Was für ein phantastischer Tag... Madagaskar ist genau wie ich es mir vorgestellt habe.
Heute sind wir dann in Richtung Süden aufgebrochen. Die Strassen der Hauptstadt werden gesäumt von Kiosken mit Waren aller Art.... sooo viele Menschen sind unterwegs, ein einziges Gewirr. Hier wechseln sich Prachtbauten mit Bretterbuden, grosse Strassen mit heruntergekommenen Gassen ab. Man kann das gar nicht in Worte fassen.
Antananarivo ist eigentlich eine Ansammlung von Hügeln mit Reisfeldern dazwischen. Zu den Feldern gehörte dann die Unterstadt in der die Menschen lebten, die die Felder bestellen und eine Oberstadt, wo sich auch der Königspalast befindet. Ca. 4 Millionen Menschen leben auf diesen Hügeln, in einem Radius von ca. 18km um den Palast.
Mein Taxifahrer sagte mir, die Politiker versprechen immer so viel, bis sie gewählt werden, dann stecken sie sich das Geld selber ein und das Volk bleibt arm. Der erste Teil kommt mir bekannt vor... 
Draussen auf dem Land sieht man dann diese Armut. Es sind überall viele Menschen unterwegs, aber dort wo nur Felder sind oder Ziegel gebrannt werden, da sieht man es konkret.
Wir haben oft angehalten und einmal bin ich in einen Kiosk. Hab mich erschrocken, weil zwei Militärs mit Maschinenpistolen in der Ecke sassen, aber ich wurde freundlich begrüsst. Noch freundlicher dann verabschiedet, als ich den kompletten Vorrat an Keksen für umgerechnet 1€ aufgekauft hatte.... für die Kinder unterwegs. Naja... aus der Hütte raus hatte sich das mit den Keksen schon rum gesprochen 
