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  1. Forum von petra-kaiser.de
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Sao Tome - (fast) unbekannte Insel vor Afrika

    • Reisebericht
  • angelika
  • 20. August 2022 um 01:08
  • angelika
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    • 20. August 2022 um 01:08
    • #1

    Nach Gabun via Ghana, Togo und Nigeria waren wir noch 5 Nächte auf Sao Tome.

    4 Tage Urlaub nach den körperlichen Anstrengungen in Gabun mit Inselfeeling, Strand und Pool waren geplant.

    Doch wir haben Sao Tome völlig unterschätzt.

    Im Pool der Lodge waren wir immerhin zweimal, am Strand gar nicht, aber dafür haben wir mit unserem kleinen Mietauto die Insel erkundet:

    Kunst und Kultur, unglaublich nette Leute, gutes Essen, eine grandiose Landschaft und angeblich gibt es hier den besten Kaffee und den besten Kakao auf der Welt!

    Bilder

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  • Beate-Maria
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    • 20. August 2022 um 23:43
    • #2

    Ja, Sao Tome habe ich auch in der Reiseplanung.

    Auch das Essen soll ( portugiesische/ afrikanische Küche) sehr lecker sein, was für Christian ein wichtiges Kriterium ist :D

  • angelika
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    • 21. August 2022 um 00:26
    • #3
    Zitat von Beate-Maria

    Ja, Sao Tome habe ich auch in der Reiseplanung.

    Auch das Essen soll ( portugiesische/ afrikanische Küche) sehr lecker sein, was für Christian ein wichtiges Kriterium ist :D

    Nur zu!

    Das Essen ist klasse und sehr knoblauch- und korianderlastig.

    Überall gibt es in kleinen Lokalen frischen Fisch + Meeresfrüchte und das zu super Preisen.

    Was das eine Lokal grad nicht hat, wird beim anderen um die Ecke besorgt.

    Entspannte Grundstimmung auf der ganzen Insel, große Begeisterung bei den Kindern, die sich gern die Fotos anschauen und auch ca. 98% der Erwachsenen freuen sich über das Interesse.

    Wir haben sogar 2 Wellnessmöglichkeiten in der Innenstadt gefunden und Wolfgang hat eine ausprobiert: 20€ für75 Minuten Massage.

    Der Flug mit der TAP ist angenehm, die Maschinen sind neu, haben relativ breite Sitze inkl. Einzelmonitoren.

    Ich würde Euch aber doch zu 2 Sitzen am Gang raten oder in den Reihen mit Notausgängen.

    Ich hatte gehofft, dass die Mittelsitze frei bleiben, aber die Maschinen waren voll und neben mir echte Schwergewichte.

    Wo soll es denn außer Sao Tome noch hingehen?

  • Beate-Maria
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    • 21. August 2022 um 00:51
    • #4

    Es steht ja noch nicht aktuell an, aber wenn es soweit sein sollte, dachte ich an Sao Tome und Principe

  • angelika
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    • 21. August 2022 um 21:41
    • #5

    Die Ankunft war ja am Abend, das Auto kam am nächsten Mittag und an Tag darauf sind wir Richtung Südosten zur Roca Sao Joao de Angolares gefahren.

    Dort ist ein Sternekoch zugange, günstige Zimmer gibt es auch.

    Unterwegs haben wir die Eindrücke genossen: Gewaschen wird auch hier immerzu und überall wie in Afrika.

    Fließend Wasser gibt es nicht, also entweder am Dorfbrunnen oder an den Flüssen.

    Die Wäsche wird zum Teil auf die Straße zum Trocknen gelegt, teils über Büsche gehängt, am Nachmittag wird alles eingesammelt und das Baden und Plantschen kann beginnen.

    Laster mit Jugendlichen mit lauter Musik + Gesang teils über Megaphon haben uns ständig überholt.

    Schulabschlussfeiern?

    Die Dörfer unterscheiden sich sehr. Manchmal sind die Kolonialbauten noch bewohnt, manchmal sind es braune Bretterverschläge mit kaputten Plastikplanen und ab und zu auch hübsche Häuser.

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  • angelika
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    • 21. August 2022 um 21:53
    • #6

    Die Roca Sao Joao de Angolares ist ein Schmuckstück!

    Der Garten ist voller Statuen und ausgedienter Geräte zur Kaffeproduktion oder auch Badewannen, viel Kunst gibt es im Restaurant und in den Räumen bis dahin zu sein und ein kleines Museum mit zeitgenössischer Kunst schließt sich hinter dem damaligen Gewächshaus und einem großen Taubenschlag an.

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  • angelika
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    • 22. August 2022 um 20:21
    • #7

    Auf dem Heimweg sind wir wieder in eine Polizeikontrolle geraten. Diesmal waren wir schon besser vorbereitet!

    Auf den Fahrt am Vormittag wurden wir hinter einer Kurve von mehreren Polizisten angehalten, die unfreundlich waren, herumgefuchtelt haben und auch ziemlich laut in einer für uns unverständlichen Sprache waren.

    Autopapiere und Führerschein waren nicht zielführend, zum Glück hatte Wolfgang die Telefonnummer des Autovermieters eingespeichert und dieser war auch sofort erreichbar. Mit bösen Blicken wurden wir dann weitergewunken.

    Um die Mittagszeit die nächste Kontrolle. DIesmal wurde französisch gesprochen und ich konnte immerhin verstehen, dass wir sagen sollten, wo wir hinwollen. Danach durften wir weiter.

    Abends dann wieder = Hotel Omali. Ok :)

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  • Heike
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    • 22. August 2022 um 23:08
    • #8

    Und wo ist Inselfeeling und Pool? Das mit der Polizeikontrolle hört sich jetzt nicht so nach meinem Urlaubstraum an...Passt aber zu Eurem Abenteuerurlaub

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

    http://rosentaenzerin.wordpress.com/

  • angelika
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    • 22. August 2022 um 23:26
    • #9

    Unterwegs in der Hauptstadt, die auch Sao Tome heißt

    Gut, dass wir das Auto hatten!

    Statt der 1,5km, die unsere Lodge angeblich vom Zentrum entfernt ist, sind wir ca. 5 Kilometer gefahren. Und das mehrmals, denn wir wollten nicht nur in der Lodge essen.

    Die Straßen (wie zu Kolonialzeiten halt üblich) sind breit angelegt, es ist zu dieser Jahreszeit alles trocken und gut laufbar.

    Der Präsidentenpalast und eine größere Kirche sind die Hauptattraktionen.

    Bild JQL:

    Das sind drei einzigen Ausfallstraßen, die in den Süden, in den Westen und in die Mitte der Insel führen.

    Wir haben alle 3 befahren. Und uns verfahren, denn sie sind nicht ausgeschildert.

    Erst ab KM 1 nach Sao Tome stehen Steine.

    Doch zum Glück freuen sich alle Leute, die wir um Hilfe bitten und weisen uns den Weg:)

    Bild I_441: Im Hafen werden die Container umgeschlagen, aber wir haben uns uns dort als Störenfriede gefühlt und sind ohne Bilder wieder aus dem Gelände hinausgefahren.

    Bild EXL:

    Solche kleinen Kleidermärkte sind überall zu finden.

    Bild SN:

    Sobald die Boote eingelaufen und die Fänge verkauft sind, beginnt am Hafen das gesellige Zusammensein (so gegen 10:30h):

    Aus Magnumflaschen und Fässern wird ausgeschenkt.

    Bild PRY:

    Hier gab es einen fangfrischen Wrackbarsch mit Süßkartoffeln, Gemüsen und Salaten für so wenig Geld, dass wir die Summe verdoppelt haben.

    Bilder

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    • 22. August 2022 um 23:34
    • #10
    Zitat von Heike

    Und wo ist Inselfeeling und Pool? Das mit der Polizeikontrolle hört sich jetzt nicht so nach meinem Urlaubstraum an...Passt aber zu Eurem Abenteuerurlaub

    Haha, Du hast ja so recht! Aber sehr schön wars auch ohne :)

    Wolfgang hatte zwar seine Schnorchelausrüstung dabei, aber es gab auch keine Gelegenheit dazu.

  • angelika
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    • 24. August 2022 um 19:03
    • #11

    Unterwegs...

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    • 24. August 2022 um 22:17
    • #12

    ...weiter unterwegs im Westen...

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    • 24. August 2022 um 22:39
    • #13

    In der Mucumbli-Lodge haben wir Rast gemacht; danach wird die Straße ganz schlecht, hat der rotarische Präsident von Sao Tome gesagt.

    Mit ihm hat sich Wolfgang getroffen und außer dem Tipp mit Mucumbli und der Straße hat er uns eine weitere Sehenswürdigkeit ziemlich in Inneren empfohlen:

    Monte Cafe ist ein Kolonialzentrum, in den Gebäuden sind ein Museum, ein kleines Restaurant mit Verkauf des Kaffees und Kakaos und zu unserem Entzücken eine Schule.

    Trotz Ferien sind alle Kinder zum Spielen dort.

    Und zum Helfen, Wasser wird mit einem Auto gebracht, muss in Eimer umgefüllt und in Küche und ins Gebäude getragen werden.

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    • 24. August 2022 um 22:51
    • #14

    Wir wurden sofort umringt, es gab eine zweijährige Lissy (vorne beim blauen Schild), Wolfgang hat ein Bild von unserer (1 3/4) gezeigt, die ist rotblond mit sehr heller Haut, davon waren Groß und Klein fasziniert.

    Danach waren wir im Kaffeemuseum, hatten einer klasse Führung - sehr beeindruckend!

    Und wir haben etliche Pfund Kaffee und Kakao gekauft.

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    • 24. August 2022 um 23:12
    • #15

    So, das war es von Sao Tome.

    Dass es hier die weltbeste Schokolade gibt, hatten wir gelesen und uns auch orientiert, was die so im Internet kostet:

    Eine 100g-Tafel um die 10€, 160g sortierte Täfelchen ab 17€.

    Vor Ort hat die Tafel 8€ gekostet, die Täfelchen je nach Geschmackrichtung 7,50.

    Letztere haben wir dann gekauft, für uns zum Probieren in einer besonderen Stunde und ein paar zum Verschenken an unsere Nachbarn und Helferlein im Urlaub.

    Es war ein schöner, stressarmer Abschluss der Gesamtreise.

    Die Insel ist, wie im Titel erwähnt, weitgehend unbekannt und außer Beate + Christian (eventuell) wird wohl auch niemand von Euch dort hinkommen.

    Aber ich wollte Euch dennoch reichlich Bilder zeigen, die, so denke ich, einen ganz guten Einblick über die Lebensart geben.

    Ich danke Euch Mitlesern (ein paar sind es ja doch geworden :)) für Euer Interesse!

  • Petra
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    • 25. August 2022 um 00:09
    • #16

    Ja, das war doch ein schöner Abschluss eurer Reise. Sao Tomé und Principe habe ich seit 2008 als Reisewunsch, als ich den Reisebericht von Jens gelesen habe. Mittlerweile hat sich jedoch meine Begeisterung über dieses Ziel etwas gelegt. ;)

    Danke für die vielen schönen Bilder, man bekommt ja schon einen kleinen Einblick, wie es dort im Land aussieht. :)

    Viele Grüße
    Petra

    Meine Reiseberichte im Web - meine Reisen um die Welt -
    meine Motorradtouren - meine Videos bei YouTube

  • angelika
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    • 25. August 2022 um 01:34
    • #17

    Den Bericht hattest Du bei meiner Reiseankündigung erwähnt, ich hatte ihn auch gelesen, aber leider vergessen!

    Sonst hätten wir noch ein paar Kilometer mehr verfahren ;)

    Was immer noch zutreffend ist bzw. sich verschlechtert hat:

    Die Schlangen vor dem Flughafen! Es dauert gut 2 Stunden, bis man überhaupt in der Check-In-Halle ist. Keine Ahnung, was in den Zelten kontrolliert wird, aber alles muss aufgemacht werden bevor die offiziellen Kontrollen kommen. Dort nochmals.

    Der Flug startet nicht wie geplant, sondern ca. 90 Minuten später.

    Das Gepäck kann von Sao Tome nicht nach Frankfurt durchgecheckt werden.

    Also nach Ankunft zum Gepäckband in Lissabon laufen, alles wieder aufnehmen und damit zum Check-In gehen.

    Dort akzeptiert der TAP-Schalter die LH-Boardingpässe nicht.

    Unsere Tickets beinhalten Möglichkeiten zur Flugzeitänderung.

    Es ist kurz vor 6 Uhr und können um 8:35 den Star-Alliance-Flug TAP/LH nach FRA nehmen.

    Sagt der Angestellte und wir freuen uns!

    Er tippt weiter und meint, den dürfen wir doch nicht nehmen, weil wir nur bei der LH das Gepäck aufgeben können.

    Wir hätten es durchchecken lassen müssen.

    (Na sowas!)

    Der LH-Schalter macht leider aber erst kurz nach 10h auf.

    Wir sind davor auf den Gepäckwagen hocken geblieben, weil es auf dieser Ebene nur ein einziges Cafe gab, das voll besetzt war.

    Der Flug hatte dann 50 Minuten Verspätung, das Gepäck kam aber relativ schnell und komplett und wir waren nach 27h daheim. Reine Flugzeit: 9h30.

    Ist ok, wir haben keine Zeitnot und sind entspannt, aber wenn das schon 2008 so war, könnte doch irgendjemand diese Prozesse wenn auch nicht optimieren, sondern zumindest verbessern!

  • Heike
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    • 25. August 2022 um 06:43
    • #18

    In der Tat!

    Die Bilder haben mich sehr an unsere Eindruecke aus Ghana erinnert. Vielen Dank für Deinen Bericht. Und ja, da werden ich auch mit Sicherheit nicht hinreisen und daher war es sehr gut Dich mitlesend begleiten zu können. Ich mag und esse ja keine Schokolade. War sie wirklich so lecker?

    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär" (Zitat aus dem Song "Engel" der Gruppe MIA)

    http://rosentaenzerin.wordpress.com/

  • Beate-Maria
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    • 25. August 2022 um 07:47
    • #19

    Warum wirst du dort mit Sicherheit nicht hinreisen, Heike?

    Wenig Tourismus, warm, Meer, gutes Essen?

    Müsste doch eigentlich in Deinen Vorstellungen von Urlaub entsprechen :/

    Schokolade mag ich gelegentlich und wenn, dann die " richtige", nicht Vollmilch Milka ;)

    Und Kaffeejunkie bin ich sowieso ^^

    Danke Angelika für Deinen ausführlichen Bericht <3

    Wenn du verreist, frage ich mich immer schon im Voraus, was wohl alles passieren wird ^^

  • Heike
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    • 25. August 2022 um 08:07
    • #20

    Vom Meer habe ich im Bericht nicht viel gesehen... 27 Stunden Anreise reizen mich nicht direkt. Und Jan ist kein Reisepartner für Reisen, die Uertaschungen bergen. Das ist die Kurzversion der Gründe. Ich glaube, die Zeit der ganz exotischen Reisen ist für uns vorbei. Und es gibt so viele Ziele die uns interessieren und leichter zu erreichen sind...

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