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Reisebericht: Live aus Venezuela

    • Reisebericht
  • Petra
  • 21. Februar 2008 um 08:56
  • Petra
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    petra.kaiser.35
    • 21. Februar 2008 um 08:56
    • #1

    Live aus Venezuela!

    Ab Samstag sind wir in Venezuela unterwegs und berichten live hier in meinem Forum. Nur einmal waren wir 1993 für einen Tag in Caracas. Diesmal bleiben wir länger. Wir wollen wir zu den Salto Angel Falls, den höchsten Wasserfällen der Welt, dem Orinoco-Delta und danach an die Küste. Es wird sicher sehr spannend!

    Kommt mit und begleitet uns auf unserer Reise!

    Viele Grüße
    Petra

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    Einmal editiert, zuletzt von Petra (17. Februar 2011 um 21:35)

  • Petra
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    • 23. Februar 2008 um 23:50
    • #2

    Hola!
    Wir sind gut in Venezuela angekommen. Ein erster Bericht folgt in Kürze.
    Viele Grüße
    Petra ;D

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  • Petra
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    • 24. Februar 2008 um 02:22
    • #3

    Nach einer sehr kurzen Nacht, fuhren wir um halb fünf morgens los zum Flughafen. Kurz vor der Abfahrt, war noch einmal Hektik angesagt. Mein Pass war weg, ich konnte ihn nicht mehr finden. Aber es war wirklich nur Hektik, denn er lag im Rucksack ganz unten.

    Die Maschine von Hannover nach Frankfurt startete super pünktlich und so hatten wir nach Ankunft in Frankfurt ca. 3 Stunden Zeit, um noch ein wenig zu Bummeln und uns umzuschauen.

    Um 9:55 hieß es: "All doors in flight"
    , unsere große Reise begann. Ein Gläschen Champagner (Jacquart Brut Mosaique) aus Frankreich war genau das richtige, um den Urlaub anzustimmen. Die Flugzeit sollte 9 Stunden und 55 Minuten dauern. Da ich in der letzten Nacht kaum geschlafen hatte, wollte ich nur das Mittagessen abwarten und danach einfach nur schlafen.

    Die Vorspeise ließ ich aus
    (Entenpastete mit Orangen-Kürbis-Confit und Waldorfsalat oder Pochierter Kabeljau mit Linsensalat und roter Zwiebelvinaigrette) und begnügte mich mit: Blattsalaten mit Feta und Paprika und Kräuter-Dressing. Dazu ein frisch aufgebackenes Brötchen mit Butter.

    Der Hauptgang bestand für mich aus gratinierten Ravioli mit leichter Knoblauchsauce und Tomaten-Chutney. Mhmm das war lecker. Als Nachtisch wählte ich verschiedene Käsesorten. Dazu wurde ein Château Castéra, Cru Bourgeois Supérieur gereicht. Nicht schlecht. Der letzte Gang war für mich ein Baileys auf Eis und dann hatte ich auch die richtige Bettschwere. Ich kann immer gut im Flugzeug schlafen. Es war nur etwas kalt.

    Nach ca. 6 Stunden wurde ich wach, wir flogen durch ein Unwetter und es rüttelte ordentlich.und lange. Nach 8 Stunden Flug hatte ich genug geschlafen und als ich aus dem Fenster schaute, sah ich die schönsten karibischen Inseln.

    Schon wieder gab es Essen, denn es war zu deutscher Zeit ja schon Abend.Ich probierte einen argentinischen Rotwein, der mir auch gut schmeckte.

    Das Wetter hatte sich wieder beruhigt
    und wir konnten schon die Küste von Venezuela erkennen. Nach der Landung kamen wir recht schnell durch die Kontrollen. Unsere Koffer waren auch da, juchhu! Bei mir war zwar die Rolle kaputt, aber das passiert halt.

    Das war der 1. Teil

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von Petra (24. Februar 2008 um 02:29)

  • Petra
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    • 24. Februar 2008 um 02:35
    • #4

    Wir hatten einen Transfer zum Hotel gebucht, jedoch ließ dieser nicht blicken. Es standen jede Menge Menschen mit Schildern in der Ankunftshalle, aber nirgendwo stand unser Name drauf. So holte Friedrich nach einer Weile sein Handy raus und wir riefen unsere Kontaktperson an.

    Was auch immer passiert war, das haben wir nicht rausgefunden. Wir wurden jedoch dann abgeholt und ins nahe gelegene Hotel Buena Vista Inn in Catia La Mar gebracht.

    Mit englisch kommt man hier wirklich nicht weit, diese Erfahrung haben wir gleich zu Angfang dieser Reise gemacht. Mann gut, dass ich ein paar Brocken spanisch kann. Es ist zwar mühsam, aber wir können uns verständigen.

    Das Hotel ist klein, einfach aber sauber und sehr ordentlich und vor allem sicher. In dieser Gegend sind die Wohngebäude und Hotels alle mit dicken Mauern umgeben und zusätzlich mit Strom abgesichert. das ist sehr gewöhnungsbedürftig.

    Wir bezogen unsere Zimmer
    und machten uns frisch. Da es erst nach 17 Uhr (Ortszeit Venezuela) war, wollten wir einen kleinen Spaziergang in der näheren Umgebung machen. Ja, sagte man uns, eine Stunde könnten wir noch rausgehen, aber auf keinen Fall länger, dann kommt die Dämmerung und es ist nicht mehr sicher.

    So machten wir nur einen kleinen Spaziergang, eigentlich wollten wir zum Meer, aber das war dann doch zu weit und die Warnung wollten wir auch nicht in den Wind schießen.
    Wir setzten uns danach auf die gemütliche Terrasse des Hotels und ich stellte fest, dass es WiFi gab. Wunderbar, dann konnte ich doch schon mal die ersten Bilder anschauen. Leider habe ich Probleme mit meinem Allrounder, der Laptopstecker passt da nicht rein. Dasgleiche Problem hatten wir auch in Chicago, sagte mir Friedrich gerade...

    Auch die anderen 2 Adapter passen nicht. Nun ja, nicht so tragisch, morgen sind wir wieder am Flughafen, dann muss ich eben noch einmal einen Adapter kaufen, den wievielten eigentlich? ich habe 2 volle Akkus vom Laptop mit, die sollten ja eine Weile halten.

    Übrigens liegt es daran, dass beim Laptopkabel die etwas dickeren Stecker sind und nicht die sonst üblichen dünnen, wie beim Fön, Rasierapparat und den diversen Ladegeräten, die ich immer mitschleppe.
    Die Temperatur hier beträgt 30° und es ist relativ schwül. Nachdem die Sonne verschwunden war, kam jedoch ein angenehmer Wind auf.

    Da Friedrich auf dem Flug nicht schlafen konnte, ist er relativ kaputt und liegt schon in der Falle, während ich diesen Bericht schreibe. Bei Euch ist es nach 2 Uhr und hier geht es auf 21 Uhr zu.
    Morgen werden wir um 11 Uhr abgeholt und zum Flughafen gebracht. Der Flug nach Puerto Ordaz startet um 13 Uhr.

    Euch allen einen schönen Sonntag!
    Viele Grüße
    Petra
    PS. und nun kommen natürlich noch einige Bilder...

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von Petra (31. Juli 2010 um 23:56)

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    • 24. Februar 2008 um 02:40
    • #5

    und noch mehr Bilder:

    Bilder

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    • 24. Februar 2008 um 02:46
    • #6

    und noch mehr

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    • 24. Februar 2008 um 02:49
    • #7

    und hier die letzten Bilder für heute:

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  • Meikel
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    • 1. März 2008 um 13:49
    • #8

    Hi Leute!
    Ich habe gerade von Petra gehört - heute muss sie erst noch 6 Stunden Auto fahren und danach wird sie wieder einen Internetzugang haben. Habe schon gehört, dass sie wieder einige spannende Geschichten zu erzählen hat ;-).
    Bis später
    Meikel

  • Petra
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    • 2. März 2008 um 20:37
    • #9

    Schon früh sind wir wach und in der Posada gibt es kein Frühstück. So gehen wir die Straße entlang und finden nach 2 Kreuzungen einen kleinen Laden. Hier kann man das nötigste einkaufen, aber es gibt auch Frühstück, Pizza und belegte Baguettes in allen variationen.

    Am Eingang nimmt man sich ein Holztäfelchen, dann bestellt man seine Getränke und das Essen und die Verkäuferin schreibt die Preise auf die Holztafel. Bevor man den Laden verlässt, muss man die Tafel vorlegen und bezahlen. Und jetzt ein Hinweis aus dem Mittelalter. So muss es ganz ganz früher auch bei uns gewesen sein, allerdings wurde bei uns mit Kreide auf die Tafel geschrieben. Daher stammt wohl auch der Ausdruck, bei jemanden in der Kreide stehen.

    In Ermangelung von genügend Spanisch-Kenntnissen
    , mussten wir mit Händen und Füßen bestellen, selbst den Ausdruck Téééé verstand die Bedienung nicht. Erst nachdem ich auf die Preistafel mit Te zeigte, sagte sie aaaahhhh, Täääääähhh, damit sank unser Mut "Fried Eggs" zu bestellen und wir zeigten auf das Croissant con queso (Käsecroissant).
    Der Hammer war, wie die Croissants aufgebacken wurden. Die Bedienung schob den gerade aufgelegten Speck ein klein wenig zur Seite, legte unser Croissant dazu und kurze Zeit später hatten wir ein leckeres speckgebratenes Käse-Croissant. :o

    Unser Abholservice funktionierte tadellos. Wir ergatterten im Flugzeug einen Fensterplatz und unser Flug startete fast pünktlich mit einer Stunde Verspätung. Die Sicht war super, wir flogen zunächst an der Küste entlang, bevor wir ins Landesinnere abbogen.

    In Puerto Ordaz überfliegen wir kurz vor der Landung
    die schöne neue riesige Brücke über den Orinoco.
    Am Flughafenausgang gabelt uns der Bruder von Roger auf, der uns sofort als diejenigen erkennt, die er abholen muss. Nach anderthalb Stunden Fahrt auf einer guten ausgebauten Straße, die nur ab und zu ein paar tiefe Löcher oder gemeine Speedbraker aufweist, kommen wir gut im Camp Piacora an.

    Toll, hier gefällt es uns. Es ist Idylle pur. 10 - 12 Gäste haben hier Platz. Zentrum der Anlage ist ein Pavillon. Hier wird gefrühstückt, hier sitzt man am Abend gemütlich beisammen. Es ist ein neuneckiges Gebäude mit einem Dach aus Schilf.

    In der Dachspitze wohnt eine
    Tarantel, die sich am Abend von ihrer besten Seite zeigt. Hinter dem Pavillon auf der Wiese wohnen die Kanincheneulen. Sie heißen so, weil sie in Höhlen auf der Wiese wohnen. Die Verpflegung ist köstlich. Die Zimmer sind praktisch, in den Betten schlafen wir gut. Sanitäre Anlagen sind "nebenan", das Wasser ist natürlich kalt.

    Nun folgen ein paar Bilder...

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von Petra (2. März 2008 um 20:44)

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    • 2. März 2008 um 20:40
    • #10

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    • 2. März 2008 um 20:46
    • #11

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    • 2. März 2008 um 22:05
    • #12

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    • 2. März 2008 um 22:08
    • #13

    Der Orinoco schlängelt sich 2.410 km durch Venezuela. Das Delta des Orinocos ist mit seinen 40.000 Quadratkiometern das zweitgrößte Flussdelta der Welt. Der Orinoco mündet in den Atlantischen Ozean. Es gibt ca. 40 Hauptarme und mehr als 300 Seitenarme, die viele tausend Inseln umfließen. Nur wenige Menschen leben im Orinocodelta, denn es ist unwegsam und nur mit Booten zu erreichen.

    Heute wollen wir eine Tour durch das Delta des Orinocos machen
    . Hinten auf dem Pickup werden 5 Stühle gepackt. Zwei von uns sitzen vorne und zwei setzen sich auf die aufgestapelten Schwimmwesten, der rest darf auf die Stühle. Es werden Getränke und Verpflegung eingepackt und die Fahrt geht los. Man muss sich schon gut festhalten, denn die Straßen sind holprig. Das Boot liegt schon im Wasser, Roger hat es während wir noch frühstückten zu Wasser gelassen.

    Bevor wir losfahren, sehen wir eine Schlange zusammengerollt auf dem Rasen liegen
    . Roger warnt uns, nicht zu nahe heranzutreten, denn er kennt diese Schlangenart nicht, sie könnte giftig sein. Noch bevor wir losgefahren sind, ist die Schlange wieder verschwunden, wohin hat keiner gesehen, hoffentlich nicht in eines unserer Betten.

    Das Boot ist ein sehr leichtes Boot mit niedrigem Tiefgang, angetrieben von einem Yamaha 3- Zylinder-Zwei-Takt-Motor. Ungefähr 100 Liter Treibstoff in Kanistern nehmen wir zusätzlich mit. Benzin ist hier in Venezuela billiger als Wasser. (40 Liter kosten weniger als ein Dollar)

    Nachdem wir es uns alle im Boot gemütlich gemacht haben, braust Roger los. Wir fliegen förmlich über das Wasser. Wasserscheu darf keiner bei dieser Fahrt sein, denn die Wellen schlagen je nachdem auch mal über die Bootskante.

    Wir fahren ein Seitenarm des Orinocos flussabwärts in Richtung Atlantischer Ozean. Je weiter wir flussabwärts fahren, je breiter wird der Strom. An beiden Seiten leuchtet der Urwald in den verschiedensten Grüntönen. Weiße und schwarze Reiher sehen sehen wir zu Hauf, auch Kormorane, die einen riesigen Felsen in der Flussmitte bevölkern. Immer wieder unternimmt Roger Abstecher in weitere kleine Seitenkanäle.

    Hier müssen wir uns mitunter ducken, damit wir nicht in dem Geäst hängen bleiben. Dann und wann greifen die Männer zu Hilfsmitteln und staken. Es ist schon erstaunlich, was wir hier an bunten Vögeln zu Gesicht bekommen. Enten, Braun-Adler, Sperber, Fliegenschnäpper kreuzen unsere Wege, so schnell können wir gar nicht reagieren. Wir sehen die schönsten Eisvögel, auch Kingfisher genannt, den kleinen schwarz gelben, den mittleren und den großen blauen, die so schnell an uns vorbeifliegen, dass wir mit offenen Mündern nur staunen. Die Kingfisher jedoch halten ihren Schnabel geschlossen, denn meist hatten sie einen großen Fisch im Schnabel.

    Hoch oben in den Bäumen sehen wir Affen, die faul herumhängen und sich durch uns nicht stören lassen. An den schlammigen Uferböschungen zeigt uns Roger die Fußabdrücke der Kaimane. Wir haben sie jedoch nur einmal kurz unter Wasser gesehen. Sie sind sehr scheu. Auch gibt es hier im Wasser die gefürchteten Zitteraale, die gefährliche Stromschläge verteilen, wenn man sie berührt. Sie können mehrere Meter lang sein.

    Der Wasserstand in den Seitenarmen ist in der Trockenzeit, in der wir uns zur Zeit befinden, sehr gering, so dass die Schiffsschraube an manchen Stellen Bodenkontakt bekommt und Roger den Motor hochschwenken muss. Manchmal bleiben wir an Wurzeln oder umgefallenen Bäumen und Ästen hängen. Roger warnt uns, nicht mit den Händen in das Geäst zu greifen, da dieses der Lieblingsort der giftigen Lanzenotter ist. Also immer schön erst schauen.

    Weiter geht die Fahrt über den Orinoco. Nach den Anstrengungen in dem kleinen Seitenarm, geht es zurück auf den Hauptstrom. Hier lässt Roger das Boot wieder mit voller Geschwindigkeit über das Wasser fliegen. Zusätzliche Abkühlung erhalten wir durch kleine Regenschauer. Roger steuert das Boot in den Schutz eines großen Baumes unter dessen überhängenden Ästen wir fast im Troknen sind. Nachdem wir uns alle die Regenkleidung angezogen haben, hört es auch schon wieder auf. Kurz danach erreichen wir eine Stelle an der der Fluss sich unheimlich verbreitert. Hier treffen der Orinoco und der Rio Grande zusammen. Die Ausmaße sind einfach überwältigend.

    Bilder

    • Posada_Piacoa_25_02_08_01.JPG
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    Einmal editiert, zuletzt von Petra (3. März 2008 um 13:40)

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    petra.kaiser.35
    • 3. März 2008 um 13:34
    • #14

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    petra.kaiser.35
    • 3. März 2008 um 13:39
    • #15

    In voller Fahrt geht es weiter. An einer Stelle am Ufer halten wir und begrüßen eine indianische Familie, die in ihrem Kanu sitzen. Ihre zwei Hunde sind am und im Wasser und jagen Leguane. Die Fahrt geht weiter, übrigens ist das Wetter sehr angenehm, die Sonne ist hinter den Wolken versteckt, dennoch haben wir alle einen Sonnenbrand bekommen.

    Unser nächstes Ziel ist ein Indianerdorf.
    Es sind Warao-Indianer. Warao bedeutet Kanu-Menschen, schon die kleinen Kinder lernen geschickt mit dem Kanu umzugehen. Wir sehen, wie die Indianerinnen Hängematten und Körbe herstellen. Ich erstehe eine kleine Blumenvase, die die Indianer für die Touristen herstellen. Wunderschön...

    Vor uns liegt eine Insel mit einer großen Sandbank. Wir steuern drauf zu und steigen aus. Wer das Buch Papillon (die Autobiographie von dem Franzosen Henri Charrière.) gelesen hat, der weiß, dass Papi als Strafgefangener nach Französisch Gyana gekommen ist, von dort floh und auf der Flucht kurzzeitig auf dieser Insel inhaftiert wurde Lange Jahre befand sich auf dieser Insel ein Strafgefangenenlager für politische Gefangene von Venezuela. Erst kürzlich habe ich das Buch wieder gelesen und so konnte ich mir das richtig gut vorstellen. Die Gebäude von damals sind alle abgerissen, heute will man damit nichts mehr zu tun haben.

    Wir haben ungefähr die halbe Strecke bis zum Atlantik geschafft.
    Leider müssen wir umkehren, denn wir sind jetzt schon einige Stunden unterwegs. Noch einmal biegen wir in einen Seitenkanal ab und es wird richtig abenteuerlich. Aber es lohnt sich. Wieder sehen wir viele wunderschöne bunte Vögel, bizarre Bäume, Flechten die in das Wasser wachsen, Abgestorbene Baumteile, die uns den Weg versperren. Roger erzählt, dass man immer bedenken muss,wenn man in einen Seitenarm hineinfährt, dass bei Ebbe das Wasser noch mehr zurückgeht und das Boot schnell auf dem Trockenen liegt. Dann hilft nur warten, unter Umständen 6 Stunden...

    Auch hier im Wasser gibt es Zitteraale, die mehrere Meter groß werden. Hin und wieder sehen wir einen, wenn sie uns bemerken, tauchen sie weg und sind nicht mehr zu sehen. Anacondos haben wir leider nicht gesehen, dazu scheint die Sonne heute nicht warm genug. Wenn die Sonne richtig vom Himmel scheint, dann kommen die Schlangen an das Ufer und wärmen sich auf.

    Auf den Zweigen eines Baumes sitzen wieder 2 braune Adler.
    Sie lassen sich durch uns nicht stören, Roger macht den Motor aus und wir schießen ein paar Fotos.

    Auf dem Wege zurück nach Piacoa kreuzt uns am späten Nachmittag der "Schulbus", so nennt es Roger. Die Schulkinder werden mit einem kleinen Boot von der Schule nach Hause gebracht. Das Boot legt am Ufer an, 2 Kinder steigen aus, das Boot legt ab und fährt weiter.

    Kurze Zeit später überholen wir ein etwas größeres Transportschiff. Es ist Schmuggler-Schiff. Sie sind wahrscheinlich auf dem Wege, um Benzin einzukaufen, um es dann nach Guayana für harte Dollars zu verkaufen.

    Zu guter Letzt nimmt Roger noch eine Abkürzung durch einen schmalen Seitenkanal. Er hat einen großen Schwarm Hoatzin (Opisthocomus hoazin, sie werden auch Schopfhuhn, Zigeunerhuhn oder Stinkvogel genannt) entdeckt. Roger erzählt und, dass diese als die Ur-Vögel gelten. Es sind die ältesten bekannten Vögel der Welt und sie sind nur noch in dieser Ecke von Venezuela zu finden. Wenn die Jungvögel geschlüpft sind, haben sie Krallen an den Flügeln. Damit können sie an den Bäumen hochklettern, wenn sie aus Versehen aus dem Nest gefallen sind.

    Wir haben großes Glück gehabt, denn die Hoatzin sind nicht oft zu sehen.

    Mit vielen Eindrücken kommen wir in das Camp zurück. Habe ich schon einmal erwähnt, dass es hier des Nachts einen einmaligen Sternenhimmel gibt? So richtig zum Träumen.

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    • 3. März 2008 um 16:25
    • #16

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    • 3. März 2008 um 16:33
    • #17

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    • 3. März 2008 um 16:40
    • #18

    hier Bilder von der ehemaligen Strafgefangeneninsel Isla Guasina, sie ist unbewohnt, wir sind hier ganz unter uns.

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    • 3. März 2008 um 16:56
    • #19

    Bilder vom Hoatzin, dem seltenen Ur-Vogel. Da habe ich Glück gehabt, dass einige Bilder sogar brauchbar geworden sind, denn aus dem Boot heraus zu fotografieren, ist nicht so einfach.

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    • 3. März 2008 um 17:15
    • #20

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