Motorradtour nach Rumänien 2019

  • 5. Etappe von Budapest nach Timisoara - 24.08. - 345 km

    Die Karte::)

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    Heute sind wir wieder nur Autobahn gefahren. Schon in Budapest haben wir eine Ausfahrt verpasset und wurden dafür mit einem Umweg bestraft. Ansonsten gibt es nicht allzuviel zu erzählen. Die Straßen waren recht voll, aber wir kamen ganz gut voran. Ab und zu machten wir eine Pause.

    Vor der Grenze tankten wir noch einmal unsere Maschinen voll, denn in Ungarn ist das Benzin günstiger als in Rumänien. An der Grenze schaute man kurz auf unseren Personalausweis, dann durften wir weiterfahren.

    In Temeswar wurden wir schon erwartet. :) Erst gab es einen leckeren Apfelkuchen und Kaffee, dann durfte Friedrich ein Bierchen probieren. Zwei Maschinen Wäsche haben wir gewaschen und dann gab es Abendbrot, den ultimativen Gemüsekuchen, so lecker.

    Wir saßen noch sehr lange draußen in der lauen Sommernacht und hatten viel zu erzählen.

    Viele Grüße
    Petra

  • Ich bin ja jedes Jahr einmal in Temeswar, aber Friedrich war erst zweimal hier und das ist auch schon lange her. Daher haben wir heute Vormittag zusammen mit Mechtild, Kati und Evi einen Rundgang durch die Innenstadt gemacht.

    Auch am Sonntag kann man hier Geld tauschen, in einer Wechselstube bekamen wir eine gute Rate.

  • Als letztes gehen wir zum Blumenmarkt und kaufen ein paar Rosen für das Grab meines Vaters, es ist auch schon wieder fast 15 Jahre her...:wweinen

    Wir zerfließen und fahren zurück, machen eine lange Siesta, am Abend gewittert es ein wenig, wir fahren noch einmal in die Stadt zum Pizzaessen.

    Tja und dann müssen wir schon heute Abend Abschied nehmen von Kati und Evi, denn sie müssen morgen ganz früh raus, die Arbeit ruft.

    Wir werden nach dem Frühstück unsere Mopeds packen und dann geht die Reise weiter.

    VIele Grüße
    Petra

  • Speziell für meine Schwester Katja :love:<3 gibt es hier ein Bild von Topi, ich habe sie nicht besser erwischt, denn sie weiß genau, wenn wir am Abend wiederkommen, dann gibt es leckeres Überbleibsel vom Essen und da kann sie einfach nicht still stehen bleiben.

    Die ganze Nacht hat es schwer gewittert, es blitzte und donnerte und der ersehnte Regen für den Garten kam in Strömen hinunter. Ich sah schon schwarz für den nächsten Tag.

  • 6. Etappe von Temeswar nach Hermannstadt 26.8.2019 - 281 km

    Hier die Karte: :)

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    Heute Morgen standen wir vor der Entscheidung, Regenklamotten an oder nicht? Ich entschied mich dagegen und Friedrich änderte dann auch noch seine Meinung und zog keine Regenklamotten an. Das Problem ist nämlich, wenn es richtig schützen soll, dann ist es auch nicht weit her mit der Atmungsaktivität und bei Temperaturen über 30 Grad wirklich kein Vergnügen.

    Als wir endlich alles auf den Motorrädern verstaut hatten, lugte tatsächlich die Sonne ein wenig hervor. Nun hieß es endgültig bAbschied nehmen, aber ich bin ja in 3 Monaten wieder in Temeswar. Ich habe auch schon gehört, dass ich wieder beim LKW abladen helfen darf, denn es kommen Weihnachtspäckchen an. :thump:

    Da die Tankstellen auf der Strecke nicht so dicht gesät sind, tankten wir voll und brausten davon.

    Wir fuhren zunächst Autobahn, von Jahr zu Jahr gibt es neue Teilstücke. Die Raststätten sind noch nicht alle komplett bestückt, aber man weiß sich zu helfen und stellt ein paar kleine Kübel für den Müll auf.

    Motorradfahrer brauchen keine Vignette, es war auch nicht all zu viel los auf den Straßen. Autobahn.

  • Kurz nach dieser Rast ging es nicht mehr weiter, wir mussten nun auf normalen Straße fahren. Es war ein schöne Strecke, aber der Zustand der Straßen war teilweise katastrophal. Man musste höllisch aufpassen, dass man nicht in ein tiefes Loch hineinsauste.

    Auch konnte man nicht schnell fahren, der Verkehr staute sich gewaltig, denn nun ging die Fahrt bergauf und bergab. Wir haben übrigens das (historische) Banat verlassen und fahren nun durch Siebenbürgen (auch als Transsilvanien bekannt)

    Den nächsten Stop machten wir in Deva (deutsch: Diemrich) beim MCD (man nimmt halt das, was gerade da ist, Pommes, Cola und ein Käsetoast). Die Verständigung ist manchmal etwas schwieriger, denn ich kann nur 5 Worte rumänisch. :ffffluesternaber wir werden satt und können uns ein wenig erholen.

    Neben MCD befindet sich der Bahnhof und der Busbahnhof, wir sehen etliche Flixbusse. Mehr schauen wir uns aber nicht an, denn wir haben ja noch ein paar Kilometer zu fahren.

  • Weiter geht es auf der E79, die Autobahn ist noch nicht frei gegeben, aber das kann nicht mehr lange dauern. Irgendwann kommen wir wieder auf die A1 und nun geht es wieder flott voran. Es ist wieder ein angenehmes Fahren, man muss nicht angestrengt auf die Straße schauen, ob da nicht doch wieder ein Loch oder ähnliches auftaucht und man blitzschnell reagieren muss.

    Wir halten irgendwann noch einmal an und ich kaufe mir ein Eis, (Magnum).

    Nun haben wir noch ungefähr 25 Kilometer bis Hermannstadt und auf einmal kommt das Gewitter. MIr ist ganz unheimlich, denn es blitzt und donnert und regnet. Das Motorrad ist ja kein faradayscher Käfig und ein wenig ist mir mulmig.

    An der nächsten Tankstelle überlegen wir, ob wir abwarten oder im Regen weiterfahren. Wir tanken voll und entscheiden uns zum Weiterfahren, es sind nur noch 17 Kilometer. Wir kommen am Flughafen vorbei, nun muss ich doch mein Navi anschmeißen. Wir fahren einmal am Hotel vorbei, bemerken es aber gleich und dann haben wir es geschafft. Es ist keine besondere Unterkunft, aber es gibt einen gesicherten Stellplatz für unsere Motorräder. Da es immer noch regnet und wir kaputt sind, kaufen wir ein und machen es uns auf dem Zimmer gemütlich.

    Morgen werden wir uns dann die Stadt anschauen.

    Viele Grüße
    Petra

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  • Stadtrundgang in Sibiu/Hermannstadt

    Wie schon erwähnt liegt Sibiu oder Hermannstadt, wie die Stadt auf deutsch heißt, in Siebenbürgen, eigentlich mittendrin in Rumänien.

    Schon im 12. Jahrhundert ließen sich die ersten deutschen Siedler hier nieder und prägten die Stadt.

    Nach nur wenigen Minuten Fußmarsch von unserem Hotel erreichten wir die Innenstadt von Sibiu.

    Wir waren doch sehr überrascht. So nett haben wir uns die Stadt nicht vorgestellt. Sie ist doch recht gut zu Fuß zu erobern. Wir ließen uns wieder einfach treiben und liefen von einem Platz zum anderen. Die Sehenswürdigkeiten reihen sich so ziemlich aneinander.

    Es gibt einige Kirchen und noch gute erhaltene Reste der alten Stadtmauer nebst Türmen, viele Museen, Parks, Restaurants, Cafés und vieles mehr.

    Ich habe die Fotos mal ein wenig thematisch zusammengefasst. ;)

    Auf dem letzten Bild sieht man die Lügenbrücke. Laut meinem Reiseführer ist es die erste gußeiserne Brücke Rumäniens, die 1859 erbaut wurde. Um den Namen der Brücke ranken sich so manche Geschichten. Klar, eine davon lautet, dass die Brücke unter der Last von Lügnern zusammenbrechen würde. Also gibt es nur ehrliche Einwohner und Touristen, die über diese Brücke gehen. :D

  • Diese Serie zeigt ein paar Menschen, die ich unterwegs getroffen habe.

    Auf dem letzten Bild ist ein Wandergeselle zu sehen, der gerade eine Tischplatte bearbeitet. Auf vielen Tafeln kann man viel über die Tradition und Gebräuche der alten Handwerkskunst erfahren. Auch wie sich alles in den Jahren entwicklet hat. Wandergesellen gibt es noch, natürlich nicht mehr so viele,

  • Wir laufen über den Markt, was für eine Fülle an Gemüse, Obst, Blumen, Käse und Fleisch wird dort angeboten.

    Wir setzen uns irgendwo hin und trinken ein kaltes Getränk. Ich muss ja nicht erklären, wer was trinkt. Meins war jedenfalls 1 Leu teurer. :chhheers

    Im Astra Park sehen wir nicht nur viele Büsten von wichtigen Rumänen, die Bilder gibt es später, sondern hier halten sich auch viele Rumänen auf und frönen den Spielen, Karten, Schach, Mahjong und Backgammon. Da ging es teilweise hoch her!

  • Hier die letzte Serie, wir gingen natürlich auch einmal an den Fluss Cibin und schauten uns die orthodoxe Kathedrale an. Wie gesagt treppauf und treppab.

    Danach waren wir reif für eine Siesta. Friedrich nutzte die Zeit: ::scnhlafen

    und ich beschäftigte mich mit mit den Bldern und der Technik.::ccomputer

  • Eine tolle Erfahrung mit netten Rumänen!

    Nach einer wirklich langen Pause, sind wir dann wieder losgezogen, denn uns plagte der Hunger. Da bei uns Falafel immer geht, schaute ich noch im Hotel auf dem Laptop nach, wo es ein Lokal gibt.

    In der Nähe vom Markt soll es ein Lokal geben, welches auch geöffnet hat. Also nichts wie hin. Wir gingen dieses Mal einen etwas anderen Weg und fanden die Adresse auch recht schnell. Das Lokal erwies sich als ein privat geführter Laden. Es standen ein Tisch zum Sitzen im Raum und 2 Stehtische, eine Spüle, ein Grill, der abgedeckt war und keiner war da.

    Wir nahmen erst einmal Platz und studierten die kleine Karte. Natürlich stand alles nur auf rumänisch drin. Wie gut, dass es Handys gibt. Somit fanden wir auch etwas, was wir bestellen könnten.

    Nur es kam und kam keiner. Wir riefen und pfiffen, nichts tat sich. Da ging Friedrich ins Untergeschoss und dann kam "sie", die Chefin des Hause. Aber wir konnten uns absolut nicht verständigen.

    Da ging sie wieder nach unten und kam mit einem Mann wieder (ich dachte, es sei ihr Sohn) Der sprach etwas englisch. Ich zeigte ihr die Übersetzung für Karotten, aber sie konnten damit nichts anfangen, denn ich habe das ungarische Wort gewählt.:mrgreen

    Das Eis war gebrochen und er und ich wir tippen nun wie verrückt in die Geräte und bestellten Falafel, Hummus und Fladenbrot. Beim Hummus gab es noch ein kleines Problem, es sollten laut Handy Kiefernzapfen drinnen sein. Sie lief wieder in den Keller und kam mit Pinienkernen wieder. Ja, prima, die nehmen wir gerne.

    Nun zu den Getränken, wir wollten gerne Wein oder Bier, sie schüttelte den Kopf, ich habe doch kein Restaurant, sie hat wohl keine Schankerlaubnis. Da meinte er, er besuche ja hier seinen Freund (den Koch, ich glaube, das war der Sohn), sie haben 4 Flaschen Bier für mich gekauft, davon könnten wir zwei haben.

    Was war das denn für ein Angebot? Ja klar, das war doch klasse. Kurze Zeit später stand dann das Bier auf dem Tisch.

    Dann kam er wieder und brachte uns zwei Stücke Pizza, sein Freund hätte für ihn die Pizza gemacht und wir sollten mal kosten. Ja, sie schmeckte köstlich!

    Dann kam das Essen, alles frisch gemacht, es schmeckte prima. Wir bekamen auch noch jeder ein Glas frisch gepressten Orangensaft.

    Als wir bezahlen wollten, war nur das Hummus, die Falafel und das Brot aufgeführt. Insgesamt 50 Lei, das sind rund 10 Euro.

    Da wir wussten, dass das Bier ungefähr 4 Lei kostet, wollten wir 10 für die beiden Flaschen extra bezahlen.

    Wir konnten es aber nicht. Die Chefin wollte es nicht und meinte, die Getränke brauchen wir nicht zu bezahlen.

    Wie findet Ihr das? Wir waren einfach nur erstaunt über so viel Gastfreundschaft!

    Viele Grüße
    Petra

    PS. es ist etwas länger geworden, aber diese Gechichte wollte ich unbedingt erzählen!

  • 7. Etappe von Sibiu/Hermannstadt nach Ploieşti mit einem Abstecher nach Bran - 278 km 28.8.

    Hier die Karte: :)

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    Weiter geht die Fahrt, heute fuhren wir durch die Karparten, es war eine tolle Strecke mit einigen Kehren, vielen Baustellen, noch mehr Autos und LKWs, schlechten Straßen, gutem Wetter, denn es gab keinen Regen und die Sonne schien. Vielleicht ein wenig zu warm, denn das Thermometer kletterte auf 33 Grad.

    Die GoPro haben wir auch wieder angebaut und irgendwann auch festgestellt, dass auf der Linse noch die Schutzfolie draufklebte. :D:Kopffass:

    Unterwegs sahen wir viele Kuh- und Schafhirten, man fährt oft noch mit Pferd und Wagen, auf den Feldern wird noch it Menschenhand gearbeitet und an den Straßenrändern werden Früchte und Gemüse verkauft.

  • Bran war eine riesige Enttäuschung, so ein Kommerz. Vorher gab es lange Baustellen und in Bran staute sich alles, denn hier herrschte Hochkonjunktur. Es war brechend voll, Buden, Restaurants, die Straßen verstopft... das hätte ich nicht gedacht. So hielten wir nur kurz an, ich machte ein schnelles Foto und dann ab die Post.

    Wieder durch Stau und Baustellen hindurch. Übrigens, keiner hält, wenn die Ampel auf Rot springt... ebenso sind die Geschwindigkeitsvorgaben für Hunde oder Katzen, denn es hält sich einfach keiner dran. Ich bin da immer hin und hergerissen, aber manchmal juckt es schon am Gashebel.

    Die Fahrt durch die Karparten war toll, viele Serpentinen, aber leider auch viel Verkehr. Eine ganze Weile ging es nur mit Stop & Go, das ist dann nicht so prickelnd. Mein Akku von der GoPro machte schlapp, schade ausgerechnet bei den wilden Serpentinen. :rolleyes

  • In Ploieşti bekamen wir eine andere Unterkunft als geplant. Hätten wir das vorher gewusst, dann hätten wir uns mindestens 4 - 5 Hin- und Herfahrerei erspart und das auf richtig leckeren Schotterwegen, meine Spezialität! <&t~ {h

    Im Ernst, ich fahre nicht gerne auf Schotterwegen.

    Diesen Stop haben wir nur als Übernachtungsstop geplant, morgen geht es schon wieder weiter.

    Diese Pension können wir empfehlen! (Pensiunea Toma)

    Viele Grüße
    Petra

    Nachtrag: Nun befinden wir uns in der Großen Walachai.

  • Hier ein kurzer Clip von der Fahrt. Eigentlich wollte ich gar kein Video machen, aber irgendwie habe ich wohl den falschen Knopf erwischt. Beim Fahren kann ich das nicht so genau steuern.:ffffluestern

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  • 8. Etappe von Ploieşti nach Tulcea - 285 km plus Fährfahrt - 29.08.

    Hier die Karte:

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    Das Frühstück heute morgen war richtig gut! Ich stelle das Bild auch noch einmal hier ein. Wir hatten am Abend zuvor Bescheid gegeben, dass wir Vegetarier sind, daher waren wir doch sehr überrascht über die liebevolle Zusammenstellung.

    Danach verabschiedeten wir uns und weiter geht es mit unserer Tour. Wir tanken erst einmal unsere Maschinen voll. Unterwegs ist zunächst ziemlich viel los, denn das ist auch die Strecke nach Bukarest. Wir kommen gut voran. In Buzău machen wir unsere Mittagspause. Hier gibt es sogar alkoholfreies Bier.

    Dann werde ich angesprochen. Am Nebentisch sitzen 5 Männer in Tarnanzügen. Sie wollen wissen, woher wir kommen und wohin wir fahren.

    Ich frage den einen, was er für ein Landsmann ist: er kommt aus Malta und... er jagt hier.

    Ich frage nach was, er denn jagt und er meint "quilts" (oder so ähnlich) Als ich ihn fragend anschaue, öffnet er die Türe von dem großen Auto, holt einen Tüte voll mit Singvögeln raus: die schmecken gut. Die Vögel sind natürlich tot.

    Mir wird leicht schlecht... <X

    Wir gewöhnen uns an die Straßen, mal sind sie schlecht, mal geht es, mal gibt es ein Loch mittendrin, mal quillt die Teerdecke hoch. Nett sind die Bahnübergänge, denn die Gleise liegen nie plan und man muss sehen wie man rüberkommt.

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