Beiträge von Heike
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Dann folgt ein weiteres Dorf, ich vermute Akyinim. Es sind nicht soviele Kinder hier, und auch nicht so viele Fischer an ihren Booten am Strand, wie beim dem Dorf nahe Takoradi. Der Strand ist relativ sauber.
Die Gebäude sind idR größter und „ordentlicher“. Einige Kinder verfolgen uns dennoch, doch diesmal bleiben die Fotoapparate im Rucksack. -
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Die Asphaltstraße ist zu Ende. Wir wollen zum Brenu Beach Resort, dass über ein kleines Stück einen Sandweg zu erreichen ist. Leider ist es besetzt. Morgen würde wohl etwas frei. Unser Fahrer erkundigt sich nach einer Alternative und so bekommen wir ein großes Zimmer mit 3 großen Betten, schummrigen blauen Licht und Ventilator in der Nähe für 70.000 Cedi. Clo und Dusche, gemeinschaftlich zu nutzen, sehen sauber aus. In zwei weiteren Räumen wohnen zwei Amerikanerinnen, die, wie wir am nächsten Tag erfahren, seit 4 Monaten hier sind uns als Lehrerinnen für Englisch in der Schule vor Ort unterrichten. Früher war dies sicherlich ein Hotel, was an einem verblassten Hinweis uf die „Rezeption“ zu erkenne ist, Heute? Keine Ahnung. Wir finden keinerlei Hinweis auf einen Namen. Es igbt noch ein weiteres DZ für 60.000. Wir nehmen das große Zimmer. Einen Schlüssel gibt es nicht. Aber wir haben ohnehin alle wichtigen Sachen bei uns.
Wir bezahlen Mr. Livingstone die vereinbarten 250.000 und verabschieden uns.Foto 2 und 3 von Okke
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Donnerstag, 14.9.2006
Pünktlich um 10.00 Uhr steht unser Fahrer Mr. Livingstone vor der Tür. Diesmal lässt sich die Klappe seines Kofferraumes sogar schließen.
Bei unserer Fahrt hierher wurde dafür noch ein Bindfaden verwandt.
Im gemütlichen Tempo, zwischen 50 und 80 km/h, geht es nun durch Takoradi und die an der Hauptstraße liegenden Dörfer. Die Fahrt ist angenehm. Mr. Livingstone ist ein umsichtiger Fahrer. Unterwegs eine Verkehrskontrolle. Auch unser Auto wird an die Seite gewunken. Neben der wichtigtuerischen drallen Verkehrspolizistin schrumpft der alte Mr. Livingstone in sicht zusammen. Interessiert verfolgen Okke und ich durch das Rückfenster des Autos, was geschieht. Mr Livingstone zeigt seine Papiere, dann kontrolliert die Polizistin Plaketten auf der Windschutzscheibe. Endlich kann unser Fahrer wieder einsteigen. Er meint, weil wir aus dem Fenster gesehen hätten, wäre die Polizistin… den Rest haben wir beide leider nicht verstanden.
Ein Stück weiter sehen wir einen schweren Verkehrsunfall mit einem LKW. Mr Livingstone schlägt ein Kreuz. Etwas weiter liegt noch ein Kaputter LKW am Straßenrand.
Problemlos wird die Abfahrt nach Brenu gefunden. Eine schmale Straße führt an das Dorf am Meer. Als wir es erreichen, fallen uns sofort die hohen Palmen ins Auge.
Foto 3 und 4 von Okke -
In Richtung unseres Hotels ist noch ein chinesisches Restaurant eingezeichnet, welches wir nun ansteuern und auch finden – allerdings sieht dies ebenfalls geschlossen aus. Jan fragt nach und es stellt sich heraus, dass es doch noch im 1. Stock existiert. Eine freundliche ältere Chinesin bittet und herauf und durch ihre Küche in den Speiseraum. Sie entschuldigt das Dämmerlicht – mal wieder kein Strom. Aber wir bekommen etwas zu essen. Okke und ich bestellen fried rice, Jan pork süßsauer – vergisst aber Reis dazu zu bestellen, der dann auch prompt nicht automatisch mitgeliefert wird. Im Gastraum sitzt noch ein Chinese, der uns erzählt, dass es früher in Ghana gut gewesen wäre, jetzt nicht mehr. Es gäbe Drogenhandel und wir sollten gut auf unsere Pässe aufpassen. Leider stellen wir später fest, dass Jan dort seine schöne NIKE Mütze vergessen hat.
Vom Restaurant zum Hotel ist es nicht weit.
Dort angekommen packen wir die Sachen für die Weiterfahrt morgen.
Auf dem Foto das chinesische Restaurant -
Anschließend gehen wir zur Barcely-Bank und holen über die Kreditkarte weitere 3.000.000 Cedi (340 USD). Als ich aus der Bank komme, regnet es und wir hocken unter einer Zypresse, zählen die Millionen und warten bis die Schauer vorbei sind. Dann suchen wir ein Restaurant und folgen dem Reiseführer zum Harbor View, wo man einen tollen Blick auf den Handelsschifffahrtshafen haben soll. Takoradi ist die drittgrößte Stadt Ghanas und hat auch einen großen Hafen.
Wir finden das Restaurant nicht an der eingezeichneten Stelle. Deshalb gehen wir zurück und entdecken es dann woanders. Es war im Reiseführer falsch eingezeichnet. Doch leider ist es geschlossen. -
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Wir lassen und von Livingstone zum Bahnhof in Takoradi bringen. Dann entlassen wir ihn. Für den heutigen Tag will er 100.000. Er war zwei Stunden mit uns unterwegs. Wir finden den Preis ok und vereinbaren, dass er uns morgen um 10 Uhr abholt und für 250.000 Cedi Richtung Elmina bringt.
Foto 1 und 2 von Okke -
Der Mann vor dem Gitter weist den Taxisfahrer an, hinter dem Gitter zu wenden, was dieser tut. Dann wird er von einem Mann in Uniform hinter dem Gitter angehalten, der nun scheinbar Geld haben will. Livingstone macht ihm klar, dass er nur gewendet hat, was der Mann eigentlich gesehen haben müsste. Der schaut dann durch das Fenster und fragt uns, wo wir herkommen, wie uns Ghana gefalle. Als wir letzteres mit „gut“ beantworten, meint er „ I am sure that you are lieing“ – sehr eigenartig.
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Trotz der Warnungen wollen wir zum Hafen. Am Eingang zur Hafenzufahrtsstraße muss eine Gebühr entrichtet werden. Wir haben einen Blick auf Fort Orange von unten und es gibt einen kleinen, fast idyllisch aussehenden Sandstrand vor dem eigentlichen Hafen. Dort halten wir und machen Fotos. Dann kommt eine weitere Kontrollstelle, wo wieder eine Gebühr zu entrichten ist. Da verzichten wir auf die Weiterfahrt.
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Oh, grad sehe ich die schrecklichen Bilder im Fernsehen. Ja, ich denke auch immer wieder, dass es uns wirklich gut geht - Keine Erdbeben, keine Taifune, keine Tsunami, keine Vulkane, keine verherrenden Brände und was es sonst noch so gibt. Eigentlich leben wir doch im Paradies...
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Orange Castle wurde 1690 auf dem Fundament eines 1642 eröffneten Handelsposten von Holländern errichtet. Die Engländer, die Franzosen, wieder die Holländer und die Briten waren dort zugange.
An der Küste von Ghana gibt es extrem viele Castles. Sie dienten dem Handel und später dem Sklavenhandel.
Bei Wikepedia finde ich diese Ausführung:"Üblicherweise waren sie auch nicht Eigentum europäischer Mächte, sondern über einen Pachtvertrag von afrikanischen Mächten erworbene Plätze. Daher wechselten viele Forts nicht nur mehrfach ihre europäischen Besitzer, sondern z. B. infolge von Eroberungen des einen afrikanischen Reiches durch ein anderes auch ihre afrikanischen „Verpächter“. "(Wikepedia, historische Fords Ghana)
Das Castle ist übrigens heute bewohnt.
Und der Leuchtturm ist dortDem „Führer“ geben wir ein Trinkgeld von 20.000 Cedi. Im Reiseführer steht übrigens, das Fort sei nicht zu besichtigen!
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