Unsere Reise nach Indien

  • Etappe 1: Anreise nach München ✈️

    Für Ende Januar haben wir uns erneut für einen Trip nach Indien entschieden. Im letzten Jahr hat es uns dort so gut gefallen, dass wir unbedingt wieder hinwollten. Da Bahn- und Flugverkehr zu dieser Jahreszeit nicht immer zuverlässig sind, beschlossen wir, bereits am Vortag nach München zu reisen. Normalerweise verbinden wir das mit einem Treffen mit Freunden, doch diesmal bekamen wir erst einen Flug am Nachmittag.

    Frühzeitig fuhren wir mit dem Auto zum Bahnhof, stellten es dort ab und nahmen den Zug nach Hannover. Am Bahnsteig wurden wir schon von unserer Enkeltochter erwartet – sie kam gerade aus einer Uni-Vorlesung. Wir hatten uns am Hauptbahnhof verabredet, um ihr den Autoschlüssel zu übergeben, damit sie mit unserem Wagen wieder nach Hause fahren konnte. Jeder von uns gönnte sich noch ein leckeres Crêpe, dann fuhren wir weiter zum Flughafen und Jenni zurück nach Hause. Während wir unterwegs sind, hütet sie das Haus und kümmert sich liebevoll um unsere Katze Sally.

    Der Flug startete pünktlich in Hannover und landete ebenso pünktlich in München. Wegen der Domotex, einer internationalen Fachmesse für Bodenbeläge und Teppiche, war die Maschine komplett ausgebucht. Wir ließen uns den Rote-Bete-Salat mit Ziegenkäse und ein Gläschen Rotwein schmecken.

    Da wir in München übernachten wollten, hatten wir unsere Koffer nur bis dorthin eingecheckt. Die Wege zur Gepäckausgabe waren lang, wir mussten sogar mit dem Shuttle fahren – aber alles gut machbar. München ist eben eine andere Kategorie als Hannover 😉

    Am Gepäckband 21 sollten unsere Koffer ankommen. Zunächst hieß es, es dauere 16 Minuten. Wir warteten 30. Dann erschien „ongoing“, und wir bekamen eine Nachricht aufs Handy: Ihr Gepäck steht am Gepäckband 21 bereit. Kurz darauf: Ihr Gepäck wird nun ausgeliefert. Nur – es kam nichts. Einige Reisende schimpften, andere liefen nervös umher. Wir kamen mit einem Mann aus Dubai ins Gespräch, der noch drei Stunden Zeit hatte, bevor sein Weiterflug ging. Ich erzählte ihm, dass ich vor 30 Jahren einmal in Dubai war. Er meinte, ich würde die Stadt heute nicht wiedererkennen.

    Irgendwann erschien auf der Anzeige: Hannover – Completed! 😳
    Was??? Kein einziger Koffer aus Hannover war angekommen. Was für ein Ärger. Also machten wir uns auf den Weg zum Schalter bei Gepäckausgabe 8. Unterwegs schaute ich auf jedes Band. Bei Band 15 lud ein Flughafenmitarbeiter gerade viele Koffer auf ein Wägelchen. Ich sah genauer hin – und tatsächlich: Auf dem Band drehten noch einige Koffer ihre Runden.

    Juhu! Unsere beiden Koffer waren dabei. 🎉
    Was für ein Glück – und was für ein Durcheinander am Flughafen. Warum wurden wir nicht informiert? Während Friedrich auf die Koffer aufpasste, lief ich weiter zum Lufthansa-Schalter, um die anderen wartenden Reisenden über die gute Nachricht zu informieren. Man konnte förmlich hören, wie ihnen die Steine vom Herzen fielen. Sie rannten zum Band und erwischten den Mitarbeiter gerade noch, bevor er die Koffer wegfahren wollte, weil sie vermeintlich nicht abgeholt wurden.

    Was für ein Chaos. Wir waren heilfroh, unsere Koffer zu haben, und machten uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Mit dem Bus 635 fuhren wir zwei Stationen (Ticket 2,10 € pro Person) und checkten im Novotel München Airport ein. Knapp zwei Stunden hatte das ganze Hin und Her gedauert.

    Da wir auf dem Flug schon gut versorgt worden waren, blieben wir im Hotel – für weitere Abenteuer hatten wir heute keine Energie mehr.

    Viele Grüße
    Petra

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  • Etappe 2: Mit Lufthansa von München nach Mumbai ✈️

    Heute Morgen sind wir früh aufgestanden, haben unsere Koffer gepackt und sind mit dem Bus vom Novotel zum Flughafen gefahren.

    Die Gepäckaufgabe verlief zügig, wir erhielten unsere Bordkarten und gingen direkt durch die Sicherheits- und Passkontrolle. Danach suchten wir uns eines der vielen Lokale aus und frühstückten in Ruhe.

    Irgendwann stellten wir fest, dass es Zeit wurde, sich Richtung Gate zu bewegen. Gut, dass wir uns rechtzeitig auf den Weg machten – wir mussten nämlich noch mit dem Shuttle fahren, um zum Gate zu gelangen. So oft sind wir ja nicht in München unterwegs; in Frankfurt kenne ich mich deutlich besser aus. Aber keine Panik – wir hatten noch genügend Zeit.

    Am Gate wurden unser E-Visum und die Arrival Card sehr genau mit dem Pass abgeglichen.

    Der Flug dauerte 7,5 Stunden. Wir hatten bequeme Sitzplätze, die Crew war freundlich, das Essen lecker, und ich habe viel gedöst.

    In Mumbai landeten wir pünktlich. Die Wege zur Immigration waren lang, aber wir kamen schnell durch. Während Friedrich wieder seine Fingerabdrücke abgeben musste, wurde ich nicht einmal gefragt, was ich wo machen will.

    Unsere Koffer kamen ebenfalls an – meiner allerdings als einer der letzten, was meinen Adrenalinspiegel noch einmal steigen ließ.

    Zu guter Letzt ging es durch den grünen Channel, und dann war es nicht mehr weit bis zum Niranta Hotel im Terminal 2.

    Jetzt bleiben uns noch rund vier Stunden bis der Wecker wieder klingelt – denn morgen um 9:50 Uhr geht unser Flug mit IndiGo weiter nach Goa.

    Viele Grüße
    Petra

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  • Etappe 3 – mit IndiGo von Mumbai nach Goa ✈️🌴

    Wer glaubt, dass wir heute früh im Niranta Hotel einfach ins Bett gesunken sind, der irrt sich gewaltig. Wir waren komplett aufgedreht, an Schlaf war nicht zu denken. So machte ich in Ruhe den Bericht zur Flugstrecke fertig und stellte ihn online. Wir telefonierten auch noch mit Jenni, die ja unser Haus samt Katze Sally hütet. 🐾

    Unsere Uhren stellten wir auf die indische Zeitzone um und aktivierten den Wecker – natürlich übers Handy. Wer schleppt heutzutage noch einen Wecker mit? Wir jedenfalls nicht. Unsere Schlafenszeit schrumpfte auf dreieinhalb Stunden, aber besser im Hotelzimmer absitzen als unbequem am Flughafen.

    Ich hatte das Gefühl, kein Auge zugetan zu haben. Als der Wecker nach kurzer Zeit klingelte, sprangen wir unter die Dusche und gingen zum Frühstücksraum – das Frühstück war im Preis inbegriffen. ☕🥐 Viel Zeit ließen wir uns nicht, wir checkten aus und begaben uns in die Abflugshalle.

    Da wir diese Strecke schon öfter geflogen sind, wussten wir noch so einigermaßen, wie der Ablauf ist. Ich hatte uns bereits online eingecheckt, aber es fehlte noch das Kofferlabel. Man schickte uns zum internationalen Schalter – ja, auch innerindische Flüge werden dort abgefertigt.

    Beide Koffer mussten gemeinsam auf die Waage – und oh Wunder: Wir hatten „nur“ 200 Gramm Übergewicht. Daher gab es keine Rüge. Gott sei Dank wurde unser Handgepäck nicht gewogen! Ich weiß nicht, wer dann in Ohnmacht gefallen wäre. 😅

    Nun ging es zur Sicherheitskontrolle. Verwöhnt von Hannover und München, packten wir unsere Handgepäckstücke in eine Schale, ebenso Mäntel etc. Dann wurden wir mit einem Handgerät abgescannt – die Männer offen sichtbar, die Frauen hinter einem Vorhang.

    Für mich kam das große Erwachen: Ich bekam einen fetten Anraunzer, mein Rucksack und zwei weitere Taschen wurden zurückgegeben. Alles musste ausgepackt in die Schale – Laptop, Technik, Kabel. Also wieder raus auf Start: Ich füllte drei Schalen und stellte mich erneut zum Scannen an. 😬

    Zum Glück hatten wir genügend Zeit mitgebracht, sodass diese Verzögerung keine große Rolle spielte. Erst jetzt wurden die internationalen und inländischen Passagiere getrennt, und jeder ging seinen Weg.

    Unsere Maschine hatte rund 20 Minuten Verspätung. Wir saßen in der ersten Reihe, bekamen ein feurig scharfes vegetarisches Brot und eine Cola. 🌶️🥖 Mein Fensterplatz war leider ein Flop – erst hing eine dicke Dunstglocke über Mumbai, später war es bewölkt und der Flug teilweise ruckelig.

    Der Kapitän hatte wohl Plauderwasser getrunken. Er erzählte von den schönen Stränden, pries das Casino an und wünschte uns Glück beim Spiel. 🎰

    In Goa, am Manohar International Airport, holten wir unsere Koffer ab und buchten direkt im Flughafen einen Transfer zur Unterkunft. Vorher versorgten wir uns noch mit der heimischen Währung – der Umrechnungskurs ist einfach: Für einen Euro bekamen wir rund 100 INR.

    Ich muss mich wieder an die indische Fahrweise gewöhnen. Der Taxifahrer machte alles unterwegs – nicht nur fahren. 😅 Aber ich bin ohnehin eine schlechte Beifahrerin.

    Für diesen Urlaub haben wir uns eine ganz andere Unterkunft ausgesucht. Wir wollten nah am Wasser sein – und das haben wir geschafft. Wir sind in Morjim, im Jardin d'Ulysse & Hard Rock. Es ist so ein wenig Backpacker-Unterkunft, mal was anderes. 😉

    Viele Grüße
    Petra

  • Spaziergang an der Morjim Beach 🌊

    Nur wenige Schritte von unserer kleinen Anlage entfernt öffnet sich die weite Morjim Beach, wo der Chapora in die Arabische See mündet. Bei klarer Sicht kann man auf der gegenüberliegenden Seite das Chapora Fort entdecken – 1617 von der Adil Shahi-Dynastie erbaut und später von den Portugiesen übernommen.

    Heute liegt ein leichter Dunstschleier über der Mündung, der die Landschaft in sanfte Pastelltöne taucht. An diesem Ende gibt es keine touristische Infrastruktur, nur einen großen feinen Sandstrand. Wir laufen am Wasser entlang und treffen nur vereinzelt andere Spaziergänger. In diesem Gebiet nisten die Olive Ridley Schildkröten 🐢, doch aktuell gibt es keine Sperrung.

    Fischer bieten mit ihren kleinen bunten Booten Fahrten an. Es herrscht Ebbe, kleine Strandläufer flitzen geschäftig hin und her, immer auf der Suche nach Essbarem. Im letzten Jahr habe ich hier Eisvögel beobachten können. Da wir noch einige Tage bleiben, werde ich morgen einen Vogelbeobachtungstag 🕊️ einlegen – Reiher lassen sich hier ebenfalls gut beobachten.

    Nach rund 20 Minuten wird es am Strand lebhafter: Sonnenliegen reihen sich aneinander, und wo heute ein Shack neben dem anderen steht, war vor vielen Jahren nichts zu finden. Die Veränderung ist rasant.

  • Nach rund 20 Minuten wird es am Strand lebhafter: Sonnenliegen reihen sich aneinander, und wo heute ein Shack neben dem anderen steht, war vor vielen Jahren nichts zu finden. Die Veränderung ist rasant.

    Wir gönnen uns ein erstes kühles Kingfisher 🍺 und setzen uns im Schatten eines Shacks. Die Speisekarte ist verlockend, doch Hunger haben wir gerade nicht.

    Wir machen uns wieder auf den Rückweg. Noch immer weht die rote Fahne 🚩, denn dort, wo der Fluss auf das Meer trifft, gibt es starke Strömungen. Allerdings entdecke ich einen Life-Guard auf seinem Posten. Im vorderen Bereich am Strand ist es seicht, sodass auch die kleinen Kinder ihren Spaß am Wasser haben. 👧🌊

    Es ist warm, sogar der Hund 🐕 lässt es sich im kühlen Wasser gut gehen. In der Flussmündung sehen wir ein kleines Hausboot ⛵ auf dem Wasser. Das wäre auch mal etwas für uns.

    Später essen wir in unserer Anlage: Mezze-Falafel, eine Vorspeisenplatte mit frisch gebackenem Pitabrot 🥖 – unheimlich lecker. Fotografiert habe ich diesmal nicht, ich habe es einfach vergessen.

    Viele Grüße
    Petra

  • Hier noch die Karte von Komoot von diesem Spaziergang. :)

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  • Strandtag in Morjim mit Vogelfotografie 🐦🌊

    Nach dem leckeren Frühstück (schon wieder keine Bilder gemacht!). Uns gefällt es hier richtig gut. Es ist eine kleine Gartenoase mit Bäumen, Sträuchern und Blumen.

    Das Restaurant ist open Air, es bietet viel Platz, denn wir haben festgestellt, es gibt auch viele, die hier von außerhalb frühstücken und auch während des Tages oder zu Abend essen.

    Nach dem Frühstück gehen wir kurz aus der Anlage und schauen auf die andere Straßenseite auf den Chapora. Hier werden gerade Thunfische ausgenommen und filettiert. Ich darf ein Foto machen. 🐟

    Auf dem letzten Bild sieht man die Wendeltreppe, die zu unserem Zimmer führt. ;)

  • Wir packen unsere sieben Sachen für einen Strandtag zusammen. Die Sonne ist stark ☀️, daher sorgen wir für einen guten Sonnenschutz. Ich habe mir von Zuhause einen Walk-Stuhl mitgenommen, denn ich wollte heute mal schauen, ob ich nicht ein paar Strandvögel fotografieren kann.

    Nicht bedacht haben wir, dass es im einsamen Strandabschnitt keine Schattenplätze gibt. Ich entdecke einen Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus) und entschließe mich doch, einen Stop einzulegen und packe meine große Kamera raus. 📷 Ich habe Glück – der kleine Vogel läuft erst im Sand hin und her, später pickt er am Wasser nach Nahrung. Der Seeregenpfeifer wiegt nur 40 g und ist unheimlich schnell.

  • Friedrich ist derweil weitergegangen und hat sich ein schattiges Plätzchen bei den Shacks gesucht. Während ich auf dem Stuhl sitze, kommt ein junges Pärchen zu mir, sie würden gerne sehen, was ich aufgenommen habe. Sie kommen aus Bangalore und wohnen in Calangute. Er erzählt mir, dass er auch Hobby-Fotograf ist, aber in diesem Urlaub hat er einen „Pakt“ mit seiner Frau geschlossen – nur das Handy darf mit. 📱 Wir lachen darüber und tauschen Geschichten aus.

    Irgendwann hatte ich genügend Bilder im Kasten und außerdem wurde mir dann doch recht warm in der Sonne. Die kühle Wasserflasche hatte Friedrich im Rucksack mitgenommen. 💧

  • Am Chapora vor unserer Unterkunft schaute ich einmal über die Mauer – und wen entdecke ich da? Den Eisvogel! 🐦

    Genau an dieser Stelle habe ich ihn auch schon im letzten Jahr fotografiert. Ich meinte zu Friedrich: „Ooch, du kannst gerne schon ins Zimmer gehen, ich bleibe noch hier.“

    Und tatsächlich hatte ich Glück: er kam ein paar Mal und hatte auch Glück beim Fischen. Nur er ist wahnsinnig schnell und ich habe nur ein paar nicht ganz scharfe Bilder im Flug geschafft.

  • Ab und zu ließ sich auch ein Flussuferläufer, Common Sandpiper (Actitis hypoleucos), sehen. Witzig anzusehen, wie er ständig mit dem Schwanz wippt. 😄

    Hier sprach mich ein Pärchen aus dem Norden Indiens an. Er hat mit seinem Handy versucht, den Vogel zu erwischen, aber es hat nicht geklappt. Ich zeigte ihnen meine Bilder.

    Ich war zufrieden – der Eisvogel war ein schöner Abschluss des Tages. Am Abend aßen wir im Restaurant in der Anlage, das Essen ist sehr gut. 🍽️ Für mich gab es einen Rote-Bete-Salat mit Ziegenkäse, Friedrich nahm einen veganen Black Bean Burger mit Chips.

  • Hitze, Staub & kein Scooter 🚶‍♀️🌞

    Heute wollten wir uns Scooter ausleihen. Friedrich hatte sich vorab schon einige Adressen rausgeschrieben, die auf Google Maps eingetragen waren.

    Nach dem Frühstück 🍽️ – heute habe ich es mal fotografiert. Man wählt zwischen frischem Saft oder Früchten, Kaffee oder Tee, dazu gibt es Cornflakes mit warmer oder kalter Milch, Eier nach Wahl und Toast. Dieses ist im Zimmerpreis enthalten. Man kann natürlich auch aus der Karte etwas wählen gegen Aufpreis.

    Danach nahmen wir unsere Helme und die nötigen Papiere wie Führerscheine und Ausweise, genügend Bargeld 💵 und gingen los. Ich zog nur ein paar leichte Schuhe an, was sich später als nicht so geschickt erwies.

    Heiß war es und staubig 🌞. Ich machte unterwegs ein paar Bilder im grellen Sonnenschein. Bei einem Money Changer wechselten wir Geld. Der Kurs ist nur geringfügig höher als am Flughafen.

  • Nach rund 2 Kilometern machten wir einen Erfrischungsstop bei Krishna in seinem Restaurant Goan Kitchen. Hier war der Bär los 🐻. Krisnan kennen wir mittlerweile seit 29 Jahren, ich berichte es ja jedes Mal seit unseren Goa-Anfängen. Er freute sich sichtlich, uns zu sehen und erzählte, dass er vor einem Jahr noch einmal Vater von Zwillingen geworden ist 👶👶.

    Wir tranken ein Lime-Soda 🥤 und zogen weiter, denn wir wollten noch zum Scooter-Verleih. Wir gingen gefühlt eine halbe Stunde weiter, aber es war kein Geschäft in Sicht, obwohl laut Google Maps hier etliche sein sollten. Ärgerlich! Wir liefen die Straßen ab, fragten hier und da – nichts, nada... {h

    Also beschlossen wir zurückzulaufen. Unterwegs entdeckten wir ein weiteres Schild mit einem Hinweis auf Rent a Bike. Wir fragten nach – und nein, heute haben sie keins mehr. Es ist Sonntag und alle Inder wollten auch mobil sein, eventuell morgen. Was wird es kosten? Heute kann er keinen Preis nennen, denn heute will ja jeder eins haben und da ist es sehr teuer. Morgen kostet es vielleicht 500 INR. {e

    Wir sollen morgen gegen 11 Uhr wiederkommen, dann hat er sicher 2 Scooter für uns – vielleicht. Oh je, was für Aussichten. Aber das ist dann der Preis, wenn man nicht in den Touristen-Hochburgen wohnt. Da gibt es halt auch nicht so viele Angebote.

  • Wir trotten zurück zum Hotel 🏨. Unterwegs kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten ein. Unsere Straße zum Hotel war für jeglichen Autoverkehr gesperrt, denn sie wurde gerade geteert – und das am Sonntag!

    Na gut, kein Scooter bekommen, aber einen langen Spaziergang in der Hitze gemacht. Als wir im Zimmer die Schuhe auszogen, entdeckte ich eine Blase unter dem dicken Zeh. Ich hätte die Wanderschuhe anziehen sollen 👟.

    Am Abend belohnten wir uns mit einem leckeren Abendessen 🍽️: als Vorspeise gab es vegetarische Frühlingsrollen in Reispapier, ich nahm als Hauptspeise vegetarische Enchiladas und Friedrich Penne al Arrabiate. Die Küche hier in dieser Anlage ist wirklich schmackhaft. Allerdings probierte ich von der beigefügten Soße 🌶️ – und mir blieb fast die Luft weg, so scharf war diese. Wie meinte der Ober: daher hätte er sie auch extra gereicht.

    Zum Abschluss bekamen wir vom Haus einen süffigen Kaffee-Likör und Friedrich bekam dann eine Flasche Bier mit auf den Weg zum Zimmer. Er sollte das Bier aus Goa doch mal kosten. :chhheers

  • Nachtrag: ✍️🌿

    Morgens stehen wir meist gegen 7:30 Uhr auf und trinken einen [mitgebrachten] Cappuccino ☕ auf unserem Balkon. Zu dieser Zeit ist es noch sehr angenehm, und wir schauen direkt auf einen kleinen Mischwald 🌳. Hier tummeln sich viele Raben, man hört die Affen 🐒 und etliche Vogelstimmen 🐦.

    Friedrich entdeckte das kleine Indische Palmenhörnchen (Funambulus palmarum), das sich kopfüber eng an einer Palme schmiegte. Direkt daneben wippte eine Dajadrossel (Copsychus saularis, Oriental Magpie Robin) auf einem Telefonkabel. Dieser Vogel gehört zur Familie der Fliegenschnäpper.

    Das letzte Bild zeigt unsere Haustüre 🚪. Das Schloss ist ganz oben angebracht – man muss sich auf Zehenspitzen stellen, wenn man nicht ganz so groß ist. :ppfeifen

    Viele Grüße
    Petra

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  • Hier die Karte von unserem Fußmarsch von unserem Hotel bis zum Goan Kitchen. Nach der Pause habe ich vergessen das Tracking wieder anzustellen, so dass der weitere Weg und auch der Rückweg nicht aufgezeichnet wurde Es ging aber eh nur noch gefühlte 500 m weiter . Es klappt aber wirklich gut mit der Komott-App. Ich werde später noch an anderer Stelle darüber berichten. Gut ist, dass man dazu kein Netz benötigt. Es funktioniert OFF-Line.

    Insgesamt mögen es schätzungsweise 5 km gewesen sein, allerdings in der größten Hitze.

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  • Endlich auf zwei Rädern 🚲🔥

    Heute fiel die Entscheidung: bekommen wir nun zwei Scooter oder nicht? Doch zuerst ließen wir uns das Frühstück schmecken. Ich nahm wie immer mein Standard, während Friedrich sich für warmes Porridge mit Honig und Bananen entschied, gefolgt von einem veganen Omelette aus Kichererbsen, Pilzen und Kräutern. 🍽️

    Mit Helm, den nötigen Papieren und scootermäßig angezogen machten wir uns auf den fast 2 km langen Weg zum Motorradverleih. Dieses Mal hatte ich meine Wanderschuhe an. 👟

    Auch heute wurde weiter die Straße asphaltiert – Chaos pur. Natürlich wird hier nichts gesperrt, der normale Verkehr läuft weiter, halt nur auf einer Straßenseite. Autos von vorne, Autos von hinten, dazwischen Fahrräder, Mopeds und Fußgänger – geht doch alles! 🚗🚲🚶‍♀️

    Wir erreichten den Motorradverleih. Das war lediglich eine Hofeinfahrt mit Unterstand, mehr nicht. Ein roter Scooter stand bereit. Zwei Inder hingen am Telefon und beschwichtigten uns, ein weiterer Scooter werde kommen. Wir zeigten unsere Führerscheine, aber eigentlich interessierte es sie nicht. Pässe wollten sie auch nicht haben und ein Pfand mussten wir ebenfalls nicht hinterlegen. Sie fragten noch einmal nach unserer Unterkunft. Schließlich entschieden sie sich doch, den Internationalen Führerschein einmal abzufotografieren – aber nur Friedrichs. 📸

    Ich machte derweil Fotos von „meiner“ Maschine, dann kam Friedrichs Scooter an. Wir zahlten 500 INR pro Maschine und Tag – das sind rund 5 €. Die nächsten 3 Tage sind wir nun motorisiert. {h

  • Überglücklich, dass es nun endlich geklappt hatte, fuhren wir los. Da auf meiner Maschine so gut wie kein Sprit mehr vorhanden war, mussten wir erst zur Tankstelle fahren. Die nächste Tankstelle ist in Siolim. Für 500 INR tankten wir beide Maschinen voll. ⛽

    Um zur Tankstelle zu kommen, mussten wir den Chapora überqueren. Friedrich fährt meist vorne, und auf einmal winkten Polizisten. Als ich anhielt, meinte einer: ich könne weiterfahren, das Haltezeichen galt einem PKW. 👮‍♂️

    Da wir nun schon einmal durchs Gewühl gefahren waren, hielten wir an der Siolim Church (St. Anthony) und fuhren dann zum Chapora Jetty. Ihr seht es auf den Bildern, wie es hier aussieht. Wir konnten auf die andere Seite hinüberschauen – meist standen wir ja drüben. Die Morjim Beach ist wesentlich schöner als der Strand hier. 🌊

  • An einem kleinen Stand kauften wir uns eine eiskalte Pepsi 🥤, dann ging es weiter bis nach Pernem. Die Fahrt dahin war ein Vergnügen oder besser gesagt ein reines Abenteuer: verstopfte Straßen, Schlaglöcher, unbefestigte Wege – es gab das volle Programm. Das Fahren auf der linken Seite macht uns nicht viel aus, denn man ist fast nie alleine unterwegs. Nur im Kreisverkehr und an Kreuzungen muss man höllisch aufpassen. In jedem Fall gilt: wer hupt, will Vorfahrt. 🚦

    In Pernem war nichts los – kein Markt, kaum etwas anzuschauen, selbst unser „Hotel“, wo wir sonst eine Erfrischung tranken, war geschlossen. 🏨

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