Hier ein paar weitere kleine Ortseindrücke
Beiträge von Heike
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Am Hafen steht ein Tor aus zwei Walknochen und ein Gedenkschein für jemanden, der 1986 zur Meerjungfrau nach Kopenhagen gerudert ist, um die Meerjungfrau zu küssen...
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Die Fähre fährt sofort wieder zurück.
Wir entdecken einen Sportplatz. Im Tor liegt ein Ball und Jan und Okke kommen nicht umhin - den müssen sie jetzt mal reinschießen.
Tor für Deutschland!
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Während die Fähre festmacht schießen wir schnell noch ein paar Fotos von oben
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Der Ort ist sehr überschauber. Die meisten interessanen Stellen wie Leuchtturm oder die größte Kolonie von Sturmschwalben der Welt sind nur per ca. zwei Stunden langer Wanderung erreichbar - das ist nichts für uns und dafür reicht die Zeit heute hier nicht. Tatsächlich kann man übrigens locker auch 14 Tage auf den Färöern verbringen, will man alles sehen
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Schnell liegt Nomosy vor uns - und in der Sonne!
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Wir fahren an unserem Hotel vorbei (Bild 1). Ich habe keine Ahnung wie die Temperatur ist, aber kalt ist mir nicht. Mit Pullover und regenfester Jacke sind wir gut gerüstet
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Für die Färinger ist dies Lebensunterhalt. Sie verwerten alles von den Walen und sind der Meinung, dass es hier davon noch reichlich gibt, so dass die paar (wie gesagt 296 im Jahr 2016) nichts ausmachen... Und Kiki, nein, hier war niemand der protestiert hat. Dass wir das nun gerade her miterlebt haben, war reiner Zufall.
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Die Nahaufnahme erspare ich Euch... es ist wirklich gruselig
Ich zähle mindestens 17 Wale... und auf dem Rückweg entdecken wir, dass es dahinter einen weiteren Bereich mit mindestens ebensovielen toten Walen gibt... ich denke mal es waren um die 40...
Auch das gehört zu den Farör.
Wir kommen auch an der Bucht vorbei, wo das Furchtbare geschehen ist. Man sieht die Spuren. -
Jetzt sehe ich, dass auf dem ganzen Kai tote Wale aufgereiht sind
Es gibt ürbigens 23 für den Walfang zugelassene Buchten....Letzte Jahr wurde bis November 296 Tiere erledigt.
Die Fähre fährt nun los
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Nach einer Mittagspause haben wir für den Nachmittag eine Fährfahrt geplant. Die Kosten für Fähren, bis auf eine, sind nämlich mit im Preis unserer Busfahrkarte enthalten, und die müssen wir ja nun abarbeiten.
Vom Hauptort fahren zwei Fähren - eine 2 Stunden, eine 20 Minuten. DIe kürzer fährt nach Nolsoy. Die Insel können wir von unserem Fenster aus sehen. Die Fähre geht um 16.20 Uhr los und wir können eine um 18.25 Uhr zurück nehmen
Unsere Fähre liegt schon bereit als wir am Fährhafen ankommen
Wir können gleich einsteigen.
Wir suchen uns einen Platz oben draußen und schauen in alle Richtung. Auf der Spitze der Halbinsel Tinganes steht eine große Gruppe von Leuten und schaut in Richtung Kaimauer auf der einen Seite des Westhafens. Wir haben kein Fernglas mit und zunächst fällt uns gar nichts auf... aber dann ruft Okke plötzlich: Da hängen Wale am Haken eines Krans!
Ich bin doch etwas geschockt.... schon werden die nächsten hochgeholt -
Das ist jetzt wirklich gruselig. Die Tiere werden in eine Bucht neben dem Hafen getrieben, die wir zum Glück nicht sehen können.... Auch das gehört zu den Färöer... wie die Geschichte weitergeht, berichte ich morgen. Sonst kann ich heute nacht nicht schlafen
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Zufällig schaue ich aus dem Fenster und entdecke eine Unmenge von kleinen Booten, die sich Richtung Hafen nähern. Erst verstehen wir die Bedeutung nicht, dann sehen wir die Wale ( auf Bild drei kann man welche sehen... vielleicht hat Okke noch ein besseres Bild), Es sind Grindwale.
Bei Wikepedia findet man diesen Artikel:
"Es ist stets Zufall, wenn eine Grindwalschule bei den Färöern gesichtet wird. Der entsprechende Skipper meldet dann die Sichtung. Die Behörden entscheiden im Anschluss darüber, ob See und Wetter einen Grindwalfang erlauben. Meist passiert das im Sommer, wenn die Bedingungen hierfür günstig sind. Dann wurde früher eine entsprechende Nachricht im nationalen Rundfunk durchgegeben. Die Mobiltelefonie ersetzt die Radio-Botschaft. Angestellte erhalten in der Regel frei, und es wird versucht, möglichst viele Boote des entsprechenden Ortes ins Wasser zu bringen. Es gibt auch Berichte davon, dass sogar Gottesdienste unterbrochen wurden, falls eine Grindwalsichtung just zu dieser Zeit passierte. Durch den Einsatz von Motorbooten ist es heutzutage einfacher, die Tiere einzukreisen und zu treiben; eine Grindwalschule kann leicht entkommen, wenn es nicht genügend Boote gibt, die sie zusammentreiben und in eine geeignete Bucht drängen, wo das Töten der Wale erlaubt ist.Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Newsweek zufolge hat seit Mai 2015 derjenige mit umgerechnet rund 3.000 Euro Strafe – im Wiederholungsfall bis zu zwei Jahren Haft – zu rechnen, der es versäumt, die Sichtung einer Grindwalschule den zuständigen Behörden anzuzeigen." Zitat von hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Grindadr%C3%A1p
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Der Rest des Zentraums lohnt kein Foto. Wir suchen etwas Warmes was auch glutenfrei ist - aber das wird schwierig. Etliche kleine Restaurans sind noch geschlossen oder eben nicht glutenfrei. Also entscheiden wir uns im Supermarkt Käse und Salami zu kaufen, und Jogurt und Brot für Jan und mich. Okke düst schon mal ins Hotel, während wir einkaufne. Jan ist vor Hunger schon richtig geschrumpft.
Dann finden wir einen Imbiss, wo es ein halbes Hühnchen mit Pommes für Okke und für uns einen Polser gibt. Während ich auf das Essen warte, mein ein Mann zu mir, man habe heute einen Wal gefangen - jedenfalls habe ich das so verstanden - und der käme in den Hafen. Wann genau wisse man nicht, vielleicht in einer Stunde.... da ahnte ich noch nicht was kommt!
Man kann hier mit dänischen Kronen bezahlen, bekommt aber ggf. Färöer-Kronen zurück, und mit denen kann man dann nicht mehr soviel anfangen... Die Münzen sind ürigens immer dänische Kronen. Wieder zurück im Hotel sortiere ich daher die dänischen Scheine und die von hier auseinander - die hiesigen sind hübsch. Auf der einen Seite Zeichnungen, auf der anderen Tiere -
Wir wollen zur der Kirche, deren Turm man vom Hafen aus gesehen hat - zuvor durchqueren wir einen Garten mit einem schönen Grashaus
In dem Haus ist u.a. eine Buchhandlung, in der die ersten Postkarten erstanden werden. Und davor mache ich ein kleines Sit-in...
Leider kann man sich die Kirche nicht von innen anschauen - es wird eine Beerdigung vorbereitet und der Sarg steht schon drin, wie ich durch ein Fenster sehen kann -
Hier die letzten Bilder vom Hafen
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Am Ende des Hafenbeckens steht eine Fischersfrau - ein schönes Fotomotiv
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Wir laufen am Hafenbecken entlang. Ich bin überrascht wie viele kleine Holzbote es gibt. Mir gefallen die kräftigen Farben
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Wir kommen am deutschen Konsulat vorbei - es gibt einen Honorarkonsul und im Haus ist eine Anwaltspraxis, Hanssen etc.. Scherzhaft meine ich, der Rechtsanwalt Hanssen ist bestimmt der Konsul - stimmt.
Ein Stück weiter werden Fische und getrocknetes Fleisch angeboten - und Rhabarber, der wächst hier nämlich in rauhen Mängen und ist frei von Oxalsäure -
Diese Gebiet ist wirklich interessant, leider nur viel zu klein
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