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Spiekeroog – Mädelstreffen auf der Nordseeinsel

    • Reisebericht
  • Petra
  • 14. Juni 2026 um 23:34
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  • Petra
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    • 14. Juni 2026 um 23:34
    • #1

    Ein Treffen nur mit meinen Schwestern und meiner Schwägerin hat bei uns schon Tradition. Mehrmals haben wir das bereits gemacht – und das Ziel wird jedes Mal ausgelost. Wangerooge, Baltrum und Norderney standen schon auf unserer Liste. Dieses Mal fiel das Los auf Spiekeroog.

    Die Fähre startet in Neuharlingersiel. Damit die Anreise entspannt verläuft, bin ich bereits einen Tag früher losgefahren und habe mir ein Zimmer im Logia Hotel

    Altharlingersiel genommen. Mit dem Zug wäre mir das zu umständlich gewesen, also entschied ich mich fürs Auto – eine gute Wahl, wie sich später herausstellte.

    Meine Schwester und meine Schwägerin reisten aus dem Raum Köln an und hatten gleich mehrfach Pech: Den gebuchten Zug bekamen sie nicht, der nächste blieb unterwegs liegen und der dritte hatte über eine Stunde Verspätung. Damit war die Busverbindung von Norden nach Neuharlingersiel nicht mehr zu schaffen. Also fuhr ich kurzerhand nach Norden und sammelte die beiden Unglücksraben ein.

    Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück weiter. Ohne GPS hätte ich den Fähranleger allerdings nie gefunden – es fehlte schlicht ein Hinweisschild. Nach ein paar Irrfahrten entdeckte ich schließlich doch den richtigen Weg, ließ mein Gepäck bei meiner Schwester und Schwägerin und brachte das Auto zur nahegelegenen Langzeit‑Parkgarage.

    Da ich einen großen, schweren Koffer dabeihatte, buchte ich gleich die Gepäckzustellung zur Unterkunft dazu.

    Die Fähre war voll, und es regnete. Viele Passagiere mussten stehen. Nach rund 45 Minuten erreichten wir Spiekeroog – und immerhin hatte der Regen für unseren Weg zur Unterkunft eine Pause eingelegt.

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  • Petra
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    • 15. Juni 2026 um 00:20
    • #2

    Unsere Unterkunft: Austernfischer II – Wohnung 3a

    Schon früh hatte ich diese Unterkunft für uns gebucht: Austernfischer II, und zwar die Wohnung 3a (Website). Wir waren begeistert. Die Wohnung ist großzügig geschnitten und bietet im Erdgeschoss ein großes Wohnzimmer, eine Essecke, eine Küche sowie ein WC.

    In der ersten Etage befinden sich zwei Zimmer und ein Bad, und ganz oben liegt zusätzlich ein gemütliches Studiozimmer. Im Keller stehen Waschmaschine und Trockner zur Verfügung.

    Geschirr ist reichlich vorhanden. Die Küche ist zwar klein, aber sehr gut ausgestattet – sogar mit Spülmaschine. Es gibt einen Bücherschrank, viele Spiele und auch eine kleine Terrasse gehört dazu. Hier fühlen wir uns richtig wohl.

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    • 15. Juni 2026 um 00:38
    • #3

    Erste Einkäufe und unsere kleine Inselrunde

    Zu unserer Freude entdeckten wir gleich am ersten Tag den Lebensmittelladen nur wenige Schritte von unserer Unterkunft entfernt. Wir überlegten, was wir alles einkaufen wollten, denn wir hatten beschlossen, nicht jeden Tag essen zu gehen. Jede von uns sollte einmal kochen dürfen. Ich war am ersten Abend dran und entschied mich für eine große Schüssel Salat mit Kichererbsen und vegetarischer Bratwurst.

    Die Preise auf Spiekeroog sind etwas höher als auf dem Festland, aber wir hatten schnell alles beisammen.

    Anschließend machten wir uns auf zu einer ersten kleinen Runde über die Insel. Das Wetter war an diesem Tag eine echte Herausforderung: Regen, Sturm und kurze sonnige Momente wechselten sich im Minutentakt ab. Trotzdem wollten wir unbedingt zuerst einmal ans Wasser.

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  • Petra
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    • 15. Juni 2026 um 00:48
    • #4

    Der Weg zum Wasser ist ein schöner Spaziergang. Wie man sieht, hatten wir Glück mit dem Wetter: Es hielt sich überraschend gut, die Sonne kam immer wieder hervor, auch wenn es weiterhin stürmisch blieb.

    Und dann dieser Strand – weit, leer, beeindruckend. Kaum ein Mensch war zu sehen. Wir fragten uns sofort, wo sind all die Touristen geblieben, die noch kurz zuvor mit uns auf der Fähre gewesen sind?

    Natürlich machten wir auch ein paar Selfies am Strand – diese besondere Stimmung musste ich einfach festhalten.

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    • 15. Juni 2026 um 01:00
    • #5

    Rückweg zur Unterkunft und ein gemütlicher Abend

    Auf dem Rückweg zur Unterkunft nahmen wir eine etwas andere Route und kamen dabei an mehreren Restaurants vorbei. Neugierig blieben wir immer wieder stehen und studierten die Speisekarten. Es gab einige Gerichte, bei denen uns sofort das Wasser im Munde zusammenlief und die wir direkt in die engere Auswahl nahmen. Wir hatten uns nämlich entschieden, während unseres Aufenthalts zweimal essen zu gehen.

    Am Abend bereitete ich das Essen vor, und wir saßen noch lange im gemütlichen Wohnzimmer zusammen. Jede von uns fand schnell ihren Lieblingsplatz, und die Stimmung war herrlich entspannt.

    Das war unser erster Tag – und alle Mühen der Anreise waren sofort vergessen.

    Viele Grüße
    Petra

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    • 15. Juni 2026 um 01:05
    • #6

    Wie immer ist hier gesperrt: Kommentarthread zum Reisebericht Mädelstreffen auf Spiekeroog

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    • 17. Juni 2026 um 01:27
    • #7

    Wanderung zum Westende

    Nach einem langen Frühstück packten wir unseren Proviant in den Rucksack und machten uns auf den Weg. Als Ziel hatten wir uns den alten Anleger im Westen der Insel ausgesucht. Allerdings war uns nicht ganz klar, welche Wege gesperrt waren – einige wegen der Brut- und Setzzeit, andere wegen der Tide. Bei Hochwasser kommt man nämlich nicht vom Strandabschnitt B nach C und umgekehrt.

    Hatte es am Vortag noch geregnet, blieb es diesmal trocken, nur der Wind blies kräftig. Unser Weg führte uns an der Museumspferdebahn vorbei. Es werden Touren angeboten, und wir überlegten kurz, ob wir das einmal mitmachen sollten – aber es passte für uns nicht so recht.

    Als Nächstes erreichten wir die alte Rettungsstation, die heute ein Island-Ponyhof ist. Wir hätten hier querfeldein laufen können, aber die Besitzerin riet uns davon ab: zu matschig, zu uneben und zu viele Gräben. Also blieben wir auf dem Weg. Nicht weit entfernt zweigt ein Pfad zum Strand C ab. Hier blies uns der Wind fast weg – ein richtiger Tunneleffekt. Wir gingen einmal zum Strand hinunter und waren wieder begeistert: egal wohin wir schauten, freie Bahn, keine Menschenseele unterwegs.

    Zurück auf dem Weg machten wir schnell noch ein Selfie. Tapfer schluckten wir ein paar Sandkörner und rieben uns den Sand aus den Augen – aber für ein Selfie kann man ja mal Opfer bringen.

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    • 17. Juni 2026 um 01:32
    • #8

    Weiter ging es über den Palisadendiek, bis wir den "Historischen Rettungsschuppen" erreichten. Dort gibt es eine kleine Ausstellung über die Seenotretter und ein kleines Café. Wir machten draußen auf einer Bank in der Sonne Pause – mit Kaffee, Wasser und unserem mitgebrachten Proviant. Hier enden auch die Schienen der Museumsbahn, die extra bis hierhin verlängert wurden.

    Nach der Stärkung ging es weiter. Maria entdeckte weit hinten die Kitesurfer. Ab und zu sah man sie, wenn sie höher als der Deich über das Meer sausten – das wollten wir uns unbedingt anschauen. Die Kitesurfer starteten am Strand hinter dem Campingplatz. Leider dürfen nur Camper das Gelände betreten.

    Wir kassierten sogar einen kleinen Anpfiff von einer Camperin, die uns ziemlich ungehalten aufforderte, das Gelände zu verlassen. Das hätte man auch netter sagen können.

    Also liefen wir weiter westwärts, bis wir zu einer Absperrung kamen. Dort beginnt das Revier der Bodenbrüter wie Zwergseeschwalbe und Sandregenpfeifer. Wir mussten daher den Weg durch die Dünen nehmen und gelangten zum Strandabschnitt A.

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    • 17. Juni 2026 um 01:39
    • #9

    Wie erwartet: ein traumhafter, weißer Strand – und wieder kein Mensch weit und breit. Wir überlegten, ob wir es wagen konnten, am Strand entlang zurückzulaufen. Es war ablaufendes Wasser, also gingen wir weiter bis zum Strandabschnitt B. Leider waren die Kitesurfer inzwischen verschwunden.

    Wir entdeckten die Treppe zum Campingplatz, aber der Zugang ist nur für Camper erlaubt. Schade – bei Hochwasser würde das den Weg erheblich abkürzen.


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    • 17. Juni 2026 um 01:44
    • #10

    Kurz bevor wir die Engstelle passierten, entdeckte ich die Bruthöhlen der Uferschwalben. Ich bedauerte, dass ich nur meine kleine Fuji dabeihatte und beschloss sofort: Hier muss ich noch einmal hin.

    Der Weg zum Strandabschnitt C war etwas beschwerlicher – zumindest für mich. Teilweise war es glitschig, und ich rutschte beinahe auf den vielen Quallen aus, die hier herumlagen.

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    • 17. Juni 2026 um 01:47
    • #11

    Beim Strandabschnitt E beendeten wir unseren Strandgang und machten uns auf den Heimweg. Unterwegs entdeckte ich noch einen Fasan, der uns neugierig beäugte und sich fotografieren ließ, bevor er davonlief.

    Das Abendessen bereitete Micha zu. Vorher kauften wir noch schnell frische Zutaten ein: Pilze, Zwiebeln, Eier und Butter. Kurz bevor das Essen fertig war, passierte ihr ein Missgeschick: Sie stieß den Löffel wohl zu schwungvoll ins Salzfass, und der Glasboden zersprang. Da wir nicht wussten, ob Glassplitter in die Pfanne gelangt waren, mussten wir das duftende Essen leider entsorgen.

    Schnell wurden neue Pilze und Zwiebeln gekauft, und so aßen wir etwas später – aber mit der Gewissheit, dass kein Glassplitter im Essen war. Und es schmeckte vorzüglich.

    Ein toller Tag, und wir hätten nie gedacht, dass Spiekeroog so schön und so erholsam ist.

    Viele Grüße
    Petra

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