Unser Gästehaus in Taxia war richtig knuffig. sah aus wie ein Toulou, nur war es eckig. Aber das macht ja nix. Unser Zimmer war in der ersten Etage, das Badezimmer war neu und hatte eine Heizbirne. Das war auch nötwendig, da es nach Einbruch der Dunkelheit empfindlich frisch wurde.
Natürlich spricht hier niemand englisch. Ich versuchte gar nicht zu erklären, wie lange wir bleiben wollten, sondern zeigte der Besitzerin gleich mein Zugticket und schon wußte sie Bescheid. Gleichzeitig drückte mir der Taxifahrer seine Visitenkarte in die Hand und deutete der Gastgeberin damit an, daß er uns nach einem Anruf wieder abholen würde. Den Zimmerpreis kritzelte sie auf ein Stück Papier und schon war alles geregelt. ![]()
Wir machten uns erst einmal im Zimmer lang. Es war anstrengend gewesen. Aber wir waren froh, daß es eigentlich ganz unspektakulär geklappt hat. Ich habe in China nie irgendwas großartig geplant. Bin immer ganz naiv drauflos gefahren in der Hoffnung, daß es schon irgendwie funktionieren würde. Zumindest diesmal wurde meine Naivität bestätigt.
Am späten Nachmittag klopfte es an unserer tür und es sprach mich eine junge Chinesin in bestem Englisch an, ob wir noch Lust hätten zusammen einen Toulou zu besichtigen. Der Mann unserer Gastgeberin stand auch gleichzeitig als Taxifahrer zur Verfügung und da noch Plätze frei waren, wurden wir gefragt und so ging es noch einmal auf Besichtigung.
Wir besuchten den Yanxiang Lou.
Da die junge Touristin englisch sprach horchte unsere Gastgeberin uns auch gleich aus, ob sie uns die Abende mit einem Essen versorgen sollte. Da man somit das Vegetarierproblem gleich aus der Welt schaffen konnte, nahmen wir diesen Vorschlag dankend an.