Beiträge von Petra

    Ja, Anja & Kiki, am Loch Lomond sind wir 2004 mit den Mopeds gefahren und am Glen Falloch waren wir auch (Robs Badewanne hat man zu dem Wasserfall gesagt.)

    Was den Regen betrifft, das hatte ich damals geschrieben:

    Jedes Jahr fällt hier mehr als 3 Meter Regen, doppelt so viel wie in Balloch am südlichen Ende des Loch Lomonds und fast fünf Mal so viel wie in Edinburgh oder London

    Ich kann mir das saftige GRÜN, so richtig gut vorstellen, habe es ja tagtäglich vor Augen. {a

    Viele Grüße
    Petra ::***

    Danke Angela, ja ich bin immer recht kaputt, aber meist auch am nächsten Tag wieder fit.

    Morgen und übermorgen habe ich zwei angenehme Etappen, das heißt, ich werde nicht ganz so früh aufstehen. :)

    Jetzt werde ich mal schauen, was es für mich zu essen gibt. Ich bin ja hier in einem ganz kleinem Nest: Calzadilla de la Cueza, Wikipedia sagt: 54 Einwohner gab es 2013. Danach werde ich weiter Bericht schreiben.

    Viele Grüße
    Petra

    Um die offenstehenden Fragen zu beantworten, nein natürlich habe ich mich NICHT mit den schmutzigen Klamotten auf den Stuhl gesetzt.

    Claudi , nein ich höre keine Hörspiele oder Musik, irgendwie passt das für mich nicht zu dem Weg. Dann würde ich auch das Gezwitscher der Vögel nicht hören, oder das Rauschen vom Bach etc.

    Ich sinniere so vor mich her, irgendetwas geht mir immer durch den Kopf, vor allem am Etappenende denke ich meist, hoffentlich bin ich da und nein, ich schaue jetzt nicht wieder auf meinen Schrittzähler, ob ich einen weiteren Kilometer geschafft habe. Manchmal denke ich aber auch an gar nichts, oder man unterhält sich mal mit Mitpilgern.

    So einige Zeit verbringe ich ja mit meinen PI-Zahlen, heute habe ich wieder 20 neue gelernt, die müssen natürlich auch erst einmal sitzen.

    Claudi hat mich ja danach gefragt, an was man beim Pilgern so denkt. Eine Frage beschäftigt mich natürlich, wir haben zur Zeit Wolken und mehr grauen Himmel. Warum liebe ich die farbige Welt so? Für mich gibt es nichts Schöneres als schillernde Farben.

    Heute ist es hier auch nicht zu heiß.

    Und was die Hopfenplörre betrifft. Ich liebe nach wie vor Kölsch...

    Lasst es euch in Schottland gut gehen und ich wünsche euch noch viele kühle Tage zum Genießen und für Kiki immer schön bedeckten Himmel.

    Nun erreiche ich Poblácion de Campos.Untergebracht bin ich im Amanecer en Campos, Fuente Nueva, 5, Población de Campos. Ich werde mit einem Orangensaft begrüßt, checke ein und bekomme auf Nachfrage ein großes Bier. Das habe ich mir aber verdient.

    Das Zimmer ist chic, alles in weiß und ich mit meinen schmuddeligen Sachen von der Straße...

    Am Abend gibt es um 19 Uhr ein Pilgermenü, ich verpasse den Termin, aber es klopft an der Türe und ich werde daran erinnert!

    Es gibt einen leckeren Salat, eine schmackhafte Linsensuppe, eine Nachspeise, dazu Wein und hinterher noch einen großen typischen Schnaps, den Namen habe ich nicht verstanden, aber er hat super geschmeckt.

    Die beiden jungen Koreanerinnen haben nur genippt, da war dann doch zu viel Alkohol drinnen. Ansonsten waren zu neunt. Meine Sitznachbarin war Französin und sprach auch nur französisch, so musste ich mal wieder in der anderen Hirnhälfte kramen, aber wir haben uns unterhalten können.

    Das war´s von gestern.

    Viele Grüße
    Petra

    Nun habe ich "nur" noch dreieinhalb Kilometer zu laufen. Es reicht mir auch. Es sind wieder über 30 Grad, das ist dann schon ganz schön warm. Da komme sogar ich ins Schwitzen. ;)

    Ich ziehe mir immer wieder zwischendurch die Schuhe und Strümpfe aus. Ich habe Angst vor Blasen, aber... bisher ist alles gut gegangen, toi, toi, toi.

    Mittlerweile kenne ich so einige, die auch unterwegs sind, das ist dann immer nett, wenn man mal einen kleinen Plausch hält.

    In meinem Outdoorführer heißt es, dass es nun auf die Pilgerautobahn geht. Es ist ein Weg der neben der Straße geht, stimmt, er ist nicht ganz so attraktiv. Es wird auh ein Umweg vorgeschlagen, aber ich will jetzt mein Ziel für heute erreichen!

    Die Autobahn habe ich nur überquert und auf dem letzten Bild sieht man einen Teil der Bewässerungsleitungen.

    Kurz hinter Boadilla kommt eine sehr schöne Strecke am Kanal von Kastilien entlang. Da gibt es auch schon mal Bäume.

    Der Kanal wurde Ende des 18. Jahrhunderts gebaut und gilt als eine Meisterleistung seiner Art. Er wurde zum Getreidetransport genutzt. Heute jedoch nicht mehr, er dient jetzt zur Bewässerung der Felder.

    Es war Samstag als ich diesen Weg ging und es fand ein Fahrradevent statt. Da kamen gefühlte Hunderte von Fahrradfahrern vorbei, aber sie nahmen Rücksicht.

    Wie man auf der Karte schon sehen kann, gibt es nur wenige Dörfer unterwegs. Das heißt für mich, ich richte mich mit dem Tagesbeginn nach dem Frühstücksangebot. Hier in diesem Hostel gab es ab 7 Uhr Frühstück: Brot, Butter, Marmelade, Kaffee con leche und einen frisch gepressten Orangensaft.

    Danach marschiere ich los. Wie immer ist es morgens noch recht kühl, so dass ich mich warm einpacke.

    Der Weg ist recht flach und nur mit einer sehr leichtung Steigung versehen. Ich befinde mich jetzt in der Tierra de Campos. Das heißt übersetzt Land der Felder und diese gibt es auch hier zur Genüge.

    Mittlerweile bin ich nun bei 200 Stellen hinter dem Komma angekommen.

    Dank dem genialen Hinweis von angelika habe ich diese auch rückwärts geübt. :^^ (mit Erfolg versteht sich ;) )

    Wenn ich auf dem Jakobsweg laufe, dass sage ich einige Male die Zahlen auf. Manchmal bleibe ich stehen, weil ich überlegen muss. Dann fragen die mich überholenden Pilger immer: you are ok? und schauen ganz besorgt.

    Ich kann denen ja nicht erzählen, dass ich Zahlen lerne und nachdenken muss.

    Morgen kommen die nächsten dran.

    Irgendwie ist schon ganz schön verrückt. Aber es macht Spaß!

    Viele Grüße von Carrion de los Condes

    Petra

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