Anreise nach Oslo und Spitzbergen...wenn einer eine Reise tut..

  • Was für ein Glück ich mal wieder hatte. Schon am Nachmittag sind wir nach Frankfurt geflogen und wollten uns mit Karin in der Lounge treffen. Wir haben eine schöne Reise geplant, es soll zu den Eisbären nach Svalbard gehen. Nun ja, der Frankfurter Flughafen ist ganz schön weitläufig. Wir standen jedenfalls vor einer Lounge, aber es war die falsche.

    So kamen wir wenigstens auf ein paar Schritte mehr. Zeit hatten wir genug, denn der Flug nach Oslo sollte erst spät am Abend losgehen.

    Da die Maschine nach Oslo eine Außenposition hatte, mussten wir mit dem Bus dorthin fahren. Mit unserem Fotogepäck haben wir ganz schön zu schleppen.

    Friedrich hob die schweren Teile in die Gepäckfächer über den Sitzen vom A320. Als ich mich hinsetzte, suchte ich meine kleine Pacsafe Schultertasche und bekam leichte Panik, denn sie war nicht da.

    Ich rannte zu den Flugbegleitern und meinte, ich habe meine Tasche vergessen. Da ist alles drin, Pass Geld, Kreditkarten...

    Was für ein Schock. Ich wusste genau, zurück kann ich nicht und die Maschine würde nicht warten.

    Da ich vorne eingestiegen war, sah ich von hinten eine Flugbegleitern, die meine Tasche hin und her schwenkte. Sie hatte die Situation gleich erfasst. Ein Passagier hat sie gefunden und mit ins Flugzeug genommen.

    Langsam kam die Entspannung, aber ich wusste immer noch nicht, wie das passieren konnte.

    Als das Essen ausgeteilt wurde, bat ich die Flugbegleiterin, dem Herrn oder der Dame irgendetwas anzubieten, denn ich wollte mich erkenntlich zeigen.

    Der Herr auf 20 d wollte nichts abnehmen. So ging ich dann mit der Flugbegleiterin zu ihm hin und bedankte mich persönlich.

    Er erzählte mir, dass er gesehen hat , wie die Tasche im Bus auf den Boden fiel, als ich mir die Jacke anzog. Wir waren aber so schnell aus dem Bus raus, daher hat er die Tasche mitgenommen. Aber auch jetzt wollte er nichts annehmen.

    Mal wieder bin ich ein Glückspilz.

    Viele Grüße
    Petra

    Nachtrag, es läuft nicht immer alles rund. Unsere Koffer kamen ja an, aber Karins ließ sich nicht blicken. Er war bis Longyearbyen durchgelabelt und somit aufgrund der späten Ankunftszeit einfach irgendwo. Somit keine dicke Jacke, keine Handschuhe und keine Zahnbürste.

    Mit dem Taxi sind wir ins 🏨 gefahren, man bestellt es an einem Automaten, bekommt einen Qr Code mit der Garantie, dass es in 3 Minuten da sein sollte. Nach einer Viertelstunde waren wir durchgefroren und standen ganz alleine ohne Taxi da. Hier in Norwegen ist man sehr hilfsbereit. Ein anderer Taxifahrer hat für uns nachgefragt, das Taxi kommt nicht, den Grund wollte er uns nicht verraten, aber er half bei der Bestellung eines weiteren Taxis. Das kam innerhalb von 3 Minuten. Der Fahrer konnte etwas Englisch und sagte Familie wohnt in Hannover und Berlin. Seine Heimat ist Syrien.

    Nach 7 Minuten und 20 Euro leichter kamen wir im Radisson an, schnell ins Zimmer und ab an die Bar zu ein Gin Tonic, den haben wir uns verdient.

    Die Nacht ist kurz, um 5:20 klingelt der Wecker, gute Nacht :)

  • Mit dem Bus (110 NOK) fahren wir in den Ort Langyearbyen. Unser gebuchtes Apartement im Svalbard Hotell | Lodge ist erst ab 14 Uhr fertig, aber wir können unser Gepäck unterstellen. Daher machen wir einen kleinen Spazietgang. Es ist recht kalt und windig (-3 - -5)

    Nun etwas über Svalbard und Longyearbyen:

    Svalbard ist eine abgelegene arktische Inselgruppe im Nordpolarmeer, rund tausend Kilometer südlich des Nordpols. Die Region besteht aus über vierhundert Inseln, von denen Spitzbergen die größte ist. Etwa zweieinhalbtausend Menschen leben dauerhaft dort, die meisten im Hauptort Longyearbyen.

    Weitere Siedlungen wie Barentsburg, Ny-Ålesund oder Pyramiden haben teils russische Wurzeln oder dienen als internationale Forschungsstationen. Das Klima ist polar, aber durch warme Meeresströmungen etwas milder als in anderen arktischen Gebieten. Große Teile der Landschaft sind vergletschert, und im Sommer scheint die Sonne wochenlang ununterbrochen, während im Winter monatelange Dunkelheit herrscht. Forschung, Tourismus und ein früher bedeutender Kohlebergbau prägen das Leben auf dem Archipel.

  • In einer Bäckerei/Café trinklen wir eine heiße Schokolade, dann ist es Zeit und wir checken ein.

    Wir haben ein schönes Apartement mit 2 Schlafzimmern, einem großen Wohnzimmer mit Küchenzeile, Bad und WC. Wir richten uns etwas häuslich ein, dann gehe ich mit Karin zum nahegelegenen COOP und wir kaufen ein. Das Leitungswasser ist hier nicht trinkbar Wir bestellen auch noch für den 8.5. einen Tisch in einem Restaurant. Unser Wunschtermin um 18 Uhr ist nicht mehr frei, erst um 20 Uhr. Es ist zwar etwas spät, wir nhemen den Termin aber an.

    Die Auswahl im COOP ist recht groß, es gibt sogar Veganes für mich. Heute essen wir im Apartement, wir sind recht hungrig und es schmeckt uns gut

  • Für morgen haben wir einen privaten Ausflug gebucht. Wir bereiten unsere Fotoausrüstung vor. Da wir 6 Stunden unterwegs sein werden, müssen wir uns sehr warm anziehen, aber wir sind gut vorbereitet.

    Am frühen Abend machen wir wieder einen Spaziergang. Dieses Mal ziehen wir uns etwas dicker an, aber die dünnen Handschuhe reichten einfach nicht aus. Zum Schluss nehmen wir einen Absacker im Pub Dann geht es zurück. Da wir letzte Nacht nur dreieinhalb Stunden Schlaf bekamenm, geht es frühzeitig ins Bett.

    Das war´s für heute.derverste Eindruck, es gefällt uns gut!

    Viele Grüße
    Petra

  • Ja klar, heute war ein wunderbarer Tag. Leider komme ich nicht dazu, den Bericht zu schreiben. Dafür gibt es aber schon einmal ein Bild. Wir hatten Glück und haben den Polarfuchs entdeckt, na ja nicht wir sondern unser Guide. Das war eub tolles Erlebnis, erst schlief er und wir konnten uns ranpirschen, dann wachte er auf lief herum. Von uns nahm er kaum Notiz, nur manchmal starrtre er uns an. <3

  • 07.Mai 2026 - Photo Expedition mit See & Explore

    Mein Geburtstagsgeschenk für Friedrich sollte dieser Überraschungsausflug sein.Karin und ich, wir hatte für uns eine private sechstündige Tour gebucht. Hauptaugenmerk sollte der Polarfuchs sein, den wir gerne fotografieren wollten.

    Pünktlich um 8 Uhr standen wir mit unserem Fotogepäck am Treffpunkt bereit. Ewan war unser Guide und wir fuhren voller Erwartung los. Wie es in der Natur so üblich ist, die Tiere scheren sich nicht, ob da ein Tourist kommt und gerne Bilder machen will.

    So nahmen wir erst einmal mit eineigen Rentieren vorlieb. Es waren alles männliche Tiere, man erkennt es an dem fehlenden Geweih. Das hat natürlich seinen Grund, denn nach der Paarung werfen die männlichen Tiere ihres ab und um den Nachwuchs zu schützen, haben die weiblichen Tiere ein Geweih.

    Wir fahren weiter uns suchen den Polarfuchs. Noch haben wir kein Glück. Wir erreichen das Ende der Straße. Es ist eine Traumgegend, wunderschöne Landschaften. Die Sonne scheint warm, aber es sind nur rund -7 Grad. Wir wollten ein wenig zu Fuß gehen. Ewan nimmt seine Pistole und das Gewehr mit und stellt mit Schrecken fest, dass er seine Munition vergessen hat. Somit können wir nicht wandern und entscheiden, zurückzufahren, um die Munition zu holen.

    Hier auf Svalbard oder auch Spitzbergen sind die Wege kurz, denn es gibt nur rund 42 km an Straßen, wobei man die Wege nicht unbedingt Straßen nennen kann.

    Hatte ich schon erwähnt, dass es hier nicht dunkel wird? Tageslicht gibt es rund um die Uhr.

    Übrigens, das letzte Bild ist auch das Ende auf "dieser" Seite.

  • Während wir den holprigen Weg langsam zrückfuhren, entdeckte Ewan einen schlafenden Fuchs am Berghang. Für uns war er so nicht zu entdecken. Wir stiegen aus und nachdem uns Ewan ein Handybild mit de4r Position zeigte, sahen wir ihn auch. Wow, wir waren glücklich und pirschten uns ganz langsam heran. Ab und zu machte er seine Augen auf. So harrten wir lange aus und warteten. In der Nähe entdeckten wir auch eine Schneeammer.

  • Allerdings lief er nicht vor uns weg, sondern, er lief - in gebührendem Abstand - um uns herum, schaute hier, schnüffelte da und ließ sich von uns nicht stören. Ich konnte sogar mit der kleinen Fuji (35 m) einen Schnappschuss machen, Bild 1) Interessanter waren die Vögel um uns herum. Diese sahen eher nach einem Leckerbissen aus.

  • Was hatten wir wieder für ein Glück, wir konnten es kaum fassen. Wie gut, dass Ewan seine Munition vergessen hat, sonst hätten wir den Polarfuchs nie entdeckt. Wir hatten ja ganz woanders gesucht.

    Nicht nur wir entdeckten das Alpenschneehuhn (Lagopus muta hyperborea). Das männliche Schneehuhn ist strahlend weiß und nur die Augenbrauen leuchten rot. Die beiden stolzierten herum und der Fuchs hätte so gern ein Häppchen gehabt, aber natürlich sind sie viel zu geschickt und flogen davon.

    Irgendwann lief der Polarfuchs dann endgültig davon. Das war eine tolle Show, damit hätten wir wirklich nie und nimmer gerechnet. Karin meinte jedoch, es hätten gerne ein paar Wolken am Himmel gewesen sein können, aber alles kann man wirklich nicht haben. ;)

  • Glücklich über diese intensive Begegnung stiegen wir ins Auto und wechselten den Standort. Ewan erzählte uns viel über Spitzbergen, das einstige Niemandsland. Vieles zeugt noch von den alten Zeiten. Hier wurde Kohle abgebaut. Ich werde später noch mehr darüber schreiben, wenn ich wieder Zuhause bin. Im Moment reicht die Zeit dafür nicht aus.

    Nun sahen wir auch die weiblichen Rentiere mit ihrem Geweih, welches oft nur noch teilweise erhalten ist.

  • Der Svalbard Global Seed Vault ist ein unterirdischer Saatgut-Tresor, der rund 1,2 bis 1,3 Millionen Saatgutproben aus aller Welt lagert. Er liegt etwa 120 Meter tief im Berg und hält konstant –18 °C, um Saatgut über Jahrhunderte zu sichern.

    Man kann das Gebäude natürlich nur von außen besichtigen. Bild 2

    Nun fuhren wir noch einige sehenswerte Punkte an und dann waren die 6 Stunden auch schon rum. Wir haben viel gesehen und noch mehr erfahren. Es hat sich wirklich sehr gelohnt.

    Übrigens es gibt ungefähr 42 km befahrbare Straßen auf Svalbard und wir sind sie alle abgefahren.

  • Friedrich feiert Geburtstag <3

    Seinen Geburtstag an außergewöhnlichen Orten zu feiern, das hat schon was. :gggitarre

    Wir frühstückten gemütlich in unserem Apartement und machten uns dann auf den Weg ins Svalbard Museum.(Kosten 120 NOK) Hier auf Svalbard muss alles Bargeldlos bezahlt werden. Das hat auch einen Grund, es gibt nämlich keine Bank!

    Im Svalbard Museum bekommt man einen erstaunlich dichten Überblick über die 400‑jährige Geschichte des Archipels. Die Ausstellung zeigt, wie entscheidend das Meer mit seinen Strömungen, dem Eis und der Tierwelt für alles Leben hier oben ist. Man begegnet den frühen Entdeckern, den wagemutigen Walfängern und den russischen Pomoren, die in einfachen Hütten überwinterten und monatelang von dem lebten, was sie jagen konnten.

    Zwischen historischen Werkzeugen, Tierpräparaten und alten Fundstücken erfährt man, wie Eisbären und Rentiere die extremen Jahreszeiten meistern und wie norwegische Trapper noch bis ins 20. Jahrhundert hinein in völliger Einsamkeit lebten. Ein eigener Bereich widmet sich der Geologie und dem Kohleabbau, der viele der heutigen Siedlungen überhaupt erst entstehen ließ. Auch die riesigen Vogelfelsen und die Bedeutung der Zugvögel werden anschaulich erklärt.

    Heute ist das Museum Teil des Svalbard Science Centre und gilt als das nördlichste Museum der Welt. Besonders beeindruckend sind die alten Claim‑Schilder aus der Zeit des frühen Bergbaus und das große Fotoarchiv, das nach und nach digitalisiert wird. 2008 wurde das Museum mit dem Museumspreis des Europarates ausgezeichnet – völlig zu Recht, denn es vermittelt in kurzer Zeit ein sehr umfassendes Bild dieser außergewöhnlichen Inselwelt.

    Wer hier unterwegs ist, sollte einen Besuch unbedingt einplanen, es ist wirklich sehr interessant!

    Nchtrag: Als wir im Museum waren, sprach mich ein junger Mann auf englisch an, ob ich ihm ein paar Fragen beantworten würde. Klar, das mach ich gerne. Es ging um Audioguides, ob man das hier im Museum gerne haben würde. Als ich antwortete und meinte, gerne auch in der Landes sprach wie zuim Beispiel deutsch, meinte er, dann können wir uns auch auf deutsch unterhalten. Er war gerade 16 Jahre alt und macht mit 9 weiteren ein Praktikum (Erasmus + Programm) Er kommt aus Rosenheim und geht dort zur Schule. Ihm gefällt es sehr gut hier auf Svalbard und ist glücklich, dass er unter den vielen Bewerbern genommen wurde.

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