Einen männlichen Bautänzer`? Was hat der denn beim Tanzen gebaut? ![]()
Beiträge von Heike
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Natürlich ist um 18 Uhr niemand im Hotel, der auf uns wartet. Und wir rechnen schon nicht mehr damit, dass der Bruder meiner Mandantin noch auftaucht. Als wir gegen 19.30 Uhr zur Rezeption gebeten werden. steht er mit seinem Cousin. Beide nehmen uns dann mit dem Auto zu einem Lokal etwas au0ßerhalb mit. Morgen sei er busy, aber am Donnerstag holt er uns um 12 Uhr ab und fährt und dorthin, wo die Figuren geschnitzt und wo gewebt wird und zu einem See. Er ist sehr freundlich und sieht meiner Mandantin ähnlich, wenn auch kleiner und schmaler.
Morgen Abend wollen sie wiederkommen und uns woanders ausführen
Gegen 21 Uhr endet unser Tag- im Zimmer ist es warm und die Mücke nervt….Fotos Okke
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Zurück beim Hotel werden wir von einem Händlern einem Kerzenständer in Form einer Figur angesprochen.
Der erste Preis ist 160.000, Das ist mir viel zuviel. Aber ich traue mich nicht ein Gegenangebot zu machen, da ich keine Vorstellung habe, was noch fair sein könnte. Da sehe ich, dass er auch solche Holzschnitzereien für die Wand hat, wie wir sie im Kulturzentrum gekauft haben (für 30.000) Ich frage nach deren Preis und er meinte irgend etwas zwischen 120.000-140.000 Damit war klar, dass seine Preise völlig überhöht sind. Ich biete ihm 50.000--- Als erstes und letztes. „What ist your goodby-price“ fragt er, und ich bleibe bei 50.000 und bekomme das Teil auch dafür.Fotos Okke
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Dann beschließen wir zurück ins Hotel zu gehen und eine Pause zu machen. Unterwegs kaufen wir eine Telefonkarte und nehmen Kontakt zum Bruder einer Mandantin auf, der zusagt, gegen 18 Uhr bei uns im Hotel zu sein. Ein kleines Mittagschläfchen gibt neue Kraft. Gegen 15 Uhr ziehen wir erneut los und finden in der Nein Restaurant. Ich nehme Yellof und Beef, Okke Kebab mit Reis, Jan Chicken mit rice – dazu gibt es eine scharfe Soße – tatsächlich sieht das Kebab aus wie mein Beef, das Chicken besteht aus zwei kleinen Stücke und ohne die scharfe Soße wäre der Reis ziemlich trocken. Mein Essen ist ok.
AUf dem 4. Bild sieht man unser Hotel -
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Dienstag, 05.09.2006
Jan ist gestern noch von jemandem angesprochen worden, der uns wohl heute irgendetwas zeigen wollte… daher meint Jan, wir müssen schnell das Hotel nach links herum verlassen, wenn wir losgehen.
Doch zunächst lassen wir den Tag langsam angehen.
Der Himmel ist bedeckt, ca. 26 Grad. Frühstück nach 9.00 Uhr: Omelette, Brot, Margarine, Marmelade. Den Kaffee machen wir vor- und nach dem Frühstück selber. Unsere 4 mitgebrachten Dosen Cafe a`Lait werden wohl nicht reichen, aber egal. Heute haben wir etwas Trinkgeld geben. Ich setze mich auf den Balkon und lasse die Geräusche, dröhnende Musik, Stimmengewirr, Gehupe, auf mich eindröhnen, schreibe Tagebuch.
Gegen 11.30 Uhr ziehen wir los Richtung Markt – unentdeckt. Die Schienen überqueren wir auf einer Brücke. Am Ende der Brücke ist ein kleines Postamt, wo ich die ersten Postkarten einwerfe. Nur ein kleines Stück weiter liegt der Markt. Schon vorher gibt es überall Stände, u.a. mit riesigen Mengen von Yamwurzeln. Diese schmecken gekocht wie trockene Kartoffeln. Zusammen mit Palaver, einem Spinatgemüse, sehr lecker. -
Bild 1 zeigt deutlich: Deutscher Import - erkennt jemand sein Auto wieder?
Wir verlassen schließlich das Bahnhofsgelände und laufen Richtung Kulturzentrum weiter. Dort befindet sich zum einen der als Museum fungierende „Königspalast“: ein kleiner Villenbau – vielleicht auch nur einfach ein Museum über die Königsfamilie. Das kostet 40.000 Cedi Eintritt. Ohne Nachweis wird Okke gleich als Student eingestuft. Eine Führerin erzählt in rasantem Englisch einiges zu den Ausstellungstücken. Ansonsten sind auf dem Gelände diverse Stände, an denen handwerkliche Arbeiten verkauft werden. Auf dem Gelände findet sich auch ein Restaurant, wo wir sehr gut essen. Okke un dich Yamwurzeln, Palaver und Beef (drei kleine Stücke), Jan Yollof mit Beef, dazu Wasser, ein großes Bier und ein Guinness – 105.000 Cedi
Mittlerweile hat es zu regnen angefangen, was hier aber nicht wirklich jemand kümmert. Die kurze Restzeit bis zum Dunkelwerden geht schnell im Hotel vorbei mit Duschen seitens Jan (Wasser jetzt tröpfelweise), Kaffeetrinken, dösen. Wir sind k.o. Die Eindrücke sind so vielfältig, dass man Ruhephasen braucht, um sie zu verarbeiten und zu speichern. Zum Abschluss würfeln wir 2 Runden. Beim Einschlafen verebben die Geräusche wieder langsam – nur das nervige Summe einer Mücke nicht… -
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Natürlich folgen uns viele Augen. Ich habe das Gefühl, das besonders Okke, mit seinen langen hellen Haaren bestaunt wird. Als ich eine größere Gruppe von Kindern vor mir auf dem Bahnsteig sitzen sehe und diese fotografieren will, löse ich einen echten Strudel aus. Die Kinder stürmen auf mich zu und wollen fotografiert werden. Ein Mädchen zeigt auf sich. Gerade da ist meine Speicherkarte voll. Ich hocke mich hin, um sie zu wechseln. Als ich hoch schaue, bin ich umstellt von 30, 40, 59 Kindern, die wild auf mich einreden. Vor lauter Kindern sehe ich weder Okke noch Jan. Es ist ein ganz komisches Gefühl, Ich fotografiere das Mädchen und muss dann das Bild allen zeigen. Dann kann ich weitergehen.
Foto 2 von Okke - irgendwo dahinter bin ich... -
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Montag, 4.9.2006
Irgendwann nachts wird es ruhig. Die knallenden Rufe von Leuten auf der Straße verstummen, kein Autoverkehr und vor allem kein ständiges Gehupe dröhnt mehr von der Straße in unser Zimmer. Kumasi versinkt gegen 22 Uhr in den Schlaf um gegen 6 Uhr wieder zu erwachen. Erst ein paar Stimmen, dann die Autogeräusche und das Konzert der Hupen.
Mit der kommenden Helligkeit werden auch wir gegen 6 Uhr wach. Heute Morgen ist auch der dünne restliche Rinnsaal aus dem Wasserhahn versiegt. Kaffee wird mit Flaschenwasser gekocht, waschen per Schüssel um Schüssel das Wasser über den Körper gießen- kühl, aber man fühlt sich frisch.
Frühstück gibt es irgendwann zwischen 8.00 und 9.00 Uhr im Hotelrestaurant: Ein leerer Essensaal, kleine Küche nebenbei. Wir bestellen ein Käseomelett für Okke und 2 x Brot, 2 x Omelett mit Tomaten und Zwiebeln. Auf den Nescafe verzichten wir.
Nach dem Frühstück verschiedenes im Hotelzimmer erledigt, bevor wir gegen 12.00 Uhr losgehen. Der Himmel ist bedeckt, es herrschen angenehme 25,5 Grad. Wir laufen in Richtung der Bahnschienen und finden dort gute Fotomotive vor. Das Fotografieren lässt sich nicht unauffällig gestalten – zum einen fallen wir ziemlich auf, zum anderen sind einfach überall Menschen, die zwangsläufig mitbekommen, dass wir natürlich fotografieren.
Wir gehen ein Stück die Bahnschienen entlang bis zum Bahnhof. Es ist ein unbeschreiblicher Anblick. -
In Kumasi ist kaum noch etwas los. Nach kurzer Taxenfahrt 20.000 Cedi sind wir bei unserem Hotel, dem Kingsway, welches zentral in der Stadt liegt. Dort erhalten wir zwei nebeneinander liegend Doppelzimmer mit gemeinsamen Bad in der Mitte. Ich glaube, ein DZ kostet 139.000 Cedi. Zu essen gibt es nichts mehr Zu trinken bekommen wir direkt beim Hotel noch etwas zu kaufen. Ich kaufe 2 Dosen Guinnes Malt in der Annahme, die GFa. Malt braut hier das Guinnes – tatsächlich ist es das Malzbier der Firma Guinnes.
Die Zimmer sind ok. Nur das Licht ist futzelig. Es gibt keine Aircondition, sondern einen Van. Der ist laut und schnell, lässt sich nicht anders regulieren, so dass wir auf ihn verzichten. Im Bad tröpfelt das Wasser nur aus der Leitung. Dafür gibt es eine Tonne mit Wasser. Ich habe mich dann in die Wanne gehockt, mich mit tröpfelnd kaltem Wasser nass gemacht, eingeseift und dann alles becherweise mit Wasser abgespült – ging auch. In der Clospülung lief das Wasser nach.
Dann fallen wir in die Betten – eine Mücke nervt summend – Jan erwischt sie zum Glück. Also Autan her und Mückenherzen – das sind Herzen aus Ton auf die ich ein Antimückenöl träufele. Offensichtlich gab es noch eine Mücke, die Jan nachts erwischt hat.
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