Über dem Meer steht Meeresnebel und das gibt eine eigenartige Stimmung.
Das Kreuz steht auf einem Felsen, zu dem eine Holzbrücke führt. Dort auf dem Felsen scheint die Temperatur um 20 Grad niedriger zu sein und der Nebel kommt immer näher und tiefer. Im Wasser ein weiterer Fels, auf dem sich Ohrenrobben wälzen, die man deutlich brüllen hört.
Bezüglich der Halbinsel gibt es übrigens die Geschichte, dass es ein Abkommen gab, dass alle Inseln den Engländern gehören sollten. Daraufhin haben die Deutschen mal schnell eine Verbindung zu der vor Lüderitz liegenden Insel geschaufelt und sie damit zur Halbinsel gemacht.
Ich will nun noch den Leuchtturm fotografieren und laufe zu diesem. Nach dem ersten Bild schaue ich auf das Display und stelle fest, dass etwas mit dem Bild nicht stimmt. Mist, versehentlich hat sich die Kamera auf M, manuelle Einstellung, verschoben, ohne dass diese natürlich den Verhältnissen entsprach. Alle soeben gemachten Bilder sind hin.Natürlich auch die von dem Salz. Ich bin sauer.
Also sage ich meinen Männern, dass es nicht hilft: Sie müssen warten, weil ich die Bilder noch ein 2. Mal machen muss. Inwzischen ist das Kreuz und die kleine Felsinsel im Hochnebel verschwunden
Beiträge von Heike
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Es gibt auf dem Rundweg viele kleine Buchten, die jedoch zumeist mit unserem Auto nicht erreichbar sind. Wir fahren deshalb direkt zum Leuchtturm Diaz Point. Dort steht die Kopie einer Kreuzsäule von Bartolomeu Diaz, einer Kreuzsäule, die er dort am 25. Juli 1488 aufgestellt hat. Das ziemlich verwitterte Originalkreuz befindet sich im Deutschen Historischen Museum in Berlin.
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Als erstes halten wir an einer Bucht, wo Salz verdunstet. Der Boden sieht sehr interessant aus – verkrustet, gebrochen, mit Salzresten. Okke findet auch ein gutes Stück Salz zum Mitnehmen. Auch das Wasser ist richtig lila. Ich mache eine Reihe von Fotos.
Leider könnt Ihr die hier nicht sehen.... warum, erfahrt Ihr dann gleich - und ich muss welche von Okke organisieren.... Also Fotos folgen hier noch -
Nachtrag zu Kolmannskuppe:
1908 wurden dort durch Zufall Diamanten gefunden...
1909 wurden dort 20% des Weltproduktion gefördert
Mit Beginn des ersten Weltkrieges begann der Abstieg des Ortes
Die Südafrikaner hatten dann das sagen. 1931 galt die Gegend als augebeutet. In Oranjemund am Atlantik hatte man zudem größere Steine gefunden. Aber es dauerte eine Weile, bis dort alles aufgebaut worden war und die Diamantensucher ihre Familien nachkommen lassen konnten. 1956 verließ die letzte Familie den Ort.
Die Geschichte ist sehr interessant und umfangreich - wer mehr nachlesen möchte: DIese Darstellung fand ich gut:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitu…0004/index.htmlNatürlich sollte nicht jedermann dort Diamanten suchen - also wurde es zum Sperrgebiet erklärt und ist es heute noch.
Wir starten nun eine Rundfahrt auf der Lüderitzhalbinsel. An der Straße der deutliche Hinweis, dass wir das Gelände links der Straße nicht betreten dürfen, da es nach wie vor Sperrgebiet ist. Dahinter liegen die Diamantenschürfgebiete. -
Was, bei Dir blüht noch nicht allzuviel? Bei uns ist alles voll, komme nur nicht zum fotografieren - außer diesen
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Und soll ich Euch was sagen: Wir haben keine gesehen - genau genommen ein einziges in Windhoek, aber bis wir das realisiert hatte, war es schon weg. Das ist doch unglaublich!
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Um 13.00 sind wir daher im doppelten Sinne fertig. Ich wäre gerne noch einmal in den Shop gegangen, aber auch der machte um Punkt 13 Uhr zu.
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Das Haus der Ladenbesitzerin ist noch voll intakt, so hat sie gelebt
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Auch im Krankenhaus ist es eine irre Stimmung
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Wir arbeiten uns durch die Häuser
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Mittlerweile ist es 12.00. Um 13.00 schließt die Geisterstadt. Wir haben jetzt also eine Stunde Zeit, durch die Häuser zu gehen bzw. zu kriechen. Das ist sehr aufregend und auch sehr heiß.
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Das Wasser zum täglichen Leben, musste aus dem rund 1000 km entfernten Kapstadt herantransportiert werden. Das Baumaterial für die Häuser, deren Einrichtungen, die Maschinen und alles, was man damals in Europa unter Luxus verstand, kam aus Deutschland und wurde meist in Lüderitz angelandet. Das ist wirklich unvorstellbar.
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Es gab sogar ein Salzwasser-Schwimmbad.jeden.
Das Wasser dafür und alles, was sonst noch zum täglichen Leben nötig war, musste aus dem rund 1000 km entfernten Kapstadt herantransportiert werden. Das Baumaterial für die Häuser, deren Einrichtungen, die Maschinen und alles, was man damals in Europa unter Luxus verstand, kam aus Deutschland und wurde meist in Lüderitz angelandet. -
Es gibt erstaunliche Häuser- geräumig, groß und nach deutschem Vorbild.
Es gab einfache Häuser, Häuser für gehoebene Angestellte, Schule, ein Hospital etc.
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In Deutsch heißt der Ort Kolmanskuppe und er liegt 10 km von Lüderitz entfernt
Die SIedlung entstand, weil hier Diamanten gefunden wurden.
In der Hochzeit lebten hier bis zu 400 Menschen. und es entstanden hochherrschaftliche Steinhäuser nach deutschem Vorbild. Neben Unterkünften für die Arbeiter (getrennt nach Verheirateten und Junggesellen) gab es Verwaltungs- und Dienstgebäude. Zur Infrastruktur gehörte ein Elektrizitätswerk, ein Krankenhaus (mit der ersten Röntgenstation Afrikas, bzw. auf der ganzen Südhalbkugel), eine Eisfabrik zur Herstellung von Blockeis für die Eisschränke der Bewohner, einen Tante-Emma-Laden, eine Metzgerei, ein Ballsaal genanntes Gebäude mit Theater, Turnhalle und Großküche, eine Kegelbahn und eine Schule.
Während des Vortrages gehen wir nach draußen, bekommen kurze Hinweise zu einzelnen Häusern, sehen, wo das Eis für die Bewohner hergestellt wurde, welches dann mit der kleinen Schmalspurbahn zu den Häusern morgens zusammen mit je 2 Brötchen pro Bewohner gebracht wurde. Jan stellt gleich fest, dass verantwortlich die Firma Linde war, die auch noch das Eis für seine frühere Firma herstellte. -
Die Stimmung an diesem Ort ist schon sehr besonders
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Während des Vortrages gehen wir nach draußen, bekommen kurze Hinweise zu einzelnen Häusern,
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Das ist ja interessant und das habe ich noch nie gehört - meine MÄnner esse auch häufiger Pinienkerne oder ich verwende sie im Essen, aber das hatten wir noch nie. Und dabei habe ich auch welche bei Asienaktionen von Aldi und Co gekauft, weiß aber nicht wo die dann wirklich herkamen.
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Jetzt wollen wir aber erst einmal nach Koolmanskop, der Geisterstadt, denn dort gibt es um 11 Uhr eine Führung, die heute der Inhaber der Pension Waterkant leitet. Wir sind gegen 10.30 am Eingangstor und müssen erst einmal Eintritt zahlen. 55NB pro Person, also 165.
Auf dem Gelände stehen zahlreiche verlassene Gebäude.
Die Führung beginnt im Kasino, gleichzeitig Turnsaal und Aufführungsraum.
Wir hören einen interessanten, einstündigen Vortrag über die Geschichte der Diamantenfunde und des Ortes (daher auch die Info über die Eisenbahn). -
Nach den Fotos vom Bahnhof geht es weiter zur Bergstraße wo eine ganze Hausreihe frisch renoviert aussieht. Das Licht fällt gut auf die knallen Farben für die Fotos.
Heute haben wir die Laptops dabei und begeben uns mit diesen auf einen Parkplatz neben dem Internetcafe, das wir gestern genutzt haben. Und tatsächlich bekommen wir dort Empfang.
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