind auf dem Weg nach Ambalavao zum Zebumarkt. Dafür sind die Herden oft wochenlang unterwegs. Der Treiber darf sich dann am Ende ein Zebu als Lohn behalten.