Ja, wirklich mittendrin im Dorf.
Jetzt kommt noch der Bericht von der Hochzeit, da muss ich die Fotos noch durchschauen
Beiträge von Heike
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Okke kommt erst einmal wieder rein ins Boot, was gar nicht so einfach ist. Es gibt keine Leiter und mir kommen doch erhebliche Bedenken, wie ich es schaffen soll, falls ich auch einen Tauchversuch starte. Wir fahren ein Stück weiter ans Riff, was aber immer noch weit entfernt ist. Hier stehen schon einige Boote mit Touristen, die schnorcheln. Hier seien jetzt bestimmt viele Fische, meint unser Bootsführer.... Okke springt wieder über Bord
Jetzt wage ich mich auch ins Wasser. Hier gibt es ein paar Korallen und auch ein paar Fische, aber unsere Ewartungen werden bei weiten nicht erfüllt -
Uns wurde gesagt, dass wir Richtung Riff fahren und man dort auch schnorcheln kann. An einer Stelle meint unser Bootsführer, hier seien ganz viele Fische - wir sollten hier schnorcheln. Okke geht ins Wasser mit der Kamera - wenn man zuvor auf den Malediven gewesen ist, wird es schwierig mit "ganz viele Fische" - ich warte mal ab, da ich Sorge habe, nicht wieder ins Boot zurückzukommen. Und Jan wollte ohnehin nicht ins Wasser. Ja, ein paar Fische waren wohl da, aber wenig
Dafür gibt es viele Seeigel -
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Und wir erhalten auch noch Informationen zum Seegrasanbau. Dieser war zunächst gefördert worden und auch nicht so schlecht bezahlt, sollte ein zweites Standbein sein. Aber in der Zwischenzeit ist der Preis so extrem gefallen, dass sich der Anbau für die Fischer nicht lohnt. Wieder einmal gibt es nur zwei Abnehmerorganisationen die Preisabsprachen betreiben. Die Frauen machen es als Nebenerwerb noch weiter, denn vom Seegrasanbau allein kann ein Mann seine Familie nicht ernähren
Die Tour dauerte über drei Stunden und ich bin jetzt ganz schön ko -
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Zunächst sehen wir den Medizinmann gar nicht, sondern unser Führer Rama holt einen Korb mit ziemlich vielen Kräutern und beginnt über deren Wirkstoffe und das Wirken des Medizinmannes zu erzählen. Der Medizinmann ist spezialisiert auf Frauen - und Kinderprobleme, wenn ich es recht verstanden habe. Als Rama erklärt, dass ein Teil des Grünzeuges wohl Potenzsteigernde Wirkund hat, kommt um die Ecke auf einmal "Viagra" geschossen - da merke ich erst, dass der Medizinmann hinter einer Mauer sitzt und den Vortrag beobachtet.
Der Medizinmann ist schon 77 Jahre alt. Vor ca 17 Jahren wurde er in einem deutschen Reiseführer erwähnt, worauf er sehr stolz ist und auf dem Foto seht Ihr ihn mit dem Reiseführer. Es ist übrigens der gleiche Reiseführer mit dem wir reisen. Unser dadiert aus dem Jahre 2008... ich hatte schon überlegt, ob ich ihm unseren neuen Reiseführer vorbeibringen... aber da ich am letzten Tag dann ein Magen-Darm-Problem bekam, ging das nicht. DAs Foto stammt von Okke - ich dachte, es reicht ja, wenn einer von uns ihn fotografiert
Bild 4 ist die Küche. Es wird auf Holz gekocht -
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Hier seht Ihr die beiden Gräber noch einmal
Für das unkundige Auge nicht zu erkennen, sind um diese beiden Gräber aber viele weitere Gräber - nur gekennzeichnet durch zwei Korallensteine - am Anfang und am Ende des Grabes - siehe Bild 2 - ohne Namen. Am Abstand der beiden Steine kann man sehen, wie groß der dort begrabene Mensch war.
Wir gehen zurück zu dem Haus, wo uns die Kokosverarbeitung gezeigt worden war. In diesem Haus wohnt nämlich auch ein großer Medizinmann. -
Nun gehen wir weiter an einen Platz. Unser Führer erklärt, dass dies die Mitte des Dorfes sei und sich das Dorf in jeder Richtung um 2,5 Kilometer ausdehnt. Es gäbe verschiedene Kindergärten. Da heute Sonntag ist, können wir leider keinen ansehen - sonst hätten wir das gemacht. WIe schade. 6000 Menschen wohnen in Jambiani und es gibt eine Schule mit 1400 Kindern. 85 Prozent der Bevölkerung ist unter 40. Aber es gibt wohl auch einige Menschen, die über 100 Jahre alt sind
Strom gibt es erst seit 23 Jahren, Wasser etwas länger. Früher gab es nur einen Brunnen, wo das Wasser geholt wurde. Beim Brunnen war auch der Waschplatz - den hat der Kulturelle Verein wieder rekonstruiert. Interessant ist, dass auf dem Waschplatz links bei den beiden Fächern die Männer ihre Sachen wuschen, rechts die Frauen!
Wir erfahren noch so das eine oder andere und uns werde auch verschiedene Pflanzen gezeigt und was diese Pflanzen für Wirkungen haben.
Auf Bild vier seht ihr zwei Gräber - überall im Dorf sind Menschen begraben. Diese beiden Gräber stammen von einer Familie, die finanziell sehr gut dasteht -
Wenn die Kokokusnüsse älter sind, entsteht in ihrem Inneren das Kokosfleisch. Die Nuss wird dann halbiert, wofür es hier ein Messer gibt, mit dem das ganz leicht aussieht. Aber wir wissen ja, dass diese Nüsse steinhart sind. Auf Bild 2 seht ihr dann das Gerät, mit dem die halbe Nusse ausgschabt wird. Die Frau setzt sich auf dieses Geräte und schabt die Nuss ´über ein scharfes Messer, bis das Fleisch vollständig herausgeraspelt ist. Um Kokosmilch zu erhalten, wird auf die Raspeln Wasser gefüllt und alles geknetet - und dabei entsteht Kokosmilch. Die wird abgegossen, erneut Wasser drauf und wieder geknetet - dreimal kann man das machen, wobei die Milch von mal zu mal dünner wird.
Die Raspeln werden auch als Seife benutzt. Die Milch als Haustmittel -
Am Nachmittag starten wir unseren kulturellen Rundgang. Außer uns ist noch ein Paar aus Norddeutschland dabei. Jan macht leider gleich zu Beginn schlapp und bricht die Tour ab - es ist sehr warm und er schafft es kreislaufmäßig nicht.
Die kulturelle Vereinigung hat es sich zum Ziel gemacht, eine Verbindung zwischen Tourismus und Dorfleben zu schaffen.
http://www.zanzibar-ecotours.com
Der Rundgang kostet 15 DOllar pro Person und das Geld fließt in die Organisation und kommt dann den Familien, die sich an dem Projekt beteiligen, zu Gute, aber auch den sozialen Einrichtungen wie Kindergarten, Schule etc.. Unser Führer ist Ramadhan Issa (Rama)
Wir beginnen bei einer Frau, die uns verschiedenes über die Verarbeitung von Kokosnüssen zeigt.
Die Kokosnüsse werden für einen längeren Zeitraum im Meer unter Steinen gelagert, so dass ihre äußere fasrige Schicht weich wird und ablösbar ist. Diese wird dann - Bild 1 - geschlagen und sieht hinterher so aus wie auf Bild 2 - DIe Fasern werden getrocknet
Und dann werden daraus Bänder gebunden - wenn man mehrere Bändern wieder miteinander verflechtet, erhält man dickere Seile. Die finden ihren EInsatz im Bau von Möbeln, wie z.B. den Liegen am Strand, oder für das Dach etc. -
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Leider ist noch nicht alles überstanden...
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Danke für den Hinweis, Erhard, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ich bin ja bereits mit Fieber auf dem Hinflug angereist und mit allen Symptomen eines schweren grippalen Infekts oder vielleicht sogar einer richtigen Grippe. Okke hatte es zwei Tage früher und war daher auf der Reise schon fast durch damit. Und Durchfall und Übelkeit kamen am 24.01. morgens - und da hatte ich abends ein zanzibarisches Hühnergericht gegessen. Möglicherweise war da was mit dem Huhn. Am Tag zuvor hatte ich das gleiche Gericht problemlos mit Fisch gegessen. Bei dem Huhngericht habe ich aber auch noch ein Stück Fisch von Jan gegessen und zu diesem Fisch gab es eine selbstgemachte Soße. Okke und Jan haben die Soße nicht gegessen,aber ich habe einen halben Teeflöffel davon genommen und ich vermute, dass die Soße das Problem war.
Bei der Magensache hatte ich kein Fieber oder Knochenschmerzen etc., sondern schlichtweg Magenprobleme. Gegen den Durchfall halfen 2 Immodium. Aber die Magenmotorik ist irgendwie noch gestört. Ich habe weder Hautausschläge noch Knochen- und Gelenkschmerzen. Wir haben kaum eine Mücke gesehen, weil es trocken und heiß war.
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