Ab Brela folgte ein schmaler Küstenstreifen mit steilen Felshängen und ein Küstenort reihte sich an den anderen.
In den größeren Küstenorten wie Makarska versuchten viele Polizisten den Verkehr zu regeln, mehr oder weniger erfolgreich. :tt+
Wir fuhren durch Tucepi, Podgora und Igrane. An jeder möglichen und unmöglichen Stelle standen Frauen, Männer oder junge Mädchen mit Pappschildern: Apartman (= Zimmer zu vermieten) manche hatte den Zusatz WIFI oder cheap...
Hier wird übrigens auch noch viel getrampt, so sieht man an anderen Stellen Touristen mit Pappschildern, worauf die Orte stehen, wo sie gerne hinwollen.
Was uns noch aufgefallen ist, an den Tankstellen stehen junge Mädels in kurzen knackigen Höschen und säubern die Windschutzscheiben der Autos, die hier tanken.
Wir waren noch ungefähr 10 Kilometer von Drvenik entfernt, als wir weit unten im Meer die Fähre sahen, auf die wir eigentlich rauf wollten. Es war gerade 10 nach zwölf. Vor lauter Schreck verfuhren wir uns und verpassten die Abfahrt zum Fähranleger.
Egal, wir hatten ja nun Zeit. Eigentlich Mist, denn so kam unser gesamte Zeitplan durcheinander.
Als wir dann am Fähranleger ankamen, bekamen wir einen großen Schrecken. Es standen zahlreiche Autos, die auch warteten. 
Wir haben ja mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass so viele rüber nach Hvar wollen. Haben die etwa alle dieselbe Idee?
Wir stellten die Motorräder ab und Friedrich erkundigte sich nach der neuen Fährzeit und kaufte die Tickets.
Na, das Glück ist uns hold, die nächste Fähre geht schon um 13 Uhr und das Ticket kostete 16 HRK pro Person und 30 HRK pro Motorrad, also rund 12 Euro für uns alles in allem. Die Fahrtzeit sollte 35 Minuten betragen.
Nun war nur noch das Problem, wie stellen wir es an, dass wir auch auf die Fähre kommen. Mit Vordrängeln haben wir es nicht so. Daher ging ich einfach mal an die Schranke und fragte, ob Motorradfahrer noch rein dürfen. Und wir hatten Glück, sie ließen uns rein. Wir sollten uns durchschlängeln und vor die Autos stellen. Das haben wir dann auch gemacht.
Da habe ich mich vertan, denn das war an der Split-Fähre. Hier habe ich nur gefragt, ob Motorradfahrer "in line" warten müssen, oder ob wir vorfahren dürfen und wir durften vorfahren. 
Es war gerade 12:30 h und eine dicke dunkle Wolke hing über uns. Es war die erste, die doch tatsächlich ihre Regentropfen zu uns schickte. Schnell habe ich die Regenjacke rausgeholt, die Kamera abgebaut und nach 10 Minuten hörte es auch schon wieder auf.
Wir sahen die Fähre kommen und nach dem Ausladen durften wir als erstes drauf. 