Nach dem Museumsbesuch gab es Kaffee und Kuchen, wie es sich für einen Geburtstag gehört. Den heißen Kakao mit Sahne tranken wir dann draußen und ließen uns von der Sonne wärmen.
Danach brauchten wir dann unbedingt eine kleine Nachmittagspause,
Noch ein paar Informationen über Svalbard.
Svalbard war lange Zeit ein echtes Niemandsland – ein arktischer Außenposten ohne Staat, ohne Gesetze, nur besucht von Walfängern, Trappern und später Bergleuten aus aller Welt. Erst mit dem Svalbardvertrag von 1920, der 1925 in Kraft trat, wurde die Inselgruppe offiziell norwegisch, allerdings mit einem besonderen internationalen Status: entmilitarisiert und wirtschaftlich offen für alle Vertragsstaaten.
Der Kohleabbau prägte Svalbard über Jahrzehnte. Norwegische und sowjetische Minen schufen Siedlungen wie Longyearbyen, Barentsburg und Pyramiden. Die Arbeit war hart, dunkel und gefährlich – aber sie legte den Grundstein für die heutigen Orte. Heute ist der Bergbau fast verschwunden, und Longyearbyen hat sich zu einer modernen Forschungs‑ und Tourismusstadt gewandelt.
Trotzdem bleibt das Leben hier außergewöhnlich. Rund 2.500 Menschen leben auf Svalbard, aber es gibt mehr Eisbären als Einwohner – schätzungsweise 3.000 Tiere in der Region. Außerhalb der Siedlungen ist man deshalb nur bewaffnet unterwegs. Die Gemeinschaft ist international, die Winter sind lang und dunkel, und doch wirkt Longyearbyen überraschend lebendig – ein Ort, an dem man spürt, wie nah die Wildnis beginnt.