Heute geht es früh zum Frühstück, denn wir haben um 10 Uhr Massage. Jan hat wieder den gleichen Masseur, ich die dritte. Sie sieht recht jung aus und erwies sich dann leider auch als Anfängerin. Irgendwie fehlte ihr das Richtige Gefühl und ich hatte teilweise das Gefühl unter einen LKW zu geraten. Sie hatte auch definitiv zu wenig Öl, wie ich später feststellte. Jan meinte, er hätte mitbekommen, dass sein Masseur ihr immer Anweisungen gegeben hat. Am Ende sollen wir immer sagen, wie es war - bei den beiden ersten Malen war es einfach Spitze, heute habe ich normal, also MItte angegeben. Und es dann auch erklärtz. Daraufhin bekam ich 15 MInuten kostenlos dazu von einer, die mich vorher massiert hatte. Da bemerkte ich das mit dem Öl - und die 15 Minuten waren wieder Spitze.
Danach ging es an den Strand.
Heute weht ein sehr kräftiger südöstlicher WInd. Auf dem Foto seht ihr, dass es unter den Schirmen immer WIndschutzmatten gibt. Und die kann man praktischerweise so stellen, wie es einem genehm ist. Wir sind heute ja spät am Strand und die vorderen Sitze waren alle belegt. Am Anfang fanden es wir in der MIttagssonne mit dem WInd sehr angenehm.
Ich habe meine Nele Neuhaus Krimi heute geschafft. Irgendwann wurden LIegen näher an der Strandbar frei und wir sind umgezogen. Der Wind war noch kräftiger geworden und wir haben dann auch den Schutz so gestellt, dass wir geschützt lagen
Dann trauen wir uns in Wasser. Ich habe meinen einfachen Schnorchel wieder und das Band der Brille geklemmt - die normale Vorrichtung war zuhause nicht mehr auffindbar und gestern ging es sehr gut mit dieser Methode. Wir sind heute das Hausriff links herum, wo wir die Schildkröte gesehen hatte. Je weiter wir am RIff entlang schwimmen, um so stärker werden die Wellen, die heute auf das RIff rauflaufen. DIe Sicht ist schlecht. Ich meine 1 m, Jan meint 1,50. Fotografieren hätte heute nichts gebracht. Neben dem Riff kann man vom aufgewühlten Sand so gut wie nichts sehen. Wir sind ein ganzes Stück das RIff entlang und ich entdecke dann eine Schildkröte weiter unten am Riff. Sie ist kleiner als die Erste, die wir gesehen haben. Und leider bleibt sie auch in ihrer Position. Ich schwimme dann noch ein Stück weiter, in der Hoffnung noch eine zu sehen, aber die Sicht wird immer schlechter. Dann schaue ich nach Jan, sehe ihn aber nicht mehr und kehre auch um. Außer mir gibt es keinen weiteren Schwimmer. Oh Mann, dass ist jetzt der Hammer. Die Wellen sind noch höher geworden. Haben kleine Schaumkronen. Immer wieder läuft mir jetzt auch Wasser in den Schnorchel. Schlimmer ist aber, dass ich gegen die Sonne und gegen die Strömung schimme, und das RIff bzw. den Verlauf des Riffs kaum erkennen kann, wenn ich oberhalb des Wassers schwimme. Unter Wasser läuft mir wiederum durch die hohen Wellen der Schnorchel schnell voll. Ohne Schnorchel geht mir die Puste aus, da ich viel Kraft brauche gegen die Strömung voranzukommen. Es ist extrem unangenehm. Ich bin eine gute Schwimmerin, aber es gibt einen Moment, wo ich denke, ich komme nicht mehr zurück. Dann läuft massiv auch noch Wasser in den Schnorchel und in die kleine Brille - ich reisse diese ab um etwas sehen zu können und vergesse, dass ich den Schnorchel ungesichert nur unter das Gummi geklemmt hatte. Der Schnorchel verschwindet dann in den Tiefen - egal. Hauptsache ich komme zurück. Immer wieder drücken mich die Wellen auf das Riff und mehrfach kann ich mich im letzten Moment abstoßen. Ich bin jetzt auf der Höhe des Turms, in dem ein Beobachter sitzt, und will diesem schon verständlich machen, dass ich in Schwierigkeiten bin -so etwas hatte ich bisher zum Glück nicht erlebt. Ich winke mit den Armen, aber der reagiert überhaupt nicht. Na gut,dann also weiter. Ich nähere mich der Bucht vor dem Strand und sehe jemanden dort schwimmen sowie eine Boje. Der Jemand war Jan, wie sich dann herausstellte. Er hatte die gleichen Schwierigkeiten, war mehrfach auf das Riff geschoben worden und hat Schrammen am Bauch und den Beinen...Immernoch kann ich nicht erkennen, wo das RIff beginnt und drohe mehrfach auf das Riff aufzuschlagen, kann mich aber stets rechtzeitg abstoßen. Irgendwann habe ich es geschafft und bekomme Boden unter den Füßen - Uff, das war echt krass.
Wir sind beide hinterher platt.
Der Rest des Tages verläuft ruhiger - Lesen, Kaffeetrinken, ein BIerchen für Jan
Okke schickt mir noch ein BIld von seiner Reise - so soll es aussehen, wenn man die Schildkröten vom Steg aus beobachtet, wie sie Luft schnappen - Also das haben wir selber bisher nur beim Schnauchelgang gesehen, als wir die ersten Schildkröte sahen - daher also ersatzweise ein Foto von Okke vom letzten Jahr
Der Tag geht dem Ende zu
Heute sind Wolken am Himmel und entsprechend der Sonnenuntergang