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Viele Ideen im Forum für Steinmalerei

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Ghana Eintauchen in eine andere Welt - der vollständige Reisebericht

    • Reisebericht
  • Heike
  • 7. Februar 2011 um 18:38
  • Heike
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    • 21. Februar 2011 um 20:35
    • #61

    Montag, 11.09.2006 KUMASI

    Nach 14 Stunden Reise kommen wir nach 8.00 Uhr in Kumasi an.
    Unser erster Weg ist zum Ticketschalter. Nach Takoradi gibt es täglich 3 Busse: 10.00 AM, 4.00 PM und 4.00 AM. Der heutige Bus um 10.00 AM ist voll. Der Morgen um 10.00 AM ebenfalls. Wir können nur allen zukünftig Reisenden anraten, sich rechtzeitig um ein Ticket zu kümmern!
    Nach dem Bus um 4.00 PM fragen wir gar nicht erst. Uns reicht die letzte Nachtfahrt. Für den 4.00 AM am 12.9., also morgen, gibt es noch Karten. Den nehmen wir: Luxury für 3 x 75.000 = 225.000(19.56 €)
    Nachdem die Weiterreise gesichert ist, gehen wir mit unseren Taschen zu dem gleich neben dem Bahnhof liegenden Guesthouse. Dort bekommen wir ein simples EZ für… und ein simples DZ für ….. Beides mit „geteiltem“ Bad – Zusammen zahlen wir 160.000 Cedi (13,90). Völlig ausgehungert verspeisen wir jeweils 2 Omeletts, Okke 2 x cheese, Jan und ich ein Cheese und einmal Tomato/Onion. Dazu gibt es echten Filterkaffee. Die Omeletts sind hier recht teuer: 20.000 mit Brot. Im Kingsqway waren es 9.000 ohne Brot und 3 Scheiben Brot für 6.000.
    So kostete das Frühstück mit 169.000 (170.000) (14,78€) mehr als das Zimmer.
    Dann ist unser Zimmer fertig und wir legen uns erst einmal hin. Ich schlafe von 10-12.30. Dann lese ich, dusche und schreibe Tagebuch.

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    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

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    • 21. Februar 2011 um 20:41
    • #62

    Gegen 16.00 Uhr gehen wir in unser Lieblingsrestaurant: Cuple`s heißt es übrigens. Der Inhaber staunt nicht schlecht. Wir berichten, dass es uns in Tamale nicht gefallen hat. Er meint, die Menschen seien dort anders. Es gäbe die Südghanaer und die anderen…Wir haben dann wunderbar gegessen. Gegen 19.00 Uhr sind wir im Hotel.Zum Abschluss würfeln wir eine Runde.
    Gegen 20.30 versuche ich einzuschlafen, was auch einigermaßen gelingt.

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    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

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    • 21. Februar 2011 um 21:24
    • #63

    Dienstag, 12.09.2006 KUMASI-TAKORADI
    Aufstehen um 2.45 Uhr, um 3.15 Uhr stehen wir am Busbahnhof. Gepäck wiegen. Wir zahlen 12.000, obwohl sich das Gewicht kaum vermindert haben dürfte.
    Der Bus ist fast „on time“ (4.00 Uhr)- da kommen noch zwei verspätete Fahrgäste angerannt und dürfen noch einsteigen, so das es dann um 4.25 Uhr, noch im Dunkeln, wirklich losgeht.
    Die Fahrt verläuft problemlos. Das erste Stück ist der Weg sehr schlecht. Immer wieder fehlten ganze Asphaltteile auf der Straße, die Straße scheinbar im Bau. Ich sitze ziemlich eingeklemmt, da der Sitz vor mir halb in Liegeposition steht. Nachdem es hell wird, wird die Fahrt auch kurzweiliger, weil es etwas zu sehen gibt.
    Die Ghanaer stehen früh auf. Schon als der Bus los fährt laufen die ersten mit diversen Lasten auf dem Kopf, wie auf einer Ameisenstraße, die Straße entlang, obwohl es noch stockdunkel war. Sobald es hell wird, werden die Stände aufgebaut, die Märkte beginnen. Der Bus macht nur eine Pause in Cape Coast, ca. 80 km vor Takoradi.
    Gegen 9.00 am sind wir in Takoradi.
    Wir haben uns aus dem Reiseführer das Beachway-Hotel ausgesucht, das ganz in der Nähe des Wassers liegen soll. Ein Taxifahrer, ein alter Mann, bietet uns seine Dienste an. Wir sagen ihm, wo wir hinwollen, und fragen nach dem Preis. Okke und ich verstehen 50.000, Jan 15.000. 50.000 erscheint uns zu hoch, und ich sage es ihm – da meint er, wir sollen ihm 10.000 geben. Also hatte Jan mit den 15.000 Recht gehabt.
    Er fährt uns dann aber nicht zum Beachway-Hotel, sondern zum Afrika-Beach-Hotel, einer sehr luxeriös aussehende Anlage. Die DZ kosten dann auch 55 USD, also zu teuer. Es folgen zwei weitere solche Anlagen. Die Dame der Rezeption vom Afrika Beach meint, dass das Beachway zurzeit geschlossen sei. Wir erklären dann dem Fahrer, dass wie ein einfaches Hotel ohne Swimmingpool suchen und er bringt uns dann zu einem weiteren Hotel, welches aus verschiedenen kleinen Häusern bzs. Chalets besteht, in denen jeweils mehrere Zimmer sind. Dort nehmen wir zwei Zimmer, nebeneinander, mit riesigen Betten für 95.000 und 120.000 und mit TV (205.000=?)
    Das Bad wird geteilt.
    Ein weiteres Zimmer ist in unserem Chalet noch belegt. Essen muss vorbestellt werden - deshalb gibt es ein Notfrühstück aus unserem restlichen Brot und Keksen

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    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

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    • 21. Februar 2011 um 21:28
    • #64

    Nach einer Pause laufen wird gegen 11 Uhr los Richtung Strand. Wir fragen nach dem Weg und folgen dem Trampelpfad direkt am Hotel vorbei, die Straße herunter, quer über ein Stück Golfplatz. Dann sind wir bereits am Strand, der dort vor allem aus gräulich-braunen Steinplatten besteht.
    Das ist nicht ganz das, was wir erwartet haben. Wir gehen dann in die Takoradi-Stadt entgegen gesetzte Richtung.
    Der „Strand“ bleibt ein Stück unverändert.

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    • 21. Februar 2011 um 21:30
    • #65

    Dann tut sich nach rechts eine Sandbucht auf. Im Wasser, welches in Wellen anlandet, sind weitere Steinplatten erkennbar. Der Strand endet mit Mauern, hinter denen sich Gebäude und Grundstücke befinden.
    Am Ende der Bucht beginnen erneut Steinplatten.

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    • 21. Februar 2011 um 21:34
    • #66

    Nur ein kleines Stück weiter wird der Strand durch den Einfluss eines Flusses durchbrochen. Richtung Landesinneren zeigt sich eine Lagune. Man kann auch noch gerade eine Holzbrücke entdecken, die aus der Ferne hinsichtlich ihrer Standfestigkeit keinen guten Eindruck macht.
    In der Mündung des Flusses steht ein Fischer und wirft sein Netz aus.

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    • 21. Februar 2011 um 21:38
    • #67

    Kinder sammeln etwas von den Steinplatten aus. Sie laufen durch den Fluß, wobei sich zeigt, dass dieser mit erheblicher Strömung in das Meer mündet. Wir entschließen uns ebenfalls den Fluss an der Einmündung zu durchqueren. Also Hosen aus, bzw. hochgekrempelt, Rock hochgerollt und los. Nach nur 1-2m erscheint es und doch zu gewagt. Auf der anderen Seite taucht eine Frau auf. Sie gibt uns Zeichen und kommt schließlich zu uns, und zeigt einen gangbaren Weg.

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    • 21. Februar 2011 um 21:55
    • #68

    Auf der anderen Seite gibt es keine Bebauung mehr und vor uns erstreckt sich ein langer Sandstrand.
    Der Himmel ist bewölkt
    Foto 1 Okke

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    • 21. Februar 2011 um 22:11
    • #69

    Schließlich kommen wir zu einem Fischerdorf, wo die Menschen noch sehr einfach leben.
    Viele Boote liegen am Strand und bei denen sitzen Männer und flicken Netze. Überall liegt aber auch Müll. Die Hütten sind sehr einfach und machen auf uns einen maroden Eindruck.

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    • 21. Februar 2011 um 22:12
    • #70

    Viele Kinder spielen am Strand. Aus alten Gummilatschen haben sie Segelboote gebaut. Ein Stück Plastik dient als Segel. Die Boote flitzen schnell über das Wasser.
    Foto 3 Okke

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    • 21. Februar 2011 um 22:12
    • #71

    Ein Mann spricht uns freundlich an und erzählt, dass er als Koch hoch auf See gefahren ist. Er kennt Bremerhaven und Hamburg und hätte am Nobistor gewohnt. Er sei mit der Marsh Line gefahren. Als er geht meint er noch, wir sollen gut auf unsere Sachen aufpassen.

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    • 21. Februar 2011 um 22:40
    • #72

    Wir gehen ein Stückchen weiter und kommen zu einem 2. Fischerdorf. Zu Beginn des Dorfes kommt uns heftiger Gestank entgegen. Offensichtlich ist dort die öffentliche dörfliche Toilette. Überall am Strand und den auch hier vorgelagerten Felsplatten sind „Kackhaufen“ und wir müssen aufpassen, dass wir nicht in einen hineintreten.

    Ungeniert hockt ein Mann am Rand des Dorfes mit nacktem Hintern und hinterlässt seine Verdauungsreste, während um ihn herum die Kinder tollen oder andere Dorfbewohner ihn ebenfalls sehen können. Das ist doch für uns eine fremde Welt.
    Auch hier sitzen Männer an den Booten und flicken Netze. Sie beobachten uns und nehmen es ohne Kommentar hin, dass wir fotografieren.

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    • 21. Februar 2011 um 22:43
    • #73

    Und dann kommen wohl mit die schönsten Erlebnisse und vielleicht auch Bilder dieser Reise - nämlich mit den Kindern.
    Sie sind neugierig und kommen herbeigelaufen.
    Ein Mädchen fordert mich auf, sie zu fotografieren.

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    • 21. Februar 2011 um 22:46
    • #74

    Da war gerade die Speicherkarte voll. Ich hocke mich hin, um sie zu wechseln und bin sofort von einem Pulk von Kindern unrungen. Dann mache ich Fotos. Ich soll immer mehr und mehr Fotos machen

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    • 21. Februar 2011 um 22:55
    • #75

    Nach jedem Foto muss ich es den Kindern zeigen. Die Kinder geraten völlig außer sich und es gibt ein Riesengedrängel.

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    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

    http://rosentaenzerin.wordpress.com/

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    • 21. Februar 2011 um 23:03
    • #76

    Und so hat Okke es gesehen und fotografiert

    Bilder

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    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

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    Einmal editiert, zuletzt von kaiser14658 (21. Februar 2011 um 23:08)

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    • 22. Februar 2011 um 22:54
    • #77

    Dann mache ich mehrere Fotos von der ganzen Gruppe, und jedes Mal wollen alle das Ergebnis sehen. Jan erlebt später ähnliches mit der Videokamera.

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    Einmal editiert, zuletzt von kaiser14658 (22. Februar 2011 um 23:01)

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    • 22. Februar 2011 um 22:55
    • #78

    Als wir zurückgehen kommen wir uns vor, wie der Rattenfänger zu Hameln. Rund 50 Kinder verfolgen uns noch weit bis hinter das erste Dorf.


    Fotos Okke

    Bilder

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    • 22. Februar 2011 um 23:06
    • #79

    Endlich kehren sie um.

    Wir haben im Hotel für 15.00 Uhr Essen bestellt. Als wir den Rückweg antreten, ist es bereits 14.15-14.30, und der Weg ist lang. Am Fluss meinen wir die Stelle der Überquerung zu erkennen, aber die Strömung hat mittlerweile völlig neue Verhältnisse geschaffen.

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    • 22. Februar 2011 um 23:09
    • #80

    Der Fischer, der noch immer dort steht, kommt uns zur Hilfe und zeigt uns einen Weg. Ich sage zu ihm „medassi“ (danke) und er strahlt.
    Verspätet kommen wir um 15.30 Uhr im Hotel an und gehen gleich zum essen. Es gibt wieder Yollof with Chicken, wobei am Chicken mal wieder nicht viel dran ist. Kein Wunder, die Hühner, die man hier so rumlaufen sieht, sind ziemlich mager. Dies gilt auch für Rinder, Schafe, und Ziegen. Im ZV läuft Bremen gegen Chelsey. Werder hat leider verloren, 0:2.
    Um 21 Uhr ist das Spiel vorbei und ich so müde, dass ich einen Schlafversuch starte. Es ist sehr warm im Raum. Wir haben Airkondition – aber mit so einem Höllenlärm, dass man dabei nicht schlafen kann. Und dann meldet sich die obligatorische Mücke. Nach einem Stich in den linken Unterarm mache ich wieder das Licht an und begebe mich auf die Jagd nach ihr. Ich habe sie erwischt! Doch als das Licht aus ist, summt es schon wieder. Irgendwann ist dann Ruhe. Ich glaube, dieses Exemplar hat sich auf Jan gestürzt.
    Es gibt vor den meisten Fenster grundsätzlich Fliegengitter. Aber die sind nicht immer ganz dicht oder- wie hier – es gibt Ritzen bei der Klimaanlage oder die Mücken kommen durch die Türen rein. Unsere Mosquitonetze, die wir mithaben, nützen auch nichts, da die Decken meist zu hoch sind. Und in der Regel nervt auch immer nur eine.
    Unser Taxifahrer, der übrigens Mr. Livingstone heißt, hat seine Telefonnummer dagelassen. Wir sollen ihn anrufen, wenn wir irgendwohin wollen.

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