Beiträge von kiki

    Der Weg den Hügel hinauf ist sehr steil. Man lascht über ausgewaschenes Gestein und es ist teilweise sehr rutschig. Gutes Schuhwerk ist hier gefragt. Wenn man dann endlich oben angekommen ist, sieht man als erstes eine kleine Kapelle, die aber verschlossen ist.

    Dreht man sich dann um, wird man mit tollen Blicken über die Steppenlandschaft belohnt. Das ist übrigens schon Aserbaidschan >""§

    Tagsdrauf war das Kloster Dawit Garedja an der Reihe. Verbindungen mit den Öffis gibt es hier nicht, man ist gezwungen private Transporte zu organisieren. Es liegt ziemlich weit abseits in der kaukasischen Steppe, direkt an der Grenze zu Aserbaidschan. Der letzte Teil der Strecke ist eine recht erbärmliche Schotterpiste mit vielen Schlaglöchern.
    Das Kloster selbst hat man recht schnell erkundet. Viele Bereiche sind für Besucher gesperrt, u.A. auch die Höhlenwohnungen der Mönche. Die möchten hier gerne ihre Ruhe haben.


    Das eigentlich Interessante befindet sich auf dem Hügel hinter dem Kloster. >""§

    Am nächsten Tag ging es wieder auf die Reise. Signachi mit seinen Weinregionen sollte der letzte Stop werden. Mit der Marschrutki ging es erst einmal wieder zurück nach Tiflis, zum Busbahnhof Didube. Um nach Signachi zu kommen, war ich gezwungen erst einmal mit vollem Geraffel in die Metro zu steigen, da die Busse in Richtung Signachi von einem anderen Busbahnhof starten. Ging aber alles recht einfach und reibungslos. Allzu lange warten mußte ich nicht. Am Busbahnhof Samgori angekommen, war ich schon 30min später unterwegs in Richtung Signachi. Die Taktfrequenz der Marschrutki ist hoch, da diese Gegend sehr beliebt ist.



    Die Stadt hat sehr viel mediterranes Flair und ist sehr beliebt bei den Touristen. Busladungen voll Besucher kommen täglich auf Tagesvisite aus Tiflis angereist. Die Stadt ist sehr hübsch zurecht gemacht, man merkt einfach, daß hier der Tourismus viel Geld einbringt. Es ist eine sehr bekannte Weinregion, daher kommen auch viele um hier die guten Tropfen zu verköstigen :kkorken

    Nachdem ich eine Unterkunft gefunden hatte, machte ich mich auf den Weg zum Kloster Bodbe und der Sankt Nino Quelle. Zur Quelle muß man ca. 500 Stufen den Berg hinabsteigen und steht dann vor einem unscheinbaren Badehaus, welches für jedermann offen ist. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit können sich hier die Gläubigen 3x im kalten Wasser untertauchen und wird dann von allen Leiden befreit.
    Für Georgier eine sakrale Handlung. Ich glaube nicht an so etwas, hab mir also das Badehaus nur von außen angeschaut.


    Von Achalziche aus fährt so gegen 10:00 eine Marschrutki direkt nach Vardzia. Das gefiel mir, da ich auf einen privaten Transport verzichten konnte. Aufenthalsdauer in Vardzia sind so ca. 2 Std. das reicht auch für die Besichtigung. Wer länger bleiben möchte, muß mit Taxe anreisen, da die Marschrutki nur 1x am Tag diese Strecke bedient.
    Die Strecke nach Vardzia ist auch landschaftlich sehr schön, es würde sich daher auch der ein oder andere Fotostopp lohnen.

    Der erste Ursprung Vardzias ist nicht bekannt. In den Höhlen lebten so ca. 800 Mönche, gleichzeitig galten sie auch als Zufluchtsort für fast 50000 Menschen aus der Umgebung.

    Viele der damals angelegten Säle existieren nicht mehr. Ein Erdbeben im Jahr 1283 setzte der Anlage sehr stark zu. Alle Höhlen und Säle die heute sichtbar sind waren zu damaliger Zeit im Felsen verborgen.

    Das Zentrum der Anlage bildet die Kapelle, drumherum lassen sich auch wieder Fresken bestaunen.

    2 Stunden sind ausreichend um die Anlage zu erforschen. Man sollte etwas trittfest sein, da viele Stufen sehr rutschig sein können. Man kann diesen Ausflug auch von Tiflis aus buchen. So weit ist es nicht entfernt.

    In Achalziche wurde ich schon an der Marschrutki empfangen. Ich fragte meinen Gastgeber in Kutaisi, welche Unterkunft er denn hier empfehlen könne, da die Anzahl der Möglichkeiten etwas begrenzt war. Sein Vorschlag hörte sich gut an und ich bat ihn doch gleich ein Zimmer für mich dort zu reservieren. So hatte ich gleichzeitig überraschenderweise einen Abholdienst und brauchte nicht mit vollem Gepäck durch die Strassen schleichen. Das war ein Service meiner neuen Gastgeber. Achalziche ist eine recht kleine Stadt, die meistens nur von Tagesgästen aus Tiflis besucht wird. Inmitten der Stadt befindet sich die Festung Rabati, die ich auch am gleichen Tag unter die Lupe nahm.
    Von hier ist auch die Türkei nicht weit entfernt, gerade mal 18km sind es bis zur Grenze.



    Nachmittags ging es zu einem Felsenkloster der besonderen Art. Im Reiseführer stand nix drin, ich wußte nur, daß es irgendwo bei Kutaisi sein sollte.
    Mit Marschrutki war da nix zu machen, ich brauchte wieder ein Taxi, welches mein Gastgeber umgehend organisierte. Leider fand sich kein Mitfahrer, daher mußte ich die Kosten alleine tragen. Tja, die leute haben etwas verpasst.

    Auf dem Felsen befindet sich eine kleine Kapelle, wo ein einzelner Mönch wohnt.

    Katskhi heißt das Kloster. Versorgt wird der Mönch über einen Flaschenzug, ab und zu kommt er auch mal herunter. Hochklettern ist strengstens untersagt, den Touristen sowieso.

    Nach der Taxifahrt bummelte ich noch ein wenig durch Kutaisi. Abendessen wurde gekauft und die übliche Ration an Bierflaschen :ccool
    Einfach nur noch schlendern.

    Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Achalziche, wo ich mir die Höhlenstadt Vardzia anschauen wollte.

    Nach Gelati ging es weiter zum Kloster Motsameta. Für diese Tour buchte ich mir ein Taxi. Ein Australier, der auch in der Pension verweilte kam spontan mit und so konnte man den Preis teilen. Beide Klöster sind auch durch einen Wanderweg miteinander verbunden, da hatte ich aber keine Lust drauf, zumal ich mir am Nachmittag noch etwas anderes anschauen wollte.



    Danke Petra, deswegen wird es auch etwas ausführlicher gestaltet. Ich fand's echt wunderschön und werde bestimmt wieder irgendwann in den Kaukasus fahren. Es ist eine spannende Gegend.
    LG kiki

    Am Tag darauf war nun das Kloster Gelati an der Reihe. Zum Kloster gehört auch eine Akademie, beides wurde von Dawid dem erbauer errichtet. In den Fresken der Hauptkirche ist auch die einzig erhaltene Darstellung Dawids zu betrachten. Weltkulturerbe ist es auch und wie man erkennen kann wird dies auch gepflegt. Auch das kann auf Reisen passieren.

    Egal, man kann ja drinnen gucken ;)

    Was auffällig war, daß kaum Eintritt in solchen Gemäuern genommen wurde. Ich bin fast überall umsonst rein. Wahrscheinlich wird sich das aber auch bald ändern.

    Am nächsten Tag ging es dann mit der Marschrutki weiter nach Kuaisi. Hier wollte ich vor allem das Kloster von Gelati besichtigen. Ich kam am frühen Nachnmittag an und fand eine tolle Unterkunft. Anschließend ging ich auf Erkundungstour zur Bagrati Kathedrale.


    Danach schlenderte ich am Fluß entlang zum Bazar um etwas Abendessen einzukaufen. Man kann sich auch in der Pension abends bekochen lassen, mir reichte aber immer das Frühstück. Abends holte ich mir immer etwas kleines vom Bazar oder bin in ein kleines Restaurant gegangen.

    Tagsdrauf stand dann eine Wanderung zum Chalaadi Gletscher auf dem Plan. Wanderkarten gibt es in der Touristeninformation von Mestia. Die ganze Strecke ist 12km lang und eigentlich für jedermann gut zu schaffen. 2/3 des Weges latscht man auf eine Schotterpiste lang, irgendwann kommt man an eine Hängebrücke um den Fluß zu überqueren und ab jetzt ist der Weg nur ein schmaler Trampelpfad. Bis zu dieser Hängebrücke kann man sich auch mit dem Auto bringen lassen, die Fahrer warten dann, aber da mir das georgische Essen so gut schmeckte, bin ich die ganze Strecke gelaufen :mrgreen

    Der Pfad ist zumindest schön schattig.

    Wo ein Gletscher ist, befindet sich in der Regel auch Geröll. Das war etwas neues für mich, ich fands auch nicht unbedingt einfach so über die großen Steinbrocken zu balancieren. Naja, irgendwann hatte ich das auch geschafft, aber ich muß das nicht unbedingt jeden Tag machen. :razz

    Zumindest hat sich der Weg gelohnt, die Aussicht war einfach herrlich.

    Man kam bis an die Quelle des Flusses heran, der direkt aus dem Gletscher entspringt. Danach war Schluß. Hat aber auch gereicht.

    Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, von Ushguli aus zum Gletscher zu wandern. Zeit war genug vorhanden.
    Nach 2/3 des weges versperrte mir aber das Wasser den Weg. Mitten über den Weg floß ein recht breiter Bach in den Gebirgsfluß ab, war nicht sooo tief, aber ich hatte keine Lust auf Schuhe aus und über glitschige Steine zu balancieren. Also ein letzter Blick in die Landschaft und umdrehen :cconfused

    Den Rest der Zeit stöberte ich im Dorf herum. Auch das ein oder andere Kaltgetränk wurde geordert. War ein wirklich klasse Ausflug, außerdem war es in den Bergen auch nicht so elendig heiß. Nach den Tagen in Tiflis tat mir das sehr gut.



    Die Fahrt nach Ushguli startete morgens um 8:00. Das Dorf ist ungefähr 50km von Mestia entfernt, für die Strecke brauchte der Bus 3 Std. da die Piste in einem erbärmlichen Zustand ist.
    Ushguli liegt auf 2200m Höhe und gilt, lt. Reiseführer, als das höchstgelegene, dauerhaft bewohnte Dorf in Europa. Die Bewohner können mittlerweile ein wenig vom Tourismus profitieren, indem sie Zimmer vermieten oder als Guide arbeiten, letztendlich bleibt es aber ein hartes und einfaches Leben hier im Dorf.
    Die Wehrtürme Ushgulis gehören seit 2007 zum Weltkulturerbe.

    Die Zugfahrt war sehr entspannend. Ich hatte 1. Klasse gebucht, heißt, es gab nur 2 Betten im Abteil und eine Klimaanlage. :mrgreen
    In Zugdidi angekommen, warteten schon die Marschrutki in Richtung Mestia. Die Fahrt in die Berge nach Mestia dauert so ca. 4 Std. da sehr viele Serpentinen gefahren werden und unterwegs natürlich noch eine Pause an einem Kiosk eingelegt wird.
    Mestia liegt auf ca. 1400m und ist Ausgangspunkt für viele Treks in der Region Swanetien. Unter Trekkingtouristen ist diese Gegend längst bekannt, es werden viele Mehrtagestouren über die Dörfer oder auch Bergführungen angeboten. Viele reisen mit Zelt an, man kann bzw. muß für eineige Strecken vor Ort einen Guide mitnehmen, da einige Strecken nicht gekennzeichnet sind. Hier ist ein Ortskundiger Pflicht. Auf Wunsch kann man auch ein Pferd gleich mit mieten, welches das Gepäck trägt.
    Ganz so dolle wollte ich es dort aber nicht angehen, für den nächsten Tag buchte ich einen Ausflug in das Dorf Ushguli und tagsdrauf wollte ich eine kleine Wanderung zum Chalaadi Gletscher unternehmen.

    Tagsdrauf wurde gebummelt. Mein Zimmer hatte ich für einen halben Tag verlängert, da ich für abends den Nachtzug nach Zugdidi gebucht hatte und am späten Nachmittag noch eine kalte Dusche im Hostel genießen wollte. :mrgreen

    Also machte ich mich auf den Weg, eines der bekanntesten Gebäude anzuschauen, die es in Tiflis gibt. Es liegt etwas außerhalb des Stadtkerns, im Hostel hieß es, nimm Bus Nr. 14 direkt vor unserer Tür und fahr drauflos. Irgendwann sieht man es auf der rechten Seite...
    Stimmt, war ganz einfach ~^^

    Früher war hier das Ministerium für Strassenbau untergebracht, mittlerweile ist es der Hauptsitz der Bank of Georgia. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.

    Es ist wirklich nicht alles alt und schief in Tiflis. Die Friedensbrücke in der City ist so ein Beispiel. Passt auch gut in's Gesamtbild der Stadt, da geben sich die Georgier richtig Mühe.

    Bausünden wie in vielen anderen osteuropäischen Städten sieht man in Tiflis nicht so häufig. Gut, am Rand stehen auch Plattenbauten, aber es hält sich in Grenzen.

    Am nächsten Tag buchte ich einen Ausflug in die Höhlenstadt Uplisziche. Ich fand einen Flyer im Hostel mit Beschreibung der Tour, wo der Treffpunkt angegeben war und es hieß es sei keine Vorausbuchung notwendig. Die Fahrzeuge werden einfach der Anzahl der Leute angepasst.
    Mit mir fand sich nur ein Pärchen aus Polen und so wurden wir mit einer alten S-Klasse durch die Gegend kutschiert. Unser Fahrer fuhr stur 100km/h. In den Dörfern benutzte er die Hupe, wenn er Leute an der Strasse sah, nur bei Viehzeug am Weg ging er kurz von Gaspedal :cconfused

    Uplisziche liegt nah bei der Stadt Gori. Diese ist der Geburtsort Stalins, man kann dort auch ein Museum besichtigen, wo es nur um den berühmten Sohn der Stadt geht. Da hatte ich aber keine Lust zu.

    Uplisziche wurde so gegen 1500 v. Chr. erbaut. Die Anlage wurde später von den Mongolen zerstört, der Zahn der Zeit tat sein übriges, aber ein wenig erkennen kann man noch. Zumal es auch genügend Beschriftungen gibt, die den Besucher darauf aufmerksam machen.



    Nach dem Besuch der Kirche machte ich mit meinem Taxifahrer noch einen Abstecher zum Kloster Schiomgwime. Das liegt etwa 20km von Mzcheta entfernt in den Bergen. Fotografieren war sehr eingeschränkt, für die Besichtigung der Kapelle brauchte ich hier auch den Wickelrock.

    Anschließend setzte ich mich wieder in die Marschrutki in Richtung Tiflis. Man kann diesen Ausflug auch von Tiflis aus buchen. Es gibt viele Anbieter. Ich hatte einfach Lust auf meine erste Marschrutkifahrt und bin daher alleine los. Der Preis ist der gleiche, allerdings fahren die Veranstalter nicht zum Kloster.

    Zurück in Tiflis schlenderte ich noch über den Busbahnhof.

    Es war wieder tüchtig heiß, selbst der Georgier suchte ein wenig Schutz :ccool



    Anschließend besichtigte ich die Dshwari Kirche, die hochoben auf einem Berg über der Stadt thront. Man kann die 7km dorthin auch wandern, ich bevorzugte aber ein Taxi... :mrgreen
    Vor der Kirche erst einmal etwas Kleingewerbe...

    Auch hier, Weltkulturerbe


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