Beiträge von Petra

    Das Risiko ohne Visum eine Tour privat zu buchen und Probleme zu bekommen, das wäre mir auch viel zu hoch und das kann ich in keinem Fall empfehlen. Wenn ich mit dem Schiff da wäre, würde ich auch an einer geführten Tour teilnehmen, denn St. Petersburg ist ja auch ziemlich weitläufig und die Aufenthalte mit dem Schiff sind ja nicht so lange.

    Manchmal lohnt es sich, etwas auszusitzen. Wir haben Schwiegermutter und Enkeltochter zu einem Musical nach Hamburg eingeladen (Liebe stirbt nie - Love never dies von Andrew Lloyd Webber) Wir brauchen natürlich auch eine Übernachtung, da uns die Fahrt sonst viel zu anstrengend wäre.

    Nun habe ich immer schon nach Hotelunterkünften in Hamburg ausgeschaut. Es sollte nicht zu teuer sein, soll gut gelegen sein und es muss nicht unbedingt ein Hostel sein, schließlich haben wir ja auch Schwiegermutter mit an Board.

    Wir hatten schon an ein Accor-Hotel gedacht, aber pro Person 19 € für ein Frühstück extra zahlen zu müssen, das war schon happig. Vor allem, da ich mit Sicherheit keine 19 € an Essbarem verputze.

    Immer wieder habe ich mir die Preise angeschaut. Heute bekam ich eine Mail von

    Accor:accorhotels.com SCHENKT IHNEN EXKLUSIV IHR FRÜHSTÜCK*

    Das war doch ein Wort, so habe ich schnell gebucht und nun haben wir ein nicht nur einen Super-Sonderpreis bekommen, 40% Rabatt auf zwei Superior Zimmer, sondern auch noch das Frühstück für uns alle GRATIS dabei. :,.)

    Tja, leider hat booking.com das dieses Mal nicht im Angebot, dort hätten wir über 100 € mehr zahlen müssen.

    Nun muss ich aber ganz schnell noch die Tickets für das Musical bestellen. Übrigens das Hotel musste natürlich sofort bezahlt werden und ist nicht erstattbar. Klar, bei diesem Preis. ;)

    Viele Grüße
    Petra

    Ab frühen Nachmittag hatten wir Gegenlicht. Wenn gerade keine Kraniche da waren, überspielte ich schon mal die Bilder auf mein Laptop und machte eine kleine Sichtung.

    Neben vielen Fotos habe ich auch jede Menge Video-Sequenzen aufgenommen. Das Video habe ich hier veröffentlicht:

    Kraniche am Günzer See

    Die Sonne ging unter und die Kraniche und die Gänse zogen von dannen, langsam nach und nach. Erst wenn der letzte Kranich vom Felde geflogen ist, dann dürfen wir aus der Hütte raus. Da wurde es natürlich schon wieder dunkel.

    Endlich wieder draußen musste ich mich erst einmal recken und strecken. Dann musste der Eimer geleert werden, die Hütte ausgefegt werden. Ihr glaubt ja nicht, wie dreckig ich war. :question

    Zum Schluss mussten die Klamotten wieder zum Auto getragen werden. Karin kam mir entgegen und half mir, so dass ich nur einmal gehen musste.

    Wir waren völlig kaputt aber zufrieden. Die Strapazen haben sich gelohnt. :exxclaim

    Ich würde es jederzeit wieder machen.

    Das geplante frühe Aufstehen am nächsten Tag haben wir einfach ausfallen lassen, wir waren dazu einfach nicht in der Lage. So frühstückten wir gemütlich, packten unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Heimweg.

    Es war ein unvergessliches Erlebnis!

    Nachtrag: 2020 war ich wieder bei den Kranichen am Günzer See <3





    Viele Grüße
    Petra
    PS. hier kann auch wieder kommentiert werden.

    Insgesamt war ich knapp 14 Stunden in der Hütte. Man durfte sie nicht verlassen. Das ist eine lange Zeit. Ab und zu nickte ich zwischendurch mal auf dem Stuhl ein, aber besonders bequem war es nicht. Ab und an simste ich mit Karin, damit jeder von uns wusste, dass es einem gut ging. :mrgreen

    Verpflegung und Wasser hatten wir uns mitgenommen. Beim Wasser war ich vorsichtig, denn es gab ja nur einen Eimer in der Hütte für die gewissen Bedürfnisse. :rolleyes

    Eine Geschichte habe ich noch
    , während ich grade gemütlich in mein Butterbrot beißen wollte, sprang oder fiel eine riesige Spinne auf mein Objektiv, das aber sicher auf dem Stativ stand.

    Da die Hütte ja so eng ist, konnte ich leider keinen Satz nach hinten machen, da war nämlich die Wand. Außerdem war es dunkel in der Hütte, wir haben ja nur winzige Fotoklappen. Ein wenig panisch nahm ich den Besen (wir müssen am Abend die Hütte ausfegen), ließ die RIESENSPINNE daraufkrabbeln und steckte den Besen aus der Luke und schüttelte ordentlich.

    Auch wenn es ein paar Kraniche verscheucht hätte, das Vieh musste ich loswerden. Ich hatte aber Glück, die Kraniche waren just in diesem Moment ganz woanders und wurden NICHT gestört. (Sonst hätte ich noch Ärger bekommen!)

    Gott sei Dank war es die einzige Spinne, die sich sehen ließ. Ab und zu rumpelte es auch an der Hütte. Wer weiß, wer das war. Karin meinte, das muss der Wind gewesen sein.

    Apropos Wind, es war sehr kalt und zugig und wie gesagt 14 Stunden sind lang...

    So richtig nah kamen die Kraniche natürlich nicht an die Hütte. Mit 400 mm und Cropfaktor, ich habe die Canon 7D Mark II, kam ich dann auf 640 mm, das war gerade so ausreichend. Ich hätte noch einen Konverter dabei gehabt, aber diesen habe ich nicht eingesetzt.

    Auf dem letzten Bild sieht man einen Jungvogel, erkennbar an dem braunen Gefieder.

    Am nächsten Tag mussten wir früh aufstehen, denn wir sollten schon um 6 Uhr in der Hütte sein. Um halb sechs fuhren wir von der Ferienwohnung los. Es sind nur wenige Kilometer bis zum Naturbeobachtungspunkt am Günzer See. Tja und wir sind doch glatt an der Einfahrt zum Parkplatz vorbeigefahren. Es ist einfach viel zu dunkel. Das kann ja noch lustig werden.

    Karin drehte und dann fuhren wir ganz langsam zurück und fanden die Einfahrt. Schnell den Wagen abgestellt und dann mussten wir die Fotoausrüstung schleppen. Mann, was hatten wir alles mit. :KKopffass2

    Mit Stirnlampe und Taschenlampe um den Hals machte ich mich mit Karin auf den Weg. Im Dunkeln sind wir dahin gestolpert, haben gestöhnt und geflucht. Ich hatte noch einen Leki-Stock mit, so dass ich mich abstützen konnte. Wir erreichten Karins Hütte und ich bekam meinen 10-Kilo Eimer voll mit Mais. Den musste ich nun auch noch mitnehmen.

    Mutig stapfte ich nun alleine weiter in der Dunkelheit. Ich hörte Geräusche, die Gänse machten Lärm, sie fühlten sich wohl gestört. Ich erreichte den Punkt, wo ich den Mais verstreuen wollte. Das habe ich ruckzuck erledigt. So ganz wohl fühlte ich mich alleine auf dem Feld in der Dunkelheit nicht.

    Auf einmal sah ich einen riesigen Schatten. Ich sage Euch, ich hatte einfach nur Angst. Dieser Schatten bewegte sich. Ein Hund? nein, viel zu klein. Ein Bär, gibt es hier Bären? Ich war nahe dran hysterisch zu werden. Der schwarze Schatten kam auf mich zu. Ich hatte keine Chance und leuchtete ihn an.

    Dann sah ich, dass es ein Mensch war. Das musste auch einer von uns sein, der die Hütte Nr. 2 gemietet hat. Ich sprach ihn an. Gott sei Dank, es war ein Fotograf. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich fand den Übergang auf die andere Seite des Grabens und ging nun am Maisfeld entlang. Immer noch in der Dunkelheit.

    Endlich war ich an der Hütte. Fix habe ich sie aufgeschlossen, alles reingestellt, bin auch reingegangen und habe den Riegel vorgeschoben. Mein Herz klopfte immer noch laut. Boah, was tue ich mir da an...

    Ich richtete mich so gut es ging ein, die Hütte war ja nicht größer als 1 x 2 Meter und stehen konnte man auch nicht.

    Die Sonne ging langsam auf und die ersten Kraniche kamen angeflogen. Das entschädigte natürlich für alles.

    Nach einer Weile, das Licht fing gerade an, gut zu werden, kam der Bauer angefahren und streute auch eine ganze Fuhre Mais auf das Feld. Klar, die Kraniche flogen natürlich alle weg.

    Ich habe gehört, dass die Kreuzfahrer nur, wenn sie eine Tour auf dem Schiff buchen, kein Visum brauchen. Wenn man alleine durch Petersburg streifen will, dann braucht man ein Visum.
    Wir waren ja vor ein paar Jahren in St. Petersburg, es war einfach nur schön, wenn auch sehr kalt. Und mit dem Visum, das war machbar. Das indische Visum finde ich schlimmer. ;)

    Zu Besuch in Kittery Point so hieß die Überschrift des neuen Blog-Eintrages.

    [Blockierte Grafik: http://knoppreisen.de/wp-content/gal…nt/DSCF1611.jpg]

    Jane und ich wir zeigten den beiden ein wenig von der schönen Umgebung
    und hatten uns ein paar Highlights ausgedacht. Der Tag ging viel zu schnell
    vorbei und am nächsten Morgen ging die Reise schon weiter. Und ich durfte mit!

    [Blockierte Grafik: http://knoppreisen.de/wp-content/gal…int/DSC0980.JPG]

    Cape Cod – Ankunft in Provincetown

    Mit dem Camper fuhren wir nun zu Dritt in Richtung Boston und dann
    weiter nach Cape Cod. Vermutlich wird der "Fahrer" eine Erinnerung
    an Massachussetts bekommen, denn wir mussten über eine Brücke und
    konnten die Maut nicht bezahlen. Cape Cod ist wunderschön, vor allem
    Provincetown, einer der liberalsten Städte östlich von San Francisco,
    wie meine Schwester schrieb.

    [Blockierte Grafik: http://knoppreisen.de/wp-content/gal…n_1/DSC1008.JPG]

    Cape Cod – gulls, whales, white sharks and seals genau das haben
    wir alles gesehen, halt, stimmt nicht die white sharks ließen sich nicht
    blicken. Wir wanderten, fuhren mit dem Bike den Race-Trail, fotografierten
    und genossen die gemeinsame Zeit :)

    [Blockierte Grafik: http://knoppreisen.de/wp-content/gal…n_2/DSC8400.JPG]

    Cape Cod National Seashore das war unsere nächste gemeinsame
    Station, wir sahen den ältesten Leuchtturm von Cape Cod, sahen
    wunderschöne Strände, die Seehunde und Kegelrobben gaben ein
    Stell-Dich-Ein und wir hatten wunderbare Abende mit leckerem Essen.
    Werner verwöhnte uns mit tollen Gerichten, dazu ein Wein oder Bier
    manchmal sogar ein Gläschen Champagner, ja so konnten wir es aushalten.

    [Blockierte Grafik: http://knoppreisen.de/wp-content/gal…ore/DSC1369.JPG]

    Leider ging die gemeinsame Zeit mit Andrea und Werner viel zu schnell
    vorbei. Ich wurde zum Flughafen von Boston gebracht, dieses Mal ohne
    Ticket und flog wieder nach Hause.

    Es war wirklich wunderbar, danke :hhherzen

    [Blockierte Grafik: http://knoppreisen.de/wp-content/gal…ore/DSC8482.jpg]

    Viele Grüße
    Petra
    PS. Hier geht es zum Blog von Andrea & Werner.

    Ich habe natürlich auch über unsere gemeinsame Zeit berichtet:
    Live aus den Neuenglandstaaten im September 2015

    Länger weg, das ging bei uns so gut wie gar nicht, schon 3 Wochen an einem Stück waren zuviel. :rolleyes Da muss man sich halt arrangieren, habe ich ja auch viele lange Jahre gemacht. ;)

    In kleinen Betrieben läuft alles meist viel stressfreier ab. Das hat alles Vor- und Nachteile. Myanmar ist sicher auch ein schönes Reiseland. Mein Mann will da nicht hin, daher steht es nicht auf meiner Liste.

    Das war bei uns im Betrieb auch so, in den Ferienzeiten haben Familien mit schulpflichtigen Kindern Vorrang, aber nur einmal im Jahr, nicht eben alle Ferien im gesamten Jahr. Das ist aber eine Sache des Betriebsrates, dieses auszuhandeln. Es gibt ja auch Partner, die auf Betriebsferien angewiesen sind, auch da muss es eine Regelung geben, wenn keine Kinder vorhanden sind.

    Ich habe meist immer den gewünschten Urlaub bekommen. In den Ferienzeiten finde ich den Urlaub ohnehin ätzend, wie wir jetzt gerade im August festgestellt haben, alles ist voll, alles ist teuer...

    Weihnachten und Ostern wurde bei uns auf freiwilliger Basis gearbeitet. Wer in diesem Jahr Weihnachten oder Ostern arbeiten musste, bekamm garantiert im nächsten Jahr frei.

    Ein Übertrag ins nächste Jahr war bei uns auch kaum möglich. Da ging es aber auch hauptsächlich um die Bilanz und die Rückstellungen.

    Wir mussten nun warten, bis der letzte Kranich nach dem Sonnenuntergang vom Felde geflogen war und auch kein Fotograf oder Ornithologe noch Tierbeobachtungen machte, dann durften wir den Weg zu den gemieteten Hütten wagen.

    Es gibt 4 Hütten, die alle an verschiedenen Stellen stehen, also nicht in Rufweite. Karin hatte die Nr. 4 und ich die Nr. 1. Wir schleppten nun die beiden 10-Kilo Eimer mit Mais, mein Stativ, etliche warme Sachen, eine Decke zu den Hütten. Noch war es nicht ganz dunkel, aber man brauchte schon ein Licht. Schlimm war, dass wir über ein Naturfeld laufen mussten mit Löchern, Steinen und sehr uneben. Für mein Bein war es eine Tortur.

    Karin kam dann noch mit zu meiner Hütte. Dazu mussten wir noch einmal ein weites Stück über das Feld laufen, dann über den Graben gehen und an dem Rand eines Maisfeldes wieder ein Stück zurücklaufen. Boah, sage ich nur, wie gut, dass wir das alles nicht gewusst hatten.

    Als wir dann meine Hütte erreicht hatten, war ich fix und fertig, Karin auch. Mittlerweile war es stockfinster geworden, wir waren froh, dass wir nicht alleine waren, denn es war alles schon sehr unheimlich. Schnell legte ich alle Sachen rein, wir schafften es nicht das Schloss wieder zuzuschließen. Nun ja, wir ließen die Hütte offen, in der Hoffnung, dass keiner in der Nacht über das Feld schleicht und nachschaut, ob vielleicht etwas drinnen liegt. :ttwisted

    Der Rückweg im Finstern war auch nicht lustig, aber wir haben es geschafft. Glaubt mir, an diesem Abend sanken wir früh und kaputt ins Bett. Der morgige Tag sollte noch anstrengender werden.

    Auf dem Bild sieht man die Hütte Nr. 2 auf der anderen Seite des Grabens. Das Bild habe ich von meiner Hütte aus am nächsten Tag gemacht.

    Fortsetzung folgt!

    Gegen 16:30 Uhr fuhren wir wieder an den Günzer See, machten etliche Fotos und hatten einen wunderschönen Sonnenuntergang.

    Bei den Kranichen kann es passieren, dass sie auf einmal alle auffliegen und schwupps ist die Wiese leer. Die Tiere sind sehr störanfällig und schon ein Fahrradfahrer, der anhält, um ein Foto zu machen, kann der Auslöser sein, wie es bei uns heute Morgen gewesen ist. Sicher wusste er nichts davon, aber danach waren die Tiere erst einmal weg und wir schauten ganz schön dumm aus der Wäsche.

    Mittlerweile werden auch Busladungen von Touristen "angekarrt", die haben allerdings nichts besseres im Sinn, als sich mit Bratwurst und Bier lauthals zu amüsieren. :razz Aber irgendwann kam der erlösende Ruf, der Bus kommt und schwupps wurde es wieder ruhig. 8)

    Dann machte auch der Bratwurststand dicht und fuhr seiner Wege.

    Es war doch noch ganz schön kühl am frühen Morgen. Knapp 4 Stunden später holten wir unser Frühstück aus dem Auto. Das hatten wir uns schon am Vorabend zubereitet. Es gab Brote mit Käse und Veggie-Wurst, Gurken und Pfefferminztee.

    Von meinem Neffen hatte ich mir einen bequemen Campingstuhl geliehen, perfekt! Man kam mit dem ein oder anderen Fotografen ins Gespräch, tauschte ein paar Erfahrungen aus, ja das war ganz nett. Irgendwann gegen 13 Uhr fuhren wir zurück in die Ferienwohnung. Das Licht war ohnehin viel zu hart. Ich nutzte die Zeit, überspielte die Bilder und machte schon mal eine erste Sichtung.

    Übrigens in Altenpleen gibt es einen kleinen Markt, wo man ein paar Sachen einkaufen kann. Der Laden hat keine große Auswahl, aber immerhin 2 Sorten Käse. :ccool

    Einen Geldautomaten sowie eine Apotheke gibt es nur im nächsten Dorf (Prohn) ein paar Kilometer weiter. Das Hotel konnte nur Bargeld annehmen. Mit Scheckkarte war noch nicht eingerichtet. Die Besitzer (sehr nett!) hatten das Hotel erst gerade gekauft.


    Bild 2 + 3 Grau-Gänse

    Auf der anderen Seite gegenüber stand der Mond am Himmel, er sollte an diesem Tag erst gegen 11 Uhr untergehen. Er war noch richtig schön rund und groß.

    So wechselten wir ab und zu die Positionen. Auch im Gegenlicht gab es wunderbare Ansichten. Weit hinten äste ein Reh, am Himmel zogen die Kraniche ihre Runden und irgendwann kamen auch die Gänse. Das war ein Gerufe und Geschnattere.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!