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Reisebericht Malawi

    • Reisebericht
  • angelika
  • 19. Januar 2017 um 23:35
  • angelika
    Kluge Eule
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    10.003
    • 19. Januar 2017 um 23:35
    • #1

    Endlich geht es los!
    Ein leerer Flughafen in Frankfurt, viel Zeit in der Lounge, ein angenehmer Flug nach Johannesburg: So macht die Anreise Spaß!

    24.12.2016:
    Landung in Blantyre mit ca. 1h Verspätung.
    Ein Porter wartet schon, nimmt unser Gepäck, bringt es zu einem VW und schon geht es los Richtung Majete Nationalpark.
    24.12. = die Straßen sind voll, aber alle sind freundlich und winken.
    Gegen 17h erreichen wir den NP und schon wenige Minuten danach müssen wir für die Impalaherden halten, die samt Nachwuchs die "Straße" queren, dann kommen die Buschböcke, Warzenschweine und eine Elefantenherde.

    Danke für dieses nette Willkommen und hallo, Malawi! (:ttturtle gibts erst morgen.)

    Auf dem Weg vom Flughafen bis zur Lodge sehen wir nur freundliche Gesichter, winkende Kinder, die nichts von uns wollen sondern sich nur freuen, dass "Weiße, Weiße" hier sind.
    Es gibt viele Dörfer entlang der Strecke, die Elektrizitätsversorgung lässt parallel zum sich verschlechternden Zustand der Straße nach, aber jedes Dorf hat einen eigenen Brunnen mit Pumpe, d.h. die Wege um Trinkwasser zu besorgen sind kurz und unbeschwerlich, im Gegensatz zu Uganda.

    Neben den Brunnen ist ein asphaltierter Waschplatz, Frauen und Kinder halten sich dort auf.
    Die Häuser/Hütten haben fast alle eine Satellitenschüssel.
    Neben den Waschplätzen gibt es meist ein überdachtes Rondell, wo die Männer sitzen, schwatzen oder Karten spielen und das Vieh Schatten findet.

    Allzweckwaffe ist das Fahrrad, Mopeds sieht man kaum, Autos auch nicht.

    Die Gepäckträger der Räder sind umgebaut, sie werden anstelle von Tuk-tuks bzw. Rikschas eingesetzt und befördern neben etlichen Leuten Unmengen von Gepäck.

    Einmal editiert, zuletzt von angelika (20. Januar 2017 um 23:36)

  • angelika
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    • 19. Januar 2017 um 23:55
    • #2

    Am Heiligabend wurden wir schon sehnlichst erwartet: Vom Lodgepersonal und von Bushbabies :,.)
    Am Hang vor unserem Zimmer liegen Hippos, es duftet nach Essen und so langsam geht das Thermometer auf knapp unter 40°.
    Ein Kind ist auch in der Lodge, d.h. es gibt einen geschmückten Weihnachtsbaum mit einem Napf Milch und einem Muffin, damit Santa auch kommt.

    Unser Driver/Guide stellt sich vor und wir besprechen den 25.12.
    Wecken 4:45, Tee 5:00, dann Safari.
    Was ich sehen will?
    Leopardenschildis, Mistkäfer in verschiedenen Farben, Nashornkäfer, Agamen und wenns sein muss, halt noch ein paar Löwen oder so.

    Gut ausgeschlafen freuen wir uns auf die erste Safari!
    Pünktlich klopfts an unsere Tür, pünktlich fahren wir los, ungefähr 3 Minuten lang.
    Denn die Lodge liegt auf einer Halbinsel, die nur durch eine Hängebrücke erreicht werden kann.
    Aussteigen, Brückenüberquerung und Einsteigen in den eigentlichen Jeep, geeignet für 8 Personen.

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von angelika (21. Januar 2017 um 19:33)

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    • 20. Januar 2017 um 23:53
    • #3

    Wir erklären nochmals, dass wir wegen dem "X-Y-Z-Normalgetier" nicht anhalten möchten. Gut, dann suchen wir heute nach Schildkröten, den Mistkäfern und damit zwangsläufig nach Elefanten, deren Dung von Frau Mistkäfer höchst attraktiv gefunden wird, wenn er denn auch anständig gerollt ist.
    :ssschmunzeln

    Aus dem Augenwinkel heraus entdecke ich eine Bewegung: STOP! Bitte rückwärts, unter einem Busch ist eine Schildi! Hat mir erst einmal keiner geglaubt, aber dann ist Liwonde ausgestiegen und hat ein Prachtexemplar einer Leopardenschildi hergebracht. Liwonde, Mali und Wolfgang waren richtig ehrfürchtig, was ich für eine Gabe hätte :mrgreen

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von angelika (21. Januar 2017 um 19:34)

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    • 21. Januar 2017 um 23:23
    • #4

    Erstes Tagesziel: erreicht :ttturtle

    Jetzt geht es weiter in den Busch, frische Elefantenhaufen suchen.
    Frische wird durch den menschlichen Fingertest überprüft und natürlich lässt die Anzahl der Brummer darauf schließen.
    Bei Elefanten sind es blaue Beatles. Die Männchen stürzen sich hinein und fangen an zu rollen. Die Weibchen landen auf den größten und optisch schönsten Exemplaren zur Probe nieder. Das Männchen rollt und schiebt, falls durch eine Unrundigkeit das Weibchen herabzufallen droht: Tja, Jungs, auf ein neues...
    Wenn die Kugel symmetrisch ist, legt das Weibchen seine Eier darin ab und fliegt davon. Das Männchen vergräbt dann die Kugel unter ein paar Grashalmen, ein wunderbarer Dünger.

    Diese Schmetterlingsart habe ich auch nur bei den Elefanten gesehen

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von angelika (21. Januar 2017 um 23:30)

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    • 21. Januar 2017 um 23:41
    • #5

    Vor den Löwen waren die Elefanten dran.

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    • 22. Januar 2017 um 23:55
    • #6

    Aber vor den Löwen kamen noch ein paar andere nette Tiere:
    Warzenschweine grasen auf den Knien, vorzugsweise in einem Schlammloch, wo sie sehr schwer zu entdecken sind.

    Zeit für Tea & Bisquits ;D

    Sowohl bei der Morgen- als auch bei der Abendsafari wurden stilgerecht ein Tisch mit weißer Baumwolltischdecke und Silberbesteck gerichtet. Morgens Tee und frischgebackene Kekse, zum Sonnenuntergang ein Drink und Chips oder fritiertes Gemüse.
    Richtig schön dekadent...


    Agamen gibt es in allen Farbzusammensetzungen.

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    Einmal editiert, zuletzt von angelika (23. Januar 2017 um 00:56)

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    • 23. Januar 2017 um 00:15
    • #7

    Majete hat ungefähr 350 Vogelarten, uns reichen schon die großen....

    Die Löwin hat genug vom Warzenschwein gefressen, sie putzt sich und macht dann ein Mittagsschläfchen.
    Der Löwe lässt natürlich jagen, er ist der zweite, der an die Beute darf, danach kommen die Löwinnen.

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von angelika (23. Januar 2017 um 00:59)

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    • 23. Januar 2017 um 22:58
    • #8

    Gegenlicht bzw. Sonnenuntergang ist für mich auch reizvoll...

    Kleines Scheingefecht, die Verlierer der echten kommen noch.

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    • 24. Januar 2017 um 00:49
    • #9

    Zebras gibt auch und sie sind sehr wohlgenährt.
    Die Elefanten geben uns auch ein paar Rüsseleinheiten Matsch ab, tja, warum sind wir aber auch in Rüsselreichweite...

    Die Löwenfamilie kreist um uns, auf dem vorherigen Bild ist die Lehne der Rückbank zu sehen.
    Der Guide erklärt, dass die Löwen in weniger als einer Sekunde am Auto wären.

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von angelika (24. Januar 2017 um 00:53)

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    • 24. Januar 2017 um 01:01
    • #10

    Das war unser Zelt.
    Und gut, dass 2 Guides mit Macheten dabei waren, die Wege, auf denen wir unterwegs waren, werden nur alle paar Wochen einmal befahren.

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    Einmal editiert, zuletzt von angelika (24. Januar 2017 um 01:17)

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    • 24. Januar 2017 um 01:14
    • #11

    Elefanten schaffen es sogar, Affenbrotbäume zu zerstören!

    Bild in der Mitte: Die Außendusche ist regelmäßiger Paarungsort für Tausendfüßler. Anschließend haben sie es sich gerne in unserer frisch gewaschenen und zum Trocknen aufgehängten Unterwäsche gemütlich gemacht. Aber schon am 2. Tag hab ich das gemerkt!

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    Einmal editiert, zuletzt von angelika (24. Januar 2017 um 01:21)

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    • 24. Januar 2017 um 02:10
    • #12

    Ab Bild 2 sind wir leider schon auf dem Weg zum nächsten Nationalpark; gerne wären wir noch 1, 2 Tage geblieben....

    Auch hier sind überall Brunnen zu finden. Und sehr nette Menschen!

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    • 24. Januar 2017 um 02:15
    • #13

    Letztes Bild in der aufgehenden Sonne ;(

    Unterwegs!

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    • 24. Januar 2017 um 02:17
    • #14

    Für mich erstaunlich: In der ersten Lodge waren ausschließlich Expats mit englichen Wurzeln samt Familien und ausschließlich aus dem Gesundheitsbereich:

    Blantyre hat 3 internationale Schulen und eine Vielzahl von Kliniken.
    In Majete waren es ein Chirurg, der bei Ärzte ohne Grenzen gearbeitet hat, mit seiner Frau, Ex-Krankenschwester, Tochter und Schwiegersohn, beides Allgemeinchirurgen in Blantyre mit 500 OPs pro Jahr und deren 3 Kinder.
    Das andere Ehepaar erforscht Naturmedizin aus endemischen Pflanzen, hatte auch den Sohn dabei.
    Dazu wir 2, das war es auch schon.

    In der 2. Lodge, Bilder von dort kommen bald, war außer uns noch ein Pärchen aus London, sie Ärztin im Praktikum in Lilongwe, der Hauptstadt Malawis, er ist Arzt in London und hat sie besucht.
    Dann noch ein Ehepaar, ursprünglich aus Holland, sie bei Ärzte ohne Grenzen, er bei Unicef in Lilongwe, 2 Kinder, die in Utrecht studieren und mit den Eltern Weihnachtsurlaub gemacht haben.

    In der 3. Lodge war eine Großfamilie aus Blantyre mit 16 Personen, danach kam noch eine Austausch-Medizinstudentin aus Chicago und eine in Sambia lebende irische Familie.

    Also keine Touristen im üblichen Sinn, außer uns!

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    Einmal editiert, zuletzt von angelika (24. Januar 2017 um 23:29)

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    • 24. Januar 2017 um 23:44
    • #15

    Mvuu liegt direkt am Shire-River, der mit dem Malawisee verbunden ist.

    Walking-Safari
    Abendstimmung mit Krokodil
    Einer von unzähligen Fischadlern und eines von unzähligen Hippos.

    Hippos können das Maul 180° weit aufsperren. Das bekommen sie von ihren Müttern gelernt, die machen regelmäßig Dehnübungen.

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    • 25. Januar 2017 um 00:54
    • #16

    Lieblingsbeschäftigung von jungen Elefanten: Vögel aufscheuchen. Wolfgang kann das aber auch. Einmal in die Händeklatschen reicht und Bewegung ist auch für Vögel gesund :,.)

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    • 25. Januar 2017 um 01:22
    • #17

    Am Shire-Ufer sieht es aus wie in Old-Bagan, aber statt der Tempel sind es riesige Termitenhaufen.
    Die Neigung nach Westen bekommen diese, weil der Wind meist von Osten weht = Termitenhaufen dienen neben einem bevorzugten Affensitz auch als Orientierungshilfe!
    Inzwischen haben die Guides mir als Steighilfe einen leeren Bierkasten besorgt. Sehr nett, aber gebraucht hätte ich ihn nicht, obwohl ich wieder nur die "Mama" war.
    Anscheinend sind alle Frauen, die ein Kind haben, ab dann automatisch Mamas.

    Lausen ist eine Arbeit, die viel Akribie und Konzentration fordert!

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    • 25. Januar 2017 um 01:30
    • #18

    Unser Zelt in Mvuu:
    Sehr gemütlich, mit Außendusche, die ich aber nicht genutzt habe, da oft Hippos, Elefanten, Warzenschweine und Affen im Verandabereich = auf dem Weg zur Außendusche waren.
    Dazu Squirrels (Hörnchen) und -zig Vogelarten, nicht gefährlich , aber laut!

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    • 25. Januar 2017 um 22:23
    • #19

    Elefanten sind sehr kluge Tiere. Neben einigen netten Videos habe ich auch ein paar Einzelbilder gemacht, wie sie "leicht und locker" einen Elektrozaun überlisten, der ungefähr die Hälfte des Nationalparks vor ihnen schützen soll.

    Die Babies werden einfach auf den Rüssel genommen und darübergehoben, leider habe ich davon kein Bild.

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    • 25. Januar 2017 um 22:26
    • #20

    Und ätsch!

    Männliche Warzenschweine haben vier dieser Warzenvorsätze im Gesicht, weiblich nur 2 rechts und links an der Stirn. Kein Kampf, keine Warzen an den Kiefern.

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Spruch der Woche

Ein kleiner Gedanke für diese Woche.

 

Ein Schritt nach dem anderen – und plötzlich öffnet sich ein neuer Weg.

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Griechenland - Singapur - Indien - New York
Mittel- und Südamerika, Falklandinseln - Südgeorgien

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