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Zu Fuß von Porto nach Santiago - mein Pilgerweg live!

    • Reisebericht
  • Petra
  • 26. Mai 2017 um 11:52
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    • 11. Juni 2017 um 22:12
    • #141

    Da ich noch kein Abendbrot hatte und morgen früh auch kein Frühstück bekomme, machte ich mich City-fein und zog los. Gegenüber ist eine GIN-Bar mit einem riesigen Angebot an Gin-Tonics. (Bild 1) Das merke ich mir mal vor, wenn ich vom Abendessen komme.

    Dann sah ich, warum hier so viel los war mit lauter Musik. Es war ein Festival im Gange mit 14 Livebands, die nacheinander auf bestimmten Straßen spielten. Unter anderem auch in "meiner". Na, das konnte ja lustig werden.

    Meine Müdigkeit war verflogen. :ttanzen Ich suchte mir ein Restaurant, was vor 20 Uhr etwas schwierig war. Am Hafen fand ich etwas und es gab sogar etwas Vegetarisches: 2 Spiegeleier mit Pommes und zwei Kroketten. Die Kroketten waren nicht vegetarisch, das habe ich aber erst bemerkt, als ich eine schon gegessen habe. :ffffluestern

    Meine Tischnachbarn kamen aus den Staaten, Hawaii und North Carolina. Sie starten am nächsten Tag den Camino hier ab Baiona. Gepäck wird transportiert und sie freuen sich drauf. Sie sind nur für diesen Camino nach Spanien geflogen.

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    • 11. Juni 2017 um 22:17
    • #142

    Nun ging ich los zu der Gruppe, die gerade spielte, toll, Oldies und die Menge sang und tanzte mit (ich auch!). Da konnte ich einfach noch nicht in Zimmer gehen. Es machte so viel Spaß. Die Menge war schier aus dem Häuschen. Dann kam La Bamba und zum Schluss spielten sie ein wohl bekanntes spanisches Lied und alle sangen lauthals mit.

    Was für eine Stimmung und was habe ich für ein Glück!

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    Einmal editiert, zuletzt von Petra (12. Juni 2017 um 11:44)

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    • 11. Juni 2017 um 22:24
    • #143

    Nachdem die Gruppe eine Stunde lang gespielt hatte, war der Zauber vorbei und ich ging in Richtung Pension. Als ich an der Gin-Bar vorbeikam, die ja genau vor meiner Unterkunft liegt, dachte ich mir, so ein Gin Tonic zum Abschluss kann ja nicht schaden.

    Ich fragte nach, ob ich das Glas auch mitnehmen darf. Er meinte nur, ob ich Pilgerin sei, dann darf ich das. :ttanzen

    So nahm ich das Glas mit auf mein Zimmer. Übrigens, im Zimmer hörte ich natürlich alles und als ich dann irgendwann auf die Uhr schaute, weil ich immer noch nicht schlafen konnte, weil es so laut war, war es 2:45 h.

    Da schloss ich einfach mal das Fenster und siehe da, ich hörte nichts mehr.

    Das war´s von Baiona, am nächsten Tag ging es weiter nach Vigo, doch davon später.

    Viele Grüße
    Petra

    Das erste Bild ist ein Handyfoto, denn just in dem Moment, wo ich mit dem Fotoapparat fotografieren wollte, meinte dieser: Akku leer. :KKopffass2

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    • 12. Juni 2017 um 20:25
    • #144

    Bevor ich nun den nächsten Bericht einstelle, muss ich noch zwei Dinge nachtragen.

    In Baiona bin ich im Aufzug stecken geblieben
    und hatte ein paar bange Minuten. Es war, als ich zum Essen gehen wollte. Ich betrat den Aufzug, alles war ganz normal, dann schloss sich die Türe, es machte einen Ruck und alles war duster. Noch nicht einmal eine Notbeleuchtung war an.

    Ich wusste nur, Panik hilft mir nicht, hatte aber schon ein flaues Gefühl im Magen. Ich suchte in aller Hektik mein Smartfone und machte die Taschenlampe an. Dann drückte ich einfach alle Knöpfe und siehe da, das Licht ging an und der Fahrstuhl setzte sich wieder in Bewegung.

    Na ja und die andere Sache war, dass mir die Brille ins Klo gefallen war, Gott sei Dank, nachdem ich vorher gespült hatte... :question

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    • 12. Juni 2017 um 20:40
    • #145

    Mein 10. Pilgertag von Baiona nach Vigo - 41.369 Schritte ~ 24,8 Kilometer

    Der Link zur Karte

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    • 12. Juni 2017 um 20:50
    • #146

    Um 7 Uhr verließ ich das Hotel, ohne Frühstück, ich hatte auch nichts da außer Wasser. Der Nachtportier erklärte mir den Weg zum Camino, eigentlich ganz einfach, nur ging es schon früh wieder steile Wege nach oben.

    Das Wetter war prima und die Luft gut.

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    • 12. Juni 2017 um 20:51
    • #147

    Als ich "oben" war, überlegte ich es mir doch und wollte lieber am Meer entlang gehen. :rolleyes Also stiefelte ich wieder nach unten. Ich habe ja den ganzen Tag Zeit.

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    • 12. Juni 2017 um 20:58
    • #148

    In A Ramallosa hoffte ich dann ein Frühstück zu bekommen. Allerdings war ich noch eine Ecke entfernt. Ich komme gut voran. Irgendwo treffe ich 3 laute Italiener, die nicht wussten, ob sie richtig waren. Ich war mir an dieser Stelle auch nicht so sicher, aber er spricht nur italienisch und geht immer der Nase nach. Ok, soll er, jeder so wie er es mag. Sie sind ohnehin schneller als ich und bald höre ich das Toc-Toc seines Regenschirmes nicht mehr. ;)

    Kurze Zeit später sehe ich diese Tafel und da ist der Weg ja recht gut eingezeichnet. (Ich weiß zwar nicht, ob ich die Karte hier reinsetzen darf, mache es aber einfach mal. )

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    • 12. Juni 2017 um 21:04
    • #149

    Das Licht ist wunderbar, in der Ferne hängen noch Nebelschwaden, ich muss immer wieder mal stehen bleiben, um zu fotografieren.

    Wenn man über die Brücke (Bild 1) gegangen ist, dann hat man den Ort A Ramellosa erreicht. Wie ich befürchtet habe, lag der Ort noch in tiefem Schlaf und selbst ein Kaffee war nicht aufzutreiben.

    Dafür konnte ich viel Wasservögel beobachten und ein wenig bedaure ich es, dass ich meine große Kamera nicht mithabe. Hier könnte ich Vögel fotografieren... So erfreue ich mich am Anblick, das hat auch was.

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    • 12. Juni 2017 um 21:14
    • #150

    Nach ungefähr 6 Kilometern entdecke ich ein Café, welches gerade aufmacht. Toll, hier bekomme ich nun endlich einen Cappuccino und ein Bocadillo mit Käse. Ich sitze draußen und freue mich :)

    Ich habe mir angewöhnt, immer die Schuhe bei den Pausen auszuziehen. So kommt dann wieder Luft an die Füße und toi, toi, toi meine Füße sind heile, keine Blasen, keine Stellen.

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    • 12. Juni 2017 um 21:27
    • #151

    Irgendwann habe ich wohl einen Hinweis verpasst, jedenfalls geht es am Meer nicht mehr weiter und ich muss nach oben gehen. Das sind dann immer beschwerliche Gänge. Die Sonne ist jetzt auch voll da und heute ist es recht heiß.

    Als ich dann endlich wieder auf einer größeren Straße stehe, treffe ich 3 andere Pilger, luftig, locker und leicht. Ich muss wohl etwas "fertig" aussehen, denn eine von ihnen kommt gleich zu mir und fragt, ob sie helfen kann, holt eine Flasche Wasser raus, will mir Kekse geben. Nein, nein, meine ich, habe selber Wasser und Hunger habe ich auch nicht. Ich brauche nur eine kleine Pause. Sie erzählt, dass sie noch jemanden verloren haben und nicht wissen, ob sie hier richtig sind. Sie waren auch unten und der Weg ging nicht weiter. Aha, genau wie ich auch.

    Da kommt ein Mercedes-Bus, ja das ist unser Guide, er hat die anderen Vermissten aufgesammelt und nun besprechen sie kurz, wie es weitergeht.

    Ha, ha, das sind Luxus-Pilger. Immer ein Auto in der Nähe, das alles dabei hat, natürlich auch die Rucksäcke.
    Theresa, so heißt sie, lacht sich über meine Sicht kaputt. Sie meint schließlich sind die Vermissten ja schon weit über 70 und sie können nur immer 5 Kilometer am Tag laufen. Sie will eine Weile mit mir laufen, ich gebe zu bedenken, dass ich nicht schnell gehen kann, sie fragt nach, wieso, weshalb na ja, letzten Endes erfahre ich, das sind alles Doktoren. Da bin ich ja in guten Händen.

    Wir gehen die nächsten 4-5 Kilometer zusammen und erzählen und erzählen. Es sind übrigens Portugiesen und die Unterhaltung läuft auf englisch.

    Eine sehr nette und wieder interessante Begegnung. Zum Schluss gibt es ein Foto von uns beiden und dann trennen sich unsere Wege. Der Mercedes ist im Anmarsch. :ssschmunzeln

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    • 12. Juni 2017 um 21:50
    • #152

    Da ich über Vigo Alta gehen will, biege ich nach 16 oder 17 Kilometer ins Landesinnere ab, irgendwo am Rio Lagares. ich finde keine Pfeile mehr, weiß aber so ungefähr die Richtung. (Vigo ist ja ausgeschildert.)

    Diese Strecke ist nicht besonders schön und ich brauche unbedingt eine Pause und auch was zu essen, denn außer dem Brötchen hatte ich ja noch nichts, doch, noch einen Cappuccino und als ich mich von Theresa trennte ein Tonic Wasser.

    Ich finde eine Bar und was gibt es wohl für einen Vegetarier zu essen? Ha, ha, ein Käsetoast, aber immerhin mit Tomaten und einem Salatblatt. Dazu gönne ich mir dann ein Glas Wein und schaue Motorradrennen auf dem Großbildschirm.

    Vor allem wusste ich nicht, wo ich war. Mein Navi verriet mir dann, dass ich ein klein wenig abseits des Weges war.

    Bevor ich weiterging, fragte ich nach, wie ich den Camino wieder erreiche. Ich muss eigentlich nur geradeaus gehen. Ich kam aber an einen Kreisverkehr mit mindesten 6 verschiedenen Straßen. Alleine heil irgendwohin zu kommen, erwies sich schon als kleines Kunststück.

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    • 12. Juni 2017 um 22:04
    • #153

    Irgendwann kam ich dann am Stadtrand von Vigo an. Nun fand ich einen gelben Pfeil, aber ich traute der Geschichte nicht und nahm einen schönen Weg an einem kleinen Bach. Es war der Rio Lagares und der Weg war genau richtig. Wie gut, dass ich manchmal einfach auf meine innere Stimme höre.

    Hintergrund war allerdings auch, dass ich die Nase voll von den Straßen hatte und einfach wieder etwas Schatten und Grün brauchte.

    Mal ging es rechts am Ufer entlang, mal links, dann kam auch schon mal ein kleines Stück an den Hochhäusern vorbei. Als ich am Stadium vorbeikam, da wusste ich, ich bin richtig. Das ist nämlich in der Karte von John Brierley aufgeführt.

    Ich kam dann irgendwann zum Park de Castrelos, ein schöner großer Park mit vielen alten Bäumen, schönen Grünflächen, Bänken, Spielplatz und der Fluss, der am Rande durchfließt. Ich hatte jedoch nur noch ein Ziel. ich wollte meine Unterkunft erreichen.

    Nachdem ich den Park durchquert habe, ging ich wieder weiter am Bach entlang. Immer mal in Abständen gab es gelbe Pfeile, aber auch oft waren keine vorhanden und man musste nach Gefühl gehen.

    Ich schmiss allerdings auch noch mein Handy an, denn ich wollte jetzt auf gar keinen Fall noch irgendeinen Kilometer zusätzlich laufen. Das Handy meinte, ich müsste den Bachlauf verlassen, der gelbe Pfeil zeigte aber weiter geradeaus. Na gut, einmal höre ich noch auf den Pfeil und bei der nächsten Abbiegemöglichkeit biege ich ab.

    Die Frage ist ja nämlich auch: Wohin führt der gelbe Pfeil? In die Stadt oder weiter zur nächsten Etappe?

    Dann kam die Straße und siehe da, es gab 2 Pfeile, der eine zeigte weiter am Bach entlang und der andere in die Richtung in die ich jetzt vorhatte zu gehen.

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    • 12. Juni 2017 um 22:10
    • #154

    Nun bin ich wieder überrascht, dass es hier so hügelig ist. Das bin ich ja überhaupt nicht gewohnt und ich komme immer schnell ins Schnaufen. Irgendwann stolpere ich in ein Café, kaufe eine Flasche Wasser und trinke sie noch am Tresen in einem Zug aus.

    Die haben nicht schlecht gestaunt! :lol

    Der erste Eindruck von Vigo ist, es ist ein nettes Städtchen mit großen gepflegten Straßen, alten Häusern, die gut in Schuss sind und vielen Skulpturen.

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    • 12. Juni 2017 um 22:22
    • #155

    Ich erreiche das gebuchte Hotel Panton. Es ist ein Zwei-Sterne-Hotel und vollkommen in Ordnung. Hier bleibe ich bis zum 14. also 3 Nächte. Da kann ich mir die Stadt ein wenig anschauen.

    Ich bin so groggy, dass ich nichts mehr machen kann, noch nicht einmal Abendbrot, will ich essen. Ich checke ein, kaufe mir 2 Dosen Bier und gehe aufs Zimmer. Duschen, Wäsche waschen und die Beine hochlegen. Das Internet ist schnell, so skype ich mit der Familie (wie jeden Abend) und dann schaue ich mir die Bilder an und schreibe ein wenig Bericht.

    Das war für mich eine große Strecke, viel länger möchte ich nicht gehen. Aber es war wie immer sehr interessant und ich habe durchgehalten und bin bisher alles zu Fuß gegangen.

    Zu Hause, also vor der Reise habe ich mir oft gesagt, Du kannst ja immer den Bus oder ein Taxi nehmen. Bisher musste es aber nicht sein.

    Viele Grüße
    Petra

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    • 13. Juni 2017 um 21:04
    • #156

    Schön, wenn manZeit hat und nichts drängt. Das Frühstück ist nicht so der Hit, aber man bekommt etwas in den Magen. Entweder 2 Scheiben Toastbrot mit Butter und Marmelade oder ein Croissant, dazu einen Tee (den ich mitgebracht habe) und oh Wunder ein kleines Fläschchen Granini Orangensaft.

    Nach dem Frühstück gehe ich erst noch mal auf´s Zimmer und erledige dies und das... (also Bilder sortieren, bearbeiten und Bericht schreiben)

    Nachdem es mir im Hotel zu laut wurde, es wurde gehämmert und geklopft, bin ich dann doch losgezogen.

    Bild 3: das alte Gefängnis - heute das Museum MARCO Museo de Arte Contemporanea Vigo

    Es ist Montag und daher geschlossen, es gibt eine Ausstellung, die werde ich mir am nächsten Tag anschauen.

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    • 13. Juni 2017 um 21:10
    • #157

    Vigo gefällt mir allen Unkenrufen zum Trotz sehr gut. Einen Großteil habe ich ja schon gesehen, als ich am Tage vorher zu Fuß zum Hotel gegangen bin.

    Im Hotel habe ich einen Stadtplan bekommen und damit marschiere ich los. Es gibt nicht ein spezielles Zentrum, sondern viele kleine.

    Große breite Straßen, die als Flaniermeile genutzt werden, Straßencafés laden ein und jede Menge schöne alte Bauten, kleine Plätze, das alles begeistert mich dann doch. Dazu das passende Wetter, was will ich mehr.

    Einzig, die vielen Hügel, die man immer wieder erklimmen, um dann später wieder hinunterzugehen, das ist ein klein wenig anstrengend. Aber man gewöhnt sich dran.

    Nachtrag: ich gehe in das Geschäft Decathlon, es ist ein französicher Hersteller von Sportsachen und Zubehör, super billig und unter den Pilgern ein Begriff. Ich hatte auch schon viel davon gehört, man bekommt die Sachen auch online in Deutschland und daher wollte ich mir das alles mal in Natura anschauen. Gekauft habe ich - außer einem Müsli-Riegel- nichts.

    Es gibt natürlich auch Busse, die im Stadtverkehr fahren, aber ich bin im Zu-Fuß_Geh-Modus, im Moment ist alles andere verpönt. ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von Petra (13. Juni 2017 um 21:13)

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    • 13. Juni 2017 um 21:24
    • #158

    Unten am Hafen ist die Touristeninformation. Ich gehe hinein und hole mir die Information, wie ich wieder aus Vigo hinauskomme. Sie gibt mir zwei Karten und trägt den genauen Weg ein. Super, jetzt werde ich mich ganz bestimmt nicht verlaufen und komme gut wieder auf den Camino. Ich hole mir noch einen Stempel ab und nehme ein paar Broschüren mit.

    Leider gibt es zur Zeit keine Touristenbusse, die eine Stadtrundfahrt anbieten. Die fahren nur in der Hauptsaison.

    Hier in der Touristeninformation gibt es auch jede Menge Schalter, an denen man Fährtickets zu dem Cies-Archipel kaufen kann. Es sind 3 Inseln (Isla do Norte, Isla do Faro und Isla Sur) und diese sind als Nationalpark ausgeschrieben. Hunde dürfen nicht mit und es gibt Bedingungen, wenn man auf die Inseln will. Ich habe in der Information eine Austellung und auch Videos gesehen, traumhafte Strände, viel seltene Pflanzen und natürlich eine intakte Vogelwelt. Es gibt einen Campingplatz und auch Tagesausflüge sind möglich.

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    • 13. Juni 2017 um 21:30
    • #159

    Ich weiß jetzt nicht, wieviele Stadtviertel es in Vigo gibt, aber es sind einige. Was auffällt, das sind die vielen Skulpturen, die man in jedem Stadtteil finden kann. Mir sagen jetzt die Namen der Künstler nichts, aber es sind einige bekannte Größen.

    Vom Hafen gehe ich am Fischmarkt vorbei, aber dieser ist nun geschlossen. Daher schlage ich den Weg zur Kathedrale ein, wieder geht es nach "oben". Die Kathedrale ist leider nicht geöffnet. Ich setze mich in der Nähe in ein Straßencafé, ich hätte gerne was gegessen. Leider war man nicht in der Lage, mir etwas Vegetarisches anzubieten.

    Egal, so ist das halt manchmal. So trinke ich nur was und gehe dann weiter.

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    • 13. Juni 2017 um 21:42
    • #160

    Irgenwie muss ich wieder auf den richtigen Weg kommen. Ich will aber nicht dieselbe Hauptstraße gehen und schlage einfach einen anderen Weg ein.

    Plötzlich stehe ich vor einem vegetarischen Restaurant, genau so etwas brauche ich jetzt, endlich mal was Leckeres zu essen. Mit der Speisekarte bin ich etwas überfordert, denn die Burger kann man auch 6 verschiedenen vegetarischen Zutaten machen und wer weiß schon wie Kichererbsen aus spanisch heißt? Aber dank "Leo" weiß ich nun, dass es garbanzo heißt.

    Ich nehme aber einen Burger aus Soja, muss noch aus 3 verschiedenen Brotsorten wählen, dann noch zwei Soßen und eventuelle Toppings. Da war ich ja schon fast ein wenig überfordert. :ssschmunzeln

    Sonst habe ich ja meist nur die Wahl von Käsebaguette oder Käsetoast. :ffffluestern

    Der Burger schmeckte vorzüglich und dazu gönnte ich mir dann auch ein Glas Wein.

    Dann ging es zurück ins Hotel. Ich bin noch nicht einmal 6.000 Schritte gelaufen...

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