Beiträge von Petra
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Noch schnell die Karte :
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Nun geht es immer wieder mal rauf und mal runter, enge Wege, mal mit Schotter, mal felsig, mal steil und rutschig. Bei solch einem Untergrund muss ich höllisch aufpassen, dass ich mich nicht auf die Nase lege. Ich habe aber einen Stock dabei, Das hilft. Außerdem habe ich Zeit und es ist egal, wann ich wo ankomme.
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Beschwingt geht es nun weiter. Nach knapp 5 Kilometern erreiche ich Manjarin, ein kleines Dorf mit nur wenigen Häusern. Hier gibt es eine nette Möglichkeit für eine Pause mit schöner Musik, frisch gepresstem Orangensaft, ein süßes Teilchen und eine Banane. Die Aussicht ist toll. Ich bleibe eine ganze Weile in der Sonne sitzen.
Das ist übrigens die einzige Rast-Möglichkeit mit Bewirtung auf dieser Etappe gewesen.
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3. Etappe am 31. Mai von Foncebadon nach El Acebo de San Miguel - 12,4 km
In der Nacht hatte es ordentlich geschüttet. Als ich heute Morgen aus dem Fenster schaute, lachte schon wieder die Sonne. So soll es sein. Ab 7 Uhr gab es Frühstück. Man konnte sich verschiedene Varianten bestellen. Da ich morgens noch nicht so einen großen Hunger habe, entschied ich mich für die einfache Variante: Kaffee, Orangensaft, 1 große Scheibe Brot, Butter und Marmelade. Alles zu 4,50 €. Die Preise sind meiner Meinung nach ohnehin sehr human, für einen Kaffee mit Milch zahle ich unterwegs 1,30, ein Bier kostet je nach Größe 1,60 (ich nehme ja lieber 2 kleine als 1 gro0en Humpen.
)Auch wenn die Strecke heute nicht so lang war, ich lief dann doch zeitig los.
Gleich zu Anfang ging es wieder bergauf, Nach nicht ganz 2 Kilometern habe ich Cruz de Ferro auf 1.510 m erreicht. Ein riesiger Steinhaufen, in der Mitte steht ein großer Eichenstamm mit einem eisernen Kreuz. Jeder Pilger legt hier einen Stein ab, den er von Zuhause mitgenommen hat. Man legt hier seine Sorgen symbolisch ab. Ich habe auch meinen Stein hingelegt und einen weiteren, den man mir mitgegeben hat.

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Hier die Karte von der Tour gestern:
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Später raffte ich mich doch noch auf und ging runter, etwas essen. Das Menü war mir zu viel. So bestellte ich ein Sandwich vegetal. Während ich darauf wartete, firl mir siedend heiß ein, dass vegetal, ja nicht vegetarisch ist. Ja, ich hätte tatsächlich wieder Tuna bekommen, außerdem darf ich ja keine zanahorias (Karotten), die hätte es auch auf dem Sandwich gegeben.
So musste ich nicht hungrig ins Bett. Ich schaute noch einmal aus dem Fenster. Eine breite Regenfront kam auf und etwas später schüttete es nur so vom Himmel mit Blitz und Donner.
Ich saß ja im Trockenen!
Viele Grüße
Petra -
Das Dorf hat nur wenige Häuser. Ich war froh, dass ich vorgebucht hatte, denn alle Betten waren voll belegt und ich sah etliche Pilger, die keine Schlafmöglichkeit bekamen, auch der nette Niederländer wusste nicht, was er machen sollte.
Ich habe ein kleines Einzelzimmer und bin zufrieden. Nachdem ich mir ein kleines Bier gegönnt habe, setzte ich mich auf mein Bett und ruhte mich aus. Blasen habe ich keine bekommen, das ist das Wichtigste. Morgen habe ich nur eine kurze Strecke von 11 km. Dafür muss ich aber auch erst einmal noch ein wenig nach "oben" laufen, denn ich komme zum höchsten Punkt von dieser Reise.
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Mittlerweile ist mir auch sehr warm geworden. Ich habe in meinem Tagesrucksack ein Trinksystem, damit ich nicht immer Plastikflaschen kaufen muss. Heute Morgen habe ich es mit dem Wasser as dem Badezimmer befüllt. Bäh, sage ich nur, es war NICHT trinkbar.
Der Weg ging nun stetig nach oben. Viel Schotter, kleine Naturpfade, manchmal auch riesige Matschpfützen (Augen zu und durch) Hier lernte ich einen Niederländer kennen, der auch - so wie ich - schnaufte und ab und zu eine Pause brauchte. Er war mit Sohn und einem Freund unterwegs. Ihn traf ich immer mal wieder auf dem Weg.
Ja, es war für mich ganz schön mühsam und ich blieb immer mal wieder stehen, um mich zu erholen. Mittlerweile war ganz schön weit oben und hatte eine tolle Sicht.
Dann endlich kam Foncebadón in Sicht. Wunderbar, gleich habe ich es geschafft.
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Weiter geht es mal neben einer kleinen´Straße, durch kleine Wäldchen und auch durch offene Landschaften. Nach rund 7 Kilometern erreiche ich Rabanal und brauche eine große Pause. Rabanal liegt auf 1, 156 m
Ich bestelle mir zwei Spiegeleier mit Reis und Salat, dazu ein Tonic Wasser. Da ich draußen sitze, ziehe ich auch meine Schuhe aus. Ich lerne Japaner, Taiwaner, Deutsche und Amerikaner kennen.
Noch immer ist nicht viel auf dem Camino los. Auf dem 2. Bild wäre ein Geocache gewesen. Allerdings habe ich nicht die Muße gehabt, lange such suchen. Erstens wurde ich dann auch immer mal gestört und zweitens lag ja noch ein ganzes Stück vor mir.
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2. Etappe am 30. Mai von Santa Catalina de Samoza nach Foncebádon - 18,4 km
Für 7 Uhr morgens habe ich mir das Frühstück gewünscht, damit ich auch früh loskomme. Es war ein reichhaltiges und liebevoll angerichtetes Frühstück. Auch der Frühstückraum war gemütlich eingerichtet. Überall brannten Kerzen. Das war doch schon mal ein guter Start.
Am Nebentisch saß ein französisches Pärchen aus Paris und ich kratzte meine Sprachkenntnisse zusammen. Sie wollten an diesem Tag über 30 km laufen. Puhh!
Noch vor 8 Uhr war ich schon unterwegs. Das Wetter war sonnig, aber für mich noch zu kühl. So lief ich anfangs erst einmal dick eingepackt, während sich die Franzosen in kurzen Shorts und T-Shirts auf den Weg machten.
Nach viereinhalb Kilometer erreichte ich El Ganso und legte hier eine kleine Kaffeepause ein. Die Höhe beträgt 1.020 m.
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