Die Braunbären in Slowenien haben uns „angelacht“, und so stand schon im letzten Jahr fest, dass wir diese Foto-Reise antreten würden. Karin holte mich zu Hause ab – sie war ohnehin auf dem Weg – und dank ihres großen Wagens musste ich mich ausnahmsweise einmal nicht beim Gepäck einschränken. Platz ohne Ende, keine Gewichtsbegrenzung, keine Diskussion über die Anzahl der Taschen: ein Luxus, den ich selten habe.
Am Tag vor der Abreise erhielten wir noch ein paar Instruktionen vom Veranstalter. Wir haben wieder über Johnny Krüger – Tierfoto Traum – gebucht. In den Beobachtungszelten würde es sehr heiß werden, denn sie stehen voll in der Sonne. Also sollten wir uns kurzfristig akkubetriebene Mini-Kühlgeräte besorgen. Problem Nr. 1: Es gab kaum noch welche. Problem Nr. 2: Die Lieferzeiten. Karin schaffte es trotzdem, zwei kleine Geräte aufzutreiben, die tatsächlich noch am nächsten Tag pünktlich geliefert wurden.
Wir starteten am Vortag unserer Weiterfahrt: Über den Westerwald ging es in die Eifel, wir übernachteten bei Karin, und um 4:30 Uhr klingelte am nächsten Morgen der Wecker. Punkt 5 Uhr rollten wir los. Es hatte sich stark abgekühlt – 13 Grad zeigte das Thermometer.
Die Route führte uns über die Eifel bis Koblenz, Bingen, Mannheim, Heilbronn, Stuttgart, Ulm, Augsburg und an München vorbei. Anfangs lief alles gut: Baustellen, etwas Verkehr, aber keine nennenswerten Staus. Doch kurz vor München begann das Regendrama. Es regnete nicht – nein, es schüttete, und das für rund 400 km am Stück. Dazu kam die Sperrung der A8, weil ein Milchlaster umgekippt war. Wir ließen uns nicht erschüttern und fuhren einfach weiter.