Ein Treffen nur mit meinen Schwestern und meiner Schwägerin hat bei uns schon Tradition. Mehrmals haben wir das bereits gemacht – und das Ziel wird jedes Mal ausgelost. Wangerooge, Baltrum und Norderney standen schon auf unserer Liste. Dieses Mal fiel das Los auf Spiekeroog.
Die Fähre startet in Neuharlingersiel. Damit die Anreise entspannt verläuft, bin ich bereits einen Tag früher losgefahren und habe mir ein Zimmer im Logia Hotel
Altharlingersiel genommen. Mit dem Zug wäre mir das zu umständlich gewesen, also entschied ich mich fürs Auto – eine gute Wahl, wie sich später herausstellte.
Meine Schwester und meine Schwägerin reisten aus dem Raum Köln an und hatten gleich mehrfach Pech: Den gebuchten Zug bekamen sie nicht, der nächste blieb unterwegs liegen und der dritte hatte über eine Stunde Verspätung. Damit war die Busverbindung von Norden nach Neuharlingersiel nicht mehr zu schaffen. Also fuhr ich kurzerhand nach Norden und sammelte die beiden Unglücksraben ein.
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück weiter. Ohne GPS hätte ich den Fähranleger allerdings nie gefunden – es fehlte schlicht ein Hinweisschild. Nach ein paar Irrfahrten entdeckte ich schließlich doch den richtigen Weg, ließ mein Gepäck bei meiner Schwester und Schwägerin und brachte das Auto zur nahegelegenen Langzeit‑Parkgarage.
Da ich einen großen, schweren Koffer dabeihatte, buchte ich gleich die Gepäckzustellung zur Unterkunft dazu.
Die Fähre war voll, und es regnete. Viele Passagiere mussten stehen. Nach rund 45 Minuten erreichten wir Spiekeroog – und immerhin hatte der Regen für unseren Weg zur Unterkunft eine Pause eingelegt.