Krakau und Ausschwitz November 2019 Polen

  • Ziemlich spontan und kurzfristig haben wir uns zu einem Kurzbesuch nach Krakau entschlossen. Er war für dieses Jahr geplant und sollte eigentlich in der helleren und wärmeren Jahreszeit stattgefunden haben, ergab sich aber nicht.

    Nun denn jetzt.

    Wir sind um 7 Uhr von HH nach Warschau ca. 1 1/2 Stunden und dann ca 45 MInuten von Warschau nach Krakau geflogen. Kurzweilig.Mit LOT.

    Für drei Personen und Nächte reichte dann auch eine Tasche. DIe nahm Okke mit und bekam beim Einchecken in HH gleich Probleme, weil behauptet wurde, er habe kein Gepächstück bezahlt. Es stellte sich dann heraus, dass sie die Buchung von Jan erwischt hatten... und der reiste wirklich mit leichtem Gepäck.

    In Krakau angekommen erwartet uns ein erfreulich freundliches, wenn auch kühles Wetter.

    Da die Bahn in die Stadt erst eine 3/4 Stunde später fuhr und wir die kostenbares Tageslichtzeit nicht vergeuden wollten, fahren wir mit einem Privattaxi für 20 Euro zum Hostel. Der Fahrer fährt wie eine gesengte Sau, trinkt unterwegs Kaffee, putzt sein Auto, schaut auf sein Handy, cremt sich die Lippen, und verstößt gegen fast alle Fahrregeln, aber wir kommen heil und schnell an.

    Wir sind in der Innenstadt, dicht am alten Kern, im Old Walls Hostel und haben dort im dritten Strock ein kleines Appartment mit Küchenzeile. Hier kann man es anschauen:

    https://www.booking.com/hotel/pl/old-w…2d185312ae05192

    WIr zahlen für die drei Nächte 115 Euro

    EInziger Nachteil ist, dass wir nur ein kleines Doppelbett mit einer Decke haben - das ist für uns immer schwierig, Und ich habe leider unseren zusätzlichen Jugendherbergsschlafsack vergessen, den ich bei solchen Fällen immer mitnehme

    Gleich an der Ecke gibt es einen kleinen Laden, wo ich ein paar Sachen eingekaufte, so dass wir erst einmal eine MIttagsfrühstück haben bevor es los zum großen Platz in der Stadtmitte geht. Wir sind seit 4.00 Uhr auf, da tut der Imbiss gut

    Gleich fällt auf, wie viele schöne alter Häuser es hier gibt

    Und wenn man hier Worte liest, hört sich das schon lustig an:

    In der Cuciernia gibt es Kuchen,

    und hier Blumen

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

    http://rosentaenzerin.wordpress.com/

  • Der Notar hört sich dagegen fast normal an - anders als der Anwalt ...

    Hier gibt es Straßenbahnen, und davon ganz viele.

    Und ich habe das Gefühl, in jedem 5. Haus ist eine Bäckerei

    Da um 16 Uhr schon die Sonne untergeht, laufen wir zielstrebig zum großen Hauptmarkt.Heute wird nichs von innen angesehen. DIes ist glaube ich eine Kirche mit Kloster

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  • Der Hauptmarkt ist riesig, ich meine gelesen zu haben 200 x 200m. An der einen Ecke ist die gigantische Marienkirche - ga geht es am Sonntag oder Montag rein.

    Der Name des Platzes lautet Rynek Główny und wurde tatsächlich während der deutschen Besetzung in Adolf-Hitler-Platz umbenannt. Gut, dass das dann ganz schnell wieder geändert worden ist.

    In der MItte des Platzes stehen die Tuchhallen, die ihr hier auf dem vorstehenden Bild seht. Auch in die Tuchhallen geht es an den anderen Tagen

    Jetzt kommt mal das Weitwinkel zum EInsatz, damit der Rathausturm und die Tuchhallen zusammen auf ein Bild kommen

    Dann steht hier eine Skulptur, die von einem polnischen Künstler stammt. Über die Bedeutung habe ich nichts gefunden

    Man merkt, dass es auf Weihnachten zugeht., DIr Weihnachtsbeleutung ist bereits aufgebaut, die Bäume werden geschmückt. Hier ist vieles mit blau dekoriert

    So richtig glücklich schaut der Engel aber nicht drein

    DIese beiden hingegen haben wir gut gefallen... Ich hoffe, ich darf sie hier einstellen, sonst bitte bearbeiten, Petra

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    Einmal editiert, zuletzt von Heike (22. November 2019 um 21:46)

  • DIe Säulengänge der Tuchhallen

    Auf dem Platz gibt es unheimlich viele Tauben, die dann hin und wieder nacb oben fliegen und sich auf den umgliegenden Gebäuden niederlassen. Es erinnert mich ein wenig an den Markusplatz in Venedig


    DIes ist auch ein FOto für unsere Spiegelleien

    Was mir auffällt ist, dass unheimlich viele Restaurants auch jetzt noch, wo es wirklich sehr frischt ist, ihren Außenbereich betreiben, mit Heizstäben. Ob hier in Polen mehr geraucht wird als bei uns?


    Hier ein Blick auf die große Kirche

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  • Mit den Pferdekutschen kann man durch die Altstadt fahren

    Jan hat in einem der Reiseführer gelesen, dass das eigentliche NIveau Krakaus 6 m niedriger war. Durch Müll etc. sind die Straßen höher geworden, die Häuser aber geblieben - ihnen fehlt quasi das untere Stockwerk. Untder dem Marktplatz gibt es heute ein unterirdisches Museum - was dieses zeigt werden wir Sonntag oder Montag erkunden und dann berichten


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  • Das Internet ist hier nicht schlecht, aber das Bilderhochladen dauert doch so seine Zeit. Daher die nächsten vier noch für heute, dann fallen mir die Augen zu. 4.00 heute morgen war einfach zu früh zum Aufstehen

    Am FLughafen habe ich 110 Euro gewechselt - der Kurs war nicht optimal, aber wir wollten etwas Geld haben. Nun entdecken meine Männer bei Kantor, einer Wechselstube, einen deutlich besseren Kurs, also stelle ich mich an - vor mir eine Gruppe von Italienern die palabern und schimpfen, Zlotyscheine der Mitarbeitern von Kantor vor die Nase halten, von Betrug und Polilzei sprechen. Für 100 Euro hatten sie ca. 360 Zloty erhalten, und nicht, wie angeschrieben, über 437... Daraufhin schaue ich mir das alles genau an und stelle fest, der höhere Preis bezieht sich darauf, wenn einer EUro kaufen will, aber nicht umgekehrt. Draußen auf dem Schild war dann auch das Wort "we sell" mit etwas anderem überschrieben - Betrug und Lüge ist überalle auf der Well - ich habe dort nicht getauscht

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  • Der Nachteil des November als Reisezeit ist, dass um 16 Uhr die Sonne untergeht - das Licht wird knapp


    EIne kleine Festung außerhalb der Festung - um das Tor zu schützen.


    Es wird dunkel und wir sind ko - Um 4 Uhr aufstehen ist einfach nicht unsers. Wir machen ein kleines Nickerchen, dann ziehe ich noch einmal los, und hole drei Portionen Kebab mit Salat und Pommes - es ist soviel, dass wir es icht auf bekommen, und sehr preiswert - 58 Zloty, also 17 Pro Person und das sind dann so etwa 4,50 Euro. Dazu für Jan ein Bier und für uns eine Flasche Wein und MIneralwasser. Wir platzen aus allen Nähten

    Nachtrag: Ich als Weihnachtsengel

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    3 Mal editiert, zuletzt von Heike (23. November 2019 um 21:13)

  • Heute geht es nach Ausschwitz. Wir haben bei get your guide eine Tour mit deutscher Sprache gebucht für 41 Euro die 7 Stunden alles in allem dauern soll und um 10.30 losgeht. Bis zum Treffpunkt laufen wir ca 20 Minuten. Wir haben einen netten, sehr gut Sprechenden Guide für Busfahrt und Organisation. Im Bus sammeln sich Spanier und Deutsche, die dann vor Ort jeweils einen eigenen Guide bekommen. Die Fahrt dauert ca eine Stunde.

    Angekommen sieht man, dass es echt voll ist. Und das im November

    Alleine 2017 gab es über 2 Millionen Besucher

    Wir müssen etwas warten, bis wir durch die Sicherheitskontrolle gehen können, Es weht ein schneidend kalter WInd. Die Rucksäcke darf man nicht mitnehmen. Auch nichts zu essen oder heiße Getränke

    Ich stelle gerade fest, dass meine Dateien alle riesig sind - also habe ich sie mal vorweg verkleinert, damit das Hochladen schneller geht

    Wir nutzten die Wartezeit für einen Blick in den Bookshop und diese Tafeln, auf denen Fotos von noch 2017 lebenden Überlebenden mit kurzer Info dargestesllt sind - und auch wieviele sie haben, Enkelkinder, Urenkel oder gar Ururenkel. Die meisten sind über 90 - und man glaubt es nicht, haben riesige Familien produziert. Einer hat sage und schreibe 90 Enkelkinder

    Es ist vor allem die Kindergeneration, die auffallend viele Kinder bekommen haben, so, als würden sie zeugen, dass man so der Vernichtung trotzt.

    Dann ist unsere Gruppe dran und wir gehen durch die Sicherheitskontrolle ins Lager. Dahinter erhalten wir Sender und Kopfhörer und können so unsere Reiseführerin immer und sehr gut verstehen. Sie spricht sehr gut Deutsch und macht eine tolle Führung.

    WIr kommen zum berühmten Tor



    Die Häuser, die hier zu sehen sind, waren zunächst der Bereich der Frauen. Bis zu 2000 MEnschen wurden in so einem Gebäude untergebracht

    Die Häuser sind Original, aber die früheren Unterkünfte innen gibt es so nicht mehr. Stattdessen sind in einigen verschiedene Austellungen

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    2 Mal editiert, zuletzt von Heike (23. November 2019 um 21:31)

  • Wir gehen in Block vier

    Hier wird über die verschiedenenn Gruppen an Menschen berichtet, die im Lager ankamen, umgebracht worden sind oder arbeiten mussten, sowie über allgemeine Bedingungen. Zahlung könnt Ihr hier lesen

    Gräber im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Die Leichen wurden verbrannt. Waren die Knochen nicht ausreichen mitverbrannt, musste Häftlinge sie kleiner hacken. Dann kamen Asche und Knochenreste in Aschegruben. In dieser Urne findet sich zum Gedenken aller Getöteten und ihrer nicht mehr vorhandenen oder bestimmbaren Asche Asche, die man hier gefunden hat

    Die Krematorien hier und in Birkenau wurden von den Nazis weitestgehend noch zerstört. Aber es gibt Pläne, Fotos, Zeichnungen, anhand derer man ein Modell gebaut hat

    Auf dem ersten Foto sieht man den gigantischen Raum, in dem die LEute ankamen, sich auskleiden mussten und auf dem 2. Foto dann die Gaskammern

    Und hier Dosen mit dem Gift - Gigantische MEngen wurden davon verbraucht

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  • Natürlich war den Menschen, die hierhergebracht wurden, erzählt worden, dass sie her leben werden. Und sie brachte allerlei DInge mit, die man dafür brauchte und die ihnen dann abgenommen worden sind. Am allerschlimmsten ist, dass sie geschoren worden sind und man ihre Haare wieder verwertete - noch bei der Befreiung fanden sich gigantische Menschen an menschlichen Haaren in Säcken, die noch nicht zur Verarbeitung versandt worden waren. In einem Raum, in dem man nicht fotografieren darf, finden sich hinter Schaufenstern gigantische Haarmengen. Das geht unter die Haut

    Aber das gilt eigentlich auch für alle diese Dinge, die angesammelt worden sind. SIe alle haben Menschen gehört, die hier gestorben sind

    In diesem Gang, rechts und links - alles Schuhe

    Pinsel und Bürsten

    Brillen

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  • In einem anderen Gebäude finden sich viele Fotos, die den Ablauf im Lager darstellen - die Familien kommen an, werden selektiert - wer kann arbeiten, wer wird gleich umgebracht, wobei letzteres das noch nicht wissen. Sie werden Richtung "Dusche" gebracht.

    Es gibt auch Fotos von Menschen, die befreit wurden - sie sehens schrecklich aus.

    In einem Raum steht diese Skulptur, die das Elend zeigt

    In einem Gebäude sieht man jetzt auch einmal wie die Häftlinge untergebracht waren - auf den Pritschen schliefen mindestens 2 Menschen

    Aber es gab auch Häftlinge, die als Helfer der Nazis eingesetzt worden sind und dafür besser lebten

    Wir gehen in einen Keller, in dem man auch nicht fotografieren darf- hier finden sich verschiedene Folterzellen - eine Hungerzelle, Dunkelzellen, Stehzellen - die Stehzellen sind winzig. Man musste in sie hineinkriechen und es passten vier Menschen herein, die dann aber auch nur stehen konnten - unsere Führerin sagt, wer hier hereinkam hat meist nicht mehr lange gelebt - denn unter diesen Bedingungen verlor man schnell seine Arbeitsfähigkeit und das war es dann

    Auf dem letzten Bild seht ihr die Todeswand. Sie war hier, wurde aber in der heutigen Form rekonstruiert. Vor ihr wurden unheimlich viele Menschen gleich erschossen. Viele Polen, die nicht einmal vorher im Lager registriert waren, mitsamt Frau und Kindern. Damit niemand das so mitbekam, waren die Fenster der beiden Gebäude rechts und links mit Holz vernagelt bzw. vermauert. Wenn die Erschießungen stattfanden, war Blockzeit, das heißt, die Häftlinge mussten in ihrem Block bleiben. Und, so berichtete unser Guide, oft fuhrt dann ein Motorrad hin und her und machte LÄrm, um von den Schüssen abzulenken bzw diese zu übertönen

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  • ES gab auch eine Krankenstation - hier wurde experimentiert. Und viele Kranke wurden auch direkt mit einer Spritze ins Herz getötet.


    WIr sind auf dem Weg zum Exerzierplatz, wo der Galgen für die öffentlichen Hinrichtungen steht - hier ist er


    Hier fanden regelmäßig Apelle statt, an denen alle Gefangenen teilnehmen musste. Da der Platz viel zu klein war, standen sie auch zwischen den Häusern, manchmal stundenlang still. Ich meine, unser Guide hat etwas davon gesagt, dass der längste Apell 19 Stunden gedauert hätten - aber da bin ich mir nicht mehr sicher - alles was ich hier schreibe, ist meine Erinnerung von der heutigen Führung und die Informationen waren so umfangreich, da kann auch mal was durcheinandergeraten

    Wir verlassen das Lager. Außerhalb des Lagers lag auch die Villa des Lagerführers 1940 - 1943, Rudolf Höß. Die ursprünglichen polnischen Bewohner wurden vertrieben - nach dem Krieg kamen sie zurück und zogen wieder in ihre Haus ein. DIe Villa gehört daher nicht zum Museum

    Er ist geflohen aber man hat ihn später gefunden - und er wurde genau hier an diesem Galgen in Ausschwitz erhängt.

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    Einmal editiert, zuletzt von Heike (26. November 2019 um 12:50)

  • Ich hatte ja geschrieben, dass die Nazis die Krematorien vor der Befreiung gesprengt hätten, Es gibt aber noch in Ausschwitz I das Krematorium I - dieses war allerdings eit 1943 nicht mehr als Krematorium benutzt worden. Daher hatte man auch die Gasöfen und Schornsteine entfernt. Nach dem Krieg hat man den alten Zustand etwas rekonstruiert, so dass es wieder einen Schornstein gibt und man sieht auch zwei Gasöfen, damit man als Besucher eine bessere Vorstellung von der Sache hat. Aus Respekt vor den vielen Menschen, die hier gestorben sind, werden die Besuche gebeten schweigend die Anlage zu begehen

    Wir verlassen nun diesen Teil der Anlage und fahren mit dem Bus nach Birkenau.

    Hier steht nicht mehr viel, denn die Nazis haben kurz vor Schluss die Holzbaracken angezündert - geblieben sind die Schornsteine und die Verladerampe

    Das Gelände ist absolut gigantisch - aber im Rahmen unserer Führung sind wir nur einen sehr kleinen Teil gelaufen

    Es stehen noch die Häuser, in denen die Frauen gelebt haben. SIe sehen wir zum Schluss.

    Es weht ein eisiger WInd und wenn ich auch nur eine MInute mal stehen bleiben, friere ich. Unvorstellbar, dass hier Menschen lebten, die kaum etwas zum Anziehen, selten vernünftiges Schuhwerk, kein richtiges Bettzeug, keine Heizung, keine sanitären Anlagen hatten. Und das ganze war ein morastiges Gelände

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    Einmal editiert, zuletzt von Heike (24. November 2019 um 21:47)

  • So weit man schauen kann - Schornsteine über Schornsteine - dort überall standen Häuser

    Bei den Schatten unserer Gruppe habe ich mir vorgestellt, wie die Menschen aus dem Zug gestiegen

    Hier ein Foto von Okke

    petra-kaiser.de/forum/core/attachment/167605/


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    2 Mal editiert, zuletzt von Heike (23. November 2019 um 22:43)

  • Und hier die letzten Bilder aus BIrkenau -

    Am Ende ist ein Denkmal zum Gedenken an alle Umgekommenen mit Tafeln in allen Sprachen der Toten


    Hier noch die Reste eines der von den Nazis zerstörten Krematorien von Birkenau

    für den Trakt der Frauen ist es doch schon zu dunkel und die Fotos sind irgendwie zu düster.

    WIr sind froh, wieder im warmen Bus sitzen zu können - die Abfahrt verzögert sich leicht, denn ein Mitreisender, ein Spanier, war nicht mehr da, sein Rucksack schon ... aus unbekanntem Grunde ist er irgendwo so nach Krakau aufgebrochen - sehr eigenartig.

    Auf dem Rückweg zum Hotel holen wir uns noch einmal Kebab - diesmal nur zwei Portionen für rund 10 Euro, Wein und Bier - und sind jetzt total geschafft und werden schlafen

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    Einmal editiert, zuletzt von Heike (23. November 2019 um 22:47)

  • Sonntag. Heute steht wieder Krakau direkt an, unter anderem der Schloßberg, aber vielleicht auch Krakau von oben vom Rathausturm aus.

    Aber das Wetter ist uns heute nicht hold - es ist sehr diesig und das bleibt leider den ganzen Tag so

    Wir machen uns auf Richtung Schloßberg. Es geht entlang einer Grünanlage Richtung Weichsel.

    DIeses Gebäude gehört zur Universität

    Kirche und Papst begegnert man hier überall

    Erinnerungsbänke


    WIr biegen ab in eine Straße. die laut Reiseführer die schönste in Krakau sein soll. HIer stehen geballt viele Häuser, die mehrere Jahrhunderte alt sind

    Es ist die ul. Kanonicza

    Da es hier keine Geschäfte gibt, laufen erstaunlich wenig Menschen hier entlang. In der Parallelstraße ist Geschäft an Geschäft, da ist Massenandrang. Das ist die Straße, wo diese Kirchen dran liegen

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    Einmal editiert, zuletzt von Heike (25. November 2019 um 08:30)

  • Ihr seht hier nicht viele Leute, aber ich sage Euch: Krakau ist voll von Menschen. Ich hätte das nie im Leben im November erwartet

    Hier hat der frühere Papst aus Polen gelebt, als er noch nciht Papst war

    Das Wetter will einfach nicht besser werden - man sieht es

    Egal, wir laufen hoch auf den Wawel



    Und wir sind nicht die einzigen

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  • Es ist Sonntag und 11.45 - das heißt, der Gottedienst ist gerade zuende. Menschen strömen heraus aus der Kirche, die von großer Bedeutung für die Polen ist. Es ist die Kathedrale und Basiklika der heiligen Stanislaus und Wenzelslaus.

    Bsichtigung ist erst ab 12.30 möglich und hier befinden sich Massen von Menschen... wir nehmen davon Abstand.

    Das Weitwinkel kommt zum Einsatz:

    Es ist hier oben ein gigantisch großer Platz

    Die Kirche war die Krönungskirche der polnischen Könige und die meisten von ihnen sind hier begraben. Ok, die müssen wir dann bei einem anderen Krakaubesuch anschauen.

    Es gibt auch Museen anzuschauen.

    WIr werfen einen Blick auf den Fluss...da sieht man das Wetterelend gut

    Immerhin regnet es nicht

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    2 Mal editiert, zuletzt von Heike (27. November 2019 um 12:10)

  • Unten vor der Burg steht ein Drache - das Bild von oben ist nicht zum Zeigen geeignet. Unser Begleiter nach Ausschwitz hatte hierzu eine Geschichte erzählt - wie bekannt: Böser Drache macht den Menschen Sttess, Held schafft Drache zu töten - das ist die einfache Version. WIr treffen ihn später noch einmal und dann gibt es auch Fotos

    Geplant war, auf die andere FLussseite zu gehen, um von dort die Burg zu fotografieren. Planänderung - bei dem Wetter bringt das nichts.

    Also geht es am Turm vorbei wieder runter von der Burg

    Wir laufen zum jüdischen Viertel. Hier gibt es viele Synagogen und einen kleinen alten jüdischen Friedhof. Kazimierz heiß dieses Viertel. Vor dem 2. Weltkrieg lebten hier um die 70.000 Juden. Wieviele es heute sind, weiß ich nicht. Im Reiseführer heißt es nur, die jüdische Gemeinde würde heute aus 200 Juden bestehen.

    Wir besuchen die Remuth Synagoge, die viel kleiner ist, als ich es erwartet hatte. Jemand ist dort in tiefem Gebet versunken, und daher machen wir keine Fotos. Okke muss übrigens ein Käppi aufsetzen und damit sein Haupt bedecken. Jan hat eine Mütze, das reicht

    Das ist der Eingang zu Synagoge und altem Friedhof. Der EIntrtt kostet 10 Zloty (wir tauschten ca. 1 zu 3,6)

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