Unsere Reise nach Indien

  • Etappe 1: Anreise nach München ✈️

    Für Ende Januar haben wir uns erneut für einen Trip nach Indien entschieden. Im letzten Jahr hat es uns dort so gut gefallen, dass wir unbedingt wieder hinwollten. Da Bahn- und Flugverkehr zu dieser Jahreszeit nicht immer zuverlässig sind, beschlossen wir, bereits am Vortag nach München zu reisen. Normalerweise verbinden wir das mit einem Treffen mit Freunden, doch diesmal bekamen wir erst einen Flug am Nachmittag.

    Frühzeitig fuhren wir mit dem Auto zum Bahnhof, stellten es dort ab und nahmen den Zug nach Hannover. Am Bahnsteig wurden wir schon von unserer Enkeltochter erwartet – sie kam gerade aus einer Uni-Vorlesung. Wir hatten uns am Hauptbahnhof verabredet, um ihr den Autoschlüssel zu übergeben, damit sie mit unserem Wagen wieder nach Hause fahren konnte. Jeder von uns gönnte sich noch ein leckeres Crêpe, dann fuhren wir weiter zum Flughafen und Jenni zurück nach Hause. Während wir unterwegs sind, hütet sie das Haus und kümmert sich liebevoll um unsere Katze Sally.

    Der Flug startete pünktlich in Hannover und landete ebenso pünktlich in München. Wegen der Domotex, einer internationalen Fachmesse für Bodenbeläge und Teppiche, war die Maschine komplett ausgebucht. Wir ließen uns den Rote-Bete-Salat mit Ziegenkäse und ein Gläschen Rotwein schmecken.

    Da wir in München übernachten wollten, hatten wir unsere Koffer nur bis dorthin eingecheckt. Die Wege zur Gepäckausgabe waren lang, wir mussten sogar mit dem Shuttle fahren – aber alles gut machbar. München ist eben eine andere Kategorie als Hannover 😉

    Am Gepäckband 21 sollten unsere Koffer ankommen. Zunächst hieß es, es dauere 16 Minuten. Wir warteten 30. Dann erschien „ongoing“, und wir bekamen eine Nachricht aufs Handy: Ihr Gepäck steht am Gepäckband 21 bereit. Kurz darauf: Ihr Gepäck wird nun ausgeliefert. Nur – es kam nichts. Einige Reisende schimpften, andere liefen nervös umher. Wir kamen mit einem Mann aus Dubai ins Gespräch, der noch drei Stunden Zeit hatte, bevor sein Weiterflug ging. Ich erzählte ihm, dass ich vor 30 Jahren einmal in Dubai war. Er meinte, ich würde die Stadt heute nicht wiedererkennen.

    Irgendwann erschien auf der Anzeige: Hannover – Completed! 😳
    Was??? Kein einziger Koffer aus Hannover war angekommen. Was für ein Ärger. Also machten wir uns auf den Weg zum Schalter bei Gepäckausgabe 8. Unterwegs schaute ich auf jedes Band. Bei Band 15 lud ein Flughafenmitarbeiter gerade viele Koffer auf ein Wägelchen. Ich sah genauer hin – und tatsächlich: Auf dem Band drehten noch einige Koffer ihre Runden.

    Juhu! Unsere beiden Koffer waren dabei. 🎉
    Was für ein Glück – und was für ein Durcheinander am Flughafen. Warum wurden wir nicht informiert? Während Friedrich auf die Koffer aufpasste, lief ich weiter zum Lufthansa-Schalter, um die anderen wartenden Reisenden über die gute Nachricht zu informieren. Man konnte förmlich hören, wie ihnen die Steine vom Herzen fielen. Sie rannten zum Band und erwischten den Mitarbeiter gerade noch, bevor er die Koffer wegfahren wollte, weil sie vermeintlich nicht abgeholt wurden.

    Was für ein Chaos. Wir waren heilfroh, unsere Koffer zu haben, und machten uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Mit dem Bus 635 fuhren wir zwei Stationen (Ticket 2,10 € pro Person) und checkten im Novotel München Airport ein. Knapp zwei Stunden hatte das ganze Hin und Her gedauert.

    Da wir auf dem Flug schon gut versorgt worden waren, blieben wir im Hotel – für weitere Abenteuer hatten wir heute keine Energie mehr.

    Viele Grüße
    Petra

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  • Etappe 2: Mit Lufthansa von München nach Mumbai ✈️

    Heute Morgen sind wir früh aufgestanden, haben unsere Koffer gepackt und sind mit dem Bus vom Novotel zum Flughafen gefahren.

    Die Gepäckaufgabe verlief zügig, wir erhielten unsere Bordkarten und gingen direkt durch die Sicherheits- und Passkontrolle. Danach suchten wir uns eines der vielen Lokale aus und frühstückten in Ruhe.

    Irgendwann stellten wir fest, dass es Zeit wurde, sich Richtung Gate zu bewegen. Gut, dass wir uns rechtzeitig auf den Weg machten – wir mussten nämlich noch mit dem Shuttle fahren, um zum Gate zu gelangen. So oft sind wir ja nicht in München unterwegs; in Frankfurt kenne ich mich deutlich besser aus. Aber keine Panik – wir hatten noch genügend Zeit.

    Am Gate wurden unser E-Visum und die Arrival Card sehr genau mit dem Pass abgeglichen.

    Der Flug dauerte 7,5 Stunden. Wir hatten bequeme Sitzplätze, die Crew war freundlich, das Essen lecker, und ich habe viel gedöst.

    In Mumbai landeten wir pünktlich. Die Wege zur Immigration waren lang, aber wir kamen schnell durch. Während Friedrich wieder seine Fingerabdrücke abgeben musste, wurde ich nicht einmal gefragt, was ich wo machen will.

    Unsere Koffer kamen ebenfalls an – meiner allerdings als einer der letzten, was meinen Adrenalinspiegel noch einmal steigen ließ.

    Zu guter Letzt ging es durch den grünen Channel, und dann war es nicht mehr weit bis zum Niranta Hotel im Terminal 2.

    Jetzt bleiben uns noch rund vier Stunden bis der Wecker wieder klingelt – denn morgen um 9:50 Uhr geht unser Flug mit IndiGo weiter nach Goa.

    Viele Grüße
    Petra

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  • Etappe 3 – mit IndiGo von Mumbai nach Goa ✈️🌴

    Wer glaubt, dass wir heute früh im Niranta Hotel einfach ins Bett gesunken sind, der irrt sich gewaltig. Wir waren komplett aufgedreht, an Schlaf war nicht zu denken. So machte ich in Ruhe den Bericht zur Flugstrecke fertig und stellte ihn online. Wir telefonierten auch noch mit Jenni, die ja unser Haus samt Katze Sally hütet. 🐾

    Unsere Uhren stellten wir auf die indische Zeitzone um und aktivierten den Wecker – natürlich übers Handy. Wer schleppt heutzutage noch einen Wecker mit? Wir jedenfalls nicht. Unsere Schlafenszeit schrumpfte auf dreieinhalb Stunden, aber besser im Hotelzimmer absitzen als unbequem am Flughafen.

    Ich hatte das Gefühl, kein Auge zugetan zu haben. Als der Wecker nach kurzer Zeit klingelte, sprangen wir unter die Dusche und gingen zum Frühstücksraum – das Frühstück war im Preis inbegriffen. ☕🥐 Viel Zeit ließen wir uns nicht, wir checkten aus und begaben uns in die Abflugshalle.

    Da wir diese Strecke schon öfter geflogen sind, wussten wir noch so einigermaßen, wie der Ablauf ist. Ich hatte uns bereits online eingecheckt, aber es fehlte noch das Kofferlabel. Man schickte uns zum internationalen Schalter – ja, auch innerindische Flüge werden dort abgefertigt.

    Beide Koffer mussten gemeinsam auf die Waage – und oh Wunder: Wir hatten „nur“ 200 Gramm Übergewicht. Daher gab es keine Rüge. Gott sei Dank wurde unser Handgepäck nicht gewogen! Ich weiß nicht, wer dann in Ohnmacht gefallen wäre. 😅

    Nun ging es zur Sicherheitskontrolle. Verwöhnt von Hannover und München, packten wir unsere Handgepäckstücke in eine Schale, ebenso Mäntel etc. Dann wurden wir mit einem Handgerät abgescannt – die Männer offen sichtbar, die Frauen hinter einem Vorhang.

    Für mich kam das große Erwachen: Ich bekam einen fetten Anraunzer, mein Rucksack und zwei weitere Taschen wurden zurückgegeben. Alles musste ausgepackt in die Schale – Laptop, Technik, Kabel. Also wieder raus auf Start: Ich füllte drei Schalen und stellte mich erneut zum Scannen an. 😬

    Zum Glück hatten wir genügend Zeit mitgebracht, sodass diese Verzögerung keine große Rolle spielte. Erst jetzt wurden die internationalen und inländischen Passagiere getrennt, und jeder ging seinen Weg.

    Unsere Maschine hatte rund 20 Minuten Verspätung. Wir saßen in der ersten Reihe, bekamen ein feurig scharfes vegetarisches Brot und eine Cola. 🌶️🥖 Mein Fensterplatz war leider ein Flop – erst hing eine dicke Dunstglocke über Mumbai, später war es bewölkt und der Flug teilweise ruckelig.

    Der Kapitän hatte wohl Plauderwasser getrunken. Er erzählte von den schönen Stränden, pries das Casino an und wünschte uns Glück beim Spiel. 🎰

    In Goa, am Manohar International Airport, holten wir unsere Koffer ab und buchten direkt im Flughafen einen Transfer zur Unterkunft. Vorher versorgten wir uns noch mit der heimischen Währung – der Umrechnungskurs ist einfach: Für einen Euro bekamen wir rund 100 INR.

    Ich muss mich wieder an die indische Fahrweise gewöhnen. Der Taxifahrer machte alles unterwegs – nicht nur fahren. 😅 Aber ich bin ohnehin eine schlechte Beifahrerin.

    Für diesen Urlaub haben wir uns eine ganz andere Unterkunft ausgesucht. Wir wollten nah am Wasser sein – und das haben wir geschafft. Wir sind in Morjim, im Jardin d'Ulysse & Hard Rock. Es ist so ein wenig Backpacker-Unterkunft, mal was anderes. 😉

    Viele Grüße
    Petra

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