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Namibia (Fortsetzung gesondert: Kapstadt)

    • Reisebericht
  • Heike
  • 2. März 2011 um 00:29
  • Heike
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    • 9. Mai 2011 um 22:32
    • #121

    >Diese Unterkunft ist besonders und wir können sie nur empfehlen:

    http://www.tirasmountains.com/farms/gunsbewys/unterkunft.php


    Die Gunsbewey Farm wurde von dem deutschen Ehepaar Gräbner gekauft und quasi renaturisiert. Herr Dr. Gräbner, der auch zahlreiche biologische Bücher geschrieben hat, ist mittlerweile verstorben und seine Frau, 80 Jahre alt, lebt nun auf der Farm allein. Es gibt ein Verwalterehepaar mit zwei kleinen Kindern, die tagsüber da sind.
    Wir hatten ein Dreibettzimmer gebucht und bekommen 2 Räume. Es gibt ein Haus, in dem Frau Gräbner lebt, und ein weiteres, mit 2 Schlafräumen, einem großen Aufenthaltsraum, der auch ein Ausstellungsraum in Sachen Wüste ist und eine Küche hat. Dort erhalten wir 2 Zimmer. Man kann aber auch auf der Farm zelten. Als wir da war, war eine Frau, die auch in HH lebte, dort mit Zelt

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    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

    http://rosentaenzerin.wordpress.com/

    Einmal editiert, zuletzt von kaiser14658 (9. Mai 2011 um 22:44)

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    • 9. Mai 2011 um 22:47
    • #122

    An diesem Ort hatte ich das Gefühl der Entschleunigung. Natürlich kein Internet, eigentlich auch kein Handyempfang. Frau Gräbner meinte, wir haben hier Strom, aber nachts nicht.... denn hier arbeitet die Sonnenenergie- fazinierend!
    Wir verbringen herrliche Stunden bei einem Glas Wein (oder zweien...)

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    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

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    Einmal editiert, zuletzt von kaiser14658 (11. Mai 2011 um 00:00)

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    • 10. Mai 2011 um 23:56
    • #123

    Sie bedauerte keine Zeit für uns zu haben, aber Nachbarn seien zu Besuch gekommen.... das ist etwas Besonderes, denn die nächsten Nachbarn sind 20 km, die weiteren 35 km entfernt. Bis zum nächst größeren Einkaufsort, Lüderitz, ist es über 200 km weit.
    Sicherlich wäre das Gespräch mit ihr interessant gewesen, aber die Veränderung der Landschaft im Abendsonnenlicht war es auch

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    • 10. Mai 2011 um 23:57
    • #124

    Wir genießen die unendliche Weite und Ruhe

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    • 11. Mai 2011 um 16:49
    • #125

    Donnerstag 17.03.2011 Gunsbewey Farm – Lüderitz

    Nachts ist es übrigens bei Weitem nicht so kalt, wie ich gedacht habe. Wir ziehen uns in die Zimmer zurück – ohne Strom, mit Kerzenlicht. Also ganz dicht an der Natur.
    Der Morgen beginnt wieder mit wunderbaren Himmelfarben.

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    Einmal editiert, zuletzt von kaiser14658 (11. Mai 2011 um 17:23)

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    • 11. Mai 2011 um 16:55
    • #126

    Beim Frühstück beobachten wir lange Zeit einen Strauß, der sich in unmittelbarer Nähe von uns aufhält. Um die Farm herum gibt es noch einen Zaun. Frau Gräbner erklärte uns gestern, das sei notwendig, da sonst, wenn es – was ja der Normalfall ist – sehr trocken ist, die Tiere das Wenige Grün auf dem Gelände um die Häuser abgrasen. Ansonsten sind die Zäune weitestgehend abgebaut.
    Hier ist auch ein Foto von den niedlichen Kindern des Verwalterpaares

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    Einmal editiert, zuletzt von kaiser14658 (11. Mai 2011 um 17:26)

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    • 11. Mai 2011 um 16:57
    • #127

    Frau Gräbner zeigt uns dann noch ihren Hohspiegel, auf dem ein Wasserkessel dampft. Faszinierend.
    Etwas muss ich noch berichten: Außer uns ist zur Zeit noch eine in Hamburg lebende Frau zu Gast, die alleine reist und zeltet. Sie fragte dann gestern, wie es denn so wäre mit Schlangen. Nee, meint Frau Gräbner, das sei kein Problem. Da sei zwar mal eine super giftige Schlange unter der Motorhaube von Nachbarn gewesen, und dann gäbe es noch die (ich habe den Namen vergessen), der man auch begegnen könnte, aber sie hätte ein Gegengift im Haus und ein Telefon. Man solle natürlich auch nicht auf die giftigen Skorpione treten….. usw.. . Letztendlich gab es doch so einiges, dem ich nicht begegnen möchte.
    Wir machen uns auf den Weg nach Lüderitz und müssen dafür erst einmal wieder zurück nach Helmeringshausen und an dem Köcherbaum vorbei.

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    Einmal editiert, zuletzt von kaiser14658 (11. Mai 2011 um 17:30)

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    • 11. Mai 2011 um 16:59
    • #128

    Wir kommen an die Bahnstrecke, die nach Lüderitz führt. Zur Zeit ist die nicht aktiv. Man arbeitet nun schon seit vielen Jahren daran. Es gibt und gab immer ein Problem mit dem sand. Deshalb hatte man alle 10 km ein Bahnwärterhäuschen eingerichtet für die, die dann die Strecke freihalten mussten. Heute ist das verfallen, aber wer weiß, wenn die Strecke fertig ist, vielleicht gibt es dann auch wieder solche Häuschen

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    Einmal editiert, zuletzt von kaiser14658 (11. Mai 2011 um 19:13)

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    • 11. Mai 2011 um 19:14
    • #129

    In Lüderitz finden wir schnell unsere Unterkunft: Pension Waterkant.
    http://www.kodkod.de/waterkant/
    Wir bekommen ein kleines Appartment mit einem Raum, in dem auch 2 Kochplatten, ein Kühlschrank und eine Spüle, ein Esstisch und zwei Einzelbetten sind, und ein weiteres Schlafzimmer mit einem Doppelbett und natürlich einen Bad. Das Auto wird direkt davor auf dem Grundstück geparkt. Das Grundstück ist gut eingezäunt und wenn man es verlässt, muss das Tor wieder verschlossen werden.

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    • 11. Mai 2011 um 19:28
    • #130

    Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt haben machen wir eine erste Rundfahrt durch Lüderitz. Es ist ganz anders als Swakopmund. Hügelliger, in einer Bucht gelegen.
    Eine Besonderheit ist die Felsenkirche, zu der wir zunächst fahren. Ansonsten ist das Licht nicht gut zum fotografieren.
    Die Felsenkirche (church of the rock) wurde 1911-12 von ALbert Bause gebaut und ist heute ein nationales Denkmal. Sie ist nur selten auf und wir schaffen es kein einziges Mal sie von innen anzuschauen...
    Auf dem 4. Bild sieht man ein Hotel, das sehr schön am Wasser liegt, aber auch sehr teuer ist

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    • 11. Mai 2011 um 19:55
    • #131

    Lüderitz hieß ursprünglich Lüderitzbucht, wie auch die Bucht, in der sie liegt, und wurde am 12. Mai 1883 gegründet. Namensgeber ist der Bremer Kaufmann Franz Adolf Eduard Lüderitz.

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    • 11. Mai 2011 um 20:04
    • #132

    Wir kaufen ein- Steaks, Zwiebeln, Tomaten - und finden auch ein Internetcafe, wo wir endlich mal Kontakt mit zuhause aufnehmen können.
    Von der Pensionsinhaberin erhalte ich eine Pfanne und so können wir uns hier selber verpflegen. Wunderbar.
    Abends steht ein Wachmann vor dem Tor - das war in Swakopmund nicht so.
    Freitag 18.03.2011 Lüderitz
    Die Nacht war doch recht warm. Immer wieder bellten auch die Hunde.
    Hier gibt es wieder Frühstück. In einem Frühstücksraum im 1. Stock mit Blick über die Bucht, verschiedenen Brot-, Wurst- und Käsesorten, leckerem Quark und Ei nach Wunsch.
    Gut gestärkt fahren wir rein in den Ort und schauen den ehemaligen Bahnhof an.
    Zurzeit erreichen die Schienen Lüderitz nicht. Wir erfahren später, dass die Strecke Lüderitz- Aus (?) in 10 Monaten gebaut wurde, jetzt arbeiten sie schon seit 11 Jahren ? daran, und vielleicht ist sie 2014 fertig.

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    • 11. Mai 2011 um 20:29
    • #133

    Adolf Lüderitz war ein Bremer Tabakwarenhändler und landete 1883 in dieser Bucht, die zuvor Angra Pequena hieß, und die er Lüderitzbucht nannte. Es gibt noch immer viele Häuser in der Stadt die aus der wilhelminischen Kaiserzeit stammen und im Jugendstil errichtet sind. Mehrer Straßenzüge zwischenzeitlich seher schön restauriert und acht Gebäude wurden zu nationalen Denkmälern Namibias erklärt.

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    • 11. Mai 2011 um 20:35
    • #134

    Nach den Fotos vom Bahnhof geht es weiter zur Bergstraße wo eine ganze Hausreihe frisch renoviert aussieht. Das Licht fällt gut auf die knallen Farben für die Fotos.
    Heute haben wir die Laptops dabei und begeben uns mit diesen auf einen Parkplatz neben dem Internetcafe, das wir gestern genutzt haben. Und tatsächlich bekommen wir dort Empfang.

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    • 11. Mai 2011 um 21:14
    • #135

    Jetzt wollen wir aber erst einmal nach Koolmanskop, der Geisterstadt, denn dort gibt es um 11 Uhr eine Führung, die heute der Inhaber der Pension Waterkant leitet. Wir sind gegen 10.30 am Eingangstor und müssen erst einmal Eintritt zahlen. 55NB pro Person, also 165.
    Auf dem Gelände stehen zahlreiche verlassene Gebäude.
    Die Führung beginnt im Kasino, gleichzeitig Turnsaal und Aufführungsraum.
    Wir hören einen interessanten, einstündigen Vortrag über die Geschichte der Diamantenfunde und des Ortes (daher auch die Info über die Eisenbahn).

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    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

    http://rosentaenzerin.wordpress.com/

    Einmal editiert, zuletzt von kaiser14658 (11. Mai 2011 um 21:35)

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    • 11. Mai 2011 um 21:44
    • #136

    Während des Vortrages gehen wir nach draußen, bekommen kurze Hinweise zu einzelnen Häusern,

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    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

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    • 11. Mai 2011 um 21:48
    • #137

    Die Stimmung an diesem Ort ist schon sehr besonders

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    • 11. Mai 2011 um 21:53
    • #138

    In Deutsch heißt der Ort Kolmanskuppe und er liegt 10 km von Lüderitz entfernt
    Die SIedlung entstand, weil hier Diamanten gefunden wurden.
    In der Hochzeit lebten hier bis zu 400 Menschen. und es entstanden hochherrschaftliche Steinhäuser nach deutschem Vorbild. Neben Unterkünften für die Arbeiter (getrennt nach Verheirateten und Junggesellen) gab es Verwaltungs- und Dienstgebäude. Zur Infrastruktur gehörte ein Elektrizitätswerk, ein Krankenhaus (mit der ersten Röntgenstation Afrikas, bzw. auf der ganzen Südhalbkugel), eine Eisfabrik zur Herstellung von Blockeis für die Eisschränke der Bewohner, einen Tante-Emma-Laden, eine Metzgerei, ein Ballsaal genanntes Gebäude mit Theater, Turnhalle und Großküche, eine Kegelbahn und eine Schule.
    Während des Vortrages gehen wir nach draußen, bekommen kurze Hinweise zu einzelnen Häusern, sehen, wo das Eis für die Bewohner hergestellt wurde, welches dann mit der kleinen Schmalspurbahn zu den Häusern morgens zusammen mit je 2 Brötchen pro Bewohner gebracht wurde. Jan stellt gleich fest, dass verantwortlich die Firma Linde war, die auch noch das Eis für seine frühere Firma herstellte.

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    • 11. Mai 2011 um 21:55
    • #139

    Es gibt erstaunliche Häuser- geräumig, groß und nach deutschem Vorbild.

    Es gab einfache Häuser, Häuser für gehoebene Angestellte, Schule, ein Hospital etc.

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    • 11. Mai 2011 um 21:57
    • #140

    Es gab sogar ein Salzwasser-Schwimmbad.jeden.
    Das Wasser dafür und alles, was sonst noch zum täglichen Leben nötig war, musste aus dem rund 1000 km entfernten Kapstadt herantransportiert werden. Das Baumaterial für die Häuser, deren Einrichtungen, die Maschinen und alles, was man damals in Europa unter Luxus verstand, kam aus Deutschland und wurde meist in Lüderitz angelandet.

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