Sardinia statt USA 2021

  • Sardinia 2021 statt USA

    Nachdem unser USA-Flug bereits fünfmal umgebucht werden musste, wollten wir Mitte September 2021 nicht schon wieder mit dem Auto in die Berge fahren. Angefixt durch einen Reisebericht in einem anderen Forum, buchte ich uns kurzfristig einen Flug nach Sardinien. Es muss nicht immer nur Utah sein, denn auch in Sardinien findet man schöne Landschaften, Felsen und dazu karibische Strände. Ich darf vorwegnehmen, dass es eine grottengute :kkniep: Reise wurde, wenn auch mit holprigem Start.


    Nach 2,5 Jahren Flugabstinenz war es dann so weit und wir flogen von Frankfurt in 1,5 Stunden direkt nach Olbia. Die Flugzeit war ein Klacks, aber die insgesamt sechs Stunden mit Maske schon heftig. Olbia begrüßte uns gegen 18 Uhr bei 28°C und hoher Luftfeuchtigkeit. Auf Heikos Koffer mussten wir etwas länger warten, doch dafür war die Autovermietung genau gegenüber vom Ausgang.

    Ich hatte mich im Vorfeld für die bayerische Sixt AG entschieden, da die italienischen Autovermieter sehr schlechte Bewertungen hatten. Gebucht hatte ich über Auto Europe, die ein günstiges Angebot inkl. Zusatzfahrer und Mittelklasse Kategorie BMW 1 Series oder ähnlich anboten. Natürlich mit Super Cover, damit man auf der sicheren Seite ist. So die Theorie. In der Praxis war dann alles anders, denn man wollte uns natürlich eine Zusatzversicherung andrehen. Der Zusatzfahrer war im Voucher überhaupt nicht vermerkt und hätte Mehrkosten verursacht. Ein Telefonat mit der Vermittler-Hotline brachte mich auch nicht weiter.

    Mamma Mia – war für ein Zirkus! Die Diskutiererei auf Englisch nervte schon gewaltig und ich hatte Hunger. Da ich ohnehin wenig Lust aufs Fahren hatte, beließen wir es dabei. 30 Minuten später fuhr der Mitarbeiter endlich unseren Wagen vor. Doch statt einem BMW X1 kam ein Mini Countryman. OK, wieder alles auf Anfang :ppfeifen .

    Sie hätten angeblich keinen vor Ort, doch in der Reihe standen einige BMW X1. Das Schlimmste kommt aber noch, denn wir bekamen den Wagen mit den meisten Schrammen. Fünf Schrammen wurden im Vertrag aufgelistet. Ich dachte, ich explodiere auf der Stelle und wurde zur Diva :kurzvormplatzen: . Was Hunger so alles bewirken kann.

    Jedenfalls hätten wir um 18.45 Uhr einen einwandfreien Mini bekommen, doch da fiel mein Blick auf die Schaltung. Der Verschrammte hatte Automatik und da wäre der Grundpreis normalerweise viel höher gewesen. Ein weiterer Vorteil war, dass man auf das Fahrzeug nicht ganz so achtgeben musste :ppfeifen . Nach kurzer Rücksprache mit Heiko gab ich mich dem Sixt-Mitarbeiter geschlagen ;) und wir fuhren Beuli nach einer Stunde vom Hof.

    Wie ihr seht, hatte Beuli nur Schrammen, aber der Name Schrammi passte einfach nicht zu ihm.

    Leider funktionierte unser zu Hause frisch upgedatetes Navi nicht. Es zeigte gar keine Straßen an :rolleyes: . Beim McDonalds parkten wir kurz und ich gab die Adresse in G**gle Maps ein. So leitete ich uns übers Smartphone in den Norden zu unserer Unterkunft.

    Mittlerweile war es dunkel. Das mit am besten bewertete B & B befindet sich in der Via Amsterdam. Die Einfahrt kann man nachts aufgrund der roten Beleuchtung nicht verpassen, auch wenn zu der Zeit virusbedingt tote Hose herrschte.

    Glücklicherweise war das nicht unsere Unterkunft. Am Ende der Straße parkten wir vor einem gepflegten Anwesen. Die Signora begrüßte uns recht herzlich und hatte eine Übersetzerin im Schlepptau. Leider sprach diese genauso wenig Englisch, wie wir Italienisch. Dank Smartphone und dessen lustiger Übersetzung konnten wir uns dennoch verständigen. Sie brachte sogar noch zwei Brötchen im Folienbeutel fürs Frühstück vorbei.

    Das Zimmer und auch das Bad sind geräumig. Alles war blitzeblank sauber. Einzig fürs Duschen brauchte es eine Anleitung. Ohne Übersetzer wären wir nicht darauf gekommen, wie das Teil funktioniert.

    Wir hatten immer noch Kohldampf und die Signora empfahl uns das Ristorante Adriano 2 an der Hauptstraße. Das war ein hervorragender Tipp! Zwei große Pizzen plus vier Getränke = 20 €. Da hört man immer, dass Sardinien sehr teuer ist.

    Günstig gegessen, ein schönes und dazu preiswertes Zimmer. Doch jetzt kommt der Haken: In der Nähe der Unterkunft gibt es eine Brücke. Jedes Fahrzeug, das über die Brücke fährt und das waren leider sehr viele, verursacht viermal ein Gepolter. In etwa so: Kawumm, Kawumm, Kawumm, KAWUMM und dann sofort die nächste Runde. An Schlaf war überhaupt nicht zu denken. Nur die Klimaanlage sorgte für das Abschwächen des Geräuschpegels. Allerdings nur kurze Zeit, denn wir wollten keine Erkältung riskieren. So endete die Anreise eben mit KAWUMM {a .

    Übernachtung: S’Incantu B & B, Olbia

    Preis inkl. Frühstück: 58,60 €

    Wenn ihr Lust und Laune habt, in 10 Tagen den Norden der Insel mit uns zu erkunden und an den Erlebnissen teilzuhaben, dann steigt einfach zu. Ich freue mich über eure Begleitung und jeden Kommentar.

    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • 2. Tag – Von Olbia nach Santa Teresa Gallura

    Chiesa Stella Maris, Coddu Vecchiu, Nuraghe La Prisgiona und Capo d’Orso

    Bedingt durch das Brückengepolter in der Nacht, konnten wir das Aufstehen gar nicht erwarten. Unser Frühstück bestand aus den zwei mittlerweile trockenen Brötchen und Süßteilchen.

    Das war so gar nicht unser Ding, aber wenigstens bis zum nächsten Happen magenfüllend.

    Beim frühen Auschecken ließ sich die Signora nicht blicken, aber wir sahen ihren bepflanzten Innenhof bei Tag.

    Beim Wenden habe ich noch kurz die Kawumm-Brücke abgelichtet

    und dann fuhren wir zum nächsten kleinen Supermarkt, um uns mit Getränken zu versorgen.

    Die Sonne ließ sich an dem Tag erst einmal nicht blicken. Die Costa Smeralda zeigte sich überhaupt nicht traumhaft, sondern im Nebel verhüllt.

    Einzig eine auslaufende Jacht wies auf die Lieblingsküste der High Society hin.

    1962 entdecke Prinz Karim Aga Khan beim Segeln den damals als Weideland genutzten Küstenstreifen. Er kaufte den Bauern das Land für Centbeträge ab und verwandelte es in ein Luxusreservat mit Villen, Nobelhotels und Yachthäfen. Allerdings wurde darauf geachtet, dass sich die Architektur in die Landschaft einfügt.

    Porto Cervo war unser erstes Ziel. Der Ort wurde erst durch Flavio Briatores Billionaires Club bei den Schönen und den Reichen beliebt. Da wir weder das Eine noch das Andere sind, fuhren wir zur Chiesa Stella Maris, einer Kirche im neosardischen Stil. Vielleicht hilft ja beten :ccool .

    Nach der Kirchenbesichtigung fuhren wir zum Hafen hinunter.

    Aber es waren nicht so viele Jachten vor Ort.

    ...

    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • Es wurde langsam Zeit weiterzufahren.

    Nach überwiegend kurvenreicher Fahrt erreichten wir Arzachena und landeten hungrig in der Trattoria MaMa. Hier wurden wir zum ersten Mal mit den hohen Essenspreisen konfrontiert.

    Wir bestellten Penne mit Lachs und einen Beilagensalat. Pasta ist wie auf dem italienischen Festland nur eine Vorspeise und somit keine sättigende Portion. Das wurde uns erst nach dem Servieren bewusst. Der Beilagensalat für 4 € kam im Minischälchen. Dazu wurde die Coperto berechnet, das ist eine übliche Gebühr fürs Gedeck und Brot. Die Getränke waren am günstigsten. Wir hätten doch wieder eine Pizza bestellen sollen, den Pizzen sind auf Sardinen sehr günstig.

    Bekannt ist die Gegend um Arzachena wegen seiner zahlreichen archäologischen Funde. Da wir keine Zeit und Lust hatten, uns die sieben Monumente anzuschauen, entschieden wir uns für zwei zum Preis von 7 €/Person. Die erste war trotz Plan und Beschreibung gar nicht so leicht zu finden. Es war das Riesengrab Coddu Vecchiu.

    Die Stele in der Mitte hat zwar eine Höhe von 4 Meter, doch durch die kleine Öffnung

    passt höchstens ein Kind. Aber man sieht es auch so.

    Wenige Kilometer weiter befindet sich die Nuraghe La Prisgiona. Nuraghen sind prähistorische Bauten mit den typischen Türmen, die es in dieser Art und vor allem Menge (man sagt über 7.000) nur auf Sardinien gibt.

    Genug der Kultur fuhren wir zum Capo d’Orso bei Palau weiter. Unterhalb vom beliebten Aussichtspunkt löhnten wir 3 € Parkgebühr und je 3 € Eintritt. Ein schweißtreibender Aufstieg bei mittlerweile 30°C und hoher Luftfeuchtigkeit,

    führte uns über viele Stufen und einem Geröllpfad auf das Bären-Kap mit seiner verwitterten Felslandschaft.

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    Liebe Grüße

    Ilona

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  • Es war gar nicht so einfach, den Bärenfelsen ohne Leute abzulichten.

    Das ganze Kap ist zerklüftet.

    Die Sonne tat sich an dem Tag schwer, doch das störte uns süddeutsche Bleichgesichter am ersten Rundreisetag nicht.

    Am späten Nachmittag fuhren wir nach Santa Teresa di Gallura weiter. Das nördlichste Städtchen Sardiniens, trennt nur 12 km von Korsika. Hier hatte ich ein Zimmer im Maison D’Art, auch einem Bed and Breakfast, für zwei Nächte reserviert. Mit Piera, der Managerin und guten Seele des Hauses, hielt ich über WhatsApp Kontakt, damit ich ihr kurzfristig unsere Ankunftszeit mitteilen konnte.

    Die Unterkunft liegt auf halben Weg zwischen dem Fährhafen im Tal und der Altstadt auf dem Berg. Wir luden unser Gepäck vor dem Haus aus und Heiko suchte einen Parkplatz. Piera traf kurz nach uns ein und begrüßte uns sehr herzlich. Das B & B könnte durchaus als kleines, feines Hotel durchgehen.

    Unser Zimmer war geräumig, sehr modern und mit ebensolchen Gemälden dekoriert. Das Badezimmer bietet genügend Raum und in der Dusche mit blauem Licht hat man viel Platz. Die Betten waren recht neu und bequem.

    Mit der Unterkunft waren wir sehr zufrieden, doch zum Essen fanden wir an dem Abend nur einen Imbiss. Restaurants gab es genügend, aber wir hatten nach zwei dürftigen Mahlzeiten um 18 Uhr richtig Hunger. Die Italiener und Sarden essen aber grundsätzlich erst ab 19.30 Uhr und das Küchenpersonal hält sich strikt an den Arbeitsbeginn. So verdiente nur der einzige Imbiss im Ort etwas an uns.

    Link zur Karte

    Unterkunft: La Maison D’Art, Santa Teresa di Gallura

    Preis: 186 € für 2 Nächte inkl. Frühstück und Kurtaxe

    Liebe Grüße

    Ilona

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  • 3. Tag – Capo Testa

    Im B & B war es sehr ruhig. Leider konnte man die Fenster in der Nacht nicht offenlassen, da das Zimmer im Erdgeschoß lag. Doch wir waren um das bequeme Bett froh und außer der Müllabfuhr am Morgen polterte nichts.

    Piera war auch fürs Frühstück zuständig. Es standen Minibrötchen, Schinken, Croissants, Saft, Obst und Kuchen auf der Theke bereit. Man konnte das Gewünschte auswählen und bekam es am Tisch serviert.

    Da wir an dem Tag keine weite Strecke vor uns hatten, starteten wir gemütlich. Wir hatten nur ca. 5 km bis zum Parkplatz vom Capo Testa zu fahren. Der Parkplatz mit Parkuhr ist gebührenpflichtig, wie so meist auf Sardinien. Eine Familie zog ein Parkticket und das dauerte etwas, obwohl die dem Italienischen mächtig waren. Ich fragte auf Englisch, ob sie mir dabei behilflich sein können. Der Sohn half mir gerne und bekam von mir anschließend ein Trinkgeld. Danach wies ich die Leute nach mir ein, selbstverständlich ohne ein Trinkgeld zu kassieren :ccool .

    Auch an diesem Tag war es zwar bewölkt, aber nicht dunstig und man konnte das glasklare Wasser in der Bucht sehen.

    Wind und Wellen verdankt Capo Testa eine bizarre Felslandschaft.

    Wir wollten eine Wanderung um das Kap machen und zweigten gleich unterhalb vom Leuchtturm

    nach rechts auf einen der Pfade ab.

    War das schön :love: hier und wir in unserem Element.

    Es machte Spaß, über die ganzen Granitblöcke zu klettern. Heiko machte einen Abstecher zu einem Ausguck, doch mir waren die Stufen zu ausgesetzt.

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    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • Hier mussten wir über die großen Felsblöcke nach oben klettern.

    Oben angekommen wollten wir nicht mehr zu dem kleinen Strand hinabsteigen.

    Es war einfach zu heiß und zu schwül für weiteres Workout und zudem hatten wir doch Urlaub :uurlaub .

    Auf dem Rückweg zum Parkplatz wurde es immer voller und uns strömten die Leute nur so entgegen. Den meisten blieb jedoch die Schildkröte am Wegesrand verborgen.

    Die Parkzeit von drei Stunden war ohnehin bald abgelaufen und wir wollten den Nachmittag am Strand verbringen.

    Da klettern hungrig macht, fuhren wir rechtzeitig nach Santa Teresa zurück und landeten etwas außerhalb im Restaurant Lampara. Wir bestellten uns den Fang des Tages, eine Seebrasse. Die wurde gegrillt und nach Gewicht abgerechnet. Der Kellner filetierte den Fisch am Tisch und servierte ihn mit einer Miniportion Gemüse zum Preis von 48 €. Nach dem Essen waren wir immer noch hungrig. Ich kann vorwegnehmen, dass das unser erster Urlaub war, in dem wir kein Gramm zugelegt haben.

    Anschließend fuhren wir zu unserer Unterkunft und tauschten die Wander- gegen Badeklamotten. Auf der Rückfahrt vom Capo Testa kamen wir am Strand Rena di Ponente vorbei und der gefiel uns. Das ist ein öffentlicher Strand und mit etwas Glück ergattert man einen kostenlosen Parkplatz. Wir hatten Glück und verbrachten über eine Stunde am und im herrlichen Meer.

    Am Abend wollten wir in der Pizzeria um die Ecke essen. Doch leider öffneten die an dem Tag nicht. So blieb nur der Pizza Abholservice zwei Straßen weiter. Dort bestellten wir unsere Pizzen und nahmen sie mit zwei kalten Softdrinks mit.

    Auf der Veranda vom B & B

    ließen wir uns die Pizzen schmecken.

    Link zur Karte

    Unterkunft: La Maison D’Art, Santa Teresa di Gallura

    Preis: 186 € für 2 Nächte inkl. Frühstück und Kurtaxe

    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • Oh wie schön, mir hat Sardinien auch gut gefallen. Wir waren aber schon 2009 mit den Motorrädern dort. In Santa Teresa sind wir mit der Fähre aus Korsika gekommen. Unsere erste Station war in Palau. Eine wirklich schöne Ecke. Bin gespannt, wo ihr noch gewesen seid.

    Viele Grüße
    Petra

  • Ein <3 liches Willkommen den Zugestiegenen.

    Oh wie schön, mir hat Sardinien auch gut gefallen. Wir waren aber schon 2009 mit den Motorrädern dort.

    Hallo Petra,

    2009 war die Insel bestimmt noch nicht so überrannt. Ich bin gespannt, ob sich ein einige unserer Ziele kreuzten.

    Die kurvenreiche Insel ist bei den Bikern sehr beliebt.

    In Santa Teresa sind wir mit der Fähre aus Korsika gekommen.

    Das B & B ist etwas oberhalb des Hafens und wegen der Einbahnstraßen kamen wir dort öfter vorbei.

    Ist das der einzige Weg zu dem kleinen Strand? Es sind ja doch einige Leute dort.

    Hallo Angelika,

    so klein fand ich den Strand nicht (siehe Kartenausschnitt). Auf Sardinien gibt es eher Buchten. Am anderen Ende des Strandes ist ein Hotel, doch die meisten Besucher parken an der Straße vom Capo Testa.

    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • 4. Tag – Von Santa Teresa di Gallura nach Stintino

    La Cupola Grande, Isola Rossa, Elefantenfelsen

    Piera sorgte sich auch an dem Morgen um das Wohl ihrer Gäste und überraschte mit einem frisch gebackenen, noch warmen Joghurt-Rührkuchen. Da sagten wir nicht nein und das war gut so, denn essenstechnisch wurde das unser schlimmster Tag.

    Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns und nahmen die nächste Etappe unserer Rundreise in Angriff.

    Wir fuhren gemütlich der Nordküste entlang und machten als erstes einen Abstecher an die Costa Paradiso. Die Costa Paradiso ist ein Küstenabschnitt der gallurischen Nordküste. Es gibt hier eine große Feriensiedlung mit mehreren Restaurants und einem Supermarkt. Hunderte Ferienhäuser in der Anlage sind terrassenförmig in den Berghang gebaut und passen sich der Landschaft an.

    Früher schien die Zufahrt bewacht, doch das Pförtnerhäuschen war verwaist und wir fuhren bis zum Meer hinunter.

    Nachdem unterwegs keine Menschenseele zu sehen war, ging ich in die Tauchschule im Hafen. Nein, ich wollte nicht mit dem Tauchen anfangen, sondern hatte eine bestimmte Mission ;) . Bei den Reisevorbereitungen bin ich auf einen besonderen Lost Place gestoßen, aber ich hatte keine genaue Adresse. Deshalb fragte ich im Büro der Tauchschule nach. Da die Costa Paradiso aus einem Gewirr an kleinen Straßen und Wegen besteht, bat die Dame um mein Smartphone und tippte das Gebäude in G**gle Maps ein. Was für ein Service, aber nicht ohne den Hinweis, dass das Betreten des Grundstücks verboten ist. OK, das wusste ich schon, aber dennoch fuhren wir dank der Navigation bis ans andere Ende der paradiesischen Küste.

    Dort parkten wir in einer Sackgasse vor verschlossenem Tor, doch ich wusste aus Berichten, dass ein Stück weiter der Zaun niedergetrampelt ist. Wir konnten schlimmstenfalls erschossen werden :ccool und ein bisschen Abenteuer schadet doch nie.

    Unversehrt standen wir vor der La Cupola Grande, einem Haus wie man es noch nie zuvor gesehen hat.

    Die Affäre der Schauspielerin Monica Vitti mit dem Regisseur Michelangelo Antonioni ist eine der großen Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts. Das Paar ließ sich Anfang der siebziger Jahre an dieser Felsküste von den Bauunternehmern Giovanni und Sebastiano Pola dieses außergewöhnliche Liebesnest bauen: Eine Binishell, benannt nach dem Architekten Dante Bini. Kein Haus mit einem Dach, sondern eine Betonschale, die sehr futuristisch aussieht. La Cupola hielt jedenfalls länger als die Liebe der Beiden.

    Da das Haus weder bewohnt noch bewacht schien, wagten wir uns hinein.

    Es schien, als hätten die Besitzer alles zurückgelassen

    und/oder es hatten sich Obachlose eingenistet.

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    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • Was für eine Lage und Aussicht.

    Die Costa Paradiso mit ihren roten Porphyrfelsen ist eine Augenweide.

    Der Abstecher zu diesem Lost Place hat sich auf jeden Fall gelohnt.

    Unser nächster Halt war in Isola Rossa, einem beschaulichen Fischerdorf an der Nordwestküste. Hier wollten wir eine Wanderung entlang der roten Granitfelsen machen.

    Wir parkten am Torre Spagnola, einem ehemaligen Wachturm aus rotem Granit mit einem Durchmesser von 14 m und einer Höhe von 11,5 m. Der Wachturm wurde etwa zwischen 1578 und 1595 erbaut, um das Gebiet vor sarazenischen Piraten zu schützen. Im Inneren bot er Platz für bis zu fünf Schützen sowie eine Kanone an der Spitze.

    Die Wanderung fiel recht kurz aus, denn es war sehr heiß an dem Tag und nur ein Pfad durchs Gestrüpp vorhanden. Wir gingen zurück ins Dorf

    und bummelten am Hafen entlang. Eigentlich wollten wir in einem netten Restaurant zu Mittag essen, doch wir wurden mehrmals vertröstet, weil der Koch noch nicht da war. Um 13 Uhr fuhren wir hungrig nach Castelsardo weiter.

    Einen Abstecher zum Elefantenfelsen hatten wir aber noch geplant und der steht mitten in der Landschaft.

    Die Sehenswürdigkeit ist sehr beliebt und so dauerte es eine Weile, bis die ganzen Selfies erledigt und die Besucher abgezogen waren. Das kostete wieder Zeit und so langsam nagte der Hunger.

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    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • In Castelsardo

    war die Hölle los und wir fanden erst am Ortsende einen Parkplatz. Direkt am kleinen Strand

    ist ein Restaurant. Wir sind sofort hingelaufen und setzten uns an einen der freien Tische. Das Personal hatte sich viel zu erzählen, denn es dauerte 10 Minuten bis endlich die Chefin wortlos mit einer Karte an unseren Tisch kam. Dass sie sprechen kann hatten wir ja gehört, also war sie aus anderen Gründen stumm bzw. unfreundlich. Wenn sich das ein Gastronomiebetrieb erlauben kann, dann dürfen sie gerne auf uns verzichten. Wir standen auf und gingen zum Auto.

    Mittlerweile war es schon kurz nach 14 Uhr und die Zeit drängte, denn die Restaurants schließen meistens pünktlich um 14.30 Uhr. Im nächsten Ort hatten noch zwei Restaurants geöffnet. Das eine war jedoch mehr eine Snackbar und das andere gut bewertet. Auch hier musste man Zeit mitbringen, doch wir wurden noch freundlich bedient. Die Betonung liegt auf noch.

    Wir essen zwar sehr gerne Fisch, doch an diesem Tag bestellten wir ein Entrecote. Tja, das war eine sehr schlechte Wahl. Nach einer gefühlten Ewigkeit servierte man uns fast noch rohe, kalte Fleischstücke, die die Konsistenz von Gummistiefeln hatten. Daneben lagen lauwarme Pommes. Ich reklamierte das Essen sofort. Daraufhin legte der Koch das Geschnetzelte auf einem Fladenbrot ein zweites Mal auf den Grill. Was sollte das bitte bewirken!? Jedenfalls bekamen wir die noch immer rohen, aber nun etwas angewärmten Stücke mit den nunmehr hartfrittierten Pommes zurück. Also ging ich erneut zum Koch … der nun endgültig in seiner Ehre gekränkt war und uns mit den Armen fuchtelnd aus dem Lokal schmiss :rolleyes: . Ich wollte wenigstens die Getränke bezahlen, doch auch das lehnte er ab. Also die Sarden in und um Castelsardo scheinen schon etwas speziell zu sein.

    Mittlerweile war es 15.30 Uhr und alle anderen Lokalitäten hatten zu. Gut, dass ich noch ein paar Chips und Kekse im Auto hatte.

    Wir fuhren zur Halbinsel Stintino weiter und checkten im Park Hotel Asinara ein. Das renovierte Hotel liegt etwas außerhalb der Stadt und hat sehr geräumige Zimmer.

    Anschließend fuhren wir in den Ort und wurden fündig :^^ . Ein einziger Imbiss hatte durchgehend geöffnet und der frisch zubereitete Burger mit Pommes war sehr lecker. Gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Dort fragte ich an einem Schalter nach einem Ausflug auf die Nachbarinsel. Da die Dame nur Italienisch sprach, schickte sie uns zum Schalter an der Hauptstraße. Dort holten wir uns Tickets für den nächsten Morgen. Da der Ausflug ohne Verpflegung war, gingen wir in den nächsten Supermarkt und kauften etwas Käse, eine Gurke sowie Knusperbrötchen.

    Die Halbinsel Stintino verfügt über einen der Traumstrände der Insel, den Pelosa Beach. Den beliebten Strand wollten wir uns noch kurz anschauen. Die Parkplätze am Strand sind rar. Der Aufenthalt muss online reserviert werden, da die Personenzahl begrenzt wurde. Es ist verboten, Liegematten, Handtücher sowie Verpflegung mitzubringen. Man möchte nämlich vermeiden, dass noch mehr von dem weißen Sand wegkommt. Deshalb können am Strand nur Liegestühle zu gesalzenen Preisen gemietet werden oder man steht den ganzen Tag im Wasser. Der Strand kostet Eintritt und die Parkgebühren kommen obendrauf. Da wir ohnehin keine Wasserratten sind, schauten wir uns den Beach nur von weitem an.

    Auf das Abendessen konnten wir an dem Tag getrost verzichten, denn der Burger vom späten Nachmittag war mehr als sättigend.

    Wir hätten nie vermutet, dass man in Bella Italia, wo der Himmel voller Pizza und Pasta hängt, so Hunger leiden muss {a . Aber wir waren ja auf Sardinien und wahrscheinlich war das wieder einmal mehr unserem Essens-Pech auf Reisen geschuldet {e .

    Link zur Karte

    Unterkunft: Park Hotel Asinara, Stintino

    Preis: 232,16 € für 2 Nächte inkl. Frühstück und Kurtaxe

    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • Hallo Angelika,

    Auf Bild 4178 sieht der Kletterstrand aber schon klein aus!

    ach, den meintest du. Der Strand in der kleinen Bucht auf der Halbinsel Capo Testa heißt Spiaggia Cala Francese und da kommt man ohne Kletterei vom Leuchtturm aus hin. Beim Leuchtturm führt ein Pfad nach unten zur Bucht.

    Und ich hätte wahrscheinlich kapituliert und mich in nächsten Supermarkt eingedeckt

    Gute Idee, nur leider gab es auf der Strecke weit und breit keinen Supermarkt. Wenn wir das geahnt hätten, wären wir morgens in Santa Teresa noch kurz in den Supermarkt.

    Zu der Zeit merkte man die Nachwirkungen von Covid sehr. Der Tourismus lief erst langsam wieder an. Unterwegs sahen wir viele geschlossene Restaurants.

    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • 5. Tag – Die Nationalparkinsel Asinara, das Alcatraz des Mittelmeers

    An diesem Morgen wurden wir mit dem besten Frühstücksbüffet der ganzen Reise überrascht. Es gab erstaunlich viele herzhafte Speisen, wie z. B. warme Quiche oder Gemüsekuchen.

    Da wir Tickets für einen Tagesausflug ohne Verpflegung hatten, brauchten wir eine gute Grundlage. Wir konnten gemütlich frühstücken, denn das Boot sollte erst um 10.30 Uhr ablegen.

    Kurz nach halb elf tuckerte es im Hafen ein.

    Die Holzklasse war weniger gut besucht, da sich die meisten Ausflügler draußen auf dem Deck aufhielten.

    Nach der Ankunft

    rannten fast alle nochmals zur Toilette und/oder an den einzigen Kiosk auf der Insel. Danach wurden die Passagiere auf die Waggons verteilt.

    Ich hoffe, man kann die rot gestrichelte Linie einigermaßen erkennen, denn das war die Route. Es gibt nur diese eine Hauptstraße und die endet in Cala d’Oliva.

    Da es sich um einen Nationalpark handelt, dürfen Besucher die Insel nur mit Touranbietern besuchen. Es gibt auch Katamaran- oder Jeeptouren oder man kann sich E-Bikes reservieren. Golf Carts sind uns auch ein paar begegnet.

    Doch vor der Abfahrt kommt erst die Auflösung, warum Asinara das Alcatraz des Mittelmeers war:

    Von 1885 bis 1999 wurde die Insel als Gefängnisinsel genutzt. Verbrecher wurden vom italienischen Festland, zum Missfallen der Sarden, auf die Insel gebracht.

    Auf Asinara befand sich im Ersten Weltkrieg ein Kriegsgefangenenlager für Soldaten der österreichisch-ungarischen Armee. Es waren überwiegend Kriegsgefangene, die nach dem Zusammenbruch der serbischen Front im Spätherbst 1915 infolge des siegreichen Serbienfeldzuges von der serbischen Armee auf ihrem Rückzug durch Montenegro und Albanien mitgeführt worden waren. Zu Beginn des Marsches waren es etwa 50000 Gefangene. Bereits auf dem Marsch starben tausende von ihnen an der Cholera. In den von Italien kontrollierten Häfen von Durazzo und Valona wurden die Gefangenen schließlich nach Asinara verschifft. Auf der Überfahrt nach Asinara starben weitere 1500 Gefangene, so dass nur noch etwa 24000 dort ankamen. Das Kriegsgefangenenlager auf Asinara war nicht auf eine solche Anzahl von Gefangenen eingestellt. Weitere 7000 Gefangene starben in den ersten drei Monaten auf der Insel. Von den Überlebenden wurden im Juli 1916 etwa 16000 an Frankreich übergeben.

    Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges nahm das Lager nochmals etwa 300 aus dem Trentino stammende ehemalige österreichisch-ungarische Kriegsgefangene auf. Nach ihrer Freilassung durch die Bolschewiki in Russland waren sie erneut inhaftiert worden, weil man befürchtete, dass sie kommunistische Propaganda verbreiten könnten. Während des Abessinienkriegs in den 30er Jahren diente die Insel nochmals als Kriegsgefangenenlager. Bis 1997 hielt man dort verurteilte Mitglieder der Mafia gefangen.

    1997 wurde der Nationalpark Asinara eröffnet. Eine Besonderheit der Insel sind die leuzistischen weißen Esel, die unter strengem Schutz stehen (Quelle).

    Was sind wir froh, dass wir heutzutage alle Informationen übers Internet erhalten, denn unsere Tourguides verstanden wir mit ihrem Italenglish kaum.

    Wir fuhren an Festungs- und Gefängnisruinen vorbei

    und genossen die weitestgehend unberührte Landschaft bei kühlendem Fahrtwind.

    Es gab zwischendurch nur einen Stopp, wo etwas über die endemischen Pflanzen erzählt wurde.

    Dann sahen wir zwei der weißen Esel.

    Der nächste Stopp war gleichzeitig die Mittagspause mit Badeaufenthalt.

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    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • Der kleine Strand ist eigentlich der Ruheplatz der grauen und braunen Esel, von denen es auf der Insel recht viele gibt. Sie drückten ihren Protest gegen die Ruhestörung damit aus, dass sie auf der Straße hin und her galoppierten.

    Andere suchten eher die Gesellschaft und ließen sich dabei nicht beim Säugen stören.

    Wir planschten zur Abkühlung ein bisschen im wohltemperierten Meer und aßen dann unsere Knusperbrötchen.

    Bei 30°C hatten wir mangels Kühltasche Schmelzkäse auf den staubtrockenen Crustinis. Die restlichen verfütterte ich an die Esel, die sich darüber freuten.

    Oberhalb der Bademöglichkeit gibt es noch die kleine Kirche Ossario Austro-Ungarico dell'Asinara,

    die eher ein Gebeinhaus ist.

    Beim Fotografieren

    entdeckte ich eine viel schönere Badebucht,

    von der ein paar andere Ausflügler wussten. Aber da war es schon zu spät, denn der E-Zug stand abfahrbereit.

    Nach ein paar Kilometern stiegen ein paar Passagiere aus und besuchten die Schildkröten-Klinik. Die meisten fuhren aber bis Cala Reale weiter.

    Auch in Cala Reale sind die meisten Gebäude verfallen.

    ...

    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • Nur ein Anwesen wird noch gepflegt.

    Der Königspalast war die Sommerresidenz des Hauses Savoyen und ist heute Sitz der Parkverwaltung und des Umweltministeriums.

    In Cala Reale verlängerte sich unser Aufenthalt, da zwei ältere Italienerinnen verschwunden waren. Die Damen besuchten die Schildkrötenklinik und überhörten die Anweisung, dass sie anschließend den Kilometer bis nach Cala Reale zu Fuß gehen sollten. Die Aufregung seitens der Tourbegleiter war groß, denn die Zeit drängte. Nach 20 Minuten schlenderten die betagten Damen palavernd die Straße entlang und unsere Guides explodierten fast. Nachdem sich die Aufregung etwas gelegt hatte und alle Passagiere an Bord waren, setzen wir uns Fahrt nun etwas rasanter fort. Ich kam mir wie auf Lummerland vor {a .

    Hier in Cala d’Oliva stiegen ein paar Leute aus, um in der schönen Bucht zu baden.

    Alle anderen fuhren bis zur Endstation, dem einzigen restaurierten Gefängnis weiter.

    Es handelte sich dabei jedoch mehr um eine Gefangenenkrankenstation.

    Die Zellen hatten sogar ein eigenes Badezimmer.

    Auf der Rückfahrt stiegen die vier Schwimmer wieder zu und wir fuhren ohne weiteren Halt die 30 km bis zum Hafen zurück. Das Boot wartete bereits und nach 20 Minuten erreichten wir den Porto Turistico in Stintino. Das war ein toller und lehrreicher Ausflug.

    Ich brauche es nicht erwähnen, dass wir nach der Ankunft um 18 Uhr ziemlich Hunger hatten :eessen . Aber um diese Zeit bekommt man überall nur einen Aperitif. So fuhren wir erst einmal zum Hotel, duschten und waren pünktlich um 19.30 Uhr im Hafenrestaurant Lu Fanali. Dort bestellten wir uns den Grill-Fischteller und dazu noch je einen gemischten Salat. Mit den Softdrinks und der Coperto bezahlten wir 72 € und waren immer noch hungrig.

    In dieser Nacht regnete es und zwar so stark, dass das Wasser von der Zimmerdecke und knapp am Fernseher vorbei tropfte. Ich legte vorsichtshalber Handtücher aus.

    Unterkunft: Park Hotel Asinara, Stintino

    Preis: 232,16 € für 2 Nächte inkl. Frühstück und Kurtaxe

    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • Dort bestellten wir uns den Grill-Fischteller und dazu noch je einen gemischten Salat. Mit den Softdrinks und der Coperto bezahlten wir 72 € und waren immer noch hungrig.

    Hoffentlich hat es gut geschmeckt. Den Preis finde ich happig, aber ich kenne mich ja nicht so gut aus.

    Friedrich hat einmal die Erfahrung gemacht und den Fang des Tages zu bestellen, ohne nach dem Preis zu fragen. Der Fisch war lecker und er wurde satt, aber die Rechnung ließ ihn fast die Tränen in die Augen schießen. Er hat aber ohne mit der Wimper zu zucken bezahlt und noch ein Trinkgeld gegeben. Ich bekam nur ein Rührei mit Pommes, aber in einem Fischlokal darf ich keine großen Ansprüche stellen. ;)


    Die Insel hört sich richtig interessant an!

  • Hallo Petra,

    Hoffentlich hat es gut geschmeckt. Den Preis finde ich happig, aber ich kenne mich ja nicht so gut aus.

    Fangfrischer, gegrillter Fisch ist meistens geschmacksneutral. Der Preis war wirklich happig.

    In Sardinien sind eigentlich nur die Pizzen preiswert. Bei allem anderen wird man nur satt, wenn man als Vorspeise Pasta bestellt.

    Friedrich hat einmal die Erfahrung gemacht und den Fang des Tages zu bestellen, ohne nach dem Preis zu fragen. Der Fisch war lecker und er wurde satt, aber die Rechnung ließ ihn fast die Tränen in die Augen schießen.

    Das mit dem Fang des Tages ist so eine Sache. Man weiß halt nie, was auf dem Teller landet. Da der Preis nach Gewicht geht und man den Kilopreis nicht kennt, kann das ganz schön teuer werden.

    Ich bekam nur ein Rührei mit Pommes, aber in einem Fischlokal darf ich keine großen Ansprüche stellen.

    Immerhin hatten die Eier.

    Die Insel hört sich richtig interessant an!

    Ja, das ist sie und nur deshalb übernachteten wir in Stintino. Schade, dass das Hotel nur Frühstück anbietet.

    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

  • 6. Tag – Von Stintino nach Alghero

    Argentiera, Neptungrotte und Alghero

    Bevor wir uns auf den weiteren Weg machten, schlemmten wir uns noch einmal durch das geniale Frühstücksbüffet.

    Als erstes hatten wir den ehemaligen Bergbauort Argentiera auf dem Programm. Argentiera ist eine historische Bergwerkssiedlung. Bereits Römer, Karthager und Genuesen bauten hier Silber, Eisen, Blei, Arsen und Quecksilber ab. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde mit damals moderner Technik geschürft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Bergbau aufgegeben und die Förderanlagen verfielen.

    Der erste Eindruck glich einer Geisterstadt und die hatte ich eigentlich auch erwartet. Vom quirligen Leben der damaligen Minenstadt war nicht mehr viel übrig.

       

    Zwei kleine Strände gibt es, doch so richtig einladend sind die an so einem regnerischen Tag nicht.

    So schlenderten wir durch den Ort

    und hätten fast den unscheinbaren Eingang zum Museum verpasst.

    Das Museum wurde erst vier Wochen zuvor als Weltkulturerbe eröffnet, war gratis und eine junge, total motivierte Mitarbeiterin freute sich, dass wir die ersten Besucher am Morgen waren. Wir kamen in den Genuss einer Privatführung.

    Sie zeigte uns, dass die Gegend damals voller Stollen war. Allerdings wäre nur Blei und Zink geschürft worden.

    ...

    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

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