Reisebericht Patagonien und Buenos Aires / 3 Wochen Argentinien & Chile

  • So langsam haben wir uns jetzt mit unseren Mittel- und Südamerikareisen immer weiter nach Süden vorangetastet – Costa Rica, Ecuador, Peru, Nord- und Mittel-Chile. Nun hatten wir auch Lust auf den Süden Chiles, genauer gesagt auf Patagonien.

    Da wir in Santiago de Chile bereits waren, wählten wir die Reise über Buenos Aires. Da waren wir noch nicht, wie überhaupt in Argentinien. Außerdem hatten wir uns in Argentinien auch noch El Calafate und El Chalten als Ziele angedacht.

    So geschah es dann auch ab Ende Februar – hier zunächst ein paar Eindrücke von Buenos Aires. Mehr Bilder und mehr Bericht zu BA gibt es hier:

    https://silke-und-max.de/Patagonien_Rei…enosAires_1.htm

    Fazit: Buenos Aires hat uns gut gefallen, auch wenn es hier nicht super viele „Top-Highlights“ zu sehen gibt. Dafür viele „kleine“ Sehenswürdigkeiten, ein lebendiges Flair, viele schöne Häuser – wir haben uns hier wohlgefühlt.

    Hier geht's zum ausführlichen Reisericht:

    https://silke-und-max.de/Patagonien_Reisebericht.htm


    Unser Hostel im Zentrum


    Der Oblelisk auf der 16-spurigen Hauptstraße Av. de 9 Julio


    Omnipräsent - die Fußballhelden


    Plaza del Mayo


    In der Altstadt San Telmo mit Mafalda


    Plaza Mariano Moreno


    Puerto Madero


  • Von Buenos Aires ging es dann zum eigentlichen Ziel dieser Reise: Nach Patagonien.

    In unserem Fall bedeutete dies einen Inlandsflug mit Aerolineas Argentinas nach El Calafate, Flugzeit etwa 3 Stunden.

    Und damit ist man noch nicht ganz im Süden des Landes und des Kontinents! - Aber auch nicht mehr sooo weit davon entfernt. ;)

    El Calafate liegt am südlichen Ufer des größten argentinischen Sees,
    dem Lago Argentino, und ist das Tor zum Nationalpark Los Glaciares mit dem Perito-Moreno-Gletscher.

    Hier nahmen wir auch direkt bei der Ankuft am Flughafen unseren Mietwagen in Empfang, mit dem wir die folgenden zwei Wochen "ein Stückchen" durch Patagonien fahren wollten. Ein teurer Spaß, ehrlich gesagt. Der teuerste Mietwagen den wir je hatten – und es war kein dicker SUV!

    Es braucht für diese Region aber eigentlich nicht unbedingt einen Mietwagen!
    Man kann hier auf ein gutes Bussystem zurückgreifen, das die "wichtigen" Orte anfährt und bedeutend günstiger sein wird. Und wir sahen in der Region tatsächlich seit langem auch mal wieder etliche Tramper mit Rucksäcken am Straßenrand.

    Hier ein paar Eindrücke aus Calafate, wo es uns sehr gut gefallen hat – einfach ein angenehmer, entspannter Ort in toller Natur.

    Mehr Bericht und Bilder gibt es hier:

    https://silke-und-max.de/Patagonien_Rei…_ElCalafate.htm


    Weit im Süden ...







    Die Omnipräsenten ...


    Auch stets präsent: Das Falkland-Thema


    Ibis


    Am Lago Argentino


    Fortsetzung folgt ...

  • DAS Highlight der Region um El Calafate ist der berühmte Perito-Moreno-Gletscher.

    Mit einer Länge von 30 km und einer Eisfläche von 254 km² ist er einer der größten Gletscher des Südlichen Patagonischen Eisfelds, des größten Gletschergebiets der südamerikanischen Anden, und mündet malerisch in den Lago Argentino.

    Die 80 km lange Fahrt von El Calafate durch das weite, karge Land und entlang des türkisfarbenen Lago Argentino war traumhaft.

    Leider zog sich der Himmel immer weiter zu, je näher wir unserem Ziel kamen - was unsere Begeisterung jedoch nicht dämpfen konnte. Bald schon kamen erste Mini-Eis“berge“ (ok, eher Schollen) in Sicht und schließlich der Gletscher selbst.

    Am Ende der Straße befindet sich dann ein großer Parkplatz und ein Shuttle-Bus bringt einen noch ein Stück weiter den Berg hinauf, wo gut ausgebaute Holzwege angelegt sind, von denen man tolle Ausblicke auf den Gletscher genießen kann. Wir hatten aber zuerst noch eine einstündige Bootstour zum Gletscher gebucht, womit wir ganz nah an die etwa 15 m hohe Gletscherwand herankamen. Unglaublich beeindruckend, v.a. wenn man sowas – wie wir - zum ersten Mal so sieht!

    Und dann diese Geräusche im Eis!
    Auf einmal knallte es regelrecht wie ein Gewehrschuss und man hörte, wie Eismassen im Gletscher abbrachen. Dann ein Grollen, Poltern - und wir sahen Eis an der Gletscherkante abbrechen und ins Wasser fallen. Faszinierend und unheimlich zugleich, zu sehen und zu hören, wie hier die Naturkräfte arbeiten und wirken, ein unvergessliches Erlebnis!

    Ausführlicher Bericht & mehr Bilder:

    https://silke-und-max.de/Patagonien_Rei…o-Gletscher.htm











  • Das ca. 214 km entfernte El Chalten ist direkt am Nationalpark Los Glaciares gelegen und DER Ausgangsort für Wanderungen am Fitz Roy Massif.

    Für die Fahrt nahmen wir uns Zeit, denn wir wollten die Landschaft ja erleben und genießen
    und nicht einfach durchbrausen. So hielten wir an jedem möglichen Rastplatz und machten am nordwestlichen Ufer des Lago Argentino sogar noch einen kleinen Umweg über eine Schotterstraße für einen abgelegenen Geocache, bevor es weiter auf der Ruta 40 gen
    Norden ging. Die argentinische Ruta 40 (RN 40) ist mit einer Gesamtlänge von > 5.200 km eine der längsten und legendärsten Fernstraßen der Welt.

    Die Fahrt war sehr schön – wir bekamen erstmals ein Gefühl für Wind und Weite und die Einsamkeit der Landschaften. Dazu kreuzten etliche Guanakos unseren Weg bzw. die Straße – man muss schon aufpassen, denn oft sind sie erst spät zu erkennen, da sie sich mit ihrer Fellbarbe hervorragend in die Farben der Steppe einfügen.


    Vollständiger Bericht:

    https://silke-und-max.de/Patagonien_Rei…n_ElChalten.htm










  • Ich hinke jetzt ein bisschen hinterher, da ich den Reisebricht am WE noch fertiggestellt habe und gestern wieder krank war ...

    Ich kürze es von daher etwas ab, da man ja jetzt alles online sehen und lesen kann

    --> https://silke-und-max.de/Patagonien_Reisebericht.htm

    In El Chalten sind wir bzw. v.a. ich dann noch einen Tag gewandert, was sehr schön war - auch wenn sich die Hauptgipfel um den Fitz Roy ganztägig in Wolken hüllten. Aber die Gletscher(zipfel), die ich aus der Ferne sehen konnte, fand ich schon sehr schön. Und die Ausblicke auf das Flusstal, den Ort und die weite Steppenlandschaft am Lago Viedmo waren großartig!

    Auf der Rückfahrt nach El Calafate am folgenden Tag hatten wir dann am Lago Argentino ein sagenhaftes Licht, das den See in unglaublichem Türkis erschienen ließ, Hammer.

    Ach ja - und nicht zu vergessen: Der kleine Fuchs, der uns unterwegs begegnete. <3


    https://silke-und-max.de/Patagonien_Rei…_ElChalten2.htm










  • Weiter ging's gen Süden, nach Puerto Natales und damit nach Chile.

    Die Fahrt war toll - weite Landschaften, viele Guankaos, etliche Nandus und sogar einen Geocache gab es an einem Mirador zu finden.

    Die Grenze passierten wir problemlos und Puerto Natales hat uns als Ort sehr gut gefallen, ähnlich entspannt und angenehm wie El Calafate.

    Wir hatten hier mehrere Nächte, da die ursprüngliche Planung mit dem Torres del Paine Nationalpark anders war, aber über den Haufen geworfen werden musste. Aber letztendlich waren wir an 2 Tagen im Nationalpark und hatten an einem Tag sogar richtig gutes Wetter. Landschaftlich ist der Park natürlich absolut TOP, man könnte hier wandern und schauen & genießen ohne Ende. Einfach wunderschöne Natur.

    Einen weiteren Ausflug unternahmen wir von PN aus zur Cueva del Milodon. - Das war insbesondere für mich interessant, das prähistorische Mylodon war nämlich das Ur-Faultier (ich liebe ja Faultiere ... <3), obgleich es völlig anders aussah und lebte: Es war ein bodenlebendes Riesentier von 3-4 m Länge und einem geschätzten Gewicht von 1-2 Tonnen!

    In der Höhle gibt es ansonsten nicht viel zu sehen, aber es gibt auf dem Areal des Parks noch ein paar schöne Wanderpfade, 2 weitere kleine Höhlen und den "Sessel des Teufels" zu entdecken.

    Hier geht's nach Puerto Natales und den Folge-Seiten:

    https://silke-und-max.de/Patagonien_Rei…ertoNatales.htm










  • Nach so einem Highlight kann's eigentlich kaum besser werden . HAHA, wurde es auch nicht ... :Zunge:

    Wir fuhren noch etwas weiter gen Süden nach Punta Arenas, wo wir uns eine Bootstour zur Insel Magdalena zu den Pinguinen erhofft hatten. Leider aber war das Wetter dort sowas von schlecht - nur grau, windig, kalt und regnerisch, dass das Boot aus Gründen nicht fuhr. Das war natürlich jammerschade. Und davon abgesehen auch für unser Stadt-Erlebnis in der angeblich schönsten Stadt Patagoniens. Kam irgendwie bei dem Wetter nicht rüber. :(

    Ich bin noch ein bisschen über den Friedhof spaziert, den ich ganz schön fand - ganz anders als den in Buenos Aires: Nicht so viele Monumentalgräber, dafür viele Farben, viel Individualität - sehr schön.

    Und zum Trost: Ich konnte an der Uferpromenade meinen südlichsten Geocache finden GC8FXYC - Goleta Ancud - Ancud Barquentine (Chile)
    S 53° 09.823 W 070° 53.756
    13.644 km von Zuhause entfernt,
    aber nicht mein am weitesten entfernter. ;)

    https://silke-und-max.de/Patagonien_Rei…PuntaArenas.htm








  • Und dann mussten wir uns leider auch schon wieder auf den Rückweg nach Buenos Aires machen - also zurück mit dem Auto nach Punta Arenas, am folgenden Tag über die Grenze und nach El Calafate.
    Hier waren wir dann erstmal sehr froh, das Auto ohne einen Kratzer zurückgeben zu können. Und dann ging es nach Buenos Aires,
    wo wir noch einen vollen Tag verbrachten, bevor wir den Heimflug via Madrid antraten.

    Die Zeit war mal wieder im Nu verflogen, ich hätte ruhig noch so weitertingeln oder an einem Ort länger verweilen können. Es war auf jeden Fall eine tolle Reise - ein ausführliches Fazit habe ich dann noch hier geschrieben:

    https://silke-und-max.de/Patagonien_Rei…PuntaArenas.htm





    ::***

  • Sehr schöne Eindrücke, Silke. Auch wenn das Wetter etwas durchwachsen war, kommt man doch mit schönen Erinnerungen wieder nach hause

    Ich hab mal eine Frage zum Torres Del Paine, da gibt es doch diese 3 bekannten Granitberge, die finde ich in deinem Bilderportfolio nicht. Seid ihr nicht dort gewesen? Ihr hattet ja eigentlich dort einen Platz im Camp im Nationalpark angemietet, welcher ja leider storniert wurde. War es dadurch nicht möglich zu den Bergen zu kommen oder ist die Wanderung generell zu anstrengend?

    Ich hatte ja selber mal kurz mit dieser Gegend geliebäugelt, aber die Preise sind dann doch nicht mein Budget. Dazu noch dieser elend lange Flug.... dabei hab ich noch nicht einmal Mietwagenpreise gecheckt. Magst du sagen, was euch der Wagen gekostet hat? Ich verrate dann auch was ich zu Coronazeiten für den Mietwagen in Island bezahlt habe, ich glaube, ich gewinne... ;(:D

  • Die Felstürme im TdP-NP kann man meines Wissens nur in Verbindung mit "anpruchsvoller Tages-Wandertour" (oder mehrtägiger Tour) sehen - sofern auch das Wetter mitspielt - haha. Das fiel für uns flach und hätte höchstens beim 2. Tag, an dem wir im NP waren, Sinn gehabt. Da wir aber die lange Anfahrt aus PN hatten mit 100 km Schotterpiste - nee ... leider nicht. Ich weiss nicht, wie schwierig und lange die Tour jetzt genau wäre, aber wahrscheinlich auch für mich zu viel.

    Ich kann den Mietwagenpreis gerne nennen:

    Für 14 Tage ein Hyundai mit Allradantrieb (aber nicht hochgelegt!) inkl. sämtlicher Versicherungen, kein 2. Fahrer, plus Grenzübertritt nach Chile = 1.800,-- €.

    Kannst du das toppen für Island? - Da würde ich nämlich auch gern mal hin, aber die Kosten haben mich bislang ferngehalten ... :D

    Aber der Flug nach China ist doch auch kaum kürzer? - Wir hatten ab Madrid schlappe 12 Stunden bis Buenos Aires und das mit einer miesen Ailrine.

  • Ich kann den Mietwagenpreis gerne nennen:

    Für 14 Tage ein Hyundai mit Allradantrieb (aber nicht hochgelegt!) inkl. sämtlicher Versicherungen, kein 2. Fahrer, plus Grenzübertritt nach Chile = 1.800,-- €.

    Kannst du das toppen für Island? - Da würde ich nämlich auch gern mal hin, aber die Kosten haben mich bislang ferngehalten ... :D

    Aber der Flug nach China ist doch auch kaum kürzer? - Wir hatten ab Madrid schlappe 12 Stunden bis Buenos Aires und das mit einer miesen Ailrine.

    hihi… ich muß vorab dazu sagen, es war Corona und Mitwagenknappheit, da Reisemöglichkeiten in 2021 doch etwas beschränkt waren. Unser kleiner Dacia kostete damals 3000€. Da wir leichtsinnigerweise schon recht früh die Flüge gebucht hatten, saßen wir in der Falle. Ich hätte am liebsten gecancelt, aber Freundin wollte das durchziehen.
    Heute sind die Preise mit Sicherheit wieder geschmeidiger.

    Mit den Flugzeiten bin ich überrascht, da hätte ich geglaubt daß es länger dauert.

  • Das ist natürlich exorbitant! :razz

    War's dann aber wenigstens für 3 Wochen, 2 Fahrer, Allrad + allen Versicherungen?

    Sollte das nach wie vor der Preis sein - oder auch nur annähernd - ist Island für mich abgehakt. Aber erstmal wollen wir ohnehin nicht schon wieder so viel mit dem Auto fahren. Wenn man sich die Spritpreise zurzeit so anschaut wird einem auch ganz anders. Die Zeiten der "Spaßfahrten" sind definitiv vorbei.

  • Das ist natürlich exorbitant! :razz

    War's dann aber wenigstens für 3 Wochen, 2 Fahrer, Allrad + allen Versicherungen?

    :D:D:D leider nicht, es war ein Kleinwagen. Der letzte verfügbare auf der Insel und der 2. Fahrer war das billigste im Paket.

    Apropos Sprit, was hat der Liter Benzin bei euch gekostet?

    Ich hab mich durch deinen Bericht noch mal kurz mit den Felstürmen beschäftigt. Es soll tatsächlich eine anspruchsvolle und auch schwere Wanderung sein. Gerade die Steigungen haben es wohl in sich und Trittsicherheit ist wohl Grundvoraussetzung. Ob die Raucherlunge das noch schafft? Ich hatte mich ja generell eher mit den Möglichkeiten südlich von Punta Arenas beschäftigt, merkte aber schnell, daß die interessanten Dinge nur mit teurer Schiffreise erreichbar sind. =O Ne, das gibt mein Budget nicht her, aber dank deiner Erfahrungen kann ich nach schönen Alternativen schauen, falls es eines Tages doch irgendwie in mir kribbelt. :thumbup:

  • Auf Spritpreise hab ich gar nicht mehr geachtet, was hätte das auch gebracht - die Tour war geplant und fertig, geht in den Gesamtkosten unter. Aber so hoch wie jetzt in DE waren sie (noch) nicht, also eine "2" vor dem Komma ist mir nicht aufgefallen.

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