Eine Woche im Harz

  • Nachdem im vergangenen Jahr im Oktober unsere geplante Harzreise ausfiel buchten mein Mann und ich kurzfristig Anfang Februar eine Woche im wildromantischen Ilsetal in der Nähe von Wernigerode/Harz.

    Das Wetter war sehr durchwachsen und stürmisch, aber trotzdem war genug Zeit, um ein paar kurze Wanderungen zu unternehmen. Ganz besonders freuten wir uns über den spontanen Kurzbesuch meiner Fotofreundin Petra mit ihrem Mann.

    Wir wohntem im Kurpark-Hotel, welches sehr zu empfehlen ist.

  • Der urige Fluss Ilse, welcher dem Tal seinen Namen gibt verläuft gleich hinter dem Hotel durch einen urigen Wald. Rechts und links des Flusses verläuft ein Wanderpfad. Auf Grund des häufigen Regens führte der Gebirgsfluss recht viel Wasser, welches munter über die bemoosten Steine im Flußbett rauschte.

  • Sehr zu empfehlen sind auch Wanderungen entlang der Teufelsmauer. Diese aus Sandstein bestehende 20 km lange Felsformation besitzt einige urige Abschnitte. Die markantesten wurden mit Namen versehen, so zum Beispiel der von Weddersleben aus zu erreichende Abschnitt "Königsstein". Um die Teufelsmauer ranken sich viele Sagen, wie diese wohl entstanden sein könnte. Eine davon berichtet, dass einst der Teufel mit Gott um den Besitz der Erde stritt. So sollte der Teufel das erzhaltige Harzgebirge erhalten, Gott dafür das Ackerland. Bedingung für den Teufel: der Bau einer Mauer, welche bis zum ersten Hahnenschrei fertig sein musste. Der Teufel klotzte ran, doch gerade als er den letzten Stein einfügen wollte krähte ein übereifriger Hahn und der Teufel hatte verloren. Vor Wut soll er darauf hin die unvollendete Mauer zerschlagen haben - übrigen blieben die markanten und schroffen Felsformationen.

    Die Teifelsmauer bei Weddersleben ist Naturschutzgebiet und zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands.

  • Ein weiterer markanter Abschnitt der Teufelsmauer, das "Hamburger Wappen" genannt, befindet sich bei Timmenrode.

    Unterhalb der drei steil aufragenden Felsentürme befinden sich ein kleiner Talkessel mit Felsenhöhlen.

    Erstaunlich fand ich die urigen alten Bäume, welche sich mit ihren ausladenden Wurzeln förmlich in den Sandstein krallen.

  • Der strahlend blaue Himmel war leider nur von kurzer Dauer und wurde immer wieder von Schnee- und Graupelschauern vertrieben.

    Aber dies hielt uns nicht von den Wanderungen ab.



    Ein Besuch am Radauer Wasserfall direkt an der B4 zwischen Torfhaus und Bad Harzburg fiel auch nur sehr kurz aus - zwischen zwei ergiebigen Regenfällen.

  • Wer in der Nähe von Wernigerode ist sollte sich auch das Schloß von Wernigerode nicht entgehen lassen.

    Ursprünglich als mittelalterliche Burg errichtet, wurde diese im 16. Jahrhundert als Renaissancefestung umgebaut. Während des 30jährigen Krieges wurde die Festung fast völlig zerstört und im 17. Jahrhundert als Residenzschloss wieder aufgebaut. Heute ist das Schloss in einigen Teilen zugänglich und beherrbert über das Jahr mehrere Sonderausstellungen.

    Von der Schlossterrasse hat man einen weitläufigen Blick über Wernigerode.

  • Hallo Kathrin,

    ja der Harz hat schon schöne Ecken, wir sind ja auch immer gerne dort. Du bist mir jetzt vovor gekommen, denn ich habe ja auch noch einige Bilder, die ich noch nicht online gestellt habe. Aber ich mache das noch. Die Bilder sind auch schon fertig.

    Da habt ihr doch noch ein paar schöne Tage gehabt. Schön, dass wir uns getroffen haben. Wenn ihr das nächste Mal im Harz seid, dann können wir uns gerne wieder treffen.

    Danke für den Bericht und die Bilder! <3

    Viele Grüße
    Petra

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