Beiträge von Heike

    Ich dachte immer, Menschen mit Unterfunktion der Schilddrüse würden eher zunehmen, also in einem größeren Maße, als man das ohnehin mit zunehmendem Alter zu. Aber das trifft auf Dich, Petra ja nicht zu, Du bist ja sehr schlank...
    Aber das scheint dann ja ein Irrtum zu sein.
    Sehr interessant - ich wusste auch nicht, dass Soja die Aufnahme von Jod blockert. Aber in Asien wird doch sehr viel Soja gegessen und ich habe noch nie gehört, dass die Menschen dort unter Jodmangel leisten. Nachvollziehen könnte ich einen solchen allerdings aufgrund Deiner Nahrungseinschränkungen -es sind ja gerade die Nahrungsmittel, die Nici nennt, die Du nicht ißt. Auf jeden Fall interessant mehr darüber zu erfahren

    Dann weißt Du ja wie wir uns gefühlt haben und wie erleichert wir waren, dass es nur Zöliakie war.
    Angela, ich lebe ja nun seit 26 Jahren mit einem Familienmitglied, der das hat. Und der sich übrigens super an die Diät hält und trotzdem z.B reist. Aktuell habe ich gerade eine Mandantin deren Tochter eine Glutensensititvität hat und auch zumindest eine zeitlang glutenfrei leben muss - da schreibe ich gerade gegenüber dem Gericht /es geht um nachehelichen Unterhalt/ einiges zu diesem Thema
    Maxi, wir kennen in der Zwischenzeit ganz schön viele Menschen mit Zöliakie oder auch Weizenunverträglichkeit oder Glutensensititvität, was unterschiedliche Sachen sind.
    Und dann kenne ich ganz viele Menschen die jemanden kennen der Zöliakie hat.

    Übrigens: glutenfreie (Diät)Produkte sind mit einer durchgestrichenen Ähre versehen als deutliches Zeichen für Glutenfreiheit

    Mehl ohne Klebeeiweiß braucht mehr Flüssigkeit!. Ich habe am Anfang sehr große Schwierigkeiten gehabt, mit dem Mehl klarzukommen und auch jetzt passiert es mir immer noch hin und wieder, dass mir etwas nicht gelingt, weil das Mehl ganz anders zu verarbeiten ist als gewohntes. Es hat die Konsistenz von Stärke. Der Teig wird übrigens besser mit Mineralwasser mit Sprudel

    Beate, ich habe mal diesen Bereich neu gemacht, um sich auszutauschen - deshalb antworte ich hier auf Deine Frage unter nützliche Links zum Thema matschige Brötchen.
    Ich würde mal vermuten, dass sie Milchbrötchen vorgesetzt bekommt, oder die Brötchen nicht ausreichend lange aufgebacken worden sind. Milchbrötchen von Bon Matin /Schär z.B. sind eben weich.
    Ansonsten sind die Brötchen nicht matschig, es sei denn, sie waren gefroren und wurden einfach nur aufgetaut. Alle Brötchen die fertig abgepackt sind müssen aufgebacken werden und schmecken dann auch wie gewohnte Brötchen!
    Die AUfbackdauer ist unterschiedlich, aber immer auf den Packungen angegeben.
    Von Schär gibt es Chiabatta in weiß und körnig, die sind ok! oder die Baguettbrötchen ebenso. Momentan habe ich bei Kaufland Körnerbrötchen und Sonnenblumenbrötchen von Terra Nova entdeckt - 5 Minuten AUfbackzeit und knackig

    Als wir die Diagnose Zöliakie für unser Kind bekamen, waren wir froh - denn es stand noch ein Alternativverdacht im Raum und das war Mucovizszidose - eine sehr schwere Atemwegserkrankung mit geringer Lebensdauer.
    Also "nur" Zöliakie" - und einfach nur etwas weglassen.... Roggen, Gerste, Weizen und Hafer.
    Dann kam aber die Erkenntnis, dass das vier Sachen sind, die reichtlich vorkommen: Brot, Kekse, Nudeln, Kuchen, Pizza -ok, das gibt es alles auch glutenfrei - und italienische Restaurants wurden nunmehr gemieden.
    Doch dann kam das dicke Ende: Gluten ist überall
    Es klebt die Paprika auf die Kartoffelchips, es steckt als Bindemittel in Fertigsoßen- und suppen, in Gewürzen und eigentlich überall....Deshalb der Hinweis auf die DZG und die Positivliste.

    Aber es bedeutet auch im Haushalt eine Umstellung.
    Mit der richtigen, d.h. glutenfreien Nahrungsmittelauswahl allein ist es nicht getan.
    Wichtig ist, dass man die Verunreinigungen durch die glutenhaltigen Produkte der Familienmitglieder vermeidet. Keine Brotkrümel in der Butter, nicht das glutenfreie Brot auf dem Brett schneiden, wo zuvor glutenhaltiges Brot geschnitten wurde, bei extrem empfindlichen Menschen braucht es auch zwei Toaster -
    Man sollte auch nicht glutenfreies Getreide in Mühlen von Reformhäusern oder Bioläden mahlen lassen, da in diesen auch das glutenhaltige Getreide verarbeitet wird. Gleiches gilt natürlich auch für die eigene Getreidemühle -

    Buchweizen ist übrigens glutenfrei, denn es gehört im Gegensatz zu den Getreiden nicht zu den Gräsern, sondern zur Familie der Knöterichgewächse.


    Die Zöliakiegesellschaft empfiehlt,Arbeitsgeräte aus Holz und Kunststoff (Schneidebretter, Wellhölzer, Kochlöffel, Backpinsel u.ä.) jeweils nur für die glutenfreie Zubereitung zu verwenden, da die Reinigung schwierig sei und Gluten sich leicht in Ritzen und Fugen festsetze. Aber das tue ich nicht. Und da mein Sohn bei den jährlichen Antikörperkontrollen immer Werte eines Nichtbetroffenen aufweist, scheint das auch kein Problem zu sein. Sollte man aber weiterhin Probleme trotz Einhaltung der Diät haben, ist dies ein Bereich, wo vielleicht etwas schief gehen kann und ein sehr empfindlich reagierender Betroffener dann eben wirklich ein Problem hat.

    Gleiches empfiehlt die DZG auch für Brot- und Kuchenbackformen, Backbleche und Einsätze für den Backautomaten. Backblechen und Backformen. Ich benutzt auch diese sachen für alles. Allerdings backe ich mittlerweile überwiegend für uns alle glutenfrei.

    Glutenfreie Zutaten wie Mehle und Backzutaten (Backpulver, Hefe, Sesam, Mohn etc.) immer gut verpackt (z.B. in Plastikbehältern, Dosen, Gläsern mit Schraubverschluß) getrennt von glutenhaltigen Lebensmitteln aufbewahren. Ich habe alle glutenfreien sachen in einer Extraschublade in der Küche.


    Beim Frittieren von Kartoffelprodukten, Gebäck, Obst, Gemüse etc. ist darauf zu achten, dass die glutenfreien Lebensmittel nicht im gleichen Frittierfett wie glutenhaltige Lebensmittel ausgebacken werden!


    Zum Aufschneiden der glutenfreien Backwaren jeweils saubere Messer, Kuchenheber benutzen. Man sollte auch ein Extra-Brotkorb anschaffen.


    Wenn man keinen zeiten Toaster hat, kann man alternativ auch einen sogenanntes “Toasta-Bag” verwenden. Dabei handelt es sich um eine wieder verwendbare Folientasche, in der Toastbrot ohne Kontaminationsrisiko zubereitet werden kann. ( so ein Ding muss ich auch mal anschaffen)

    Man sollte auch nicht in der selben Pfanne glutenfreies und glutenhaltiges Bratgut braten– oder zuerst das glutenfreie Bratgut braten und dann warmstellen bevor etwas Glutenhaltiges in die Pfanne gelegt wird.

    Ja Beate, das scheint sie schon länger zu haben.

    Mittlerweile wird eine große Menge an glutenfreien Produkten angeboten. Als mein Sohn begann glutenfrei zu leben, gab es nur Produkte in Deutschland im Reformhaus und die Auswahl war mager. Man konnte bei der Hammer Mühle und bei der Fa Poensgen glutenfreies bestellen. Und das war es dann.

    Heute gibt es mehr Anbieter, und man bekommt nicht mehr nur im Reformhaus glutenfreies, sondern - vor allem kostengünstiger, z.B. bei Famila, Real, teils bei Edeka, Lidl hat glutenfreie Nudeln, DM (die Drogeriemarktkette) und Budnikowski haben auch glutenfreies.
    Momentan kaufe ich die Schärprodukte, die ich recht gelungen finde, bei DM, da sie dort am günstigsten sind. Es lohnt sich also ein Preisvergleich bei den verschiedenen Anbietern.
    Insgesamt sind die Produkte deutlich teuer als glutenhaltige Produkte.

    Die Diagnose Zöliakie berechtigt zu einem Antrag auf Feststellung einer Schwerbehinderung bei den zuständigen Versorgungsämtern. Bei Zöliakie wird bei Erwachsenen ein Grad der Behinderung von 20 festgestellt, bei Kindern kann es auch mehr sein. Damit kann man nicht viel anfangen.... erst wenn weitere gesundheitliche Einschränkungen hinzukommen, wie z.B. Diabetes, scheint es sinnvoll das wirklich zu beantragen. ab einer GdB von 30 erhält man Steuererleichterungen.

    Immer wieder wurde darum gekämpft, durch Einzelkämpfer oder auch mit Unterstützung der Zöliakiegesellschaft, dass die Krankenkasse Zuschüsse für die Erkrankung gibt. Bisher ohne Erfolg. Die Krankenkasse ist nicht zuständig, da es sich hier um Lebensmittel handelt, wenn auch Besondere....Allerdings kommt es immer mal wieder vor, dass ausnahmsweise, z.B.im ersten Jahr der Ernährungsumstellung, von einigen Kassen doch ein Zuschuss gezahlt wird. Man sollte daher auf jeden Fall bei der eigenen Krankenkasse nachfragen!

    Wenn bei jemanden die Diagnose Zöliakie gestellt wurde, ist der erste Weg zur DZG:
    Deutsche Zöliakiegesellschaft: http://dzg-online.de/

    Der Beitrag im Jahr lohzne sich in vieler Hinsicht.
    Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt ab 01.01.2013 45 € pro Kalenderjahr.
    Bei Neueintritt wird eine einmalige Verwaltungspauschale von 15 € erhoben.
    Für Familienmitglieder, die auch Mitglied in der DZG sind, wird eine Pauschale von 3 € pro Kalenderjahr erhoben.

    Einmal im Jahr, immer Ende Dezember, erhält man von der Zöliakiegesschaft eine Positivliste für Lebensmittel, Arzneimittel und zahlreiche andere Informationen. In der Positivliste sind "normale" auf Glutenfreiheit getestete Lebensmittel aufgeführt. Beim Einkauf kann man dann nachschauen ob ein Lebensmittel glutenfrei ist. Angesichts des Umstandes, dass mittlerweile viele Firmen rein vorsorglich schreiben "kann Spuren von Gluten enthalten", ist das sehr hilfreich.Beispiel: Bei Milkaschokolade steht z.B. so ein Hinweis, und dies bedeutet, man sollte es nicht kaufen - aber in der Positivliste sind viele Artikel von Milka als glutenfrei - trotz des Hinweise- gelistet, und man kann sie dann doch kaufen. Die AUfstellung über die getesteten Lebensmittel hat mittlerweile 688 Seiten!. Ich glaube, als wir vor 25 Jahren getreten war, war die Listen nur 1/3 so dick.

    Dann gibt es alls 1/4 Jahre immer eine Ergänzung von Artikeln, die getestet und bisher nicht in der Jahresliste enthalten sind, sowie eine Zeitschrift, in der über Reisen mit Zöliakie, einschließlich Hotelhinweisen, Restauranthinweisen etc., übver neue Produkte und medizinische Erkenntnisse berichtet wird.

    Über die Zöliakiegesellschaft erhält man Kärtchen für den Koch in allen möglíche Sprachen, die einem auf Reisen beim Essen aussuchen helfen, da sie das Problem erklären.

    Außerdem bekommt man:
    Ausführliches Informationsmaterial rund um die Erkrankung Zöliakie

    eine umfangreiche Rezeptsammlung
    den Kur- und Ferienführer “Sorglos Reisen” mit Adressen von Restaurants, Hotels und Kureinrichtungen, die
    glutenfreie Kost anbieten

    Es gibt auch in viele Städten treffen und Kontaktpersonen, Backkurse etc.

    Ich kann jedem Betroffenen wirklich anraten, beizutreten!

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