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Auf zu den Bären, Eisvögeln und Murmeltieren – eine kleine Fotoreise

    • Reisebericht
  • Petra
  • 1. Juli 2026 um 21:46
  • Petra
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    • 1. Juli 2026 um 21:46
    • #1

    Die Braunbären in Slowenien haben uns „angelacht“, und so stand schon im letzten Jahr fest, dass wir diese Foto-Reise antreten würden. Karin holte mich zu Hause ab – sie war ohnehin auf dem Weg – und dank ihres großen Wagens musste ich mich ausnahmsweise einmal nicht beim Gepäck einschränken. Platz ohne Ende, keine Gewichtsbegrenzung, keine Diskussion über die Anzahl der Taschen: ein Luxus, den ich selten habe.

    Am Tag vor der Abreise erhielten wir noch ein paar Instruktionen vom Veranstalter. Wir haben wieder über Johnny Krüger – Tierfoto Traum – gebucht. In den Beobachtungszelten würde es sehr heiß werden, denn sie stehen voll in der Sonne. Also sollten wir uns kurzfristig akkubetriebene Mini-Kühlgeräte besorgen. Problem Nr. 1: Es gab kaum noch welche. Problem Nr. 2: Die Lieferzeiten. Karin schaffte es trotzdem, zwei kleine Geräte aufzutreiben, die tatsächlich noch am nächsten Tag pünktlich geliefert wurden.

    Wir starteten am Vortag unserer Weiterfahrt: Über den Westerwald ging es in die Eifel, wir übernachteten bei Karin, und um 4:30 Uhr klingelte am nächsten Morgen der Wecker. Punkt 5 Uhr rollten wir los. Es hatte sich stark abgekühlt – 13 Grad zeigte das Thermometer.

    Die Route führte uns über die Eifel bis Koblenz, Bingen, Mannheim, Heilbronn, Stuttgart, Ulm, Augsburg und an München vorbei. Anfangs lief alles gut: Baustellen, etwas Verkehr, aber keine nennenswerten Staus. Doch kurz vor München begann das Regendrama. Es regnete nicht – nein, es schüttete, und das für rund 400 km am Stück. Dazu kam die Sperrung der A8, weil ein Milchlaster umgekippt war. Wir ließen uns nicht erschüttern und fuhren einfach weiter.

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    • 1. Juli 2026 um 21:48
    • #2

    Zwischendurch suchten wir uns ein Hotel in Villach. Online war alles ausgebucht, aber telefonisch bekamen wir eine Zusage. Nach knapp 1000 km erreichten wir das Hotel und checkten ein – zufrieden, aber ziemlich geschafft. Karin vom Fahren, ich vom Beifahren.

    Morgen steht nur noch eine kürzere Strecke an, aber wir müssen um 12 Uhr im vereinbarten Hotel sein. Vermutlich bleibt dann wenig Zeit zum Schreiben – vielleicht reicht es für ein erstes Bildchen.

    Viele Grüße
    Petra

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    • 2. Juli 2026 um 07:40
    • #3

    Hier die Karte von Koomot.de über die gefahrene Strecke:

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    • 18. Juli 2026 um 00:07
    • #4

    Von Villach in Österreich nach Slowenien – Gasthaus Ana, Hrib-Loški Potok

    Wie ich schon schrieb, hatte ich wirklich keine Zeit, den Reisebericht aktuell weiterzuschreiben. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen ins Auto und fuhren los. Endlich ließ sich die Sonne blicken. Die Strecke war nur ungefähr 153 Kilometer lang.

    Nachdem wir den knapp 8 Kilometer langen Karawankentunnel durchfahren hatten, waren wir schon in Slowenien. Bis Ljubljana fuhren wir Autobahn, die restlichen Kilometer dann über Landstraßen. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto einsamer und enger wurden die Straßen. Die Landschaft gefiel uns ungemein gut: saubere, nette Dörfer, schöne Häuser, gepflegte Gärten. Ich habe nur ab und zu durch die Frontscheibe geknipst – wir mussten ja spätestens um 12 Uhr dort sein.

    Erstaunt waren wir über die Benzinpreise. Wow!

    Ohne Probleme erreichten wir unser Ziel, das Gasthaus Ana in Hrib-Loški Potok. Johnny war schon da und es gab eine herzliche Begrüßung. Die anderen Teilnehmer – wir waren insgesamt sechs – trafen nach und nach ebenfalls ein.

    Total erstaunt war ich, als ich außerhalb unserer Gruppe noch zwei bekannte Gesichter aus einem befreundeten Reiseforum entdeckte. Das war eine große Überraschung, und ich habe mich riesig gefreut. Auch die beiden wollten Bären und andere Tiere fotografieren. Da sie ebenfalls in diesem Guesthouse untergebracht waren, sahen wir uns bei den Essenszeiten immer mal wieder und konnten uns zwischendurch austauschen.

    Später gab es dann noch ein weiteres Aha-Erlebnis: Wir erfuhren, dass auch die Mutter einer Bekannten, mit der wir in Südgeorgien und Falkland unterwegs gewesen waren, zu unserer Gruppe gehörte.

    Die Begrüßung im Hotel war sehr herzlich. Wir bezogen unser Zimmer (puh – wieder die Koffer die Treppen hochschleppen…). Das Zimmer ist zweckmäßig, das Essen leckere Hausmannskost, und das slowenische Bier schmeckt – wobei ich das erst am Abend probiert habe, denn um 14 Uhr stand schon der erste Ausflug auf dem Programm.

    Viele Grüße
    Petra

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    • 18. Juli 2026 um 00:13
    • #5

    Hier die Karte von Komoot über die gefahrene Strecken:

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    • 18. Juli 2026 um 00:49
    • #6

    🐻 Das Abenteuer mit den Bären beginnt

    Dann hieß es: Kameras holen – das Abenteuer mit den Bären beginnt. Vorab wurden wir eingewiesen: Was dürfen wir? Wie verhalten wir uns? Was ist streng verboten? Der Tenor war eindeutig: Wir müssen absolut still sein, dürfen keinerlei Essbares mitnehmen und dürfen die Bären in keinem Fall stören.

    Danach stiegen wir ins Auto und fuhren tief hinein in die Wälder. Die Wege waren abenteuerlich – wenn man überhaupt von Wegen sprechen kann. Schließlich erreichten wir die Stelle, ab der es nur noch zu Fuß weiterging.

    Vorher zeigte man uns eine Stelle, an der Naturstöcke lagen. Ich nahm mir einen, denn ich ahnte bereits, dass der folgende Weg für mich kein Zuckerschlecken werden würde. Und so war es auch: Es ging über Stock und Stein, ich musste aufpassen, nicht wieder irgendwo hinunterzupurzeln, und die Steigungen brachten mich ordentlich aus der Puste. Mehrmals blieb ich stehen, um wieder zu Atem zu kommen.

    Wie gut, dass ich nicht immer alles vorher weiß. Aber ich habe es geschafft und erreichte die kleine Hütte, in der wir die nächsten Stunden verbringen würden. Schnell packten wir unsere Kameras aus und richteten uns ein – dann begann das Warten.

    Es dauerte nicht lange, da kam Bärenmama mit zwei jungen Bären. So süß – sie sind erst gerade vier Monate alt. Es war wunderbar, den Tieren zuzuschauen.

    Das Licht war nicht ideal. Die Sonne schien grell, und ich hatte später bei der Bearbeitung ordentlich Mühe. Mehrere Anläufe waren nötig, bis ich mit den Ergebnissen zufrieden war.

    Mama-Bär passte aufmerksam auf, und plötzlich waren die drei verschwunden, denn ein anderer Bär erschien auf der Bildfläche. So ging es eine ganze Weile: Der eine kam, der andere ging, und auch Mama-Bär tauchte wieder mit den Kleinen auf.

    Irgendwann klopfte es an der Tür – das Zeichen, dass wir einpacken dürfen oder sollen. Der Abstieg begann. Runter geht es bei mir grundsätzlich besser, dennoch rutschte ich einmal aus und flog auf den Allerwertesten. Zum Glück ist nichts passiert, und ja, ich muss besser aufpassen. Gott sei Dank fiel ich auf weichen Waldboden.

    Hier habe ich zehn Bilder herausgesucht, und wahrlich: jedes einzelne Bild habe ich mindestens fünfmal neu entwickelt, ehe ich dann zufrieden war! ;)

    Viele Grüße
    Petra

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    • 20. Juli 2026 um 00:08
    • #7

    🐻 3. Juni – Wo sind die Bären?

    Gestern Abend waren wir erst gegen 21 Uhr wieder im Gasthaus. Das „Nachtmahl“ wartete, und um 22:30 Uhr lagen wir bereits in den Betten. Vorher mussten natürlich noch die Bilder gesichert und die Akkus aufgeladen werden. Erholung ist das nicht, denn der Wecker klingelte unerbittlich schon wieder um 4:25 Uhr.

    Ein kleines Frühstück auf die Hand – ich habe lieber erst einmal verzichtet und nur ein Schlückchen Wasser getrunken.

    Wir fuhren noch einmal zu derselben Stelle wie gestern, gab es dort doch so viele Chancen zum Fotografieren. Wieder ächzte ich die Steigung nach oben und war froh, es dann doch geschafft zu haben. Wir bezogen unsere Hütten, und es ergab sich, dass ich alleine in einer war. Nun wartete ich natürlich auf die ersten Sichtungen – Bären gibt es ja genug in dieser Gegend.

    Aber heute? Nichts, nada – es ließ sich wirklich kein Bär blicken. Man darf nicht enttäuscht sein, das ist halt kein Zoo. Immerhin entdeckte ich den „Wächter des Waldes“, somit gab es wenigstens ein Tierbildchen.

    Irgendwann wurden wir abgeholt, und nun ging es zurück zum Frühstück: Spiegelei, Käse, Brot und Tee für mich – damit war ich sehr zufrieden.

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    • 20. Juli 2026 um 00:12
    • #8

    🐻 Hier sind die Bären 🩷

    Nach dem frühen Mittagessen hieß es wieder Sachen packen, wir fahren zu einem anderen Hide. Meine vorsichtige Frage: „Geht es wieder hoch hinaus?“ – Na klar, genauso oder noch schlimmer.

    Ok, ich finde mich damit ab, wieder aus der Puste zu kommen. Hauptsache, ich komme an. Wieder fuhren wir tief in die Wälder, und das letzte Stück mussten wir natürlich laufen. Alles ist machbar. :yyyesmaster

    Nun hatten wir aber wieder Glück: Eine Bärenmama kam mit zwei Jährlingen, und schon ratterten die Fotoapparate. Ich habe auch kurze Videos gemacht – die gibt es erst später.

    Hier wird übrigens nur mit Mais gefüttert. Es soll keine Verbindung Mensch und Fleisch geben.

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    • 20. Juli 2026 um 00:19
    • #9

    Nicht nur Bären kommen an die Futterstelle. Ein Fuchs schleicht sich an, auch er möchte einen vollen Bauch haben. Die Bären nehmen wenig Notiz von ihm. Wir sehen nach und nach zu meiner großen Freude verschiedene Füchse.

    Am Waldesrand entdecke ich auch wieder einen Eichelhäher.

    Dann war die Zeit um. Wir mussten wieder runter zum Auto kraxeln, und nach 50 Minuten wilder Fahrt waren wir zurück. Die Autos sehen hinterher ganz schön verdreckt aus. Wir hatten Glück und wurden von Johnny mitgenommen – so bleibt Karins Auto sauber.

    Der Abend verläuft wie immer: Fotos sichern, Akkus aufladen, kurz Zuhause ein Lebenszeichen geben – zu mehr reicht die Zeit einfach nicht.

    Am Abend werde ich noch von den „Rangern“ veräppelt: „4:30 Abfahrt…“ Als mein Gesicht wohl entgleist, brechen sie in schallendes Gelächter aus. Wir fahren erst um 6 Uhr los. Na, das ist doch ein Wort – und der Scherz war schnell vergessen.

    Viele Grüße
    Petra

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    • 21. Juli 2026 um 18:03
    • #10

    🕊️ Vogelbeobachtung aus dem Hide – 04. Juni 2026

    Endlich klingelte der Wecker mal nicht so früh – aber für mich als Nachteule immer noch früh genug. Heute Morgen stand die Vogelbeobachtung auf dem Programm. Natürlich geschützt in einem Holzhide hinter Spiegelglas, sodass die Tiere uns nicht sehen konnten.

    Eichelhäher, Amsel, Kernbeißer, Buchfinken, Buntspechte, Eichhörnchen und noch einige andere ließen sich blicken. Ein paar davon habe ich aufgenommen. Ich hatte gehört, dass auch Dachs und Co. manchmal den Weg vor die Linse finden, aber dieses Mal nicht. Auch ein Schwarzspecht wurde gesichtet, den habe ich aber verpasst.

    Gegen 10 Uhr wartete das Frühstück auf uns. Wer noch weiter fotografieren wollte, konnte im Hide bleiben – mir reichte es aber, und Hunger hatte ich auch.

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    • 21. Juli 2026 um 18:05
    • #11

    🐻 Letzte Bärensichtung in den Wäldern Sloweniens

    Am frühen Nachmittag wurden wir das letzte Mal zu einem Bärenhide tief in den Wäldern Sloweniens gebracht. Meine Frage nach dem letzten Stück, das wir zu Fuß bewältigen mussten, war nur noch eine Bestätigung meiner Annahme: Wie die letzten Male auch – oder ein Zusammenschnitt aus den beiden anderen Aufstiegen – auf keinen Fall leichter oder angenehmer.

    Natürlich kam ich auch oben an, und sofort hieß es: leise sein, die Bären sind schon da. Wir machten es uns in der Holzhütte bequem – wenn man das so nennen kann – und ordneten schnell unsere Fotoapparate nebst Dingen, die man so braucht: Akkus, Speicherkarten, Bohnensack, Bonbons für den Hustenanfall, den man unbedingt unterdrücken muss, Wasser für die trockene Kehle…

    Was hatten wir wieder für ein Glück, denn es kamen einige Bären, und somit füllten sich auch unsere Speicherkarten.

    Viel zu früh wurden wir abgeholt, denn gerade jetzt war das Licht richtig schön. Na ja, das ist doch immer so – wir hätten noch viel länger bleiben wollen. Gegen 21:30 Uhr waren wir dann wieder zurück. Da wir noch eine Verlängerung eingeplant hatten, konnten wir den Abend ruhig verbringen und mussten uns noch nicht mit der Packerei beschäftigen.

    Viele Grüße
    Petra

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    • 25. Juli 2026 um 00:33
    • #12

    🐦 Wenn der Eisvogel nicht kommt!

    Heute Vormittag stand der Eisvogel auf dem Plan. Die meisten aus unserer Gruppe sind allerdings schon nach dem Frühstück abgereist. Ob sie etwas geahnt haben? Ich hatte bereits gehört, dass die Location nicht unbedingt der große „Bringer“ sein soll.

    Wir wurden zum Standort gebracht, bezogen die winzigen Zelte und warteten – und warteten. Einige Vögel ließen sich blicken: Haubenmeise, Buchfinken, Bachstelzen, und sogar ein Eichhörnchen schaute vorbei. Nur der Eisvogel hatte heute keine Lust.

    Also nahmen wir die Prachtlibellen als Motiv, die sich am Wasser tummelten. Wir hielten wirklich lange aus, aber irgendwann gaben wir auf und packten zusammen.

    Das Bild vom Eisvogel, das ich hier zeige, habe ich 2023 in Deutschland aufgenommen. Übrigens: Schon 2013 saß ich mit Karin und Kathrin in einer Hütte und wir warteten vergeblich auf den Eisvogel. Zum Glück hatte ich inzwischen viele erfolgreiche Begegnungen – zuletzt im Januar dieses Jahres, als wir in Goa waren.

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    • 25. Juli 2026 um 01:38
    • #13

    🌊 Der 2. Teil des Tages – Ausflug zum Cerknisko jezero

    Für den Nachmittag hatten wir uns ein weiteres Ziel ausgesucht: den größten See Sloweniens, Cerknisko jezero. Auf jeder Landkarte – online wie offline – ist er in stattlicher Größe eingezeichnet. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Der See ist nur periodisch vorhanden.

    Vom Eisvogelhide aus nahmen wir Kurs auf den See und freuten uns schon darauf, vielleicht einige Wasservögel zu fotografieren. Unterwegs legten wir nur eine kleine Toilettenpause ein.

    Als wir wieder losfuhren, stellte ich fest, dass ich mein Handy auf dem Fensterbrett der Toilette liegen gelassen hatte. Karins Kommentar: „Das kostet nur einen Gin Tonic.“ Ja, ja – da habe ich Glück, nur einer ist fällig. In Afrika waren es ein paar mehr, denn dort habe ich mein Handy auch einmal liegen lassen. Also schnell zurückgefahren, Handy geholt und weiter ging’s.

    Wir hielten unterwegs Ausschau nach einem Café, fanden aber keines. Irgendwann kamen wir an einen Punkt, an dem wir entscheiden mussten: weiterfahren oder umkehren? Die Schilder waren für uns nicht eindeutig.

    Wir stellten das Auto auf einem Parkplatz ab und liefen den Rest zu Fuß. Unser Ziel war eine Beobachtungshütte, die irgendwo im Nirgendwo stehen sollte – angeblich mit traumhafter Aussicht auf Wasserlandschaften.

    Wir erreichten die Hütte, doch es war weit und breit kein See zu sehen. Alles wirkte merkwürdig. Zu allem Überfluss hatte Karin noch einen kleinen Unfall: Beim Öffnen des Fensters knallte ihr ein Flügel auf den Arm. Das hätte schlimmer ausgehen können. Die Wunde wurde versorgt, und wir machten uns auf den Rückweg zum Auto.

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    • 25. Juli 2026 um 01:41
    • #14

    Auf der Rückweg vom „See“ hielten wir an einer Bäckerei an und kauften uns eine Kleinigkeit. Außerdem hatte ich meinem Neffen versprochen, ein paar Münzen aus Slowenien mitzubringen. Doch es war wie verhext – man bekam alle möglichen Euromünzen zurück, nur keine slowenischen. Selbst in unserer Unterkunft fragte ich nach. Sie haben alles durchgesehen, und am Ende bekam ich immerhin eine 2-Euro- und eine 20-Cent-Münze.

    Am Abend erfuhren wir dann das Geheimnis dieses Sees: Cerknisko jezero ist ein periodischer See. Im Mai und Juni versickert er, und die gesamte Fläche verwandelt sich in eine grüne, blühende Landschaft. Kein Wunder also, dass wir nur Wiesen gesehen haben.

    Nach diesem etwas kuriosen Ausflug gönnten wir uns am Abend eine Pizza – und sie schmeckte hervorragend.

    Ursprünglich wollten wir noch zwei Tage länger bleiben, entschieden uns aber, am nächsten Tag nach dem Frühstück weiterzufahren. Wir wollten noch zwei Nächte in Österreich einlegen. Auf dem Hinweg hatte Karin nämlich entdeckt, dass wir ganz in der Nähe von Filzmoos vorbeikommen – und dort gibt es Murmeltiere. Die Idee war geboren. Aber dazu später mehr.

    Kleine Ergänzung: Cerknisko jezero ist einer der größten periodischen Seen Europas. Wenn er voll ist, bietet er eine beeindruckende Wasserfläche und zahlreiche Wasservögel. In der Trockenphase hingegen zeigt er eine völlig andere, fast surreal wirkende Landschaft.

    Viele Grüße
    Petra

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