Ein Überraschungsflug nach Venedig

  • Hallo aus Venedig,

    heute fange ich einfach mal von hinten an zu erzählen.<&t~

    Ich bin mit jenni, meiner Enkeltochter, für 3 Tage nach Venedig geflogen. Sie hat eine Woche Uni-frei und wir wollten etwas zusammen unternehmen. Die Geschichte dazu kommt etwas später, heute nur, sie hat erst am Schalter in Frankfurt beim Boarding erfahren, wohin die Reise geht. Die Überraschung ist mir gelungen.


    Heute haben wir schon jede Menge unternommen. Ausführlich werde ich dann von zu Hause berichten. Heute gibt es ein paar Fotos zur Einstimmung:


    Die Seufzerbrücke



    Am Dogenpalast



    Blick von der Rialto Brücke



    andere Seite




    Venedig am Abend, ohne Stativ ist es aber Mist!



  • Ein paar Fotos von heute, wie angekündigt hat es bis zum frühen Nachmittag geregnet, uns war das aber egal, denn wir hatten eh einen Museeumstag eingeplant. Es waren Unmengen an Menschen unterwegs. Wir haben uns Vorzugstickets gekauft, denn im Regen stundenlang in der Warteschlange zu stehen, dazu hatten wir keine Lust. Den ausführlichen Reisebericht gibt es dann erst , wenn ich wieder zu Hause bin.

    Jetzt nur ein paar Fotos:


    die ersten beiden Bilder habe ich von der Seufzerbrücke aus gemacht.





    Dieses Bild habe ich von der Loggia der Markuskriche aufgenommen:




    Am Abend kehrte dann wieder etwas Ruhe ein:



  • Wir sind wieder zu Hause, nun will ich nach und nach den ausführlichen Bericht hier reinsetzen.


    Ich fange einfach mal ganz von vorne an:


    Wie gesagt, Jenni wusste nicht, wohin es geht, sondern, dass wir beide alleine irgendwohin fahren wollten, noch war nicht klar ob mit Zug oder Auto, wir passierten Stadthagen, passierten Hannover, fuhren Richtung Hamburg. Damit fielen verschiedene Destinationen wie eine Zugfahrt, Berlin und Dresden raus. Es blieb spannend. Dann kam der Abzweig Hannover-Flughafen, also doch nicht Hamburg.


    Die Boardkarten habe ich mir beide auf das Smartphone geschickt, so konnte ich das Ziel noch bis Frankfurt geheim halten. Für zwei Nächte hatten wir nur Handgepäck mitgenommen, damit waren wir unabhängig.


    Das Auto parkten wir direkt am Flughafen, für 3 Tage waren die Kosten überschaubar. Im Flughafen tranken wir einen Kaffee bzw. einen Tee und aßen unser Brötchen dazu, denn wir wussten, dass wir auf dem Flug nur einen Keks bekommen werden.






  • Die Sapnnung stieg, im Flugzeug wurde unser Anschlussflug erwähnt, auch dass er von A50 startet. Jenni überlegte schon die ganze Zeit, wohin es gehen könnte: Prag, Florenz, Rom, sogar an Venedig dachte sie, aber sie meinte, na ja, Venedig wird es nicht werden, das seid ihr ja gerade erst gewesen und außerdem ist es ja dort so teuer. Ich zog nur mein Pokerface auf und wollte es bis zur letzten Minute genießen.


    Dann war es soweit, das Geheimnis wurde gelüftet und Jenni freute sich wie eine Schneekönigin! Ich war fast genauso aufgeregt und gönnte mir dann auf dem Flug ein Gläschen Rotwein, na ja aus Plastikbechern, aber egal, er schmeckte... :pprost





  • Petra

    Hat das Thema geschlossen
  • Jenni hatte einen Fensterplatz und ich konnte ein paar Bilder vom Anflug auf Venedig machen. Man sieht den Canale Grande und auch die Straße die auf die Insel San Marco führt.






    Den Thread sperre ich, bis ich alles hochgeladen habe. Kommentare bitte in den Kommentar-Thread:-)

  • Vom Flughafen gibt es verschiedene Möglichkeiten, um nach Venedig zu kommen, ein Expressbus, ein normaler Bus und dann natürlich mit dem Boot. Ich dachte mir, für Jenni wäre es sicher eine schöne Sache, wenn man mit dem Boot fährt.


    Wi waren ja schon einige Male in Venedig und bis auf einmal, immer mit dem Motorrad. Da haben wir meist außerhalb gewohnt und sind mit Zug oder Bus in die Stadt gefahren. Das letzte mal war 2016, als wir auf dem Rückweg von Griechenland in Venedig einen Stop eingelegt haben.


    Man muss ein kleines Stück zum Bootsanleger laufen, es gibt Wegweiser und Schilder, man kann es nicht verfehlen. Hat man allerdings viele Koffer mit, dann ist es etwas beschwerlich.


    Das Ticket kostet 15 €uro pro Person einfache Fahrt, wir müssen mit der Orange-Line derLinie AliLaguna fahren, denn wir müssen an der Station San Angelo aussteigen.


    Als wir die Ticket an dem Tickethäuschen kaufen, meinte die Verkäuferin, dass sie nicht weiß, ob wir mit dem nächsten Schiff um 15:15 h mitkommen, denn es warten recht viele Touristen, die angekommen sind. Egal, wir nehmen dann die nächste.





    Wir hatten Glück und dann ging es los. Das Boot hielt an verschiedenen Station. Es herrschter ein reger Schiffsverkehr und irgendwann schwappte das Wasser durch das geöffnete Fenster und zwei Passagiere wurden richtig gut nass.


    An der Rialto-Brücke stiegen die letzen Touristen aus und nur noch wir blieben übrig.





  • Für Erstbesucher ist das sicher schon ein Erlebnis, Da die Fahrt jedoch eine Stunde dauerte, beschließe ich für den Rückflug den Bus zu nehmen.


    Unser Hotel San Samuele hat mir eine Wegbeschreibung geschickt. Wir versuchten, nach diesem Plan zu laufen. Ich gebe zu, wir liefen zum Schluss mindestens dreimal im Kreis, ehe wir dann endlich den Eingang gefunden haben.


    Hotels in Venedig sind teuer, ich habe über booking.com gebucht, das Hotel Samuele hat eine gute Bewertung, die Lage sagte mir zu, also buchte ich es.








  • Das Hotel ist nur ein Ein-Sterne-Hotel, ohne Aufzug und Fernsehen, aber es ist ein kleines Hotel mit nur wenigen Zimmern (ich glaube, nur 7), es wird von drei netten Damen geführt. Wir wurden super freundlich begrüßt, bekamen die ersten Informationen und man sagte, wir bekämen ein größeres Zimmer als gebucht, also ein Upgrade. Auf einer Karte von Venedig zeigte sie uns, wo wir am besten frühstücken können, wie wir zum Markusplatz kommen und vieles mehr.


    Unser Zimmer war prima, mehr brauchen wir nicht, ein Bad mit Fön, das W-Lan funktionierte, was wollen wir mehr. :1tanzen







  • Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet haben, ging es los in Richtung Markusplatz. Jenni sollte natürlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennenlernen.


    Am Campo San Stefano, ein schöner großer Platz, machen wir eine kleine Erfrischungspause, bevor es weiter durch die vielen Gassen, über Brücken und schmalen Durchgängen geht. Wir werfen einen Blick in die Chiesa San Vidal (Bild 3), dort wird gerade für das Konzert am Abend geübt.








  • Für den nächsten Tag haben wir uns dann verschiedene Besichtigungen vorgenommen, an diesem Tag verschaffen wir uns einen kleinen Überblick. Vom Markusplatz laufen wir zur Rialto-Brücke, eines der bekanntesten Bauwerke Venedigs. Wir machen ein paar Bilder und schauen auf den Canal Grande.


    Nun kaufen wir uns am Automaten 2 48-Stundentickets zu je 30 Euro. Somit sind wir unabhängig und können jederzeit mit dem Waterbus (Vaporetto) fahren. Wir steigen in die Linie 2 und fahren bis zum Piazale Roma.


    In der Nähe befindet sich das Hotel Papadopoli, hier haben wir 2011 ein paar Tage übernachtet. Gegenüber vom Hotel gibt es ein kleines Lokal, da wollte ich mit Jenni zu Abend essen. Wir hatten uns für einen Tomaten Mozzarella-Salat als Vorspeise entschieden, als Hauptgang nahmen wir ein Pilzrisotto. Ich trank dazu ein Glas Rotwein und wir genossen den Abend in vollen Zügen.


    Während wir so dasaßen, es war ja schon recht spät, zogen doch tatsächlich noch einige Gruppen an uns vorbei, Kreuzfahrer der Viking Star, denn dieses Kreuzfahrtschiff liegt für 2 Tage in Venedig.


    2011 haben wir ja auch hier unsere Kreuzfahrt gestartet, als Trostpflaster für unsere abgesagte Motorradtour nach Griechenland. Was für ein Ersatz! ;-)





  • Es ist dunkel geworden, wir wollen zurück zum Hotel. Unterwegs mache ich ein paar Bilder, die blaue Stunde ruft.


    Wir nehmen den Vaporetto und sind sehr erstaunt, als es an der Rialtobrücke hieß: Endstation, es geht nicht weiter. Pecht gehabt, unsere Füße brennen zwar, aber es hilft nichts, wir müssen nun zu Fuß weiter. Recht und schlecht schlagen wir uns durch. Ab und zu stehen wir irgendwo, wo es nicht weitergeht. Jenni ist eine gute Kartenleserin und mit vereinten Kräften finden wir den Weg zurück. Es war teilweise ganz schön einsam...







  • Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 9 Uhr. Ich stehe einmal auf, schaue aus dem Fenster und sehe, dass es regnet. Na prima, dann haben wir ja keine Eile. Jenni ist wie ich eine Langschläferin, wir passen prima zusammen, nachtaktiv und morgenmuffelig. :hhherzen


    Ich drehe mich also auch noch einmal um, aber nur kurz, dann überlege ich, dass es bei dieser Wetterlage sicher sinnvoll ist, Tickets für ohne Anstehen vorzubestellen. Denn vermutlich werden sich viele Touristen lieber drinnen als draußen aufhalten wollen.


    Ich google nach Dogenpalast: Ticket mit Vorzugseinlass und werde bei getyourguide.de fündig. Pro Person kostet die Karte 23 €, es ist keine geführte Tour, das mögen wir beide nicht, da man nicht dort warten kann, wo man will, sondern dorthin gehen muss, wohin der Guide will.


    Wir haben Glück, denn ich bekomme eine Ermäßigung für Senior (ab 66) und Jenni als Jugendliche (bis 24). So bezahle ich für unsere beiden Tickets nur 29 Euro, also 14,50 pro Person.


    Nun lade ich mir die App von getyourguide.de herunter, das klappt super und ich bekomme auch gleich meine gebuchten Fototouren in New York zu sehen. :-)


    Dann buche ich noch den Vorzugseinlass für den Markusdom für je 3 Euro. Normalerweise ist der Eintritt in den Dom frei, aber... in den etlichen Malen, wo ich in Venedig war, habe ich noch nie gesehen, dass man ohne Wartezeit in den Dom kam. Immer war die Schlange der Wartenden so, dass wir uns nicht angestellt haben.


    Wie gut, dass ich keine Prints brauche, es ist jetzt alles im Smartphone hinterlegt.


    Nun machen wir uns fertig. Da wir im Hotel trotz des Preises kein Frühstück inkludiert haben, gehen wir zum Piazza San Stefano und suchen uns etwas, wo wir frühstücken können. Beim ersten, Tipp vom Hotel, gibt es hauptsächlich Süßes, das wollen wir nicht. Beim nächsten Restaurant kostet es 30 €uro pro Person, dafür haben wir weiße Tischdecken und fast silbernes Besteck, nö, das ist mir zu teuer.


    Da es aber regnet und die Restaunts am Markusplatz ganz sicher noch teurer sind, gehen wir in das nächste Lokal. Hier können wir draußen sitzen unter großen Schirmen und werden nicht nass.


    Toast mit Butter und Marmelade kostet 6,50 € dazu für mich ein Cappucino ( 6,50) und für Jenni eine heiße Schokolade (white, black, with pepper und noch andere ?) Jenni freut sich und nimmt die weiße Schokolade für 8 Euro }g(das erfahren wir aber erst hinterher) Damit wir den Tag einigermaßen überstehen bestellen wir uns Fried Eggs (10 €uro) Es sind 2 an der Zahl und wir teilen uns diese.


    Übrigens geschmeckt hat es und wir waren um 36 Euro ärmer. Dafür gibt es morgen nur ein Stehfrühstück!






  • Nach dem Frühstück gingen wir im Regen zum Dogenpalast (Palazzo Ducale). Wie erwartet war die Warteschlange vor dem Eingang sehr lang. Am Gruppenschalter fragte ich nach, wo wir hinmüssen. Sofort bekam ich eine Begleitung, man brachte mich zu dem richtigen Schalter, (von innen) scannte von meinem Smartphone den Beleg ein, klasse, das hat ja wirklich supe geklappt. Wir besorgten uns nun Audiophones (5 Euro je Gerät). Dann zogen wir los.


    Fotos waren erlaubt, aber kein Blitz und kein Stativ. Unsere Rucksäcke mussten wir auch abgeben.


    Der Dogenpalast (italienisch Palazzo Ducale) in Venedig war seit dem 9. Jahrhundert Sitz des Dogen und der Regierungs- und Justizorgane der Republik Venedig. Der Palast war Regierungs- und Verwaltungszentrum der Republik und zugleich eindrucksvolles Symbol der Größe und Macht der Seerepublik Venedig.


    Quelle Wikipedia







  • In einigen Räumen fand eine Sonderausstellung des Briten John Ruskin statt. Er war eine interessante Ausstellung mit seinen gemalten Lebenswerken. Wir verbrachten sehr viel Zeit mit seinen Bildern und erfuhren so einiges über sein Leben. Bilder durften nicht gemacht werden, was ich natürlich respektierte.