Das Aufstehen fällt schwer, aber es ist mächtig was los an Bord, allgemeine Vorbereitung zum Verlassen des Schiffes.
Das Personal hat schon Stunden gearbeitet, Biergarnituren sind aufgestellt, ein Badeplatz geschaffen, die bewaffneten Wächter stehen auf ihren Posten und rote Fahnen markieren das Gebiet, in dem wir uns frei bewegen dürfen.
Aber zuerst werden alle zusammen mit dem Nordpolschild fotografiert, dann umrunden - nach einer weiteren prägnanten Rede des Expeditionsleiters - alle gemeinsam mit den Händen auf den Schultern des Vordermannes in einer Minute die Erde.
Strahlende Gesichter und strahlender Sonnenschein!
Die ersten Mutigen bewegen sich zum Natur-Pool, Wassertemperatur minus 1,5 Grad. Gut, dass alle an einem Seil festgebunden werden, die Eifrigen, die schnell kraulend bis zum Schiff geschwommen sind, mussten fast zurückgezogen werden.
Ein Wodka hat die Lebensgeister wieder erweckt.
Zu zweit umlaufen wir das Schiff am Rande der Fahnen, gigantisch, wie dieser Riese, umgeben von Eis-Eis-Eis-Eis, vor uns steht. 
Und die Ballonfahrt hat Spaß gemacht, nochmal eine andere Perspektive um zu sehen, was sich die Leute so haben einfallen lassen für diesen Tag.
(Sobald ich in der Lage bin, stelle ich die GoPro Videos ein.)
Mit Laptops sich vor dem Schild fotografieren lassen, das Schmusetier am Pol, ein Maler, der seine Staffelei mitgebracht und das Schiff hier gezeichnet hat, Chinesen, die sich wälzen.....
Ach ja, nicht zu vergessen ein Schotte, der seine Golfschläger mitgenommen hat, um sich beim Abschlag fotografieren zu lassen und ein Mann, der in Boxershorts seine Yoga-Übungen machte.
Mein Mann hat sich winkend auf den Anker gestellt und ich habe mit einem oberschenkeldicken Tau das Schiff gezogen, den Schlitten, mit dem das Personal das Essen gebracht hat, haben wir für eine kurze Fahrt entführt.
Also wie die kleinen Kinder, schöööön, dass das noch geht 
Und dann gabs das BBQ, heißer Whisky vorab, Bratwürste, Rippchen, Maiskolben, gegrillter Lachs, Hähnchen etc. etc.
Inzwischen sind wir auch mit der Crew verbrüdert und die Stimmung ist einfach klasse! 
Schade - um 16 Uhr hieß es: Alle an Bord, nun geht es zurück.
