Beiträge von kiki

    Danach war erst einmal eine kleine Erfrischung notwendig.

    Anschließend stöberten wir in dem kleinen Viertel Mangalem. Das sind die hübschen Häuschen die ich schon gestern bewundert habe. Bei 27° kamen uns die engen, schattigen Gassen gerade recht. Es ist aber auch etwas anstrengend, man latscht auf und ab. Auch hier dominiert Gastronomie und Übernachtung.





    Ein kurzer Stop an der Junggesellenmoschee. Konnten (wollten) nicht rein, weil innen gebetet wurde. Früher waren in dem Gebäude auch kleine Läden untergebracht, zu Bewachung dieser wurden in der Regel junge, unverheiratete Männer beauftragt.

    Die Bleimoschee bekam ihren Names wegen des Daches.

    Heute gab es auf der Karte Aubergine ohne Fleisch. War sehr lecker, konnte keinen geschmacklichen Unterschied zur griechischen Variante feststellen.

    Als erstes starteten wir heute mit der Besichtigung der Burg von Berat, die hoch oben auf einem Hügel über der Stadt thront.

    Einzelne Ruinen sind noch erhalten, das Gelände ist ziemlich groß, da früher auch ein Großteil der Stadtbewohner dort untergebracht war. Heutzutage befinden sich im Inneren die hübschen osmanischen Häuschen, die auch am Berghang stehen. Es gibt reichlich Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomie. Man kann auch mit dem Auto zur Burg fahren, darauf haben wir aber verzichtet, sind froh wenn wir morgen ohne Kratzer am Auto aus unserer Unterkunft wieder heraus kommen.





    Natürlich hat man von oben auch einen schönen Ausblick, vorausgesetzt es ist nicht so diesig wie in diesen Tagen.

    Anschließend ging es dann weiter in die Stadt Berat, wo wir jetzt 2 Nächte verweilen werden.

    Berat ist ebenfalls bekannt für eine ganz spezielle osmanische Architektur und wir auch als „Stadt der Fenster“ bezeichnet.

    Den Weltkulturerbetitel trägt sie ebenfalls.



    Ich hätte wieder heulen können, die Straßen zu unserer Unterkunft waren noch enger als in Gjirokaster. Das war wieder ein Gekurbel am Steuer. Sollte ich jemals wieder eine Unterkunft in einer Altstadt buchen schaue ich mir vorher auf Google Earth die Straßen an.

    Heute war wieder Ortswechsel angesagt.

    Auf dem Weg nach Berat kommt man an der Ausgrabungsstätte Apollonia vorbei.

    Als griechische Kolonie gegründet, später unter römischer Herrschaft war es eine wohlhabende Stadt.

    Heute existieren nur noch ein paar Steinhaufen, die Anlage ist auch nicht besonders gut gepflegt😢

    Es existiert auf dem Gelände noch die Klosteranlage Shen Merise und das war es dann auch schon.


    Da muß man echt aufpassen.

    Ich hab auch das Roaming deaktiviert gelassen. Unsere albanische SIM in dem uralt Eifon reicht da vollkommen aus.

    Bisher ging navigationstechnisch alles über MapsMe. Google ist nur für den Notbehelf gedacht, weil wir dafür eine Internetverbindung brauchen.

    Der nächste Stop war die antike Stadt Butrint kurz vor der griechischen Grenze. Schon bei der Anfahrt an der Küste hatte man einen guten Blick nach Korfu rüber.

    Butrint ist ca. 3000 Jahre alt. Erst kamen die Griechen, dann die Römer, später wechselte man zwischen venezianischer und osmanischer Herrschaft hin und her.

    Später verfiel die Stadt, weil sie keine strategische Bedeutung mehr hatte.

    Vor ca 100 Jahren began man mit den Ausgrabungen und heute gehören die Ruinen zum Weltkulturerbe.




    Anschließend überlegten wir was wir mit dem restlichen Nachmittag noch anstellen wollen und da wir nun quasi am Meer waren fuhren wir in das nächstegelegene Städtchen Saranda.

    Zugegeben, so richtig prickelnd fand ich es dort nicht. Ein typischer Ferienort mit zugebauter Küste. Zum Glück war die Saison vorbei und es waren nicht viele Touristen vor Ort. Wir suchten uns an der Promenade ein Plätzchen fürs Abendessen und fuhren anschließend zurück an unsere Burg.

    Die Straße von Saranda nach Gjirokaster ist ebenfalls neu ausgebaut und in allerbestem Zustand.

    Erster Stop heute auf dem Weg nach Butrint war eine Quelle mit dem Namen

    „Das blaue Auge“


    Gerade bimmelt das Eifon. Mobilfunktechnisch bin ich jetzt schon in Griechenland eingeloggt. Könnte also auf meine eigene SIMKarte zurückgreifen.

    Ich laß das aber besser sein…. :schlelch:

    Hier ist es halt Fremdwährung. Das ist dann halt noch mal etwas anderes.

    Ich hab keinen Bock Geldwechsler zu suchen und die Tarife zu vergleichen.

    ATM ist „neutral“, da weis ich, daß ich nicht beschissen werde. Außer bei den Gebühren halt…

    Es nervt halt nur, wenn gegen Ende des Urlaubs kleine Kleckerbeträge fehlen oder man zuviel Fremdwährung übrig hat.

    Da greife ich dann tatsächlich gerne zur Karte.

    Ansonsten stimme ich euch zu, nur Bares ist Wahres! :thump:

    Unser heutiges Abendessen.

    Eine leckere Pie mit Spinat, Käse und Kartoffeln. Soll ein albanisches Gericht sein.

    Preis für die Pie 300 Lek, das Bier kostet 250 Lek.

    1€= 116 Lek.

    In unseren Gästehäusern werden keine Kreditkarten akzeptiert, gilt bisher auch für alle Restaurants. Generell hat sich das Bezahlen mit Kreditkarte hier im Alltag noch nicht durchgesetzt.

    Man braucht also Bargeld. ATM‘s gibt es genug, man kann auch oft mit Euro bezahlen. Vor allem in den Übernachtungsbetrieben ist das kein Problem. Man sollte das aber höflicherweise vorher abklären. Es wird auch korrekt umgerechnet.

    Bei Kleinbeträgen macht man es sich einfacher. 100 oder 200 Lek kann man mit Euromünzen bezahlen. Dann gilt aber 1:100.

    Für mich ist das ok.

    Endlich fand die kiki auch einen Bunker

    Unter der Burg ließ der Diktator Enver Hoxha eine üppige atomsichere Bunkeranlage bauen. Für den Besuch empfiehlt sich eine eigene Taschenlampe.

    Es ist natürlich nur noch wenig von der Einrichtung übrig. In den Räumen herrschen konstante 16°, man könnte darin auch Wein und Käse reifen lassen.

    Das Büro des Diktators

    Der Konferenzraum

    Offiziersraum

    Nach so viel Kommunismus besichtigten wir anschließend noch das Zekatehaus, was mit seinem osmanischen Stil einen netten Gegenpol darstellt.

    Heute war Stöbern in der Altstadt von Gjirokaster angesagt. Zuerst zog es uns auf die Burg. Zum Glück waren am Vormittag nur wenig Besucher da. Allerdings ist vieles wegen Bauarbeiten abgesperrt, da Einsturzgefahr droht.

    Schöne Aussicht über die Stadt.

    Rund um die Burg sind feine Altbauten zu finden.


    Er sah klein aus auf dem Foto

    Das Auto auf dem Foto ist ein Citroën. Hab’s beim Fotografieren nicht bemerkt.

    Erst als ich später in‘s Auto einsteigen wollte und trotz elektronischem Türöffner vergeblich an der Autotür rüttelte, bemerkte ich, daß der Mocca dahinter geparkt wurde {a

    Einen kleinen Abstecher gab es heute.

    Kurz vor Tirana befindet sich das Örtchen Kruja mit den Ruinen einer alten Festung.

    Die alte Burgruine gilt als nationaler Schatz Albaniens.

    Auffälligstes Gebäude ist das Nationalmuseum, da hab ich aber kein Foto für euch. {v

    Der ganze Komplex liegt auf einen Hügel mit schöner Aussicht.

    Besuchermäßig dominierten hier zahlreiche Schulklassen.

    Das Gelände ist nicht besonders groß. Wir waren nach 1 Stunde durch und gönnten uns noch eine kleine Kaffeepause, bevor es nach Gjirokaster weiter ging. Da gab es reichlich nette Möglichkeiten.


    Wie ist die Verpflegung?

    Merkt man den Einfluss von Griechenland?

    Definitv. Es gibt die üblichen Salatbeilagen, viel geschmortes Fleisch und natürlich Feta und andere Käsesorten.

    Italienisch ist allerdings auch zu bekommen.

    Typisch albanische Gerichte waren bisher immer fleischlastig, daher kann ich jetzt nicht sagen, ob es sich geschmacklich von Griechenland abgrenzt.

    Eure kiki ist feddich! Wir sind jetzt in Gjirokaster. Schöne Altstadt mit Burg, als Weltkulturerbe ausgezeichnet.

    Die Altstadt und „mein“ Stadtteil wurden an einen Berghang gebaut. Völlig unübersichtliches Gewirr aus Ministrassen.

    Dazu immer eine kräftige Steigung oder das Pendant nach unten… wir fanden unsere Unterkunft nicht. Bei MapsMe war die Straße nicht benannt, also war diese Möglichkeit auf den letzten Metern nicht zu gebrauchen. GoogleMaps laberte ständig blödes Zeug vor sich hin… „fahren sie links in die Straße mit dem Namen xxx dann hundert Meter weiter bis zur Ecke zum Hotel xxx dort biegen sie rechts ab in die Straße mit dem Namen Xxx… was macht man denn wenn keine Straßennamen vorhanden sind?

    Wir irrten ca 1 Std lang durch die engen Gassen, teilweise nur grober Schotter oder ziemlich löchrig. Diverse Wendemanöver an steilen Auffahrten inbegriffen.

    Irgendwann gaben wir auf, es hatte keinen Sinn und es war zu anstrengend. Wir fragten eine albanische Familie nach dem Weg. Die Straße kannten sie aber es war ein gutes Stückchen zu fahren. Um es kurz zu machen, sie telefonierten mit dem Besitzer, wir fuhren 3 Serpentinenstraßen nach unten, dort kam uns ein schwarzer Benz entgegen. Unser Gastgeber hatte uns gefunden und wir fuhren hinter ihm her und waren nach 15 min an unserer Unterkunft. Puh!

    Da passt gerade mal ein Opel Mocca durch, so sind alle Straßen hier. Zum Glück können wir hier alles zu Fuß machen.

    :ttwisted

    Die Parkplätze sind direkt vorm Haus.

    Wenn wir nicht da sind werden die mit dicken Blumenkübeln gesperrt.

    10min vor Ankunft muß ich dann immer unseren Gastgeber antickern und schwupps, wird der Platz wieder freigeräumt. :thump:

    Er parkt dann den Wagen auch für uns ein. :ffffluestern

    Theth wir immer noch als Geheimtipp gehandelt, ist es aber nicht mehr. Es herrscht rege Bautätigkeit im Tal, neue Wege, Straßen und Unterkünfte werden gebaut.

    Das „ursprüngliche und beschauliche“ wird bald Vergangenheit sein. Aufs mobile Internet mußte man allerdings noch verzichten, immerhin!

    Es blieb uns nur Zeit für eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall im Grunas Canyon. Die Anreise über die Serpentinen ist ein großer Zeitfresser.





    Eigentlich bin ich ein wenig traurig, daß uns nur ein kurzer Besuch blieb. Man kann sich hier tagelang beschäftigen, es gibt viele schöne Wanderungen und Ausblicke. Ich behalte diesen Ort im Hinterkopf und hoffe, daß ich hier mal ausgiebiger stöbern kann.

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