Live von unserer Rundreise Vancouver und Vancouver Island

  • Hallo aus Vancouver!

    Es ist eine lange Reise ehe man Vancouver erreicht, liegt sie doch knapp 8.000 km Luftlinie von Hannover entfernt. Der Zeitunterschied von 9 Stunden ist auch nicht zu verachten. Mit Lufthansa sind wir von Hannover über Frankfurt geflogen. Wir starteten mit Verspätung, kamen aber pünktlich in Vancouver an. Der Flug verlief unspektakulär, das Flugzeug war voll, die Flugbegleiter nett, das Essen schmeckte und dfür Unterhaltung war gesorgt. Friedrich versuchte den Schachcomputer zu überlisten, aber er hatte keine Chance. Ich vertrieb mir die Zeit mit Sodoku und Mahjong.

    Die Einreise erfolgte über Selbstbedienungs-Terminals, das ging schnell und klappte gut. Am Flughafen tauschten wir ein paar Euro in kanadische Dollar um, dann nahmen wir die Canada Line (Metro) bis zum Zentrun, Fahrpreis rund 10 CAD.

    Von der Metrostation war es dann nicht mehr allzuweit bis zu unserm Hotel. Das Wetter war sonnig bei 20°C.

    Wir blieben auf, um uns an die Uhrzeit hier zu gewöhnen und machten einen kleinen Spaziergang zur Waterfront. Dort gab es dann ein erstes Kaltgetränk, für ein kleines Bier 8 CAD plus Steuern. Ja, günstig ist es hier nicht. Bevor wir wieder zurück ins Hotel gingen, machten wir noch Halt beim Hungry Zus und aßen ein leckeres Falafel-Gericht.

    Nun waren wir 24 Stunden auf und langsam machte sich das bemerkbar.

    Morgen treffen wir uns mit Betty und Abe, sie wohnen hier in der Nähe. Vor einigen Jahren haben wir uns auf einer Kreuzfahrt getrocffen.

    Viele Grüße
    Petra

    Bild 1: Zimmer im YWCA Hotel

    Bild 2: Waterfront Station

    Bild 3: Kreuzfahrt-Terminal

    Bild 4: Skulptur Royal Sweet Diamond

  • Guten Morgen, die Nacht war dann um halb 5 vorbei, macht nichts, wir wollen eh immer früh aufstehen. Friedrich ist unterwegs, er guckt schon ein wenig rum, es ist gerade 6:55 h, vielleicht findet er einen Bäcker.

    Hier im Hotel gibt es kein Frühstück. Wir sind im YWCA Hotel in der Beatty Street untergebracht. YWCA (Young Women’s Christian Association) ist eine der größten weltweiten ökumenischen Frauenorganisation der Welt mit 122 Nationalverbänden, der Sitz ist in Genf. Es gibt mehrere Küchen, Waschmöglichkeiten und verschiedene Angebote an Zimmer, manche mit gemeinsamen Badezimmer.

    Unser Zimmer ist mit den 2 Queensize-Betten recht groß, wir haben ein eigenes Bad, das WLAN funktioniert gut und nachher schauen wir uns die Rooftop-Terrasse im 11. Stock an.

    Die Hotelpreise sind nicht nur hier in Vancouver unheimlich hoch. Wir sind mit der Wahl sehr zufrieden, Ich habe die Buchung über den Veranstalter Canusa gemacht, wie auch das Auto und die Hotels auf der kommenden Rundreise.

    Nicht nur in Hannover heißt es: Wir treffen uns an der Kröpke Uhr, auch hier gibt es ein Meet You Under The Clock!

    Bild 1: das YWCA-Hotel
    Bild 2: Waterfront Station, das Bild von der Halle habe ich gestern Abend schon gezeigt

    Bild 3 + 4 die Uhr

  • Hier die Karte von unserm Spaziergang gestern:

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    Im Übrigen schließe ich diesen Thread, Kommentare werden gerne gelesen :) Diese bitte hier hinschreiben:
    Kommentar-Thread zum Reisebericht: Live von unserer Rundreise Vancouver und Vancouver Isl

  • Vancouver - 27.07.2024 - Treffen mit Freunden

    Als wir vor 14 Jahren unsere große Schiffsreise: In 66 Tagen einmal um die Welt unternahmen, trafen wir Betty & Abe auf dieser Reise. Wir unternahmen einiges zusammen und blieben weiterhin - dank FB - in Kontakt. Als sie hörten, dass wir ein paar Tage in Vancouver sind, machten wir gleich einen Termin aus.

    Nun wohnen sie zwar nicht mehr direkt in Vancouver, sondern sind "auf s Land" gezogen, aber Nichte und Neffe haben noch eine Stadtwohnung in Yaletown, die nun - nach Corona - als "Familienübernachtungswohnung" genutzt wird.

    Das Beste war, sie liegt nur rund 600 m von unserem Hotel entfernt. Nach dem Frühstück, es gab einen Kaffee aus der Lobby und ein paar süße Stückchen vom Seven Eleven, giingen wir los.

    Die Freude war auf beiden Seiten groß, wir hatten uns viel zu erzählen und so ging die Zeit dahin. Mittags gab es selbstgemachte Süppchen. Später saßen wir gemütlich auf dem Balkon. was für eine Aussicht.

    Die Vorfahren von Abe kamen aus Russland/Polen, vermutlich Preußen. Sie mussten das Land verlassen und sind zunächst nach England. Von dort ging es dann nach Kanda, weil sie dort ein Stück Land geschenkt bekamen. Als Abe klein war, wurde im Elternhaus noch deutsch gesprochen. Heute kann er kaum noch etwas. Es ist immer interessant, was man so über die Mitmenschen erfährt. <3

  • Wir wussten nicht, dass Betty & Eve den ganzen Tag mit uns verplant hatten. Natürlich gefiel uns das sehr, wir hatten uns auch nichts anders für den Tag vorgenommen.

    Am Abend gingen wir in Yaletown in ein Restaurant, das MeeT heißt. Nein, es ist kein "Fleischrestaurant", sondern ein veganes!

    Wir bestellten vier verschiedene Gerichte zum Teilen:

    OYSTER MUSHROOM KALAMARI
    STEAK TACOS
    BC POUTINE
    SOUTHERN FRIED CHICK’UN BURGER

    Ich habe dann allerdings noch einmal extra nachgefragt, ob wirklich alles vegan ist. Die Namen der Gerichte ließen mich doch ein wenig zweifeln. Nein, dafür gab es keinen Grund, alles war vegan und sehr schmackhaft!

    Poutine ist ein kanadisches Gericht und heißt übersetzt so wie "Sauerei", alles wird zusammengeschmissen. Sie besteht meist aus dick geschnittenen Kartoffeln, Cheddar-Käse und Bratensauce und je nachdem noch Fleischstückchen.

  • Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zur English Bay, rund 2,5 km. Erst wollten wir die Öffis nehmen, entschieden uns aber den Hinweg dann doch zu laufen.

    Ich wunderte mich schon über die Polizeipräzens und dass viele Straßen für Autos gesperrt waren, denn es waren Menschenmassen unterwegs, Alte, Junge, Kinder, Hunde, mit Picknickkkorb, Sonnenschirm und Stühlen.

    Wir wollten uns das Feuerwerk Celebration of Light mit vielen anderen Hunderttausenden anschauen.:D

    Das Festival findet jedes Jahr an 3 Tagen Ende Juli statt. Es ist ist ein internationaler Wettkampf von Feuerwerkskünstlern und weltweit die größte Veranstaltung dieser Art.

    An diesem Tag waren Feuerwerkskünstler aus Great Britain dran, es war die letzte Veranstaltung in diesem Jahr. Wow, das war eine einmalige Show. Allerdings mussten wir bis 22 Uhr warten, ehe sie begann. Dann folgten 45 Minuten allerfeinstes Feuerwerk. (Über Sinn und Unsinn lässt sich natürlich streiten ;) ) Uns gefiel es sehr. Das Feuerwerk begann mit einer Drohnenshow, die Bilder am Himmel malte, unbeschreiblich! Alles wurde mit 14 bekannten Musikstücken unterlegt.

    Mit dem Fotografieren, das war natürlich nichts. Ich habe ein paar Schnappschüsse gemacht, aber es war immer irgendwo ein Kopf oder besser gesagt ein Handy dazwischen. {a Ich habe noch ein paar Videoclips aufgenommen, aber mit diesem kleinen Laptop kann ich sie nicht vernünftig bearbeiten, das bleibt dann für später.

    Der Rückweg war ja mit den Öffis geplant, aber das war wohl nix. Wir sahen in Yaletown später die Schlangen die vor dem Eingang der Metro warteten, das kann man sich nicht vorstellen!

    So liefen wir zu Fuß zurück, verabschiedeten uns von Betty & Abe und gingen ins Hotel zurück. Wir sanken ins Bett und waren kaputt ohne Ende.

    Aber, es war so schön alles, der ganze Tag!


  • Mit dem Auto von Vancouver nach Sechelt am 28.7.2024

    Die Nacht war kurz, zu kurz, denn wir wollten um 10 Uhr unser bestelltes Auto am Flughafen abholen. Wir nahmen wieder die Canada Line zum Flughafen und wieder gab es ein Problem mit unseren neuen Kreditkarten. Mal funktioniert das kontaktlose Bezahlen, mal nicht, nur die PIN wird nicht angenommen. Egal, ob mit Friedrichs oder meine Karte. Mittlerweile haben wir das geklärt, unser Bankbetreuer hat umgehend auf meine Anfrage geantwortet. Ich habe heute mit PIN Geld vom ATM abheben können. Wir haben natürlich auch noch Karten einer anderen Bank dabei, so dass wir abgesichert sind. Es ist halt nur nervig gewesen.

    Wir bekamen einen fast neuen Mazda (mit Parkhilfe!, Automatik aber ohne GPS). Da fing das nächste "Drama" an, denn mein Glocalme wollte einfach nicht funktionieren. Toll, wenn man sich darauf verlassen hat. 8| Aber ich hatte noch meinen Garmin mit und ich habe mir für diese Reise aktuelle Karten gekauft, so konnte ich zumindest sehen, wie wir fahren müssen. :thumbup:

    Da wir auch durch Vancouver fahren mussten, haben wir uns doch ein paar Mal verfahren, aber wir fanden immer wieder den richtigen Weg. Mittlerweile habe ich das Problem mit dem Glocalme auch gelöst, ich musste ein Reset durchführen, da ich ja das Handy gewechselt hatte. Auch der Service der Kartenfirma war super, sie haben mir umgehend diesen Tipp geschrieben.

  • Im Prinzip mussten wir eigentlich nur die 99 fahren, wir schafften es allerdings in North-Vancouver nach der Überquerung der Lions-Gate Bridge den Marine Drive entlang der Küste zu nehmen. Sicherlich die schönere Strecke, nur gab es später keine Möglichkeit auf die 99 zu wechseln. So mussten wir auch hier einen kleinen Umweg fahren, um zum Fähranleger Horseshoe Bay zu kommen.

    Aber wir hatten wieder Glück, die große Auto-Warteschlange galt nicht unserer Fährverbindung nach Langdale, sondern die meisten wollten nach Nanaimo auf Vancouver Island. So war unsere Sorge umsonst, dass wir keinen Platz bekommen könnten. Wir hatten Poleposition und kamen sogar als erste auf die Fähre.

    Die Fährtickets haben wir auch über den Canusa-Veranstalter gebucht, allerdings als offene Tickets. Nur zwei wichtige Strecken haben wir mit festen Zeiten gebucht.

    Während ich auf der Fähre in die Ferne aufs Wasser schaute, wehte der Wind meine Brille aufs Deck, die sich komischerweise AUF meinem Kopf befand. Dieser Teil durfte nicht betreten werden, aber ein Motorradfahrer hatte die zündende Idee, er nahm einen langen Wischmop und lehnte sich weit über die Brüstung und schaffte es tatsächlich die Brille wieder "an Land" zu holen.

  • Die Fährfahrt dauerte nicht sehr lange und auch die anschließende Autofahrt nach Sechelt ging flott voran. Da uns der Hunger plagte und der Checkin erst ab 15 Uhr möglich war, gab es erst einmal eine große Pizza, die wir uns geteilt haben.

    Untergebracht sind wir etwas außerhalb von Sechelt im "The Oceanside". Wir bekamen ein schönes großes Zimmer mit Balkon, allerdings ohne Fahrstuhl, so dass wir unser Gepäck die Treppenraufschleppen mussten.. Friedrich war geschafft und legte sich aufs Ohr. Ich drehte eine kleine Runde und setzte mich auf eine Bank mit Blick aufs Meer.

    Viel mehr unternahmen wir nicht.

    Viele Grüße
    Petra

  • Hier die Karte zu dieser Tour:

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  • Ein verregneter Tag in Sechelt

    Als wir am nächsten Tag aus dem Fenster schaute, regnete es und es sollte den ganzen Tag so bleiben mit kurzen Regenunterbrechungen.

    Wir befinden uns nun an der Sunshine Coast. Hier kommt man nur per Flugzeug oder mit der Fähre. Entsprechend abgeschieden und wenig bewohnt ist diese Gegend.

    Wiki schreibt: Sechelt leitet seinen Namen von den Sechelt oder Shishalh ab, einem Stamm der Salish-Sprachgruppe, der auf der östlichen Seite der Strait of Georgia ansässig ist. Sie gehören, wie die Pentlatch und die Comox der Gruppe der nördlichen Küsten-Salish an.

    Nach einem "lazy" Vormittag fuhren wir zur Touristeninformation und holten uns ein paar Ideen. Leider war das ansässige Museum ausgerechnet heute wegen Arbeiten geschlossen. Wir hätten uns gerne noch weiter über die Shishalh (First Nation) informiert, die sich selber verwalten.

  • Wir machten noch einen kleinen Spaziergang, Friedrich suchte ein paar schöne Steine :mrgreen, das war´s dann auch schon. Ich kann aber jetzt schon verraten, am nächsten Tag wurde es dann besser und für morgen haben sie 28 Grad vorhergesagt!

  • Earls Cove - Saltery Bay - Powell River - Comox - Campbell River

    Wir hatten einen langen Reisetag vor, denn wir mussten mit zwei Fähren fahren. Das kleine Problem war, die erste Fähre konnten wir nicht buchen und es gab nur eine Handvoll Fährverbindungen für die zweite Überfahrt. Daher hatten wir auch im Vorfelde die Überfahrt für 17:30h fest gebucht. (Kosten 20 CAD zusätzlich nur für die Buchung)

    Die Fahrtstrecken zwischendurch hielten sich im Rahmen, wir dachten, dass man sich unterwegs noch so einiges anschauen könnte, aber auch das war ein Trugschluss. Es gab einfach nichts zu schauen.

    Wir fuhren also zeitig von Sechelt los, Frühstücken wollten wir unterwegs, aber auch das klappte nicht so richtig. Da es unterwegs nichts groß zu sehen gab, kamen wir sehr früh nach rund 60 km am Earls Cove an. Alles war menschenleer und das Café war NICHT geöffnet. }a

    Als ich dann das Schild von den Schwarzbären sah, die hier auch manchmal rumliefen, habe ich mich lieber in Friedrichs Nähe aufgehalten. {a

    Nach und nach wurde es voller und pünktlich fuhren wir dann los.


  • Die Überfahrt nach Saltery Bay dauerte nur 50 Minuten.. Von dort fuhren wir wir nach Powell River zur nächsten Faähre. Für die 30 km brauchten wir etwas mehr als 30 Minuten und sahen noch die 11:50 - Fähre, die gerade ablegte.

    Nun hatten wir jede Menge Zeit, denn die nächste Fähre fuhr erst um 17:30. Das war eigentlich zuviel Zeit, denn auch hier in Powell River gibt es nicht viel, was man unternehmen kann. So suchten wir uns ein Restaurant, denn wir waren nun wirklich hungrig.

  • Hier die Karte zu der Fahrt:

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  • Nachdem wir gesättigt waren, hatten wir immer noch viel Zeit, die wir überbrücken mussten. So machten wir zunächst einen Rundgang durch den Ort.

    Auch Powell River liegt ziemlich isoliert. Um vom Festland dorthin zu kommen, muss man immer mindestens 2 verschiedene Fähren nehmen, oder man fliegt von Vancouver Island dorthin. Die landebahn in Powell River ist nur etwas über 1 km lang.

  • An der Willingdon Beach machten wir auch einen Stop. Das ist eine sehr schöne Anlage, mit großem Spielplatz für KInder und einem Campingplatz.

    Wir hätten und auch gerne die Flussmündung des Powell Rivers angeschaut, aber da kommt man leider nicht hin.

    1912 wurde an der Flussmündung die erste Zellstofffabrik (Powell River Mill) gegründet. (Bild 9 + 10)
    Ursprünglich lebte hier das Volk der Tla'amin, einer der vielen vielen einheimischen Stämme der Küsten-Salish.

  • Dann war es endlich so weit, wir konnten auf die Fähre. Nach rund anderthalb Stunden erreichten wir bei Comox Vancouver Island. Bis zu unserer Unterkunft (Hotel Coast Discovery Inn) in Campbell River fuhren wir dann noch einmal über eine Stunde. Dann hatten wir es geschafft. Das war ein langer Reisetag.

  • Hier die Karte zu dieser Fahrt:

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