Beiträge von Petra

    Etappe 2: Mit Lufthansa von München nach Mumbai ✈️

    Heute Morgen sind wir früh aufgestanden, haben unsere Koffer gepackt und sind mit dem Bus vom Novotel zum Flughafen gefahren.

    Die Gepäckaufgabe verlief zügig, wir erhielten unsere Bordkarten und gingen direkt durch die Sicherheits- und Passkontrolle. Danach suchten wir uns eines der vielen Lokale aus und frühstückten in Ruhe.

    Irgendwann stellten wir fest, dass es Zeit wurde, sich Richtung Gate zu bewegen. Gut, dass wir uns rechtzeitig auf den Weg machten – wir mussten nämlich noch mit dem Shuttle fahren, um zum Gate zu gelangen. So oft sind wir ja nicht in München unterwegs; in Frankfurt kenne ich mich deutlich besser aus. Aber keine Panik – wir hatten noch genügend Zeit.

    Am Gate wurden unser E-Visum und die Arrival Card sehr genau mit dem Pass abgeglichen.

    Der Flug dauerte 7,5 Stunden. Wir hatten bequeme Sitzplätze, die Crew war freundlich, das Essen lecker, und ich habe viel gedöst.

    In Mumbai landeten wir pünktlich. Die Wege zur Immigration waren lang, aber wir kamen schnell durch. Während Friedrich wieder seine Fingerabdrücke abgeben musste, wurde ich nicht einmal gefragt, was ich wo machen will.

    Unsere Koffer kamen ebenfalls an – meiner allerdings als einer der letzten, was meinen Adrenalinspiegel noch einmal steigen ließ.

    Zu guter Letzt ging es durch den grünen Channel, und dann war es nicht mehr weit bis zum Niranta Hotel im Terminal 2.

    Jetzt bleiben uns noch rund vier Stunden bis der Wecker wieder klingelt – denn morgen um 9:50 Uhr geht unser Flug mit IndiGo weiter nach Goa.

    Viele Grüße
    Petra

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    Etappe 1: Anreise nach München ✈️

    Für Ende Januar haben wir uns erneut für einen Trip nach Indien entschieden. Im letzten Jahr hat es uns dort so gut gefallen, dass wir unbedingt wieder hinwollten. Da Bahn- und Flugverkehr zu dieser Jahreszeit nicht immer zuverlässig sind, beschlossen wir, bereits am Vortag nach München zu reisen. Normalerweise verbinden wir das mit einem Treffen mit Freunden, doch diesmal bekamen wir erst einen Flug am Nachmittag.

    Frühzeitig fuhren wir mit dem Auto zum Bahnhof, stellten es dort ab und nahmen den Zug nach Hannover. Am Bahnsteig wurden wir schon von unserer Enkeltochter erwartet – sie kam gerade aus einer Uni-Vorlesung. Wir hatten uns am Hauptbahnhof verabredet, um ihr den Autoschlüssel zu übergeben, damit sie mit unserem Wagen wieder nach Hause fahren konnte. Jeder von uns gönnte sich noch ein leckeres Crêpe, dann fuhren wir weiter zum Flughafen und Jenni zurück nach Hause. Während wir unterwegs sind, hütet sie das Haus und kümmert sich liebevoll um unsere Katze Sally.

    Der Flug startete pünktlich in Hannover und landete ebenso pünktlich in München. Wegen der Domotex, einer internationalen Fachmesse für Bodenbeläge und Teppiche, war die Maschine komplett ausgebucht. Wir ließen uns den Rote-Bete-Salat mit Ziegenkäse und ein Gläschen Rotwein schmecken.

    Da wir in München übernachten wollten, hatten wir unsere Koffer nur bis dorthin eingecheckt. Die Wege zur Gepäckausgabe waren lang, wir mussten sogar mit dem Shuttle fahren – aber alles gut machbar. München ist eben eine andere Kategorie als Hannover 😉

    Am Gepäckband 21 sollten unsere Koffer ankommen. Zunächst hieß es, es dauere 16 Minuten. Wir warteten 30. Dann erschien „ongoing“, und wir bekamen eine Nachricht aufs Handy: Ihr Gepäck steht am Gepäckband 21 bereit. Kurz darauf: Ihr Gepäck wird nun ausgeliefert. Nur – es kam nichts. Einige Reisende schimpften, andere liefen nervös umher. Wir kamen mit einem Mann aus Dubai ins Gespräch, der noch drei Stunden Zeit hatte, bevor sein Weiterflug ging. Ich erzählte ihm, dass ich vor 30 Jahren einmal in Dubai war. Er meinte, ich würde die Stadt heute nicht wiedererkennen.

    Irgendwann erschien auf der Anzeige: Hannover – Completed! 😳
    Was??? Kein einziger Koffer aus Hannover war angekommen. Was für ein Ärger. Also machten wir uns auf den Weg zum Schalter bei Gepäckausgabe 8. Unterwegs schaute ich auf jedes Band. Bei Band 15 lud ein Flughafenmitarbeiter gerade viele Koffer auf ein Wägelchen. Ich sah genauer hin – und tatsächlich: Auf dem Band drehten noch einige Koffer ihre Runden.

    Juhu! Unsere beiden Koffer waren dabei. 🎉
    Was für ein Glück – und was für ein Durcheinander am Flughafen. Warum wurden wir nicht informiert? Während Friedrich auf die Koffer aufpasste, lief ich weiter zum Lufthansa-Schalter, um die anderen wartenden Reisenden über die gute Nachricht zu informieren. Man konnte förmlich hören, wie ihnen die Steine vom Herzen fielen. Sie rannten zum Band und erwischten den Mitarbeiter gerade noch, bevor er die Koffer wegfahren wollte, weil sie vermeintlich nicht abgeholt wurden.

    Was für ein Chaos. Wir waren heilfroh, unsere Koffer zu haben, und machten uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Mit dem Bus 635 fuhren wir zwei Stationen (Ticket 2,10 € pro Person) und checkten im Novotel München Airport ein. Knapp zwei Stunden hatte das ganze Hin und Her gedauert.

    Da wir auf dem Flug schon gut versorgt worden waren, blieben wir im Hotel – für weitere Abenteuer hatten wir heute keine Energie mehr.

    Viele Grüße
    Petra

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    So, die Koffer sind endgültig gepackt, die Technik zusammengestellt, alles ist aufgeladen. Nun kann es morgen losgehen.

    Ich habe versucht meinen Rückflug bei IndiGo umzubuchen, aber das ist einfach nicht möglich, obwohl ich für uns einen umbuchbaren Tarif gebucht habe. Nun habe ich die Geduld verloren und belasse es bei dem gebuchten Rückflug. Wir haben zwischen Ankunft in Mumbai und Abflug Lufthansa 5 Stunde Zeit, das sollte eigentlich klappen.

    Für uns ist das Straßenverkehrsamt in Stadthagen zuständig. Man kann einen Termin vereinbaren, muss es aber nicht:

    Zitat

    Es besteht jetzt für alle Kunden der Zulassungs- und Führerscheinstelle die Möglichkeit, online Termine zu vereinbaren!

    Zur Buchung eines Termins wählen Sie bitte über die Schaltfläche "Online-Terminvereinbarung" ihren Wunschstandort aus (Führerscheinstelle nur in Stadthagen).

    Eine telefonische Terminvereinbarung wird nicht angewandt!

    Es ist jedoch auch weiter möglich, ohne zuvor vereinbarten Termin mit Ihrem jeweiligen Anliegen vorzusprechen.

    Quelle: https://www.serviceportal-schaumburg.de/buergerservice…00000704-0.html

    Das heißt,man kann von heute auf morgen den neuen Führerschein beantragen, wie lange die Ausstellung dauert, das weiß ich nicht. Das spielt aber ja keine große Rolle, denn man hat ja die Berechtigung zum Fahren.

    Hallo in die Runde!

    Nachdem ich 2021 meinen ersten Erfahrungsbericht über Komoot geschrieben und den Beitrag nun aktualisiert habe (hier nachlesen), möchte ich ergänzen, wie ich Komoot auf unserer bevorstehenden Indienreise nutzen werde. Wir fliegen in zwei Tagen los, und die eigentlichen Erfahrungen werde ich natürlich erst im Februar sammeln. Trotzdem möchte ich schon jetzt beschreiben, was möglich ist, was nicht – und wie ich mich auf die Reise vorbereite.

    Warum ich mich diesmal besonders vorbereite

    Im letzten Jahr hatte ich in Indien große Schwierigkeiten mit meinem Garmin, da diese Geräte dort offiziell nicht erlaubt sind. Deshalb werde ich diesmal ausschließlich mit dem Smartphone arbeiten und Komoot so gut wie möglich offline nutzen.

    Was ich bereits weiß – und wie ich mich vorbereite

    • Komoot bietet für Indien keine Offline-Karten an
    • Die GPS-Aufzeichnung funktioniert weltweit, also auch in Goa und Mumbai
    • Ich kann geplante Touren oder importierte GPX-Dateien offline speichern
    • Navigation funktioniert, wenn die Tour vorher offline verfügbar gemacht wurde
    • Ich werde ohne Garmin reisen und nur das Smartphone nutzen

    Wie ich Komoot in Indien nutzen werde

    Ich werde meine Touren vorab planen oder GPX-Dateien importieren und diese in der App offline verfügbar machen. Die GPS-Aufzeichnung funktioniert auch ohne Internet, sodass ich meine Wege problemlos tracken kann. Die Kartenansicht wird zwar eingeschränkt sein, aber die Navigation entlang einer gespeicherten Tour sollte funktionieren.

    Was ich nach der Reise ergänzen werde

    Im Februar werde ich diesen Beitrag erweitern und berichten, wie gut die Offline-Nutzung in der Praxis funktioniert hat, ob die GPS-Aufzeichnung stabil lief und wie sich Komoot im Vergleich zu meinen bisherigen Erfahrungen geschlagen hat.

    ➡️ Ein ausführliches Update folgt nach meiner Rückkehr!

    Viele Grüße
    Petra

    🔄 Update 2026: Meine Erfahrungen mit Komoot auf Reisen

    Seit meinem ersten Komoot-Bericht im Jahr 2021 nutze ich die App regelmäßig – nicht nur zu Hause, sondern auch auf Reisen. Besonders spannend wird es nun wieder in Indien, denn dort bietet Komoot keine Offline-Karten an und meinen Garmin darf ich ebenfalls nicht verwenden. So werde ich es diesmal lösen – und nach der Reise berichte ich, wie gut es funktioniert hat.

    ➡️ Komoot in Indien – Aufzeichnen & Navigieren ohne Offline-Karten

    Ich lese immer wieder, dass ihr nur Termine mit Anmeldung bekommt. Wir sind zum Straßenverkehrsamt gefahren , haben eine Nummer gezogen und nach einer Stunde waren wir wieder mit dem Internationalen Führerschein draußen, wobei das Warten auf Ausstellung am längsten gedauert hat. Termine hätte man auch buchen können, aber nicht für denselben oder folgende Tage.

    Es scheint so, dass es in Großstädten schwieriger ist.

    Auch für eine Neuaufstellung eines Passes kann man einfach zur Samtgemeinde fahren. Ein Familienmitglied muss das demnächst wieder machen. Ich muss mich nur noch vorher erkundigen, wie das mit dem Passbild funktioniert.

    Meinen Garmin lasse ich dieses Mal Zuhause. So ein Theater wie im letzten Jahr möchte ich nicht wieder haben. Vielleicht werde ich die gefahrerenen Routen über Komoot laufen lassen, aber damit habe ich mich noch nicht befasst, ob das nur online geht oder auch offline.

    Von Sygic habe ich mir die aktualisierte Karte von Indien heruntergeladen. Für die GOPRO habe ich mir eine neue Befestigung für den Scooter geholt. Ich hoffe, dass das klappt.

    Damit wir auch unterwegs online sein können, habe ich mir schon bei Glocalme einen 3GB für 15 Tage gekauft. Ich denke, in den ersten Tagen brauchen wir das noch nicht, aber wenn wir in den Bergen sind, dann will ich nicht komplett offline sein.

    kiki, ich verstehe deinen Standpunkt, und natürlich bringt die Digitalisierung viele Vorteile. Wer kann, sollte sich damit beschäftigen. Aber bei den heute 80‑Jährigen von „Ignorieren“ oder „Versäumnissen“ zu sprechen, halte ich für schwierig.

    Diese Generation ist in einer völlig anderen Welt groß geworden. Viele hatten weder beruflich noch privat Berührungspunkte mit Computern, und als das Internet kam, waren sie längst im Ruhestand. Da ist es nicht realistisch zu erwarten, dass alle noch einmal komplett neue Technologien lernen – zumal nicht jeder körperlich, geistig oder finanziell die gleichen Voraussetzungen hat.

    Ich sehe das ganz konkret in meinem Umfeld:
    Meine Schwiegermutter ist 94. Sie würde vieles gerne selbst erledigen, aber sie fühlt sich schlicht zu alt, um noch mit Smartphone, Apps oder Online‑Formularen anzufangen. Und meine Schwester ist über 70 und macht bis heute kein Online‑Banking – nicht aus Trotz, sondern aus Unsicherheit. Dadurch hat sie im Alltag tatsächlich Nachteile, aber die Angst vor Fehlern oder Betrug ist bei vielen Älteren sehr real.

    Gerade deshalb finde ich es wichtig, dass Behörden weiterhin analoge Wege anbieten. Digitalisierung darf nicht bedeuten, dass Menschen ab einem gewissen Alter plötzlich außen vor sind. Teilhabe heißt, dass alle mitgenommen werden – auch diejenigen, die nicht digital unterwegs sein können.

    Die heute 80‑Plus‑Generation hat unser Land jahrzehntelang getragen. Da sollte man ihnen nicht vorwerfen, sie hätten „den Fortschritt ignoriert“, sondern ihnen Wege offenhalten, die sie auch nutzen können.

    Ich finde das Thema insgesamt sehr spannend, weil man hier die großen Unterschiede zwischen den Generationen deutlich sieht. Die Babyboomer sind mit ganz anderen Voraussetzungen groß geworden als die Generation X oder die nachfolgenden Jahrgänge, die schon viel früher mit Computern, Internet und später Smartphones in Berührung kamen.

    Für viele Ältere ist das alles nicht „nur ein bisschen unbequem“, sondern eine komplett neue Welt, die sie erst im hohen Alter kennenlernen müssten. Und das ist für manche schlicht zu viel – aus gesundheitlichen Gründen, aus Unsicherheit oder weil ihnen schlicht die Übung fehlt.

    Gerade deshalb ist es wichtig, dass digitale Angebote nicht die einzigen Wege werden. Teilhabe bedeutet, dass alle Generationen mitgenommen werden – auch die, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind.

    Anne2012 danke für deinen Bericht, der trifft es wirklich gut.

    Ich bin 74 und zum Glück recht internetaffin, aber ich sehe genau das gleiche Problem wie du: Viele in unserem Alter – und erst recht über 80 – haben weder Computer noch Drucker oder fühlen sich einfach unsicher damit. Wenn dann Termine und Formulare nur online verfügbar sind, wird es für viele schlicht unmöglich, solche Dinge selbst zu erledigen.

    Gerade in meinem Umfeld merke ich, wie groß die Verunsicherung ist. Die Leute wollen ja am Leben teilhaben und ihre Angelegenheiten selbst regeln. Aber wenn immer mehr Behördenwege ausschließlich digital funktionieren, bleibt ein Teil der älteren Generation zwangsläufig außen vor.

    Deshalb finde ich es gut, dass du das so deutlich ansprichst. Vielleicht führt es ja irgendwann dazu, dass digitale Angebote ergänzen – und nicht ersetzen.

    Viele Grüße
    Petra

    Alle Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, müssen gestaffelt in den neuen EU-Kartenführerschein umgetauscht werden. Spätester Termin für alle ist der 19. Januar 2033.
    Der Umtausch erfolgt ohne Prüfung.

    Offizielle Informationen der Bundesregierung:
    https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuel…mtausch-1842574


    📄 Papierführerscheine (grau/rosa)

    Hier zählt das Geburtsjahr des Fahrerlaubnisinhabers:

    • 👤 Vor 1953 geboren: Umtausch bis 19. Januar 2033 (Sonderregel, unabhängig vom Ausstellungsjahr)
    • 👤 1953–1958: Frist abgelaufen
    • 👤 1959–1964: Frist abgelaufen
    • 👤 1965–1970: Frist abgelaufen
    • 👤 1971 oder später: Frist abgelaufen

    💳 Kartenführerscheine (Scheckkarte)

    Hier zählt das Ausstellungsjahr:

    • 🗓️ 1999–2001: bis 19. Januar 2026
    • 🗓️ 2002–2004: bis 19. Januar 2027
    • 🗓️ 2005–2007: bis 19. Januar 2028
    • 🗓️ 2008: bis 19. Januar 2029
    • 🗓️ 2009: bis 19. Januar 2030
    • 🗓️ 2010: bis 19. Januar 2031
    • 🗓️ 2011: bis 19. Januar 2032
    • 🗓️ 2012–18.01.2013: bis 19. Januar 2033

    🆕 Führerscheine ab dem 19. Januar 2013

    • 📅 Führerscheine, die ab dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, sind nur noch 15 Jahre gültig.
    • 🔄 Danach müssen sie erneuert werden (neues Dokument).
    • ♻️ Die Fahrerlaubnis bleibt weiterhin unbefristet.

    ℹ️ Hinweis

    • Der neue Führerschein ist 15 Jahre gültig.
    • Beim Umtausch oder bei der Erneuerung erfolgt keine theoretische Prüfung.
    • Es erfolgt keine praktische Prüfung.
    • Es erfolgt keine Gesundheitsprüfung.
    • Wer die Frist verpasst, riskiert ein Verwarnungsgeld, aber kein Fahrverbot.

    Unsere Schnitzeljagd durch Lissabon – Abschluss und Ende der Reise

    8 Rätsel hatten wir bereits erfolgreich gelöst, zwei standen noch aus. Irgendwo unterwegs muss uns allerdings ein kleiner Fehler passiert sein, denn eigentlich hätten wir sowohl am Praça de Luís de Camões als auch am Miradouro de Santa Luzia eine Aufgabe lösen müssen. Offenbar haben wir da etwas übersehen.

    Zuerst machten wir uns auf den Weg zum Praça de Luís de Camões. Für uns war das völliges Neuland, denn dort waren wir bisher noch nie. Der Platz liegt zwischen Chiado und Bairro Alto und wirkt wie ein lebendiger Treffpunkt, umgeben von schönen alten Gebäuden. In der Mitte steht die Statue des Dichters Luís de Camões, der in Portugal eine große kulturelle Bedeutung hat. Unser Rätsel dort lösten wir ohne Probleme.

    Danach stand die Entscheidung an: aufgeben oder weitermachen. Natürlich gaben wir nicht auf. Für die letzte Station nahmen wir bequem die Tram.

    Am Miradouro de Santa Luzia, meinem absoluten Lieblingsplatz in Lissabon, kamen wir genau zur Abendstimmung an. Normalerweise genießen wir dort den Blick über den Tejo bei einem Glas Wein, aber diesmal waren wir auf der Suche nach den Azulejos, um das letzte Rätsel zu lösen. Der Blick über den Fluss war wie immer wunderschön, und wir ließen die Atmosphäre kurz auf uns wirken, bevor wir den Rückweg antraten.

    Fürs Abendessen hatten wir die Idee, spontan im Hard Rock Café einzukehren – aber ohne Reservierung keine Chance. Immerhin bekam Jenni einen neuen Pulli, und wir fanden ein anderes Lokal, in dem wir den Tag ausklingen ließen.

    Zurück im Hotel fiel Jenni sofort ins Bett, sie war wohl doch noch nicht ganz fit. Wir packten noch unsere Koffer, denn am nächsten Tag ging es zurück nach Hause.
    Über die kleine Katastrophe auf der Rückreise habe ich ja schon im Kommentar-Thread berichtet.

    Fünf Minuten vor Mitternacht waren wir wieder zu Hause und konnten das neue Jahr begrüßen.

    Viele Grüße
    Petra

    PS: Die Foren-Postkarte haben wir in der ganzen Aufregung vergessen. Karte und Briefmarke sind jetzt mit uns in Deutschland – aber im Sommer sind wir ja wieder in Lissabon, dann hole ich das nach.

    Ende

    Nach unserer Besichtigung legten wir erst einmal eine kleine Kaffeepause ein. Das Wetter war mild und klar, und wie so oft in Lissabon konnte man selbst im Winter wunderbar draußen sitzen. Gut gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zur Kirche Nossa Senhora da Conceição Velha, die mit ihrem prächtigen manuelinischen Portal sofort ins Auge fällt. Dort wartete das nächste Rätsel auf uns – ein bisschen knobeln, ein bisschen rechnen, und wir hatten es gelöst.

    Anschließend ging es wieder treppauf und treppab durch die Gassen, bis wir schließlich den Praça do Comércio erreichten, wo schon die nächste Aufgabe auf uns wartete. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Zusatzaufgaben, die richtig Spaß machten und unsere Schnitzeljagd noch abwechslungsreicher machten.

    Ganz in der Nähe lag die Kathedrale Sé, und wir nutzten die Gelegenheit, uns Tickets für das komplette Programm zu holen. Besonders beeindruckt hat uns die Schatzkammer, in der zahlreiche Exponate aus vielen Jahrhunderten ausgestellt sind. Darunter befinden sich kostbare liturgische Gewänder, kunstvoll gearbeitete Kelche und Reliquiare sowie historische Stücke, die die lange Geschichte der Kathedrale widerspiegeln. Die Sé ist schließlich die älteste Kirche Lissabons, erbaut im 12. Jahrhundert und über 800 Jahre lang Zeugin von Erdbeben, Umbauten und politischen Umbrüchen.

    Von der oberen Etage aus bot sich uns ein fantastischer Blick: Die Brücke des 25. April und die Cristo‑Rei‑Statue ragten aus einer dichten Nebeldecke hervor. Diese Mischung aus Licht, Höhe und Nebel verlieh der ganzen Szene eine fast mystische Stimmung — als würde die Stadt für einen Moment den Atem anhalten.

    Nachdem Jenni sich wirklich jedes Exponat in Ruhe angeschaut hatte, gingen wir weiter in das Innere der Kirche. Dort blieb mein Blick sofort an der wunderschönen Rosette hängen, die hoch oben in der Westfassade sitzt. Das farbige Licht, das durch die Glasflächen fiel, verlieh dem Raum eine stille, feierliche Atmosphäre.

    Unsere Schnitzeljagd durch Lissabon - Tei 2

    Am nächsten Morgen ging es Jenni zum Glück schon etwas besser. Wir ließen den Tag bewusst ruhig beginnen: ein langes, gemütliches Frühstück, eine kleine Spielrunde – und erst gegen Mittag machten wir uns auf zur nächsten Etappe unserer Schnitzeljagd durch Lissabon.

    Der Weg führte uns zum Geburtsort des heiligen Antonius von Padua, dem Schutzpatron der Stadt. Für mich war dieser Ort ein besonderer Moment, denn meine Mutter war oft in Padua und hat den heiligen Antonius sehr verehrt. Erst hier verstand ich den Zusammenhang: Antonius stammt eigentlich aus Lissabon, war auf dem Weg nach Padua und verstarb unterwegs – daher trägt er heute den Namen Antonius von Padua. Und natürlich kennt man ihn auch als den Heiligen, der beim Wiederfinden verlorener Dinge helfen soll.

    Unser Rätsel an dieser Station war knifflig, aber mit ein paar Überlegungen und Ausschlüssen – ganz wie bei „Wer wird Millionär“ – hatten wir die Lösung schließlich gefunden. Danach war Zeit für einen kurzen Blick in die Kirche. Wir zündeten eine Kerze an und genossen die stille Atmosphäre.

    Vor der Kirche steht eine Statue des heiligen Antonius, und wie so oft in Lissabon gibt es auch hier eine kleine Legende. Wer eine Münze wirft und es schafft, sie auf dem Buch zu platzieren, das Antonius in den Händen hält, dessen Wunsch soll in Erfüllung gehen. Ich sah allerdings kaum eine Chance, dieses Ziel zu treffen – das Buch war einfach viel zu hoch.

    Langsam begann es zu dämmern, aber wir wollten unbedingt noch ein weiteres Rätsel lösen. Also suchten wir uns eine Station aus, die in der Nähe lag. Bei dieser Tour gibt es nämlich keine feste Reihenfolge – man kann die zehn Punkte ganz nach Lust und Laune ansteuern.

    So erreichten wir das Memorial Dr. Sousa Martins. Rund um die Statue liegen unzählige kleine Danksagungen, denn dieser Arzt hat sich zu seiner Zeit besonders um die Behandlung der Tuberkulose verdient gemacht. Die Atmosphäre war in der einsetzenden Dunkelheit fast ein wenig mystisch. Unser Rätsel lösten wir schließlich im Schein unserer Taschenlampe – und freuten uns, dass wir auch diese Aufgabe noch erfolgreich abhaken konnten.

    Nun hieß es aber wirklich: ab ins Hotel. Jenni hatte tapfer durchgehalten, doch außer trockenem Brot und Tee hatte sie auf nichts anderes Appetit. Also bestellten wir uns etwas über den Room‑Service, denn wir wollten sie natürlich nicht alleine lassen.

    Trotz allem haben wir das Beste aus dem Tag gemacht – und ja, es hat uns gefallen. Die Schnitzeljagd war eine wunderbare Art, Lissabon einmal ganz anders zu erleben, und selbst mit kleinen Hindernissen blieb es ein schöner, gemeinsamer Tag.

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