Mittwoch, 1.07.2009
Jan hat den Wecker seines Handys auf 7 Uhr gestellt, damit wir rechtzeitig das Auto zurückbringen, und deshalb war es an. Prompt gab es heute Nacht zwei Anrufe für ihn beruflich, kurz vor Mitternacht und kurz nach 3, die uns aus dem Schlaf rissen. Das war echt nervig.
Wir haben dann um 7.45 Uhr gefrühstückt.
Ca. 8.30 fahren wir los Richtung downtown. Es geht viel besser als erwartet. Wir fahren die 101, auch in der Stadt weiter (von Ness) und brauchen dann nur in die Bush einzubiegen. Das hat nur 1/2 Stunde gedauert – und genauso lange warten wir dann bei der Autovermietung darauf, dass die sagen, alles ist ok. Aber wir haben ja Zeit. Die Geschäfte etc. machen eh erst ab 10.00 Uhr auf.
Uns wurde dann gesagt, dass wir das Auto hätten leer abgeben sollen, da bei der Anmietung eine Tankfüllung berechnet worden sei – das hat uns aber keiner bei der Anmietung gesagt.... Offensichtlich wurde Jans Kreditkarte damit bei der Anmietung belastet.... Immerhin sind die so fair und erstatten uns den Betrag (ohne Steuern...) wieder zurück. Merkwürdig ist das schon allemal gewesen.
Na ja, jedenfalls ist das Auto weg.
Wir gehen dann zum Unionsquare und ich muss mal dringend eine Toilette gebrauchen. Da ist das Kaufhaus Macy, aber das hat noch zu. Und dann gibt es eine Toilette, aber in der scheint jemand zu wohnen – ich warte über 10 Minuten, aber die Person, die drin ist, kommt nicht zum Vorschein. Bis dahin hat Macy aufgemacht.
In der Nähe des Union Square ist ein ganz toller Brunnen mit Motiven aus San Francisco
Beiträge von Heike
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Wir entscheiden uns zum Hotel nahe des Airports durch downtown zu fahren. Und da bietet es sich an, dann auch die kurfenreiche Straße der Lombardstreet einmal selber mit dem Auto zu befahren. mit 27% Gefälle erwies sich die Lomardsstreet an dieser Stelle als zu steil für Fahrzeuge. In den 1920ziger Jahren wurde der abschnitt nach dem Gipfel des Russion Hills neu gestaltet und durch 8 Kurven entschärft. Die krümmste Straße der Welt, eine Einbahnstraße, kann nur bergab befahren werden. Für Fußgänger gibt es Treppen.
Gesagt, getan. Die ganze Strecke wurde auf Film von mir festgehalten – wenn schon, denn schon, dachte ich mir. Und wir sind jetzt bestimmt auch auf etlichen Fotos in der ganzen Welt vertreten, denn es standen massenhaft Touristen am Rande der Straße.
Von dort aus ging es zum Hotel, welches an der 101 im Airport Boulevard south liegt und gut zu finden ist.
Da wir der Meinung sind, das Auto mit vollem Tank abgegeben zu müssen, tanken wir gleich bei der Tankstelle gegenüber dem Hotel voll. Wieder wird es spannend – nach dem Durchziehen der Kreditkarte kommt die berüchtigte Frage nach dem zipcode – ich bin ganz verwegen und geben schlichtweg unsere Hamburger Postleitzahlein – EIN WUNDER! ES FUNKTONIERTE!
Ich habe mich kringelig gelacht.
Unser Zimmer liegt diesmal ganz hinten und ist dadurch erheblich ruhiger.
Der Tacho zeigt 21667 Meilen. Heute sind wir 165 Meilen = 264 km gefahren.Alles in allem sind wir 1.782 Meilen = 2.851 km in den 11 Tagen gefahren.
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Ja Erhard, da hast Du was angesprochen. Wir sind nur 11 Tage herumgefahren und hatten schon Probleme, die Orte auseinanderzuhalten. So habe ich bei Hotelbewertungen prompt das falsche Hotel im Kopf gehabt.... Ich habe nach 11 tagen Reise schon das Gefühl, mir platzt der Kopf voll Eindrücke... wie mag es erst Euch da erst ergehen?
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Psychostress
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Hi, wir haben es geschafft und sind wieder zuhause-geschafft. Später mehr... und zu Deiner Frage... na, der kleine... Steht sogar in der Ankündigung...
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Dann fahren wir die Straße weiter den Hügel entlang, werfen einen Blick auf den Leuchtturm "Point Bonita Lighthouse" und machen einen Stopp an der Sausolito Beach. Dort essen wir Monsterbrot und schauen eine Weile den Surfern zu, aber es ist zu ungemütlich.
Wir kehren auf die 101 zurück und überqueren mit dem Auto die Golden Gate Bridge. Nach dem Überfahren muss Straßenzoll gezahlt werden, 6 Dollar.
Auf der anderen Seite der Brücke fahren wir zum Pier, der beim Marine Drive liegt. Es ist weiterhin ungemütlich dort, auch wenn in downtown die Sonne scheint. Jan wollte wenigstens einmal im Pacific, hier San Francisco Bay, angeln. Ich habe mich mit einem Buch eine einigermaßen geschützte Stelle zurückgezogen, während Jan angelte. Er war genauso erfolgreich wie die einheimischen Angler... -
Von Nappa geht es weiter Richtung Vallejo und von dort um die San Pablo Bay auf der 37, später auf der 101, Richtung Golden Gate Bridge. In Sausolito verlassen wir die 101 und fahren durch den Ort. Nett, aber nicht aufregend. Kleine Holzhäuser säumen die Straße, es gibt einen Yachthafen und auch ein paar Hausboote.
Zunächst fahren wir noch nicht über die Brücke, sondern kreuzen die 101 und halten dann am Aussichtspunkt neben der 101 mit Blick auf Brücke und San Francisco. Die Brücke ist mal wieder im Dunst, und nur teilweise zu sehen. Beim Ausssteigen fegt uns ein heftiger Wind um die Ohren. Es ist echt ungemütlich, aber hilft nichts – wir müssen rauf auf den Hügel und schießen Nebelbilder von der Brücke. -
Danke für die Heimreisewünsche.... ich bin froh,w enn ich endlich wieder in der gleichen Zeit lebe wie mein Familien- und Freundeskreis. SO kommt man ja ständig durcheinander. Jetzt habe ich heute hier am 1.7. schon meinem Bruder zu seinem Geburtstag am 2.7. gratuliert, der im gleichen Moment stattfindet. Da wird man doch irre......
Wir fliegen hier am 2.7. um 15.10. los, was bei Euch der 3.7. 0.10 sein dürfte, und kommen dann bei EUch am 3.7. am Nachmittag an...... und sind dann wieder ein paar Tage völlig durch den Wind.... Es tut aber gut zzu hören, dass es in HH Kalifornienwetter gibt. Da fällt die Umstellung dann leichter Gruß Heike -
Danach fahren wir zum in der Nähe liegenden Gysier "Old Faithful". Er soll alle 30-40 Minuten ca. 18 m in die Höhe schießen. Er gilt sogar als Anzeiger für kommende Erdbeben, wenn er nämlich in kürzeren Abständen in geringerer Höhe losschießt. Auch hier ist Eintritt zu zahlen, 8 Dollar pro Person. Da wir auf Island große Gysiere kostenlos gesehen haben, verzichten wir darauf, unter Umständen 40 Minuten herumzustehen. Draußen auf dem Parkplatz sehen wir dann noch eine Fontäne – aber die war allemal nicht 18 m hoch! Und auch keine 8 Dollar pro Person wert.
Wir fahren weiter Richtung Nappa-Valley und dann durch das Nappa-Valley nicht die Schnellstraße 29, sondern den "Silverado Trail" bis nach Nappa.
Das Tal ist breiter als ich es mir vorgestellt habe und weniger hügelig als in meinen Vorstellungen. Es gibt Unmengen von Weinstöcken und Weingüter mit klangvollen Namen. Teilweise stehen hohe schmale Zypressen bei den Häusern, die gar nicht mehr im kalifornischen Holzstil gebaut sind, sondern eher an die
Toskana erinnern. Als Autofahrer wurde auf eine Weinprobe verzichtet. -
Dienstag, 30.6.2009
Wir stehen gemütlich auf, packen die letzten Sachen und fahren zum Frühstück. Mit Jans Fuß ist es immernoch nicht besser. Um 10.30 geht es dann weiter.
Kurz hinter Bodega verlassen wir den highway 1 und biegen auf die Straße Nr 12 Richtung Santa Rosa, den Bodega Highway. Unterwegs finden wir wieder einen Safeway und kaufen Monsterbrot. Wir kreuzen den Highway 101 und biegen dann Richtung Calistoga Road, die dann später zur Petrified Forrest Road wird. An dieser liegt kurz vor Calistoga der versteinerte Wald, der "Perified Forrest".Dort finden sich versteinerte Redwoodstämme.
Vor über 3 Millionen Jahren brach in 7 Meilen nordöstlich von dieser Stelle ein Vulkan aus. Der Vulkanausbruch brachte die Redwoods zum Umstürzen. Die Bäume wurden von der Asche begraben und unter der Asche versteinerten sie. Mit Silikaten aus der Asche angereichertes Wasser sickerte langesam in die Spalten ab, die von den zersetzen Holzfasern zurückgelassen wurden: Es wurde das Holz Zelle für Zelle durch kristallisierte Kieselerde ersetzt bis der ganze Baum Stein geworden ist.
Das ganze ist für 7 Dollar Eintritt pro Person anzusehen. Man glaubt erst, dass die Bäume versteinert sind, wenn man drauf klopft. Normalerweise sind sie vermoost, werden aber vom Moos freigehalten, damit man freien Blick auf die Teile hat. Wir erwerben auch ein Stück versteinerten Baum vor Ort für 5 Dollar. -
Dann ziehen wir uns in unser schönes Zimmer zurück, genießen bei einem Kaffee den Ausblick, schreiben Reisebericht und gehen dann noch einmal den Schwimmingpool nutzen.
Hier seht Ihr unsere Sitzplätze, drinnen und draußen.
Das Wasser im Pool kommt mir kalt vor – ist es sicherlich nicht. Aber durch das Sonnenbaden bin ich ziemlich aufgeheizt und habe mir auch vor allem am linken Unterschenkel außen einen Sonnenbrand zugezogen. Deshalb konnte ich dann nach dem Schwimmen auch nicht so recht in das Spa-Becken gehen. Das Wasser im Spa –Becken war so heiß, dass es mit dem Sonnenbrandbein einfach nicht auszuhalten war. Das musste draußen bleiben. -
Das ist Urlaub. So ein paar Stellen an mir haben ein bißchen zuviel Sonne abbekommen, aber es geht. Ich kann ja einiges ab.
Auf dem Rückweg stoppen wir an einem Imbiss und essen je ein halbes Crabsandwich und eine halbe Schale clam chowder. Letzteres eine Spezialität hier und dert Imbiss rühmt sich damit, seit 4 Jahren in Folge zur besten clam chowder Stelle gewählt worden zu sein. Jan meint, es erinnere ihn an die französische Fischsuppe. Ich finde, es erinnert an einen Gemüseeintopf. Wo die Muscheln waren weiß ich nicht. Bei Wikepedia lese ich erst einmal nach, was es mit diesesr Suppe auf sich hat. Es gibt zwei Varianten, einmal mit Sahne und ohne Tomaten, und ohne Sahne und mit Tomaten. Wir hatten die letztere. Na ja, war ok, aber nicht unbedingt der Renner. Aber wir haben sie wenigstens gekostet.
Auf dem zweiten Bild sieht man im Hintergrund die Hotelanlage am Hügel. Sie liegt in der Bay, nicht direkt am Meer. -
Montag 29.6.09
Wir haben hier keinen Handyempfang. Gestern auch schon nicht den ganzen Tag. Das ist blöd, denn ich wollte meiner Tante zum 88. einen Geburtstagsgruß per sms schicken, und das ging nicht.
Wir haben schön ausgeschlafen. Jans Fuß war wieder ganz schlecht heute morgen. Deshalb mussten wir zum Frühstück in dem Restaurant auf der anderen Straßenseite mit dem Auto fahren. Als wir unseren Raum verlassen, liegt sogar eine Zeitung vor der Tür. So lässt es sich leben....
Im Preis enthalten ist ein kontinentales Frühstück. Das Restaurant ist schick, auf einem Steg mit Blick auf die Bucht, in der sich Pelikane und Seehunde tummeln. Wir können auch zum kontinentalen Frühstück irgendetwas dazu kaufen, verzichten aber. Es gibt dann Kaffee, Orangensaft, Hafergrütze mit Zimt und braunem Zucker, für jeden ein Crossaint mit Butter und Marmelade,2 Muffins und eine Schale mit Stücken von unterschiedlichen Melonen.
Anschließend holen wir unsere Strandsachen aus dem Zimmer und fahren zunächst auf den linken Buchtteil. Dort stoppt uns dann mal wieder eine Bezahlstelle. Da wir nicht wissen, wie der Strand dort ist und ob wir dort den Tag bleiben wollen, versuchen wir unser Glück auf der rechten Buchtseite. Tatsächlich finden wir eine nette Bucht, umgegeben von Felsen. in der wir es uns gemütllich machen.
Traurig ist nur, dass dort auch ein kleiner toter Seehund am Strand lag.
Jan kühlt seinen Fuß, was dem ganz gut bekommt, und ich lege mich für 4 Stunden in die Sonne und schaffe 150 Seiten zu lesen. -
Unser Hotel The Tides of the Inn liegt direkt am Highway 1. Gegenüber ist das Restaurant The Tides Wharf, in dem wir auch unser Frühstück bekommen sollen, und dort wurde HItchcocks Film die Vögel gedreht. Das ursprüngliche Geäude ist allerdings einige Zeit nach den Dreharbeiten abgebrannt. Heute werben sie aber noch damit. Und am 4./5. Juli soll die Hauptdarstellerin hier nächtigen.
Unser Zimmer 1003 ist in einem Haus höher am Hang und riesengroß. WIr haben zwei riesige kingsize Betten und die ganze Ausstattung ist wirklich schön. Na ja, der Preis war auch nicht ganz ohne, aber hier an der Küste war nichts günstigeres zu bekommen. Wir haben eine Terasse und von dieser sehen wir auch an einigen Stelle, vorbei an den unter uns liegenden Häusern, die Bucht. Es gibt einen großen Swimmingpool. Und eine Flasche edlichen Weißwein als Begrüßung.
Den Tag beenden wir mitt chips and calamaris bzw. chips and prawns. Dann machen wir es uns auf der Terasse gemütlich, bis es zu kalt wird, und trinken ein Glas von dem Weißwein - für morgen lassen wir uns noch was über – und danach von unserem kalifornischen Rotwein von safeway, corbett canyon cabernet sauvignon. Lecker. -
Dann kommen wir zur Bucht vom Russin River bei Jenner. Auch hier eine schöne Sandbucht. Wir stoppen für ein Fotos und erst auf den zweiten Blick sehen wir dann die ganzen Robben, die an der Flussmündung auf einer Sandbank liegen. Auch hier ist wohl der Grund, der Fellwechsel. Beeindruckend.
Von hier ab sehen wir immer wieder Sandbuchten, die aber proppevoll mit Menschen waren. Die Straße war dicht mit Autos zugeparkt.
Von Jenner bis Bodega Bay sind es etwas 9 Meilen. -
Unterwegs dann ein Stopp – hier stehen Polizeiautos und Rettungswagen. Rechts an der Straße geht es mal wieder bergab...und da liegt ein Motorrad. Wir werden an der Unfallstelle vorbeigewunken und, oh Schreck – da liegt der Motorradfahrer und viele Leute arbeiten an ihm.... Die Straße hier ist wirklich extrem kurvig und die Kurven sind sehr scharf. Ich kann mir schon vorstellen, dass man sich da mit dem Motorrad schnell mal umlegt....
Die Straße ist zum Teil recht hoch und die Ränder sind ungesichert. Deshalb gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen von 15 Meilen/Stunde. Die Aussichten sind spektakulär. -
Dann geht es weiter. Die Straße windet sich in extremen Serpentinen die Küste entlang.
Wir fahren durch Manchester.... Und kommen dann zum Leuchtturm Point Arena, 115 Fuß hoch.Er soll einer der größten Leuchttürme an der Pazifikküste sein und wurde 1908 in Betrieb genommen. Schön sieht er eigentlich nicht aus, so grau. Keine nette Bemalung. Wieder verzichten wir auf den direkten Kontakt, denn der Besuch soll pro Person 7,50 Dollar kosten. 15 Dollar finden wir dann doch etwas übertrieben und machen Fotos außerhalb des direkten Geländes.
Unterwegs sieht man übrigens ständig Hinweise zum aktuellen Stand der Feuergefahr -
Um die Häuserreihe an der Küste zu fotografieren, gehen wir einen Pfad die Küste entlang. Auf dem Rückweg ist plötzlich mein Kameradeckel weg – ich meinte es gemerkt zu haben, wie er abspringt. Aber er ist unauffindbar.Wir suchen und suchen – nichts. Ich gehe nochmals die ganze Wegstrecke wie zuvor, nichts. Dann suche ich erneut intensiv an der Stelle an der ich meinte den Verlust bemerkt zu haben. Und endlich entdecke ich ihn im Gras versteckt.
In Mendocino sammeln sie Unterschriften für ein freies Parken in den Nationel Parks – den könnten wir uns nur anschließen. -
Unser nächster Stopp auf dem Highway 1, nur ein paar Meilen weiter, ist Mendocino, wohl allen bekannt durch die gleichnamige Schnulze von Michael Holm. In Mendocino findet in der 23. Saison ein Musikfestival unter dem Motto music on the edge of the world.Aber erst nächstes Wochenende. Mendocino gilt als ein Ort, an dem sich viele Künstler niedergelassen haben. Es gibt dort viele schöne Holzhäuser mit herrlichen Bauerngärten. Es ist eine Freude, diese Farbenpracht der Stauden zu sehen und ich werde richtig neidisch.
Wir besuchen mehrere Galerien.
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